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Veröffentlicht am 28.06.2020

Nicht nur im Wald wachsen Pilze

Pilzgeflüster
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Pilze mag ich sehr und sie faszinieren mich, bisher war ich nur im Wald auf der Suche nach ihnen, mit dem Pilzkorb und auch mal nur mit dem Fotoapparat. Auf die Idee, mir die Pilze in mein eigenes Haus ...

Pilze mag ich sehr und sie faszinieren mich, bisher war ich nur im Wald auf der Suche nach ihnen, mit dem Pilzkorb und auch mal nur mit dem Fotoapparat. Auf die Idee, mir die Pilze in mein eigenes Haus und meinen Garten zu holen, bin ich noch nicht gekommen. Das Buch "Pilzgeflüster" von Magdalena Wurth & Moritz Wildenauer bringt einem genau dieses Wissen nahe.
In Wort und Bild wird hier auf das Wachstum und die Lebensräume der Pilze eingegangen. Es werden verschiedene Standorte, die man ihnen schaffen kann, erklärt und auch die Substrate vorgestellt, auf denen man sie zu Hause züchten kann. Interessant sind hier verschiedene Baumstämme, Strohballen, Holzpellets und sogar Kaffeesatz.
Verschiedene Wege der Pilzzucht mit zu schaffenden Bedingungen werden ausführlich erklärt. Das geschieht auf sehr lockere und leicht verständliche Weise, unterlegt mit zahlreichen Fotos, Grafiken und auch Tabellen.
Pilzsorten sind hier so einige vertreten, wie Champignons, Shiitake, Seitlinge und noch viele andere Arten. Um einen guten Einstieg zu finden, werden auch Anfänger-Sets mit Kulturen vorgestellt und Wege zur Materialbeschaffung aufgezeigt.
Abgerundet wird das Ganze noch durch einige leckere Pilzrezepte. Ich denke mit diesem Buch kann man den Grundstein zu einem neuen Hobby legen, dass viel Freude macht und auch Erträge bringt. Sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.06.2020

Verwirrender Politkrimi

So oder so ist es Mord
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Die Autorin Anja Gust hat mit "So oder so ist es Mord" einen spannenden Kriminalroman geschrieben.
Kathi ist Referendarin in Kiel und darf Kommissar Alexander Knoblich zu einer Befragung in die Sicherheitsverwahrung ...

Die Autorin Anja Gust hat mit "So oder so ist es Mord" einen spannenden Kriminalroman geschrieben.
Kathi ist Referendarin in Kiel und darf Kommissar Alexander Knoblich zu einer Befragung in die Sicherheitsverwahrung begleiten. Hier sitzt Professor Wittenburg für den Mord an seiner Frau ein, den er gestanden hat. Kathi bemerkt schnell Ungereimtheiten in diesem Fall und sieht die Schuld des Professors noch lange nicht als bewiesen an. Die Entwicklung, die hier zwischen Alex und Kathi ablief, setzte mich so manches Mal in Erstaunen. Alex, der großmaulige Macho wird ehrlicher und einfühlsamer und Kathi, die Neue und Schüchterne tritt selbstbewußt und aktiv auf.
Es ranken sich sehr viele verschiedene Erzählstränge um dieses Geschehen, die man auf Anhieb gar nicht immer gleich zuordnen kann. Ein Politiker steht mit allen seinen Intrigen mitten im Geschehen und dann wird auch noch ein genialer Softwareentwickler mit eingebracht.
Sehr deutlich wird hier herausgestellt, dass Recht und Gerechtigkeit nicht das gleiche sind und dass bist in die höheren Ebenen gemauschelt und intrigiert wird. Vieles was hier auf den ersten Blick wahr erscheint. ist nur Kulisse für eine ganz andere Wahrheit.
Das Buch ist in einer sehr komplexen Weise sehr gut geschrieben, viele Sätze sind kleine Meisterwerke, für mich sind es hier zu viele Handlungen und Nebenschauplätze und Charaktere, die mir fremd und unglaubwürdig bleiben, um das Buch ganz perfekt zu finden. Lesenswert ist es auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Gefängnisalltag

Die Hölle war der Preis
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Den Roman "Die Hölle war der Preis" von Hera Lind habe ich als Hörbuch gehört. Svenja Pages ist hier die Sprecherin und macht ihre Sache wirklich gut, bis auf die Stellen mit den Dialekten, die fand ich ...

Den Roman "Die Hölle war der Preis" von Hera Lind habe ich als Hörbuch gehört. Svenja Pages ist hier die Sprecherin und macht ihre Sache wirklich gut, bis auf die Stellen mit den Dialekten, die fand ich nicht so gelungen.
In der Geschichte geht es um Gisa und Ed und ihre Flucht aus der DDR. Eigentlich geht es hier hauptsächlich um Gisa, von Ed hören wir hier nicht allzu viel. Ihr Leben in der DDR wird kurz beschrieben, um den Willen zur Ausreise zu begründen. Ganz kann ich das nicht nachvollziehen, da sie ja um das Risiko wissen. Auch einige Beschreibungen aus dem Leben und Alltag in der DDR würde ich hier so nicht bestätigen.
Hauptsächlich geschildert wird hier aber die Republikflucht und vor allem die anschließende Haft in den Gefängnissen der DDR. Was Gisa in dem Frauengefängnis Hoheneck erleben muss, ist unvorstellbar für die junge Frau. Die Schilderungen gehen unter die Haut und man leidet mit Gisa mit. Sehr schön war beschrieben, dass Gisa nie irhen Mut und ihre Kraft verlor und ihren Willen durchzuhalten und auf ein Leben in Freiheit zu hoffen.
Es gelingt tatsächlich und als die beiden entlassen werden, dürfen sie sofort ausreisen. Sogar ihre kleine Tochter dafr mit. Hier hätte mir noch ein wenig Beschreibung gefehlt, wie ihnen ihr Start und ihr Leben im Westen Deutschlands gelingen.
Trotz kleinerer Kritikpunkte lohnt sich hier das lesen oder hören definitiv.

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Veröffentlicht am 25.06.2020

Zimmer mit Aussicht

Verschließ jede Tür
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Riley Sager hat mit "Verschließ jede Tür" hier einen Thriller über ein Haus geschrieben und über seine Bewohner. Das Bartholomew wurde im Jahre 1919 in New York direkt am Central Park eröffnet und ist ...

Riley Sager hat mit "Verschließ jede Tür" hier einen Thriller über ein Haus geschrieben und über seine Bewohner. Das Bartholomew wurde im Jahre 1919 in New York direkt am Central Park eröffnet und ist ein berühmtes Gebäude mit teuren Wohnungen.
Jules hat ihren Freund verloren, mit ihm ihre Wohnung, hat keine Arbeit und kein Geld. Dann wird ihr der Traumjob schlechthin angeboten, Room-Sitter in eben diesem Gebäude, tolles kostenloses wohnen mit der Traumaussicht und dazu noch gut bezahlt. Sie ahnt ja fast, dass da ein Haken sein muss. Sie darf keine Nacht auswärts schlafen, keinen Besuch empfangen und nicht mit den Bewohnern reden.
Sie spricht mit einer anderen Room-Sitterin und die ist dann verschwunden. Bei Nachforschungen kommen noch mehr solcher Fälle zum Vorschein. Die Spannung steigert sich nach und nach und man hat auch schon sehr zeitig einen konkreten Verdacht.
Der Schreibstil ist sehr gekonnt und nimmt den Leser von Anfang an mit, ein klein weinig gruseliger hätte es gerne sein können und die Auflösung ist dann in einigen Punkten doch eine Überraschung wert. Im Nachhinein finde ich den Buchtitel nicht allzu passend.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Ich bin keine Lovestory

Zweimal im Leben
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Mit "Zweimal im Leben" hat die Autorin Clare Empson einen Roman geschrieben, der sich flüssig und leicht lesen läßt.
Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, die sich miteinander abwechseln. Heute, ...

Mit "Zweimal im Leben" hat die Autorin Clare Empson einen Roman geschrieben, der sich flüssig und leicht lesen läßt.
Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, die sich miteinander abwechseln. Heute, vor 4 Monaten und vor 15 Jahren, das ist gut gemacht so und baut die Spannung nach und nach auf, beim lesen ist auch immer ersichtlich, was man grade miterlebt.
Es geht um ein Paar, um eine große Liebe und warum sie nun doch kein Paar sind.
Catherine ist im Krankenhaus und spricht nicht mehr, in Rückblicken geht es nun darum, was geschehen ist, vor 4 Monaten, als sie verstummte und auch davor. Man lernt hier viele junge Leute kennen, die teilweise sehr sympathisch sind und auch einige, zu denen ich keinen Zugang fand.
Zur Handlung kann man wirklich nicht viel schreiben, ohne zuviel zu verraten. Dass Catherine und Lucian abwechselnd zu Wort kommen, hat mir sehr gut gefallen. Mich störte hier am meisten, dass ich Handlungen und Reaktionen darauf nicht nachvollziehen konnte und die Sache für mich dadurch etwas unglaubwürdig wurde. Wer einen romantischen Liebesroman lesen möchte, ist falsch bei diesem Buch.
"Meine Mutter würde nie mehr sprechen, mir nie mehr zuhören und mein Gefühl von absoluter Einsamkeit war allumfassend."

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