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Veröffentlicht am 08.05.2020

Leander Lost ist eine Bereicherung

Weiße Fracht
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"Weiße Fracht" ist mittlerweile der 3. Teil der genialen Reihe um Leander Lost. In Fuseta fühlt er sich immer wohler und möchte gar nicht zurück nach Hamburg. Das Austauschprogramm nähert sich dem Ende. ...

"Weiße Fracht" ist mittlerweile der 3. Teil der genialen Reihe um Leander Lost. In Fuseta fühlt er sich immer wohler und möchte gar nicht zurück nach Hamburg. Das Austauschprogramm nähert sich dem Ende. Die Beziehung zu Soraia Rosado fängt gerade erst an zart zu wachsen. Da wäre es schade, wenn Leander nach Deutschland zurückkehren müsste. Einfach ist es nicht, da Leander nicht lügen kann und Gefühle schwer deuten kann, ist eine Verbindung fast unmöglich. Soraia mag ihn sehr, seine Ausstrahlung wirkt auf sie sehr angenehm. Andere können mit dem Deutschen in dem schwarzen Anzug wenig anfangen.
Seine Kollegen haben den Alemão schätzen gelernt und wollen nicht, dass er geht. Graciana bemüht sich sehr, damit Senhor Léxico in Fuseta weiter arbeiten darf. Es müsste doch möglich sein, eine Stelle für ihn zu schaffen.
Zunächst müssen sie sich der weißen Fracht widmen. Wegen Drogen sind Menschen getötet worden. Anscheinend treibt zusätzlich ein Serienkiller sein Unwesen. Mit den spanischen Behörden versuchen sich die portugiesischen Polizisten zu arrangieren. Nicht immer einfach, die beiden Berufsgruppen sind nicht gerade befreundet.
Die Ermittlungen sind schwierig, es finden sich kaum brauchbare Informationen. Die Presse ist nicht hilfreich, da diese interne Dinge veröffentlicht und somit die ganze Sache gefährden könnte.

Der Stil ist wieder grandios, der Humor ist klasse, ich mag Leander sehr. Am liebsten möchte man ihn an sich drücken, doch das würde er nie zulassen. Dabei sorgt er sich schon um andere. Seine akribische Rettung der Insekten in seinem Pool ist grotesk, doch er bleibt hartnäckig. Dies ist bewundernswert, jeder andere würde denken, lass doch die Insekten. Mit seiner Art steckt er andere an, sogar Zara und ihr Freund Toninho angeln die Tierchen heraus.
Gilt Ribeiro hat eine Reihe geschaffen, die viel Potential hat. Mich hat jedes Buch gefreut und finde es nie langweilig. Je mehr man sich mit Leander Lost beschäftigt, umso mehr lernt man ihn schätzen und versteht ihn besser.
Auf Teil 4 freue ich mich sehr.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Wunderschön und voller Herz

Das Licht von tausend Sternen
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Harper will sich auf ihr Studium konzentrieren, doch Ashton funkt dazwischen. Er ist hartnäckig und will unbedingt mit ihr ausgehen. So oft sie ihn auch zurück weist, er lässt nicht locker. Harper kann ...

Harper will sich auf ihr Studium konzentrieren, doch Ashton funkt dazwischen. Er ist hartnäckig und will unbedingt mit ihr ausgehen. So oft sie ihn auch zurück weist, er lässt nicht locker. Harper kann sich jedoch auf keine Beziehung einlassen, ihr autistischer Bruder nimmt sie voll in Anspruch. Ihre Gefühle spielen verrückt, sie muss ständig an Ashton denken.
Eine Liebe ohne Zukunft, es sei denn, Harper gönnt sich selbst das Glück. Ihr Gewissen ist ein schwerer Partner, sie muss darüber stehen und sich ein eigenes Leben aufbauen. Ansonsten hat die junge Liebe keine Chance.
Man möchte manchmal Harper schütteln, weil sie ihre eigenen Bedürfnisse weit nach hinten schiebt. Ben braucht viel Aufmerksamkeit, es bleibt die Hoffnung, Harper kann eines Tages selbstständig leben. Ashton gegenüber verschweigt sie den Autismus von Ben.
Auch Ashton hat mit Problemen in der Familie zu tun, die Beziehung zu deinen Eltern ist kühl. Sie scheinen wenig Interesse an seinem Studium zu haben. Dies kann die Beziehung zusätzlich belasten.

Das Buch ist aufgeteilt in Kapitel zwischen Harper und Ashton. Mit hat das sehr gut gefallen, durch den Wechsel der Gedanken bleibt das Buch lebendig. Die Gefühle spielen eine große Rolle und machen den Großteil der Geschichte aus. Dabei wird es zwar sehr kitschig und schnulzig, doch es passt zur Geschichte. Die Liebe zwischen Ashton und Harper hat mir sehr gefallen, es sind teilweise sehr romantische Szenen, die intensiv und heftig sind. Die Romanze ist voller Herz und Schmerz, sie hat mich sehr berührt.
Als Leser erlebt man die Höhen und Tiefen der jungen Liebe sehr intensiv mit.
Die schönen Momente überwiegen, es gibt auch Momente, in denen Türen knallen. Es ist ein wunderschönes Buch, mit aufwühlenden Szenen.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Undurchsichtiger Krimi mit hoher Spannung

Schweigende See
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Eine Leiche wird am Strand gefunden. Wer ist die Tote, die dort anscheinend trapiert wurde und wahrscheinlich woanders getötet wurde.
Für Hauptkommissar John Benthien entwickelt sich ein schwieriger Fall. ...

Eine Leiche wird am Strand gefunden. Wer ist die Tote, die dort anscheinend trapiert wurde und wahrscheinlich woanders getötet wurde.
Für Hauptkommissar John Benthien entwickelt sich ein schwieriger Fall.
Dinge aus der Vergangenheit des Opfers wollen nicht ans Licht gebracht werden. Mögliche Zeugen schweigen und viele verwehren eine Antwort auf die Fragen nach dem Motiv.
Zusätzlich hat John mit seinem Privatleben zu tun. Seine Freundin Lilly möchte mit ihm zusammenziehen, er sträubt sich noch etwas, was das Ende der Beziehung bedeuten könnte.
Ansonsten sind die 2 ein gutes Team auch beruflich. Sie müssen mit Verwicklungen zurecht kommen und zusätzlichen Problemen. Der Fall wird kniffliger und verworrener für die Ermittler.

Das Cover hat mich angezogen, die schöne Möwe schwebt über dem Meer, das Boot macht neugierig. Dann erst war der Klappentext dran, der mich noch neugieriger gemacht hat. Der Stil ist toll, mir gefällt Nina Ohlandt sehr. Wieder eine Autorin, von der ich noch nichts gelesen habe.
Was ich sehr gut finde, man kann das Buch einzeln lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.
Zu Beginn ist ein Personenregister der zuständigen Beamten. Am Ende finden sich weitere Personen, die wichtig in der Geschichte sind. Dies hat mir das Lesen erleichtert, da ich zunächst zu viele Namen im Kopf hatte.
Die Insel Sylt wird sehr schön beschrieben, man möchte sofort die Zehen in den Sand schieben. Die Landschaftsbeschreibungen haben mir sehr gefallen. Es ist ein gutes Maß, ohne schwülstig zu werden. Besonders gefallen mir die Möwen, ab und zu haben die Vögel einen Auftritt.

Das Buch liest sich sehr gut, die Spannung steigert sich allmählich, ohne zwischendurch langweilig oder ausschweifend zu werden. Nach ca. 200 Seiten ist der Spannungsbogen extrem hoch und das Buch wird ein Pageturner. Ich wollte es nicht in einem Rutsch lesen, damit ich nichts verpasse.
Es kommt anders, als man vermutet, der Verlauf der Ermittlungen lassen einen ins Grübeln geraten. Für den Unterhaltungswert ist das prima, so kommt viel Schwung in die Geschichte.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

Ein Mord im Wasser

Fischland-Mord
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Erst seit kurzem besitzt Kassandra eine Pension in Fischland. Ihr gefällt die Ruhe und Einsamkeit, ihre Vergangenheit hat sie anscheinend sehr aufgewühlt, so dass sie die Insel lieb gewonnen hat.
Eines ...

Erst seit kurzem besitzt Kassandra eine Pension in Fischland. Ihr gefällt die Ruhe und Einsamkeit, ihre Vergangenheit hat sie anscheinend sehr aufgewühlt, so dass sie die Insel lieb gewonnen hat.
Eines Morgens findet sie einen Gast tot im Bett, pitschnaß und vollkommen bekleidet. Schlecht fürs Geschäft denkt sie und hofft auf eine schnelle Ermittlung. Was für Kassandra erschwerend hinzukommt, ist die Sache mit ihrem Exmann. Bisher hat sie keinem davon erzählt, doch langsam erfahren die Bewohner von Wustrow den Hintergrund von Kassandras Zurückhaltung.
Die Ermittlungen verlaufen schleppend, was für Kassandra schlecht ist, da die Gäste ihrer Pension ausbleiben könnten.
Hilfe bekommt sie von ihren Nachbarn Paul und Jonas, zu denen sich Kassandra hingezogen fühlt. Zusätzliche Probleme, als wäre es nicht schon kompliziert genug.
Der Fall ist kniffliger als gedacht und ehe sich die Kassandra, Paul und Jonas versehen, werden sie tiefer und tiefer in ein Geflecht aus Intrigen, Erpressungen und gefährlichen Bekanntschaften gezogen.

Die Autorin ist mir gänzlich unbekannt, ich werde mir anschauen, was Corinna Kastner noch so geschrieben hat.
Der Stil gefällt mir sehr, es wird nicht lange gefackelt. Die Dialoge sind gut zu verfolgen, es wird nicht überflüssig daher geredet. Mit manch einem Charakter würde ich zusammen rappeln, weil mir die Art nicht gefällt. Zum Buch passen diese Personen, die Kassandra das Leben in Wustrow erschweren.
Ein spannendes Katz und Maus Spiel treibt die Spannung hoch und hält sich bis Ende.

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Veröffentlicht am 26.04.2020

Eine Nacht, viele Geheimnisse

Weiberabend
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Regelmäßig treffen sich ein paar Freundinnen zum Austausch von Neuigkeiten. Dieses Mal ist es eine Pyjamaparty, acht Frauen sind es an dem Abend.
Es gibt reichlich zu Essen, gesund und weniger gesund, ...

Regelmäßig treffen sich ein paar Freundinnen zum Austausch von Neuigkeiten. Dieses Mal ist es eine Pyjamaparty, acht Frauen sind es an dem Abend.
Es gibt reichlich zu Essen, gesund und weniger gesund, viel Schokolade.
Der Alkohol lockert die Zungen, es werden Geheimnisse ausgeplaudert und tiefsinnige Gespräche geführt.
Eine nach der anderen schüttet ihr Herz aus. So schön Kinder auch sind, sie rauben einem den letzten Nerv.
Was in dieser Nacht erzählt wird, bleibt unter den Frauen, doch hat es deren Leben gut durchgerüttelt.

Im Vorwort erzählt die Autorin wie es zu der Idee kam, eine Pyjamaparty zu veranstalten. Danach werden die acht Frauen vorgestellt. Dies finde ich sehr gut, so kann man immer mal zurück blättern, wenn man die Figur nicht mehr im Kopf hat.
Danach geht es locker los, zwei Frauen bereiten das Essen vor und sind voller Vorfreude auf den Abend.
Man bekommt tiefe Einblicke in den Charakter der jeweiligen Person. Es kommt einem vor, als säße man mit am Tisch. Der Stil ist sehr unterhaltsam und locker. Mir hat die Geschichte sehr gefallen, es ist wie aus dem Leben gegriffen.
Ich war den Tränen nah vor Lachen, aber auch vor Kummer. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und zugehört, als wäre ich eine der Freundinnen. Es ist eine amüsante und zum Nachdenken anregende Geschichte. Der Klappentext verrät nicht viel, man wird ein wenig auf das vorbereitet, was einen erwartet.
Es kommt eine geballte Ladung an Emotionen auf einen zu. Man wird aber nicht davon erschlagen, es ist eine gute Mischungen von vielen Gefühlen.
Die Nacht ist lang und es fallen auch mal harte Worte. Doch der Zusammenhalt ist groß und jede der Frauen bemüht sich um die anderen. Das Buch vereint alle Emotionen zusammen in einer Nacht. Es ist schön, wie sich die Frauen verstehen, ein wunderbares Leseerlebnis.

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