Profilbild von Squirrel

Squirrel

Lesejury Star
offline

Squirrel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Squirrel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2019

Trauerbewältigung in sehr unterhaltsamer Form

Wie man bei Regen einen Berg in Flip-Flops erklimmt
0

Die vierzehnjährige Sofia kämpft mit der Trauer um ihre verstorbene Mutter.

Es heißt, die Zeit heil alle Wunden, doch auch nach über einem Jahr, kann Sofia darin keinen Sinn erkennen.

Sofia war immer ...

Die vierzehnjährige Sofia kämpft mit der Trauer um ihre verstorbene Mutter.

Es heißt, die Zeit heil alle Wunden, doch auch nach über einem Jahr, kann Sofia darin keinen Sinn erkennen.

Sofia war immer eine leidenschaftliche Sängerin, doch daran hat sie kein Interesse mehr. Die Erinnerung an ihre Mutter, die ihr so gerne zugehört hat, ist zu schmerzhaft. Zum Glück hat sie ihre Freundinnen, darunter Kiki, die ihr stets zur Seite stehen. Doch auch die können ihren Kummer nicht nachvollziehen. Ob das Leben wieder einfacher wird?

Dann tritt an ihrer Schule eine Frau auf, die Jugendlichen gute Tipps gibt. „Frag Kate“ heißt ihr Hilfsangebot. Sofia hält zuerst nichts davon, doch da sie mit ihrem Vater nicht über ihren Kummer reden kann, schreibt sie Kate eine E-Mail. Sofia bekommt Antwort und ist begeistert von Kate.
Nun kann sie sich ihren Schmerz und ihre Teenie-Fragen von der Seele schreiben. Der Austausch ist amüsant und hilft Sofia sehr.

Der Titel vom Buch sagt alles über Sofias Traurigkeit aus, ich finde den sehr gut ausgewählt.

Den Schmerz, den Sofia mit sich trägt, wird sehr gefühlvoll erzählt. Der Stil gefällt mir sehr im Buch, die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Sofia möchte man am liebsten in den Arm nehmen und ihr helfen, denn Verlust zu verarbeiten.
Es ist ein Jugendbuch, aber mir als Erwachsene hat es total gut gefallen. Von der ersten Seite an, hatte ich viel Freude an dem Buch. Aber auch die Traurigkeit und die Tränen werden gut erzählt, ohne kitschig zu wirken.

Es ist nicht einfach, wie geht man mit so einem jungen Menschen um, der seine Mami verloren hat. Auch das Umfeld von Sofia ist da eher hilflos. Die richtigen Worte werden nicht gefunden und man traut sich nicht, weil man etwas Falsches sagen könnte. Da ist Kate ein Glücksgriff, sie ist eine gute Wahl der Autorin und kommt nicht mit erhobenem Zeigefinger daher.

Der Humor ist klasse im Buch, ich habe mich teilweise köstlich amüsiert. Die Sprache ist nicht zu jugendlich, so dass man auch als Erwachsener eine sehr schöne Geschichte vorfindet.

Am Ende habe ich leise geseufzt, schade, das Buch ist ausgelesen. Gerne würde ich noch mehr Sofia wissen und noch mehr über die Menschen um sie herum erfahren.

Vielleicht gibt es eine Fortsetzung?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.05.2019

Langatmig und schleppend

Die Worte, die das Leben schreibt
0

Die junge Magdalena hat eine Gabe, sie sieht auf der Haut anderer Menschen Worte, die Geheimnisse entlüften oder auch die Zukunft sagen.
Bereits als kleines Kind hat sie dies bemerkt, doch ihre Mutter ...

Die junge Magdalena hat eine Gabe, sie sieht auf der Haut anderer Menschen Worte, die Geheimnisse entlüften oder auch die Zukunft sagen.
Bereits als kleines Kind hat sie dies bemerkt, doch ihre Mutter hat es untersagt.
Jahrelang verbirgt sie diese Gabe und geht durchs Leben oft ohne Brille, sie sieht die Dinge verschwommen und dadurch machen sich die Worte auf der Haut nicht bemerkbar.
Eines Tages jedoch, sieht sie im Gesicht eines jungen Mannes ihren eigenen Namen.
Was hat dies zu bedeutet?

Zu Beginn hat mir das Buch gut gefallen, doch recht schnell war ich mit dem Schreibstil nicht zufrieden. Ich konnte mich mit der Sprache der Geschichte nicht anfreunden. Die Charaktere finde ich seltsam und schlecht beschrieben. Die Dialoge sind langweilig und fesselten mich kein bisschen.

Es soll ein poetischer Roman sein, leider springt bei mir der Funke überhaupt nicht über. Ich finde die Story langatmig und sehr schleppend.

Die Geschichte an sich ist interessant, aber leider nicht spannend genug, um mich zum Weiterlesen zu bringen.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Sexy und prickelnd

British Knight
0

Violet King lebt von heute auf morgen. Seit ihr Freund sie betrogen hat, schleppt sie sich mit Gelegenheitsjobs durch, Kellnerin ist ihr aktueller Favorit.

Da kommt ihr ein Angebot in London gerade recht. ...

Violet King lebt von heute auf morgen. Seit ihr Freund sie betrogen hat, schleppt sie sich mit Gelegenheitsjobs durch, Kellnerin ist ihr aktueller Favorit.

Da kommt ihr ein Angebot in London gerade recht. Eine Freundin bietet ihr eine Unterkunft an und besorgt ihr ein Vorstellungsgespräch bei einer Anwaltskanzlei. Als Assistentin könnte Violet für 3 Monate in London arbeiten. Ihre Schwester Scarlett ist begeistert, Violet muss ihr Leben besser in den Griff bekommen. Diese kurzen Jobwechsel haben keine Zukunft, es muss etwas passieren. Dieses Thema hat schon oft zu Streit zwischen den unterschiedlichen Schwestern geführt.

Schnell ist dann auch eine Entscheidung gefällt und Violet stellt sich in der Kanzlei in London vor.
Ihr neuer Chef entpuppt sich großes arroganten Ekel. Er sieht unverschämt gut aus, hat jedoch null Interesse, eine Assistentin um sich zu haben. Alex Knight macht alles selbst und lässt sich nicht über die Schulter schauen. Noch dazu eine so heiße Frau wie Violet.

Doch vom ersten Moment an, knistert es gewaltig zwischen Violet und Alexander. Es entsteht eine Anziehungskraft, derer sich die beiden nicht entziehen können.
Leidenschaft beherrscht schnell ihr Denken. Doch es ist unprofessionell, es gehört sich nicht unter Angestellten. Violet bemüht sich sehr, um Komplikationen im Büroalltag zu entgehen.
Mit den Kollegen versteht sie sich blendet, daher gibt es nur eine Konsequenz, sie muss Alex Knight aus dem Weg gehen. Wenn das nur so einfach wäre.....

Das Buch ist kurzweilig und liest sich schnell. Die Dialoge sind witzig, die Wortgefechte zwischen Violet und ihrem Boss sehr amüsant. Ein prickelnder Liebesroman, mit heißen Szenen und spritzigen Momenten.
Das Ende ist nicht sehr überraschend, eher sehr vorhersehbar. Trotzdem hat es mir ganz gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Allerdings ist es kein Buch, was mir lange im Gedächtnis bleiben wird.

Veröffentlicht am 13.05.2019

Plastikfrei in die Zukunft

#Einfach plastikfrei leben: Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Alltag
0

Das Buch an sich ist schon etwas Besonderes, es wurde auf Apfelpapier gedruckt.

Am Ende des Buches wird die Produktion beschrieben. Einem Unternehmen in Bozen ist es gelungen, aus zellulosehaltigem Trester, ...

Das Buch an sich ist schon etwas Besonderes, es wurde auf Apfelpapier gedruckt.

Am Ende des Buches wird die Produktion beschrieben. Einem Unternehmen in Bozen ist es gelungen, aus zellulosehaltigem Trester, Papier herzustellen. Die neue Generation Papier passt 100% zu diesem Buch, allein diese Erkenntnis fand ich hochinteressant.

Charlotte Schüler ist eine junge Frau, die schön früh durch ihre Mutter gelernt hat, Plastik ist schlecht. Sie zeigt auf sehr nette Art, wie man als Einzelner dem Müllwahnsinn Einhalt gebieten kann.
Sie schreibt unterhaltsam und sehr korrekt recherchiert, ohne erhobenem Zeigefinger.
Die Tipps sind sehr wertvoll und auch nachvollziehbar und umsetzbar.

Bereits die ersten Seiten im Buch lesen sich sehr gut. Charlotte Schüler erzählt und erklärt auf einfache Art und Weise, dabei zeigt sie auch wissenschaftliche und chemische Aspekte auf.
Durch anschauliche Bilder wird dem Leser eindrücklich nahe gelegt, auf Plastik zu verzichten.

Sehr gut haben mir die DIY-Anleitungen gefallen, es wird z.B. erklärt, wie man Waschmittel selber herstellen kann.

Charlotte Schüler weißt auch daraufhin, man darf sich keinen Zeitrahmen setzen, bis wann man plastikfrei lebt. Schritt für Schritt sich dem Ganzen annähern. Es macht keinen Sinn, von heute auf morgen alle Kunststoffe im Haus zu entfernen, dadurch entsteht ein unnötiger riesiger Müllberg.
Einfach bei jedem Einkauf überlegen, brauche ich das wirklich, kann ich den Artikel auch ersetzen durch plastikfreie Ware.

Das Buch ist für mich sehr wertvoll, es ist ein Nachschlagewerk und gleichzeitig eine sehr unterhaltsame Lektüre.
Ich habe ein paar Tipps sofort beherzigt und meine alte Spülbürste, wo sich die Kunststoffborsten ablösen, ersetzt durch eine aus Holz mit Roßhaarborsten. Die Nagelbürste wurde ebenfalls ersetzt durch eine Holzbürste. Meine zukünftige Gesichtsreinigung mache ich mit einem Kohleseifenstück.

Ich versuche seit ein paar Jahren auf Plastik zu verzichten, doch die Industrie macht es einem nicht gerade leicht. Dort muss die ganz große Umstellung beginnen, bei den großen Konzernen und Supermärkten.
Zum Glück kann man in vielen Geschäften seine Dose auf den Tresen stellen und sich dort Wurst und Käse einpacken lassen. Viele Supermärkte bieten mittlerweile Beutel an, für Obst und Gemüse.

Die Preise für Plastikeinkaufstüten müssten noch mehr steigen, besser wäre noch, diese ganz abschaffen, wie es ein Drogeriemarkt und eine Supermarktkette bereits tut.

Jeder sollte in sich gehen und an der Müllvermeidung arbeiten. Wenn die Bevölkerung mitmacht, müssen auch die Industrie und die Politik reagieren. Da passiert leider noch zu wenig, aber die Hoffnung besteht, denn manche Staaten denken bereits in die richtige Richtung.


Veröffentlicht am 03.05.2019

Verflucht und zugenäht

Die Laufmasche
0

Felicitas ist mit einem Fluch belegt, da ist sie sich ganz sicher. Vor kurzem hat sie einen Kettenbrief von einer ehemaligen Mitschülerin auf dem Klassentreffen bekommen.

Dieser Brief ist verschwunden ...

Felicitas ist mit einem Fluch belegt, da ist sie sich ganz sicher. Vor kurzem hat sie einen Kettenbrief von einer ehemaligen Mitschülerin auf dem Klassentreffen bekommen.

Dieser Brief ist verschwunden und seitdem verfolgt sie das Pech. Job weg, Freund weg, Wohnung weg, schlimmer kann es kaum werden. Trotz verzweifelter Suche, der Brief ist und bleibt verschwunden.

Als sie die Möglichkeit bekommt, in eine WG zu ziehen, scheint es eine gute Idee zu sein. Doch bevor Felicitas den Mietvertrag unterschreiben kann, kommt etwas dazwischen.

Einen neuen Job bekommt sie vom Nachbarn ihrer Eltern. Herr Wolf leitet ein Unternehmen, das Reitzubehör verkauft und stellt Felicitas ein. Leider entwickelt sich diese Arbeitsstelle nicht ganz zur Zufriedenheit von Felicitas und sie will kündigen. Doch der Fluch ist schuld, es klappt nicht.

Eine Kollegin hat die Idee, einen Gegenfluch auszuarbeiten. Die Geschichte, bis es soweit ist, ist höchst amüsant. Einige Verwirrungen entstehen, wo auch eine Laufmasche eine Rolle spielt.

Der Fluch muss umgewandelt werden und auf eine andere Person gelenkt. Wer käme dafür in Frage?

Da stehen einige Personen auf der Liste von Felicitas, doch bis dahin vergehen noch lustige Momente.

Kerstin Gier hat einen grandiosen Humor, es hat mir großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

Die Charaktere mit ihren Macken und Sonderheiten sind lustig und toll beschrieben. Wortspiele machen das Buch sehr unterhaltsam. Auf bekannte Art und Weise spielt die Autorin damit und es kommen amüsante Dialoge dabei heraus. Ich habe schon ein paar Bücher von Kerstin Gier gelesen, u.a. „Die Müttermafia“ und ich bin begeistert.