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Veröffentlicht am 01.01.2026

Wann ist Zuhause auch Heimat

Die Riesinnen
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"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist eine Erzählung, die die Frauen der Familie Riessberger über mehrere Generationen begleitet. Diese Frauen sind sehr unterschiedliche Mütter und Töchter und doch mit ...

"Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist eine Erzählung, die die Frauen der Familie Riessberger über mehrere Generationen begleitet. Diese Frauen sind sehr unterschiedliche Mütter und Töchter und doch mit so vielen Gemeinsamkeiten.
Sie leben in einem kleinen Ort im Schwarzwald, wirklich mitten im Wald, der auch eine große Rolle für die Frauen und ihr Leben spielt.
Liese ist hier geboren und hat es nicht leicht mit ihrem Mann, einem Metzger. Sie bekommt eine Tochter, Cora, nicht den gewünschten Sohn, aber ihr ein und alles.
Nach dem Tod ihres Mannes wächst Liese über sich hinaus und erhält die Metzgerei, ja, sie baut für sich und die Tochter etwas ganz besonderes auf.
Cora möchte dann eigentlich bloß weg, ein anderes Leben führen und doch treibt es auch sie wieder zurück in den Schwarzwald, mit ihrer Tochter, Eva.
Ich habe dieses Buch so gerne gelesen, es sind so wundervolle, starke und liebenswerte Frauengestalten hier entstanden. Sie haben Ecken und Kanten, sie haben Persönlichkeit, sie haben jede ihren eigenen Lebenstraum, den sie aber den tatsächlichen Erfordernissen anpassen.
Bei jeder der Frauen spürt man auch die Entwicklung der Zeitgeschichte und doch scheint dort vieles beim Alten zu bleiben, in diesem kleinen Ort im Schwarzwald, wo jeder jeden zu kennen glaubt.
Der Schreibstil passt absolut zur Geschichte, wir bekommen Nähe und auch Distanz, wie gerade notwendig, ein wunderbares Buch, eine echte Empfehlung.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Wunderschöne Aufmachung, aber inhaltlich nicht ganz stimmig

House of the Beast
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"House of the Beast" von Michelle Wong ist optisch ein absolutes Highlight. Leider konnte mich der Inhalt nicht so recht überzeugen. Die Prämisse um Alma, die für ihre kranke Mutter ein großes Opfer bringt ...

"House of the Beast" von Michelle Wong ist optisch ein absolutes Highlight. Leider konnte mich der Inhalt nicht so recht überzeugen. Die Prämisse um Alma, die für ihre kranke Mutter ein großes Opfer bringt und sich in der Welt ihres Vaters (einem Vorstand des Hauses Avera) beweisen muss, klang vielversprechend.
Doch der Funke sprang nicht über. Die Geschichte wirkt auf mich etwas zerfahren: Der Mix aus Fantasy, Göttern und Romance fand keine klare Linie. Während die Ansätze zum Schattenreich und den Kämpfen spannend waren, lag der Fokus für meinen Geschmack zu sehr auf Nebensächlichkeiten und der Liebesgeschichte. Auch der Weltenbau und die Charaktertiefe blieben zu flach – Almas Handlungen und ihre Entwicklung konnte ich oft nicht nachvollziehen. Wer eine epische High-Fantasy-Geschichte mit Fokus auf Worldbuilding sucht, wird hier eventuell enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Packender Auftakt mit Tiefgang und chinesischer Mythologie

Till the End of the Moon 1
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„Till the End of the Moon – Verdorbenes Herz“ von Teng Luo Wei Zhi ist ein fesselnder Start in eine vierteilige Fantasy-Saga. Obwohl das Buch oft im Romantasy-Genre verortet wird, steht die Liebesgeschichte ...

„Till the End of the Moon – Verdorbenes Herz“ von Teng Luo Wei Zhi ist ein fesselnder Start in eine vierteilige Fantasy-Saga. Obwohl das Buch oft im Romantasy-Genre verortet wird, steht die Liebesgeschichte erfreulicherweise nicht im Fokus. Vielmehr überzeugt die Geschichte durch eine starke Handlung: Die Protagonistin Li Susu reist 500 Jahre in die Vergangenheit, um den späteren Dämongott Tantai Jin bereits im Keim zu ersticken.
Besonders beeindruckt hat mich das Worldbuilding. Der Leser taucht tief in chinesische Bräuche sowie komplexe familiäre und politische Strukturen ein. Dank des hilfreichen Glossars und des Namensverzeichnisses findet man sich trotz der anfänglichen Namensvielfalt schnell zurecht. Der Schreibstil ist bildhaft und angenehm zu lesen, wobei Gewalt nur dort eingesetzt wird, wo sie der Handlung dient. Ein absolut überzeugender Mix aus Intrigen und Magie – ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen!

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Alltagschaos mit Humor und Herz

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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In diesem eigenständigen Band der Reihe nimmt uns Marc-Uwe Kling mit auf eine ereignisreiche Autofahrt nach Wuppertal. Was nach einem simplen Familienausflug klingt, entpuppt sich als humorvolles Abenteuer ...

In diesem eigenständigen Band der Reihe nimmt uns Marc-Uwe Kling mit auf eine ereignisreiche Autofahrt nach Wuppertal. Was nach einem simplen Familienausflug klingt, entpuppt sich als humorvolles Abenteuer voller kleiner Komplikationen, die jeder kennt, der schon mal mit Nachwuchs unterwegs war. Die Familie, einschließlich Oma und Opa, möchte nach Wuppertal, zur einmaligen vierten Hochzeit von Tate Ilse und das auch noch mit dem Auto. Eigentlich kein dramatisches Vorhaben. Allerdings ist diese Fahrt nicht ganz ohne Komplikationen, nichts ausgefallenes, aber wirklich mit viel Humor geschildert. Besonders hervorzuheben ist das Zusammenspiel zwischen dem pointierten Text und den treffenden Illustrationen von Astrid Henn. Empfohlen ab 6 Jahren, bietet das Buch jedoch auch Erwachsenen einen hohen Unterhaltungswert. Ein kurzweiliger Lesegenuss, der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Zwischen Humor und Abgrund

Hustle
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In „Hustle“ entwirft Julia Bähr ein spannendes Szenario: Was passiert, wenn Rache zum Beruf wird? Die Protagonistin Leonie wird nach einer Notlösung zur Drahtzieherin krimineller Aktionen, was die Autorin ...

In „Hustle“ entwirft Julia Bähr ein spannendes Szenario: Was passiert, wenn Rache zum Beruf wird? Die Protagonistin Leonie wird nach einer Notlösung zur Drahtzieherin krimineller Aktionen, was die Autorin mit viel Sprachwitz und einer ordentlichen Portion Sarkasmus schildert. Besonders gelungen ist die Darstellung von Leonies persönlicher Entwicklung und ihrem ungewöhnlichen Umfeld. Leonie ist eine Protagonistin, die ich sehr gerne begleitet habe und ihre Entwicklung mit Staunen verfolgt.
Kritisch anzumerken ist jedoch, dass das Potenzial der Geschichte nicht voll ausgeschöpft wird. Viele gesellschaftspolitische Ansätze werden zwar gestreift, verbleiben aber in einer gewissen Oberflächlichkeit. Auch die Charakterzeichnung der Freundinnen bleibt hinter der von Leonie zurück. Insgesamt ist es jedoch ein sehr kurzweiliger Roman, der wichtige Fragen nach Moral und dem Preis unseres Lebensstils aufwirft.

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