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Veröffentlicht am 11.04.2025

Mit Tintenmagie infiziert

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Mit „Sepia und die Verschwörung von Flohall“ ist Theresa Bell eine wirklich meisterliche Fortsetzung gelungen. Und obwohl Band 1 bei mir schon etwas zurücklag, war ich sofort wieder gefangen von der unverwechselbaren ...

Mit „Sepia und die Verschwörung von Flohall“ ist Theresa Bell eine wirklich meisterliche Fortsetzung gelungen. Und obwohl Band 1 bei mir schon etwas zurücklag, war ich sofort wieder gefangen von der unverwechselbaren Stimmung Flohalls. Das Funkelfest jährt sich und bringt eine Reihe von Neuerungen mit sich. Zum ersten Mal soll während der anstehenden Prüfungen der Lehrlinge ein Buch von ganz besonderer Bedeutung Flohalls Bewohnern präsentiert werden- ein Ereignis, welches Freude hervorrufen und mit einem Ball gefeiert werden sollte. Doch es geht Seltsames vor sich. Die Tintenwesen sind beunruhigt, die Bleilettern verändern sich und auch Sepia spürt bereits die bevorstehende Gefahr.

Sepias Geschichte ist, wie ich finde, für ein Kinderbuch recht komplex und erfordert einiges an Leseverständnis und Konzentration. Wer jedoch Band 1 bereits erfolgreich und mit Freuden gelesen hat, wird auch von diesem Folgeband sehr angetan sein:
Die Handlung setzt sich sehr spannend fort, bleibt kaum vorhersehbar und erweitert die Welt Flohalls auf eine interessante Weise. Neue Stadtviertel wurden in die Handlung integriert, eine alte Legende aufgegriffen, die Magie dieser Welt nochmals vertieft und all das mit Sepias eigener Geschichte verwebt.

Ich bin absolut begeistert und fasziniert, habe dieses Buch in wenigen Tagen verschlungen und auch mein Kind liest seither in jeder freien Minute. Einmal mit Tintenmagie infiziert scheint man ihrem Ruf wohl nicht mehr widerstehen zu können.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Herzergreifend schönes Buch zur Trauerbewältigung

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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„Weißt du noch?“ ist ein recht schmales, aber dennoch sehr ausdrucksstarkes Buch über das Vermissen, den Tod und die Trauer.

Die Waldtiere bemerken die Abwesenheit ihres Freundes, dem Eichelhäher und ...

„Weißt du noch?“ ist ein recht schmales, aber dennoch sehr ausdrucksstarkes Buch über das Vermissen, den Tod und die Trauer.

Die Waldtiere bemerken die Abwesenheit ihres Freundes, dem Eichelhäher und spekulieren wo er wohl sein könnte. Sie suchen ihn, finden ihn jedoch nicht. Auch nicht an seinem Lieblingsplatz. Der Specht wusste aber zu berichten, dass ihr Freund in der letzten Zeit schwach und kränklich wirkte und nach und nach begreifen die Tiere, dass sie den Eichelhäher wohl nicht wiedersehen werden. Doch sie erinnern sich an ihn, sprechen von ihren Erlebnissen mit ihm und beginnen eine Tradition zu seinem Gedenken ins Leben zu rufen und finden Frieden in ihrem Tun.

Mir gefiel an diesem Buch sehr, dass der Tod nur vage gehalten wurde, es keinen sichtbaren Beweis, außer den Federn gab und dies sehr schön mit der Abwesenheit eines verstorbenen Menschen gleichgesetzt werden kann. Das Buch ist dazu auch frei von religiösen Annahmen, wodurch es alle Menschen einschließt, die um einen geliebten Menschen (oder auch Tier) trauern. Es beschäftigt sich mit den Gefühlen der Hinterbliebenen und verbreitet die Botschaft, dass der Verstorbene in unseren Gedanken, in den Erinnerungen und seinen Taten noch immer unter uns weilt.
Eine sehr schöne und tröstliche Vorstellung, wie ich finde!

Dieses Buch geht ans Herz, ist aber auch für sensible Kinder sehr gut geeignet. Es kann bei akuter Trauer, als auch als „normale Lektüre“ gelesen werden.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Kamel Leon und Chamäleon

Das Kamel Leon
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Haltet mich für doof, aber tatsächlich ist mir die Doppeldeutigkeit des Titels nicht aufgefallen, bis mich mein Kind darauf stieß. Kamel Leon… sehr passend. Denn dieses Kamel möchte gern mal jemand anderes ...

Haltet mich für doof, aber tatsächlich ist mir die Doppeldeutigkeit des Titels nicht aufgefallen, bis mich mein Kind darauf stieß. Kamel Leon… sehr passend. Denn dieses Kamel möchte gern mal jemand anderes sein. Oder zumindest mal der Wildeste, der Mutigste, der Schnellste oder Schönste. Es fühlt sich in allem als Mittelmaß und versteht erst durch das Chamäleon, dass auch er selbst schon längst der Beste ist- der beste Freund.

Es war spontane Verliebtheit, die wir diesem Buch entgegenbrachten. Die Bilder sind einfach wunderschön, sehr bunt und sehr lustig. Darin verändert das Kamel auch sein Aussehen und verdeutlicht dadurch seinen Wunsch. Toll!
Die Text wiederum sind kurz, Reimen sich zwar nicht, klingen aber dennoch in in Mutter- und Kinderohren schön. Genauso, wie die Botschaft, die diese Geschichte in sich trägt.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Nur 13 Tage Zeit

Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger
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Nachdem die Grauses in der Sackgasse angekommen sind und erste Schritte der Akklimatisierung hinter sich haben, trudeln nun schon die nächste Forderung des IFAW ins Haus. 13 Tage hat jedes Mitglied der ...

Nachdem die Grauses in der Sackgasse angekommen sind und erste Schritte der Akklimatisierung hinter sich haben, trudeln nun schon die nächste Forderung des IFAW ins Haus. 13 Tage hat jedes Mitglied der Grause-Familie Zeit um einen Freund zu finden. Und Ottilie hilft nach alles Kräften mit. Ihr Vorschlag: eine Arbeitsstelle oder Hobby könnte helfen Anschluss zu finden. Doch auch sie selbst ist nicht gerade Profi auf diesem Gebiet. Wird es also den Grauses wirklich gelingen? Und das ohne dass ihre Krähe zu viele Strafpunkte vermerkt?

Ich muss gestehen, dass ich, nein wir- mein Kind natürlich auch- die Bücher von Sabine Bohlmann ungeheuer lieben. Ein Mädchen namens Willow oder Frau Honig werden bestimmt die ein oder anderen schon kennen. Die Grauses aber stehen dieses bekannten Reihen in nichts nach. Sabine Bohlmann schreibt sehr bildlich, humor- aber auch gefühlvoll. Und so dauerte es auch bei diesem Buch nicht lange, bis wir seinem Zauber verfallen sind. Diese skurril komische Familie und ihre menschliche Freundin Ottilie muss man aber auch einfach lieben. Durch ihre Herkunft und ihren Eigenheiten kommt es zu zahlreichen urkomischen Situationen, man empfindet aber zugleich auch sehr mit ihnen mit. Auch wird immer wieder ein anderes Mitglied näher betrachtet, so dass man gut nachvollziehen kann, wie die jeder der Grauses entwickelt und vor welchen Herausforderungen sie stehen. Ottilie erweist sich dabei wieder als außerordentlich gute Freundin, die ihre Nachbarn nimmt wie sie sind und sie auf ihrem Weg unterstützt. Besonders deutlich wird dies gegen Ende des Buches wo sie sich mit einer berührenden Rede für die Grauses einsetzt.

Gelesen habe ich dieses Buch gemeinsam mit meinem Kind, das hochmotiviert zuhörte, bzw. mitlas und kaum zu bremsen war. Ich hoffe nur dass mit der Eingliederung der Grauses in die Gesellschaft diese Reihe kein Ende finden wird. Denn genug haben wir von der Sackgasse und ihren Bewohnern noch lange nicht.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Mal was anderes

52 wilde Fermente
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Dieses Buch besitzt einen sehr ausführlichen theoretischen Teil, der neben allgemeinen Grundlagen auch die historischen Hintergründe zu Fermentation beleuchtet. Es nutzte hierfür einen interessanten und ...

Dieses Buch besitzt einen sehr ausführlichen theoretischen Teil, der neben allgemeinen Grundlagen auch die historischen Hintergründe zu Fermentation beleuchtet. Es nutzte hierfür einen interessanten und modernen Sprachstil, der mich persönlich sehr anzusprechen vermochte, auch wenn ich manche der hier dargebotenen Exursionen, doch etwas weitschweifig fand. Nichts desto trotz ging ich dann recht euphorisch an die weitere Lektüre, die daraufhin ihren Stil zu praxisbezogeneren Themen änderte. Nun wurden verschiedene Methoden erklärt und die hierfür benötigten Materialien bestimmt. Viele dieser Methoden waren mir bisher nur flüchtig bekannt und ich freute mich sehr hier mehr über Kefir, Kombucha und co zu erfahren. Die daran anschließenden Rezepte nutzen tatsächlich hauptsächlich Wild wachsende Pflanzen und kommen teilweise recht wunderlich daher. Obwohl mich Heilkräuter privat recht faszinieren, bin ich mir noch nicht sicher ob ich all diese Rezepte wirklich umsetzen werde oder möchte oder überhaupt mutig genug dafür bin. Vielleicht aber kommt dies auch noch mit der Zeit. Schließlich konfrontiert dieses Buch mich mit einem für mich recht neuem Themengebiet.

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