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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2019

Ein schöner Sommerroman für zwischendurch

Kein Moment zum Verlieben
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“Ich wusste, dass wir beide so enden würden.”
“Es endet nicht. Es beginnt gerade.”

Meinung

Tja, man sieht sich immer zweimal im Leben, zumindest bei unseren Protagonisten könnte man von Schicksal sprechen. ...

“Ich wusste, dass wir beide so enden würden.”
“Es endet nicht. Es beginnt gerade.”

Meinung

Tja, man sieht sich immer zweimal im Leben, zumindest bei unseren Protagonisten könnte man von Schicksal sprechen. Lana und Cole lernen sich bei einer Gasexplosion in London kennen, naja, kennenlernen ist vielleicht zu viel gesagt, sie begegnen sich dort. Cole ist schwer verletzt und wird mit einem Krankenwagen abtransportiert. Lana denkt noch lange an den unbekannten Mann zurück, er hatte etwas an sich, das sie faszinierte.

Als Lana bei ihrer Cousine Urlaub macht, hätte sie nicht gedacht, dass sie dort dem unbekannten Mann erneut begegnet. Mit ihrer aufgeschlossenen Art stellt sie sich ihm gleich vor und kassiert eine ganz schön unhöfliche Abfuhr. Warum Cole so reagiert, lernen wir über seine Kapitel kennen, denn Cole hat eine ziemlich düstere Vergangenheit und im Grunde will er Lana nur beschützen.

Im Groben und Ganzen fand ich die Geschichte der beiden ganz in Ordnung, nur leider ist der Funke nicht komplett übergesprungen. Das lag jedoch hauptsächlich an der Lovestory. Lana und Cole sind ein Paar, was sofort nach ein paar Hindernissen durch Coles abweisende Art aufs Ganze geht. Ich empfand das als zu intensiv. Beide kennen sich im Grunde kaum und ein paar Dates hätte den beiden auch nicht geschadet. Aber naja, darüber kann man sich streiten, jedoch hat mir hier einfach die Tiefe gefehlt.

Die Autorin hat einen schönen verspielten Schreibstil, ich habe mich in der Geschichte stets sehr wohl gefühlt. Das Cover ist in meinen Augen nicht unbedingt passend, man hätte hier ruhig mit Coles dunkler Vergangenheit spielen können.

Fazit

Ein schöner Sommerroman für zwischendurch, leider fehlte der Geschichte die Tiefe, um mich mehr zu beeindrucken.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Absolutes Herzensbuch!

Perfectly Broken
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“Willst du wissen, was mir als Erstes durch den Kopf ging? Perfekt. Du bist perfekt, Brooklyn Parker. Perfekt kaputt. Perfekt zersprungen. Perfekt von innen und außen.”

Meinung

Perfectly Broken war ein ...

“Willst du wissen, was mir als Erstes durch den Kopf ging? Perfekt. Du bist perfekt, Brooklyn Parker. Perfekt kaputt. Perfekt zersprungen. Perfekt von innen und außen.”

Meinung

Perfectly Broken war ein kleines Highlight unter den Romance-Büchern, welche ich diesen Sommer verschlungen habe. Unsere Protagonistin ist Brooklyn, die ihre große Liebe Thomas verloren hat. Selten hat mich ein Prolog schon so aufgewühlt zurückgelassen. Nicht nur, dass wir die Liebe zwischen ihr und Thomas in Rückblicken erfahren können, nein, so begleiten wir die beiden auch bei einem ganz entscheidenden Moment. Danach folgt ein Cut und die Geschichte spielt ein Jahr DANACH.

Ich wünsche mir, dass es hoffentlich wenige gibt, die Brooklyns Erlebnisse und Gefühle erlebt haben. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass es genauso passiert sein könnte. Versteht ihr? Der Verlust und der Schmerz, so in etwa stelle ich mir das vor, wenn man nicht nur einen, sondern den geliebten Menschen verliert. Genau aus diesem Grund konnte ich wunderbar in diese Geschichte eintauchen, sie fühlte sich einfach echt an.

“Ich bin so lebendig, wie es mir möglich ist. So glücklich, wie ich es mir erlaube, und so intesiv, wie mein Herz es zulässt. Ohne ihn.”

Allgemein, finde ich, ist die Autorin Sarah Stankewitz ganz besonnen mit der Thematik umgegangen. Die entstandene Liebesgeschichte zwischen Chase und Brooklyn ist eher eine ruhige Entwicklung, mit Selbstzweifeln und Rückstoßen, als eine erotisch-leidenschaftliche Achterbahnfahrt. Und dennoch gab es diese Achterbahnfahrt, nur anders. Die Autorin hat einen ganz besonderen Twist eingebaut und habe ich etwas geahnt? Ich weiß es nicht. Irgendetwas kommt da noch, habe ich mir immer und immer wieder gedacht und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bin ein typischer Skeptiker, wenn es um Twists geht, besonders bei so gefühlvollen Romance-Büchern, doch hier wurde er richtig gut umgesetzt.

Sarah Stankewitz konnte mich wieder einmal mehr mit ihrem Schreibstil und ihren Charakteren umhauen. Die Tiefe, die sie ihren Protagonisten gibt, die Worte mit denen sie die qualvollen Emotionen der Protagonisten beschreibt … ich bekomme davon immer eine Gänsehaut. Ich habe zusammen mit Brooklyn ihre tiefsten Ängste erkundet und habe mit Chase um Hoffnung gebetet, diese Erlebnisse werde ich so schnell nicht wieder vergessen.

Fazit

Verlust, Leid, Neuanfang … Sarah Stankewitz hat bewiesen, dass es möglich ist, auch wenn man perfectly broken ist. Ein absolutes Herzensbuch.


Eure Mädels von BookieDreams

Veröffentlicht am 03.09.2019

“Für alle, die es verdienen, frei zu sein.”

Hades' Hangmen - Rider
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“Ich war fertig damit, um den heißen Brei herumzureden. Ich brauchte eine ehrliche Aussage von diesen Leuten, frei von der Leber weg und auf den Punkt gebracht. Ich war fertig mit Höflich und Prophetmäßig ...

“Ich war fertig damit, um den heißen Brei herumzureden. Ich brauchte eine ehrliche Aussage von diesen Leuten, frei von der Leber weg und auf den Punkt gebracht. Ich war fertig mit Höflich und Prophetmäßig in dieser wahnhaften Güllegrube von Religion.”

Meinung

“Rider spielte den Hangman, doch er blieb immer außen vor und sah zu. Cain gab vor, ein Prophet zu sein, und täuschte nach außen hin Stärke vor, machte sich in Wahrheit allerdings vor Angst in die Hose. Aber wenn beide Männer nicht echt waren – wer war dann ich? Was war mein wahres Ich?”

Hier kommt der vierte Band der Hades’ Hangmen-Reihe und er handelt von Rider, wer hätte das gedacht? Rider, der die Hangmen verraten hat, Rider der eigentlich Cain heißt und Mae für sich wollte. Rider, der in Auftrag gegeben hat, Mae zu entführen und ausversehen Lilah entführen ließ. Rider hat sowohl viel Leid über die Hangmen als auch die Schwestern gebracht und jetzt braucht Rider Hilfe.

Cain… Rider… für mich bleibt er Rider, denn so habe ich ihn kennengelernt. Aber lasst euch bitte nicht verwirren. Wer die anderen Bände kennt, weiß, dass Rider ein Charakter ist, der langsam aber sicher zweifelt. Er hat mitbekommen, was seine Sekte für schlimme Dinge ihren Mitmenschen antut und zu welchen Taten die Männer der Sekte im Namen der Religion fähig sind. Allen voran ist hier die treibende Kraft Riders Zwillingsbruder Judah. Durch die Zweifel, entsteht ein Bruch zwischen den Brüdern. Judah nimmt Riders Platz als Anführer der Sekte ein und plant den großen Gegenschlag gegen die Hangmen. Als Rider eigentlich nur noch sterben will, lernt er Harmony kennen. Eine junge Frau, von Judah gezeichnet als eine Verfluchte, bestimmt als Ehefrau des Propheten. Sie zu retten, all die Unschuldigen zu retten, besonders die Kinder, entfacht in Rider eine Wut und den Willen Judah aufzuhalten.

Riders Geschichte, dieses Mal aus dem Inneren der Sekte war, wie ich auch nicht anders von der Autorin erwarten konnte, ziemlich spannend geschrieben. Es gab Wendungen, es passierte so viel und … oh man, es gab Sachen, damit habe ich einfach nicht gerechnet. Es war wie ein großer Showdown, der sich langsam aber sicher dem Ende nähert und darauf hat man schon eine Weile hin gefiebert. Und der große Knall kam und er war heftig. Selten war ich so geschockt von so viel Gewalt und Tod, obwohl ich die Reihe ja bereits kannte.

Der Roman hat mich mit gemischten Gefühle zurückgelassen. Ich kann und wollte Rider und seinen Taten aus den Vorbänden nicht verzeihen und irgendwie widerstrebt es mir, seine Vergangenheit anzuerkennen, doch genau darauf will die Autorin hinaus! Es ist einfach genial! Ja, Frauen können als Opfer von Manipulation viel eher anerkannt werden als Männer. Ich ziehe meinen Hut vor Tillie Cole für diese Thematik, obwohl sie meine heißgeliebten Hangmen damit in ein schlechtes Licht gerückt hat.

Einen Kritikpunkt gibt es dennoch von mir. Unglücklicherweise wurden in diesem Roman u. a. zwei neue Personen aus dem Orden eingeführt, welche eine besondere Bedeutung haben. Dies erfährt man zwar erst zum Schluss, dennoch fand ich den Zusammenhang als zu künstlich. Es wirkte nicht echt, es wirkte nicht passend. Bedauerlich eigentlich, denn auch wenn die Autorin dies weggelassen hätte, hätte es der Geschichte nicht geschadet.

Fazit

“Für alle, die es verdienen, frei zu sein.”

Rider ist ein sehr aufwühlender Roman der Hangman-Reihe. Wir kennen Rider bereits auf der Seite der Bösen, diesen Wechsel zu sehen, die Folgen und Konsequenzen für alle, es war aufwühlend, zerstörerisch und hoch emotional.

Veröffentlicht am 23.07.2019

Herzschmerz pur <3

With your Eyes
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„Er war wie ich. Ich war wie er. Wir fühlten den gleichen schnellen Rhythmus unseres Herzschlages, der uns kein Leben brachte, sondern nur weiter an den Rand des Wahnsinns. Oder an das Ende, das Platzen ...


„Er war wie ich. Ich war wie er. Wir fühlten den gleichen schnellen Rhythmus unseres Herzschlages, der uns kein Leben brachte, sondern nur weiter an den Rand des Wahnsinns. Oder an das Ende, das Platzen unserer Blase, das unvermeidbar war.“


Klappentext

Sutton ist siebzehn, steht kurz vor ihrem Highschoolabschluss und beginnt nach den Ferien ein Kunststudium in Pittsburgh. Eigentlich.

Denn als sie die Diagnose fortgeschrittene Retinitis pigmentosa erhält – eine Augenkrankheit, die eine Zerstörung der Netzhaut zur Folge hat –, muss sie alles infrage stellen, was sie sich für ihre Zukunft ausgemalt hat. Sutton wird blind sein und das Leben, das sie sich gewünscht hat, vielleicht niemals führen können.

Dann trifft sie Blake, den sie aus der Schule kennt und der vor Kurzem einen ebenso weitreichenden Schicksalsschlag erlitten hat. Die beiden kommen sich näher, obwohl sie in zwei völlig unterschiedlichen Welten gelebt haben. Aber das ist nun nicht mehr wichtig.

Wichtig ist nur das Gefühl, das sich zwischen ihnen entwickelt. In ihrem Inneren herrscht das gleiche Chaos, das gleiche wirre Bunt, das beide zueinander zieht. Kurzerhand begeben sie sich auf eine Reise, mit dem Risiko, aus dieser nicht mehr heil zurückzukommen.

Erster Satz

Weißt du, wie es aussieht, wenn die Sommersonne auf das Meer trifft?

Meinung

Gefühle, Leben, Farbe, Liebe und Verlust. Sutton und Blakes Reise war für mich persönlich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich habe immer noch eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke! Rose Bloom hat es wieder einmal geschafft, ich habe euch ja schon gesagt, diese Autorin merke ich mir und voilà, ich wurde verzaubert – Danke! Die Geschichte von Sutton und Blake hat mich emotional ziemlich mitgenommen, zwei Schicksalsschläge unterschiedlicher Art, zwei Menschen, die völlig anders damit umgehen.

Wir haben hier Sutton, das Nerdmädchen, nicht unbedingt beliebt in der Schule, dafür hat sie jedoch zwei besonders enge Freunde, die für sie da sind. Sutton wird blind, das wissen wir als Leser schon sehr früh. Auch ihre Eltern kennen diese Diagnose und zu Beginn ist es ziemlich schwer für Sutton, mit der Thematik klarzukommen. Im Laufe der Geschichte lernt Sutton mit ihrer Situation besser umzugehen, ich konnte und wollte vor ihr nur den Hut ziehen. Sutton ist stark.

Blake dagegen ist eher der Typ Einzelgänger. Obwohl er ein beliebter Sportler der Schule ist, lässt er niemanden an sich wirklich heran. Weder seine Mannschaftskollegen, noch sein bester Freund und ich denke, auch seine Eltern wissen nicht wirklich, was ihn beschäftigt und welche Sorgen und Ängste er auszustehen hat. Blake blieb für mich lange Zeit ein Rätsel, er ist für mich der Zerbrochene, der Hilfe braucht.


“Das Leben war keine schnurgerade Linie, die man einfach nur ablaufen musste. Sie war wild und zackig und vielleicht manchmal sogar für einen kleinen Moment ganz ruhig und still…”


Der Schreibstil und dazu diese wundervolle Geschichte… in meinen Augen passt alles perfekt zusammen. Rose Bloom hat einen außerordentlich sanften Schreibstil. Ihre Beschreibungen, die Empfindungen der Protagonisten, ich habe wirklich jedes einzelne Wort genossen.

Was dieses Buch jedoch so einzigartig macht, ist die Botschaft dahinter. Es geht nicht nur um zwei Jugendliche, die Schicksalsschläge überleben müssen, es geht um so viel mehr. Und hier kommt eine Grenze, die die Autorin in meinen Augen wunderbar gemeistert hat. Ich habe es verstanden, ich habe sämtliche Entscheidungen der Protagonisten nachvollziehen können und das ist bei dieser Thematik nicht besonders einfach.

Fazit

With Your Eyes gehört für mich zu meinen Jahreshighlights 2019, ein Buch was man fühlen muss.

Veröffentlicht am 26.06.2019

Zu viele Fachbegriffe, doch die Grundidee ist top!

THINK - Sie wissen, was du denkst! - Folge 1
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„Ich habe ein Problem… Und ich weiß nicht, ob es mit dem Quorument begonnen hat oder ob ich mich deswegen freiwillig gemeldet habe oder ob es gar nichts damit zu tun hat oder was, aber ich kann nicht allein ...

„Ich habe ein Problem… Und ich weiß nicht, ob es mit dem Quorument begonnen hat oder ob ich mich deswegen freiwillig gemeldet habe oder ob es gar nichts damit zu tun hat oder was, aber ich kann nicht allein sein. Wenn ich alleine bin, bin ich ein Monster. Verstehst du das?“

Meinung

Irgendwie bin ich etwas enttäuscht von der 1. Folge, dem 1. Sequel der Reihe? Oder nennen wir es nicht enttäuscht, sondern zwiegespalten.

Versteht mich nicht falsch, die Grundidee ist wahnsinnig interessant! Man stelle sich vor, Straftäter dürfen zeitiger aus der Haft entlassen werden, wenn sie dafür ständig durch ihre Gedanken über ein Gerät namens Quorument überwacht werden. Spannend, oder? Die Handlung um den Kriminellen Clay fand ich top ausgearbeitet, seine Gedanken, seine Sichtweisen ziemlich interessant, jedoch hat mich der Schreibstil bezüglich Kathy immer wieder ein Stückchen heruntergezogen. Das lag jedoch hauptsächlich an den unendlich vielen psychologischen Begriffen in der Phrenologie. Wer das Buch kennt, wird verstehen, was ich meine und hey, ich bilde mich gern weiter, aber die ständigen Erklärungen gingen mir ziemlich auf den Keks. Ich muss sagen, dass ich irgendwann angefangen habe, diese Stelle einfach zu überlesen.

Gut fand ich übrigens die verschiedenen Wechsel zwischen Clay, Isaac und Pierce. So wie ich mir das in Thinks Kopf vorstelle, so ungefähr haben diese Sprünge sich auch angefühlt. Manchmal wirr, manchmal ohne Punkt und Komma, so wie Gedanken manchmal eben sind.

Ansonsten hat mich vieles verwirrt, Kathy als Person konnte ich nicht wirklich erfassen, sie war mir nicht unsympathisch, jedoch konnte ich mich auch nicht wirklich in sie hineinversetzen. Vieles wurde, finde ich, nur angedeutet, ihre Vergangenheit z. B., wenn es im Klappentext explizit steht, dann
kann man doch auch ein bisschen mehr Hintergrund in die Geschichte mit einfließen lassen. Kathy ist mir einfach völlig emotionslos rübergekommen, schade!

Ich werde jedoch Folge 2 definitiv eine Chance geben und hoffe einfach, dass weniger Phrenologie und mehr Flashbacks, Erinnerungen und persönliche Erklärungen eine Rolle spielen werden. Die Idee dahinter überzeugt mich jedenfalls immer noch und ich hoffe, dass man einfach mehr daraus macht!

Fazit

Think: Sie wissen was du denkst… schade um die Grundidee! Zu viele Fachbegriffe stören den Lesefluss, zu wenig Emotionen beim Hineinversetzen in Think. Ich erwarte viel von Folge 2, eine Chance werde ich dieser grandiosen Idee zumindest noch einmal geben.