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Steff05

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2025

Generell interessant, aber nicht meine Welt

Only Margo
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Only Margo erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden, jungen Mutter, die ungewohnte Wege geht um sich und ihr Kind über die Runden zu bringen. Ohne adäquate Betreuung wird ihr rasch klar, dass die ...

Only Margo erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden, jungen Mutter, die ungewohnte Wege geht um sich und ihr Kind über die Runden zu bringen. Ohne adäquate Betreuung wird ihr rasch klar, dass die meisten Berufe nicht mit einem Säugling vereinbar sind. Bis sie auf eine Website aufmerksam wird, wo Frauen mit ihren Körpern Content machen können. Und dies geht, obwohl es mehrfach in der Hsndlung bestritten wird doch schon leicht ins Sexuelle, ohne dabei jedoch schlüpfrig zu wirken. Sie bewertet Dig Pics und zeigt ihre Brüste, vermarktet sich mehr und mehr und erhält damit tatsächlich bald schon eine entsprechende Reichweite. Doch nicht alle sehen diese Einnahmequelle so gelassen wie sie, dazu kommt es zu einem Vorfall, den den Vater des Kindes auf den Plan ruft.
Lebendig erzählt und durchaus interessant, hat mich die Story jedoch dennoch nicht ganz packen können. Margos Leben war für mich in vielen Dingen nicht nachvollziehbar und außerhalb meiner eigenen Realität. Wer aber Spaß daran hat in anderer Leben zu blicken, wird hier sicher nicht enttäuscht werden. Langweilig wird es mit Margo jedenfalls nicht.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Armmuskeln, bitte! Und einen Freund…

Ein Liekesch für Jascha
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Jascha kommt aus Bosnien und ist noch nicht allzu lange in Deutschland. Die Sprache hier fällt ihm noch schwer und dadurch versteht er nicht, was seine Sportlehrerin zu ihm sagt. „Liekesch“ oder so ähnlich. ...

Jascha kommt aus Bosnien und ist noch nicht allzu lange in Deutschland. Die Sprache hier fällt ihm noch schwer und dadurch versteht er nicht, was seine Sportlehrerin zu ihm sagt. „Liekesch“ oder so ähnlich. Nur dass es mit seinen Armen zu tun haben soll, weiß er. Und so macht er sich auf die Suche nach diesem Ding, landet dabei vor einem Sportgeschäft und lernt Frank kennen.
Die Handlung ist kurzweilig und sehr schön geschrieben und immer wieder wurden Briefe eingefügt, die Frank seiner Mutter schreibt. Dadurch erfährt man vom Gefühlsleben dieses einsamen Mannes und wie er Jascha wahrnimmt und was er mit ihm erlebt. Gelesen habe ich dieses Buch gemeinsam mit meinem Kind und in einem Rutsch. Und obwohl die Geschichte mit 69 Seiten nicht allzu lang ist, steckt viel Gefühl in ihnen. Einzig der etwas abrupte Schluss hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Und vielleicht auch noch, dass die Schulsituation mehr beleuchtet wird. Der Kontakt zu Gleichaltrigen wurde hier nämlich etwas vernachlässigt und der Fokus hauptsächlich auf Frank und Jascha gelegt. Beide aber sind wirklich liebenswerte Personen, deren Weg zu einer Freundschaft ich gern begleitet habe.

P.S. In der Handlung werden die Rockyfilme und Schauspieler erwähnt, die mein Kind nicht kannte, was aber für die Handlung aber auch nicht zwingend notwendig war.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Komm mit nach Lillasund

Die Ponys von Lillasund 1. Ida und das Ponyglück
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Ida und ihre Mutter verbringen ihre Ferien bei Freunden auf der schwedischen Insel Lillasund. Und während Mama Lisa im Hofcafe aushilft um den verletzten Nils zu vertreten, lernt Ida mit Hilfe von Elsa ...

Ida und ihre Mutter verbringen ihre Ferien bei Freunden auf der schwedischen Insel Lillasund. Und während Mama Lisa im Hofcafe aushilft um den verletzten Nils zu vertreten, lernt Ida mit Hilfe von Elsa und den Ponys die Insel, ihre Bewohner und ihre Traditionen kennen und lieben.

Die Atmosphäre des Buches ist wunderschön und typisch schwedisch, doch besonders an dieser Geschichte sind auch deren Abenteuer und kleinen Ereignisse, die die Handlung spannend, humorvoll und sehr lebendig werden lassen. Dazu wurde dieses Buch auch noch in einem ausgesprochen gut lesbaren Schreibstil geschrieben, der auch meinem recht ungern lesenden Kind kaum Mühe bereitete.

Kurzum, wir sind begeistert von dieser Geschichte und ihrer liebevollen Erzählweise. Die Tiere, ob Pferd oder Hund sind zum Verlieben und die Kinder (hier reiten übrigens auch die Jungs) in ihren Eigenarten und Taten sehr glaubhaft dargestellt. Dazu enthält die Geschichte neben all den Abenteuern auch gut in die Handlung integriertes und fundiert wirkendes Wissen zum Umgang mit Pferden, was ich sehr begrüße und auch dem Kind gut gefiel.

Ein tolles Buch für pferdeliebende Kinder, das Jungs nicht ausschließt und durch das Miteinbeziehen lokaler Gepflogenheiten und Werten, wie Freundschaft und Zusammenhalt ein großes Interessengebiet abdeckt.
Wir jedenfalls freuen uns schon riesig auf die Fortsetzung dieser neuen Buchserie.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein Weglegen des Buches war schlichtweg nicht möglich

In einem Zug
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Ich bin erst spät und erst mit seinem Roman „die spürst du nicht“ auf Glattauer aufmerksam geworden. Und vieles was ich am oben genannten Werk liebe fand ich auch in „in einem Zug“ wieder, was dazu führte, ...

Ich bin erst spät und erst mit seinem Roman „die spürst du nicht“ auf Glattauer aufmerksam geworden. Und vieles was ich am oben genannten Werk liebe fand ich auch in „in einem Zug“ wieder, was dazu führte, dass ich es dem Titel entsprechend (wenn auch mit anderer Bedeutung) in einem Zug gelesen habe. Glattauers Schriftsprache, die Leser sofort vereinnahmt ist grandios, tiefgründig und voller Emotionen. Interessant an diesem neuesten Buch ist zudem, dass sehr lange über den Sinn und Zweck des Gespräches geschwiegen wurde. Ich reagierte darauf mit großer Neugier und Spannung, verfolgte die Konversation und suchte nach Hinweisen, lies mich aber auch mit großer Freude auf die Dialoge ein und war angenehm überrascht über den Ausgang. Auch wurde die Zugfahrt durch Brünhofers Gedanken und Anekdoten zu den einzelnen Bahnhöfen sehr real und präsent und erzeugten eine faszinierende Atmosphäre.
Obwohl nur etwas über 200 Seiten umfassend, ein großartiges und ausdrucksstarkes Werk! Toll!

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Die Moral dieser Geschichte sagt mir nicht zu

Widder Willi will aber!
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Widder Willi will eine Geschichte hören, aber nach seinen Vorstellungen. Und die bekommt er auch. Darin hütet der Papa die Schafe, die Mama Schaf schüttelt Bäumelein und Willi, der ist unzufrieden. Bis ...

Widder Willi will eine Geschichte hören, aber nach seinen Vorstellungen. Und die bekommt er auch. Darin hütet der Papa die Schafe, die Mama Schaf schüttelt Bäumelein und Willi, der ist unzufrieden. Bis er auf Steinböckchen Keinbock trifft und von Saschaf aufgefordert wird auch mal über den eigenen Schatten zu springen. Ein lustiges Spiel entsteht, bei dem beide Tierkinder ausgelassen spielen und dabei ganz nebenbei lernen die eigenen Bedürfnisse zurück zu nehmen. Doch dann ist die Geschichte zu Ende und Widder Willi bockig wie eh und je. War ja auch nur ne Geschichte…

Und so ganz konform gehe ich mit dieser definitiv nicht. Von liebevoller und emphatischer Begleitung durch diese anstrengende Zeit spürte ich nur wenig. Stattdessen wird vom Kind verlangt sich zu ändern, sich anzupassen und Ruhe zugeben. Ja, Widder Willi mach zu Anfang der Geschichte einen sehr anstrengenden Eindruck, und auch mir ist bewusst, dass die Trotzphase schwierig sein kann. Kinder aber spüren zu lassen, dass sie „falsch“ und das Problem sind, finde ich problematisch. Da gibt es bessere Wege!

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