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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2021

Menschliche Abgründe

Die stille Kammer
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Susan Webster hat keinerlei Erinnerung an den schrecklichsten Abend ihres Lebens: Sie soll ihren eigenen Sohn erstickt haben. Jahre später entdeckt sie Fotos, die die Hoffnung schüren, dass ihr geliebter ...

Susan Webster hat keinerlei Erinnerung an den schrecklichsten Abend ihres Lebens: Sie soll ihren eigenen Sohn erstickt haben. Jahre später entdeckt sie Fotos, die die Hoffnung schüren, dass ihr geliebter Sohn noch lebt. Auf eigene Faust versucht Susan, den rätselhaften Bildern und ihrer eigenen Erinnerung auf den Grund zu gehen - und kommt dabei einem anderen grauenvollen Verbrechen auf die Spur, das sich vor zwanzig Jahren an einem Elite-College im Norden Englands ereignete ...


Der Leser wird sofort mitten ins Geschehen geworfen und findet sich im Alltag einer Frau wieder, die alles verloren zu haben scheint. Susans Charakter hat mich von Anfang an fasziniert. Sie hat so viel erlebt, aber ist an diesen Erlebnissen nicht zerbrochen, sondern stärker, härter und tougher geworden, auch wenn ihr das zu Beginn der Geschichte vielleicht selbst nicht bewusst ist.



Die verschiedenen Erzählstränge, die immer wieder zwischen der heutigen und damaligen Zeit wechseln, waren am Anfang ein wenig verwirrend, ergaben jedoch immer mehr Sinn & wurden zunehmend spannender.


Egal wie viele Theorien ich im Laufe der Geschichte aufgestellt habe, sie wurden alle zerschlagen. Die wirklich überraschende Wendung am Ende hat mir noch einmal den Rest gegeben und verhindert, dass dieser Thriller in irgendeiner Weise vorhersehbar war.


Wer nach einem Thriller sucht, der ohne Blut auskommt, jedoch tief in menschliche Abgründe blicken lässt, ist mit "Die stille Kammer" bestens bedient.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Spannend, aber an der Umsetzung hapert es ein wenig

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Eine Leiche zusammengeflickt aus Körperteilen mehrerer Toten. Eine Liste mit 6 weiteren Namen zukünftiger Opfer. & ein Detektiv, der eine ganz spezielle Verbindung zum Mörder zu haben scheint.


Der Leser ...

Eine Leiche zusammengeflickt aus Körperteilen mehrerer Toten. Eine Liste mit 6 weiteren Namen zukünftiger Opfer. & ein Detektiv, der eine ganz spezielle Verbindung zum Mörder zu haben scheint.


Der Leser wird sofort ins kalte Wasser gestoßen und befindet sich mitten im Geschehen, genauer gesagt an einem Tatort, wieder. Der Spannungsbogen ist also bereits zu Beginn bis aufs Äußerste gespannt, hängt aber im Laufe der Geschichte immer mal wieder durch, da das Hauptaugenmerk leider nicht auf den Opfern, sondern auf unwichtigen Nebensächlichkeiten zu liegen schien.



Auch wenn mir die Charaktere Baxter und Edmunds ans Herz gewachsen sind, konnte ich mir von vielen weder den Namen noch die Funktion merken.


Die Ermittlungsarbeiten kamen meiner Meinung nach leider viel zu kurz. Lediglich Edmunds schien mögliche Theorien auf- und Verbindungen herzustellen, die teilweise doch sehr zufällig in seine Hände flogen und deren Zusammenhänge sich mir nicht immer erschlossen. Die meisten Charaktere trugen gefühlt nichts dazu bei.


Der Schluss hingegen hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn er im Vergleich zu eher banalen Situationen leider sehr schnell abgehandelt worden ist und so viel mehr Potenzial geboten hätte.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und es machte wirklich Spaß den Thriller zu lesen. Davon ab konnten der oftmals durchhängende Spannungsbogen, die vielen Personen und Zufälle mich nicht komplett überzeugen.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Mit einer Prise Humor

Die Scharfschützen
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Jacqueline Daniels idyllisches Leben nimmt ein jähes Ende, als sich Scharfschützen um ihr Haus versammeln und beschließen, dem Leben aller anwesenden Personen ein schnelles Ende zu bereiten. Zu allem Übel ...

Jacqueline Daniels idyllisches Leben nimmt ein jähes Ende, als sich Scharfschützen um ihr Haus versammeln und beschließen, dem Leben aller anwesenden Personen ein schnelles Ende zu bereiten. Zu allem Übel hat sich an diesem Abend auch noch eine alte, sadistisch veranlagte, bekannte Psychopathin eingefunden, die genau den gleichen Plan verfolgt.


Auch diesmal findet man sich in einem typischen Jack Daniels Thriller wieder - eine gehörige Ladung Spannung, eine Schlag auf Schlag Handlung, bei der sich kaum traut zu blinzeln, um ja nichts zu verpassen und ein gesundes Maß an Humor.


Ein Thriller von J.A. Konrath fühlt sich für mich inzwischen wie ein Treffen mit Freunden an. Alte Bekannte, die man für ihren Charakter und dessen Eigenheiten seit vielen Jahren ins Herz geschlossen hat.


Punktabzug gibt es lediglich dafür, dass es mir ein wenig zu unfehlbar und glatt abgelaufen ist.


Wer einen Thriller mit viel Spannung, einer schnellen Handlung und einer Portion Humor sucht, ist bei J.A. Konrath immer gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Schuldig

That Night - Schuldig für immer
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Toni hat es nicht leicht in ihrem jungen Leben. Ihre Mutter versteht sie nicht, die Mädchen in der Schule quälen sie und ständig wird sie für alles verantwortlich gemacht. So wie eines Abends, als ihre ...

Toni hat es nicht leicht in ihrem jungen Leben. Ihre Mutter versteht sie nicht, die Mädchen in der Schule quälen sie und ständig wird sie für alles verantwortlich gemacht. So wie eines Abends, als ihre jüngere Schwester Nicole brutal ermordet am See liegt. Toni und ihr Freund Ryan beteuern nichts mit dem Mord zu tun zu haben, aber niemand glaubt ihnen. 17 Jahre später haben beide ihre Strafe abgesessen und machen sich auf die Suche nach dem wahren Mörder von Nicole.


Wie immer haben mir der Schreibstil als auch die Charaktere von Chevy Stevens sehr gefallen. Ich konnte richtig fühlen, wie missverstanden und allein gelassen sich Toni fühlte. Wie sie von den Mädchen in der Schule drangsaliert wurde und sich von ihrer eigenen Schwester verraten fühlte. Spürte ihre Nähe zu ihrem Freund Ryan und fieberte jeden einzelnen Tag mit ihr mit. Mir gefiel ihr Wandel und die Entwicklung ihres Charakters, die sie im Gefängnis und auch danach noch durchmachte.


Der Zeitsprünge und die damit verbundenen Puzzlestücke, die sich immer mehr zu einem Ganzen zusammensetzten, haben mir sehr gut gefallen.


Ich habe den Thriller an einem einzigen Tag gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Die Geschichte an sich war gut aufgebaut, die Spannung flachte durch ständig neue Informationen nie komplett ab, aber dennoch war das Ende für mich, zwar nicht komplett aber größtenteils, sehr vorhersehbar. Alles in allem aber eine kurzweilige Geschichte, die sich gut lesen lässt.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Durchweg spannend!

Kalte Stille
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Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, ...

Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn zu einem schrecklichen Geheimnis.

Jan ist ein tragischer, aber genau deswegen ein sehr interessanter Charakter. Ich habe seine Geschichte, die Einblicke in seine Psyche und seinen Alltag verschlungen.

Die verschiedenen Charaktere, Handlungsstränge und letztendlich ihre Zusammenführung haben mir unglaublich gut gefallen. In sich eine wirklich spannende und geschlossene Geschichte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ließ sich so flüssig lesen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durchlas.

Ein spannender Psychothriller, der mit wenig Blut, dafür mit umso mehr überraschenden Wendungen und Spannungsbögen auf einen lauert.
Nach "Phobia" mein zweites Buch von Wulf Dorn und definitiv nicht mein letztes!

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