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Veröffentlicht am 15.05.2021

Diese Zukunftssatire ist ein gelungenes Werk voller verrückter Ideen

QualityLand
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Es war einmal ein schönes Land. Durch Modernisierung und zukunftsorientierten Ideen wurde Deutschland zu Qualitityland.
Alles wurde optimiert, verbessert und für den Einzelnen strukturiert.
Der Nachname ...

Es war einmal ein schönes Land. Durch Modernisierung und zukunftsorientierten Ideen wurde Deutschland zu Qualitityland.
Alles wurde optimiert, verbessert und für den Einzelnen strukturiert.
Der Nachname ist der Beruf der Mutter bei Töchtern und beim Sohn der Beruf des Vaters. So heißt Peter nun Arbeitsloser.
Was zur Folge hat, er ist Mensch unteren Levels mit wenig Chancen zum Aufstieg. Dies verhindert allein sein Nachname.
Eigentlich hatte er eine gute Beziehung zu Sandra, doch das System schlägt ihr einen besseren Partner vor. Einfach per Klick die Beziehung beenden und schon ist Peter Single und wieder eine Stufe tiefer gerutscht.
So prima sich das moderne elektronische Land präsentiert, so leiden ein Teil der Bevölkerung unter dieser Abstufung.
Wer viel Geld hat, kann sich in höhere Stufen begeben und dadurch Vorzüge freischalten.
Ein besseres Auto kommt zur Beförderung, das gelieferte Essen hat Top Qualität, Türen öffnen sich automatisch, insgesamt ist es perfekt. Peter beginnt das System zu hinterfragen, er will sich nicht weiter unterbuttern lassen. Sein Kampf scheint aussichtslos, doch die Minderheit scheint auf seiner Seite und es könnte doch ein Erfolg werden.

Qualityland ist sehr schräg, die Zukunft wird sehr übertrieben dargestellt, was aber nicht negativ ist. Der Humor ist grandios, ich habe mich köstlich amüsiert.
Das moderne Land modernisiert sich zu Grunde. Es ist komfortabel, wenn man keine eigenen Entscheidungen treffen muss. Die Computer und Qualitypads machen es sehr einfach. Doch die Eigenständigkeit bleibt auf der Strecke. Beziehungen werden schnell beendet, wenn das System sagt, da ist ein besserer Partner in Sicht.
Der Autor übertreibt mit seiner Phantasie gewaltig, was mich sehr gut unterhalten hat.
Verrückte Roboter mit Liebeskummer, Drohnen mit Flugangst, ein Roboteranwalt mit Gewissen um nur ein paar der skurrilen Figuren zu nennen.
Diese Zukunftssatire ist ein gelungenes Werk voller verrückter Ideen, die nicht völlig abwegig sind. Manches kommt absurd daher, doch im Gesamtbild auf jeden Fall stimmig. Mir hat dieses Buch extrem gut gefallen.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Ein versteinertes Abenteuer

Die Schule der magischen Tiere 9: Versteinert!
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Ein neuer Wettbewerb steht an der Wintersteinschule an. Die Schüler von Miss Cornfield sind mächtig aufgeregt.
Eine Erfindung steht an, was das Streifenhörnchen Leonardo veranlasst, seine Meinung dazu ...

Ein neuer Wettbewerb steht an der Wintersteinschule an. Die Schüler von Miss Cornfield sind mächtig aufgeregt.
Eine Erfindung steht an, was das Streifenhörnchen Leonardo veranlasst, seine Meinung dazu zu äußern. Er bekommt die Nüsse nicht geknackt. Also wollen die Kinder eine Knackmaschine bauen.
Die Arbeit geht voran, doch bei einem Alleingang der magischen Tiere passiert etwas Unerwartetes. Henrietta, Rabbat, Cooper und all die anderen magischen Tiere sind plötzlich versteinert.
Die Klasse von Miss Cornfield ist verzweifelt, ihre armen Freunde bewegen sich nicht mehr. Nun ist Mister Morrison gefragt, er weiß bestimmt Rat. Doch leider fällt ihm auf die Schnelle auch nichts ein.

Was für ein magisches Abenteuer, der neunte Band hat es in sich. Die Versteinerung der Tiere ist ungewöhnlich und zerrt an den Nerven der Schüler.
Diesmal gibt es keinen Streit untereinander, selbst Helene ist gar nicht zickig.
Der Zusammenhalt des Klasse ist ein gutes Vorbild für junge Leser.
Durch diese Geschichte können sie viel lernen.
Wieder wird das Buch begleitet von passenden Zeichnungen von Nina Dulleck. Dadurch wirkt alles sehr lebendig.

Bisher war ich die Anwesenheit der Tiere sehr gewöhnt. Hier ist die Geschichte mal ohne deren ständige Teilnahme geschrieben. Mir hat es gefallen, dadurch standen die Kinder mehr im Mittelpunkt.
Es freut mich, dass noch 2 Bände auf mich warten. Margit Auer ist eine fleißige Autorin.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Das Meer ruft

Die Schule der magischen Tiere. Endlich Ferien 1: Rabbat und Ida
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Die Bücher "Endlich Ferien" aus der Reihe "Schule der magischen Tiere" muss man nicht zwingend von Anfang an lesen.
"Rabbat und Ida" sind der erste Teil.
Ich habe diese Bücher durcheinander gelesen, sie ...

Die Bücher "Endlich Ferien" aus der Reihe "Schule der magischen Tiere" muss man nicht zwingend von Anfang an lesen.
"Rabbat und Ida" sind der erste Teil.
Ich habe diese Bücher durcheinander gelesen, sie bilden keine fortlaufendene Geschichte.

Endlich Ferien rufen Rabbat und Ida, die Reise geht nach Italien ins schöne Hotel Azzuro. Der Fuchs möchte im Meer baden und immer an der Seite seiner lieben Freundin sein. Ida möchte viel Spaß haben in diesem Urlaub.
Zunächst ist das Hotel enttäuschend. Dann setzen sich Idas Eltern an den Tisch einer Familie. Deren Sohn ist Ida nicht sympathisch, er ist seltsam, sie mag nicht mit ihm spielen.
Als Dinge im Hotel verschwinden, entwickelt sich der Junge zu einem Detektiv. Ida stellt fest, so blöd ist der doch nicht. Schnell versteht sie sich dich gut mit Paul-Anton.
Der Urlaub wird lustig und von den beiden Kindern wird eine gute Spürnase gefordert.

Dank dem Fuchs Rabbat wird die Geschichte sehr interessant. Er sorgt für Aufregung und spornt Ida an.
Das Abenteuer im Hotel Azzuro wird schnell sehr rätselhaft. Ich hatte befürchtet, Ida liegt nur im Sand am Meer und lässt die Seele baumeln. Doch es kommt völlig unerwartet zu einem kniffligen Fall.
Ida und Paul-Anton bieten eine amüsante und spannende Suche nach dem Dieb, der dem Personal Dinge entwendet hat.

Die Bilder im Buch bieten einen schönen Blickfang während des Lesens.
Die Schule der magischen Tiere garantiert einen bunten Lesespaß. Die Idee mit den sprechenden Tieren ist toll. Die Kunst zu versteinern, wenn eine Person anwesend ist, die nicht zu Miss Cornfields Klasse gehört, ist genial. Zum Glück fällt der Autorin immer wieder was Neues ein, so wird es hoffentlich noch viele Bücher der Reihe geben.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Ganz entzückend dieses Buch

Lächeln gefunden
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Schaut man das Cover an von "Lächeln gefunden", lächelt man nicht, nein, man strahlt über das ganze Gesicht.
Herzallerliebst sehen Bär, Hase und Igel aus. Ich grinse oft, wenn ich das Buch betrachte. ...

Schaut man das Cover an von "Lächeln gefunden", lächelt man nicht, nein, man strahlt über das ganze Gesicht.
Herzallerliebst sehen Bär, Hase und Igel aus. Ich grinse oft, wenn ich das Buch betrachte.
Es hat ein gutes Format, das Buch liegt gut in der Hand. Die Schrift ist groß genug, damit auch kleine Leser ihre Freude daran haben.

Kurz etwas zum Inhalt:
Bär ist aus dem Winterschlaf erwacht. Müde tappt er über die Wiese zu einem Teich.
Dort erblickt er ein Lächeln. Wem gehört es, denkt Bär. Ihm bestimmt nicht.
Also macht sich Bär im Wald auf die Suche nach dem Besitzer.
Zunächst sind die anderen Tiere verwundert, so ein schönes Lächeln gehört ihnen nicht.
Bär sucht weiter und findet eine wundervolle Erkenntnis.

Dieses Buch ist einfach bezaubernd. Es schafft eine erstaunliche Freude und ein breites Lächeln. Zum Vorlesen ist es bestens geeignet. Die hübschen Bilder bieten Abwechslung und man entdeckt immer was Neues.
Ein Lächeln kann mal immer wieder verschenken, es kommt zu einem zurück.
Wenn man anderen etwas Gutes tut, wird man dafür belohnt. Durch Bär lernt ein Kind, dass es wichtig ist auch mal was abzugeben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Das Buch ist sehr niedlich verfasst, jede Seite verbreitet ein Lächeln.
Es eignet sich hervorragend als Gute Nacht Geschichte. Durch die bunten Bilder macht es doppelt Freude. Ich bin voller Begeisterung und mag gar nicht aufhören zu lächeln.
Die Botschaft vom Buch ist einfach erklärt und schnell verstanden, bitte Lächeln.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Ein genussvoller Krimi mit einem brisanten Hintergrund

Bittere Schokolade
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Was wie ein gemütliches Buch über Essen und Schokolade beginnt, entwickelt sich zu einem brisanten Wirtschaftskrimi.

Der Luxemburger Koch Xavier Kieffer bewirtschaftet sein eigenes Restaurant
"Deux Eglises". ...

Was wie ein gemütliches Buch über Essen und Schokolade beginnt, entwickelt sich zu einem brisanten Wirtschaftskrimi.

Der Luxemburger Koch Xavier Kieffer bewirtschaftet sein eigenes Restaurant
"Deux Eglises". Er bietet Luxemburger Spezialitäten an, die bei den Einheimischen sehr gut ankommen. Seine mäßig ausgeprägte Experimentierfreudigkeit mögen die Gäste sehr.
Als seine Jugendliebe Ketti Faber sich nach Jahren bei ihm meldet, ist die Freude nicht besonders groß. An seine Pariser Jugendzeit erinnert sich Xavier ungern zurück.
Eine Zeit voller Alkohol, durchzechter Nächte und ungesunder Ernährung.
Die Einladung in ihre neue Schokoladenmanufaktur kann er allerdings nicht ausschlagen.
Kurz danach wird Ketti ermordet und der Koch beginnt zu ermitteln.
Die Schokoladenproduktion mit dem Hauptprodukt Kakao eröffnet ihm eine ungeheuerliche Wahrheit.
Xavier ist entsetzt, was er bei seinen Recherchen herausfindet. Er kommt einem Verbrechen auf die Spur, welches nicht nur sein Leben in Gefahr bringt, auch seine Freundin Valerie wird mit hinein gezogen.
Der Koch muss sich entscheiden, aufhören und klein beigeben, oder tiefer graben und die Wahrheit publik machen.

Ein hochspannendes Szenario nimmt seinen Lauf. Das locker zu lesende Buch wird zu einem dramatischen Krimi. Was der Autor recherchiert hat ist eine unglaubliche, aber wahre Geschichte die mit Kakao zu hat. Die Anbau Methoden sind schier menschenunwürdig. Da bleibt einem die Schokolade im Hals stecken.
Besser Fairtrade und Bio in einem Geschäft seines Vertrauens kaufen.

Die Geschichte baut sich langsam auf und bildet einen sehr spannenden Verlauf.
Für meinen Geschmack zu viel Alkohol und Zigaretten. Xavier und Pekka haben trotzdem meine Sympathie erlangt.
Der Humor ist spitze, der Autor schafft eine sehr gute Balance.
Mein Erstlingswerk von Tom Hillenbrand war "Monty Crypto", dadurch bin ich neugierig geworden und wurde nicht enttäuscht.

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