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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2021

Gemischte Gefühle

The Story of a Love Song
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Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, da die Rezensionen der anderen LeserInnen recht unterschiedlich ausgefallen sind, und in solchen Fällen finde ich es immer sehr spannend, mir eine eigene Meinung ...

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, da die Rezensionen der anderen LeserInnen recht unterschiedlich ausgefallen sind, und in solchen Fällen finde ich es immer sehr spannend, mir eine eigene Meinung zu bilden.

"The story of a lovesong" aus der Feder des Autorinnenduos Penelope Ward und Vi Keeland ist ein eigenständiger, in sich abgeschlossener Roman. Luca ist eine erfolgreiche Roman-Autorin und nach einem Brand bei einem Konzert stark traumatisiert. Sie kämpft täglich mit der Aufarbeitung des Erlebten. Als plötzlich völlig unerwartet ein Brief von ihrem englischen Kindheits-Brieffreund Griffin ankommt, flammt die alte Freundschaft, Vertrautheit und Verliebtheit zwischen den beiden wieder auf. Diesmal treffen sich die zwei sogar persönlich - und Luca muss feststellen, dass ausgerechnet ihr Freund Griffin nun ein gefeierter Rockstar ist, der abends ganze Konzerthallen füllt. Doch wie lässt sich dieser Lebensstil mit ihrer Traumabewältigung vereinbaren? Ist die frisch erwachende Liebe schon im Voraus zum Scheitern verurteilt?

Luca hat mir als Protagonistin gut gefallen. Ich habe ihr ihr Trauma absolut abgekauft und sehr mit ihr mitgefühlt, fand aber auch ihre Schrullen sehr liebenswert. (Hortencia hat sich sofort einen Platz in meinem Herzen gesichert.)
Zu Griffin wiederum ist meine Meinung ein bisschen gespalten. Anfangs fand ich ihn nett und witzig - der Briefwechsel war sehr amüsant und ich fand die Chemie zwischen den beiden sehr greifbar. Irgendwann ist das Ganze allerdings gekippt und die Korrespondenz entwickelte sich zu einem oberflächlichen Gebaggere. Griffin schien nur noch an sexuellen Themen interessiert zu sein - dabei war der Sinn dieser Briefe doch eigentlich der Aufbau einer starken Verbindung durch den gnadenlos ehrlichen Austausch über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wirklich schade... Später hat mir Griffin dann wieder besser gefallen, aber ein richtiger Fan von ihm bin ich leider nicht mehr geworden.

Neben den Protagonisten gibt es noch einen Nebencharakter, der auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf, da ich ihn so zuckersüß und spleenig fand: Lucas Therapeut "Doc", der für sie eher zu einem väterlichen Freund geworden ist und sie in allen Lebenslagen bedingungslos unterstützt. Was hab ich über ihn geschmunzelt! Und mich für Luca gefreut, weil sie so einen tollen Freund an ihrer Seite hat.

Die Handlung fand ich von der ersten Seite an richtig interessant, weil es einfach mal etwas komplett anderes war. Ich bin im Großen und Ganzen auch sehr zufrieden mit der Entwicklung des Plots, habe hier allerdings dennoch Kritikpunkte: Zum einen die Entwicklung der Beziehung der beiden ab dem Zeitpunkt des persönlichen Kennenlernens. Das ging mir dann doch zu schnell - auch wenn die beiden sich ja tatsächlich schon ewig kannten. Innerhalb kürzester Zeit von Brieffreund zu toxischer Beziehung ist mir einfach ein bisschen zu viel des Guten.
Zum zweiten - und das liegt vielleicht an meinen Erwartungen an dieses Buch - : Dies hier ist KEINE Rockstar Romance! Griffin ist zwar ein Rockstar, aber man kriegt eigentlich nichts mit davon. Er hätte auch Schauspieler oder Model sein können - der Plot hätte sich dadurch fast nicht verändert.

Mein Fazit: Ich wollte mir eine eigene Meinung bilden - und muss nun feststellen, dass ich ziemlich hin und her gerissen bin und von der Bewertung her relativ in der Mitte stehe. Ich bin ein bisschen traurig darüber, dass eine Geschichte mit so viel Potenzial zwischendurch durch Oberflächlichkeit so ausgebremst wurde. Aus diesem Grund gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen - ich habe die Geschichte trotzdem super gerne gelesen, weil die Autorinnen einfach einen tollen, packenden Schreibstil haben.

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Veröffentlicht am 16.05.2021

Rockstar Romance in seiner schönsten Form

Midnightsong. Es begann in New York
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Nach diesem Buch weiß ich wieder, warum ich Rockstar Romance so liebe! "Midnightsong" von Nica Stevens ist ein wunderschöner, zarter Liebesroman mit einem zuckersüßen Protagonisten-Paar und einem fesselnden, ...

Nach diesem Buch weiß ich wieder, warum ich Rockstar Romance so liebe! "Midnightsong" von Nica Stevens ist ein wunderschöner, zarter Liebesroman mit einem zuckersüßen Protagonisten-Paar und einem fesselnden, teilweise auch überraschenden Plot.

Worum geht es? Ryle ist ein Rockstar - und somit eigentlich unerreichbar für Lynn, die gerade erst nach New York gezogen ist um hier ihr Glück zu finden. Doch Ryle ist von der ersten Begegnung an absolut hin und weg von Lynn und versucht mit allen Mitteln, ihr Herz zu erobern. Lynn jedoch ist sich der Unterschiede zwischen ihnen nur allzu bewusst - wird sie es schaffen, ihrem Herzen zu folgen und sich auf Ryle einzulassen?

Mit Lynn hat Nica Stevens eine sehr starke, selbstständige und liebenswerte Protagonistin erschaffen. Ich mochte ihre bodenständige, unaufgeregte Art sehr und habe sie sehr für ihr künstlerisches Talent bewundert.
Ryle hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Man spürt, dass ihn die Oberflächlichkeit im Musik Business stört, und wie sehr er sich von Lynns Bodenständigkeit angezogen fühlt. Ich fand es schön, wie er um Lynn kämpft und Kompromisse eingeht, um ein Kennenlernen und eine Beziehung möglich zu machen

Besonders gefallen hat mir der Roadtrip der beiden - der Abend auf dem Campingplatz war wie ein Traum. Außerdem fand ich es sehr erfrischend, wie sich die Geschichte am Ende entwickelt.
Auch das Setting hat mir gefallen - ich mag das ja, wenn man ein bisschen was vom Tourleben etc. mitkriegt.

Einziges Manko war für mich, dass die Protagonisten noch so jung waren. Wenn man allerdings berücksichtigt, für welche Zielgruppe das Buch geschrieben wurde, ist das total ok.

Mein Fazit: Ein superschöner Liebesroman, der zum Träumen anregt und Rockstar-Träume zum Leben erweckt. 4,5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.05.2021

Konnte mich leider nicht berühren.

Winston Brothers (Green Valley 5)
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Dieses Buch ist das zweite, das ich aus der Winston Brothers-Reihe von Penny Reid gelesen habe. Die Reihenfolge habe ich damit überhaupt nicht eingehalten (der Protagonist Roscoe ist der jüngste der Brüder), ...

Dieses Buch ist das zweite, das ich aus der Winston Brothers-Reihe von Penny Reid gelesen habe. Die Reihenfolge habe ich damit überhaupt nicht eingehalten (der Protagonist Roscoe ist der jüngste der Brüder), aber da es sich um einen in sich abgeschlossenen Roman handelt, hatte dies keinen Einfluss auf meine Bewertung.

Worum geht es? Kurz zusammengefasst begegnen sich Roscoe und seine beste Freundin aus Kindheitstagen, Simone Payton, nach einigen Jahren Funkstille wieder und beide müssen feststellen, dass die romantischen Gefühle, die damals gerade angefangen hatten zwischen ihnen zu sprießen, in der Zwischenzeit nicht abgekühlt sind. Was Roscoe nicht weiß: Simone ist inzwischen beim FBI und hat in ihrer alten Heimatstadt einen Auftrag zu erledigen...

Die Winston Brüder sind allesamt recht spezielle Charaktere. Roscoe ist da keine Ausnahme - er besitzt ein situationsbedingt fotografisches Gedächtnis und ist deshalb stets darum bemüht, nur bestimmte Erinnerungen zu sammeln, die dann in seinem Erlebnisspeicher landen. Als männlichen Protagonisten fand ich ihn zwar ganz nett, aber eben äußerst seltsam - so richtig konnte ich mich für ihn nicht erwärmen. Ich könnte ihn mir gut als Kumpel vorstellen, aber sexy war er ehrlich gesagt nicht.
Simone hatte in diesem Roman eine recht schwierige Rolle zu spielen, dadurch, dass sie ja quasi ein Doppelleben führte. Sie fand ich ab und an ein bisschen nervig, aber ansonsten recht taff.
Das Schöne an dieser Reihe ist der familiäre Zusammenhalt der Geschwister - man fühlt sich da direkt gut aufgehoben.

Der Plot hat mir gut gefallen, aber ich fand die Geschichte teilweise schlecht ausgearbeitet. Manche Themen wurden angeschnitten, aber nicht zu Ende gebracht, und es gab recht viele Längen, die die Entwicklung sehr verlangsamten. In den Schlüsselszenen wurde dafür an Worten gespart - das war nicht ausgewogen.
Schön fand ich, dass zum Beispiel auch das wichtige Thema Rassendiskriminierung einen Platz in diesem Buch fand - es war gut integriert und hatte einen angemessen Raum in der Handlung.

Mein Fazit: Wer auf etwas seltsame Männer steht, ist bei den Winston Brothers gut aufgehoben. Mir persönlich ist dieser Teil der Reihe zu lang geworden - die Hälfte des Buches hätte wahrscheinlich auch gereicht. So konnte mich der Roman leider nicht besonders berühren und ich war tatsächlich ganz froh, als ich am Ende angelangt war. Ich vergebe gut gemeinte 3 von 5 Sternen, bin aber noch nicht ganz sicher, ob ich mir die andere Teile der Reihe auch noch anschauen werde.

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Veröffentlicht am 08.05.2021

"No love without trust"

Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1 (Prickelnde New-Adult-Romance auf der glamourösen Golden Isles Academy. Für alle Fans von KISS ME ONCE.)
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„Trust my heart“ ist der erste Teil der Golden Campus-Trilogie von Lyla Payne. Mich hat sofort das wunderschöne Cover angesprochen, das einerseits mit dem weißen Hintergrund sehr schlicht, aber ...

„Trust my heart“ ist der erste Teil der Golden Campus-Trilogie von Lyla Payne. Mich hat sofort das wunderschöne Cover angesprochen, das einerseits mit dem weißen Hintergrund sehr schlicht, aber andererseits dennoch durch Glitzereffekte ein richtiger Eyecatcher ist.

Es geht in der Geschichte um die 17jährige May, die nach dem Tod ihrer Großmutter alleine in Golden Isles, einem Nobelwohnort in South Carolina, lebt. Auf der Golden Isles Academy hat sie kaum Freunde, doch als sie Felix James und seine Geschwister kennenlernt, hat sie plötzlich Zugang zu den höheren Kreisen der Insel. Und Felix weckt ganz neue Gefühle in ihr, die sie sich geschworen hatte, niemals zuzulassen…
May ist an sich ein sehr sympathisches, junges Mädchen, das früh lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen und für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Felix wiederum ist das genaue Gegenteil von ihr: aus wohlhabenden Verhältnissen und mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund geboren, lässt er keine Gelegenheit zu feiern aus. Das Einzige, was die beiden augenscheinlich gemeinsam haben, ist, dass sie aus problematischen familiären Verhältnissen kommen, wenn auch aus total unterschiedlichen Gründen.

Ich fand beide Protagonisten ganz nett, konnte aber zu keinem von beiden einen richtigen Draht aufbauen. Das kann auch daran liegen, dass der Roman eine recht kindliche Grundstimmung hatte, was wiederum nicht so ganz zur Handlung passte. Generell hatte ich mit diesem Buch ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem: Felixs Entwicklung weg von seinem „wilden Dasein“ ging mir einfach zu schnell und auch seine Freunde waren mir May gegenüber etwas zu aufgeschlossen. Es gab zwar Erwachsene in diesem Roman, aber sie waren für meine Begriffe in Anbetracht der Tatsachen zu passiv. Außerdem lernt May innerhalb eines Vormittags Skifahren – wer einmal auf Skiern gestanden hat, weiß, wie unrealistisch das ist…

Da es ja noch zwei weitere Teile dieser Reihe gibt, wurden auch einige Themen angeschnitten, die dann nicht zu Ende erzählt wurden. Einerseits verständlich, weil die Reihe ja eine runde Sache ergeben soll, andererseits konnte man so oft keine tieferen Gefühle für die Personen oder die Handlungen aufbauen. Gerade von Noah hätte ich zum Beispiel gerne mehr erfahren oder auch von Jo – aber damit hätte die Autorin sich den Stoff für Teil 2 verbaut.

Grundsätzlich fand ich den Roman auch recht vorhersehbar. Die meisten Twists waren quasi angekündigt und man wartete nur noch darauf. Eigentlich schade, da der Plot bestimmt auch genug Potenzial für Alternativen gehabt hätte.

Mein Fazit: Es war eine nette Geschichte für zwischendurch und ich kann mir durchaus vorstellen, der Reihe mit dem zweiten Teil noch eine Chance zu geben. Vom Hocker gerissen hat sie mich allerdings auch nicht – deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.05.2021

Leider nicht mein Geschmack

The Second Princess. Vulkanherz
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"The second princess - Vulkanherz" ist ein Fantasy-Jugendroman von Christina Hiermer. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und auch das samtig-schwarze Cover mit den silbernen Highlights fand ich ...

"The second princess - Vulkanherz" ist ein Fantasy-Jugendroman von Christina Hiermer. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und auch das samtig-schwarze Cover mit den silbernen Highlights fand ich klasse, doch leider konnte mich der Roman am Ende nicht überzeugen.

Die Handlung an sich hätte viel Potenzial gehabt und es gab durchaus auch gute Szenen in diesem Buch. Vor allem die Szenen im Dschungel haben mir gut gefallen, das war alles sehr mystisch und packend beschrieben. Dennoch musste ich leider feststellen, dass die Handlungen der Charaktere oft willkürlich und nicht nachvollziehbar waren, und auch die Logik ist das ein oder andere Mal auf der Strecke geblieben. Die Geschichte blieb an vielen Punkten nur an der Oberfläche - die Tiefe fehlte komplett.

Mein Hauptkritikpunkt sind die Protagonisten Saphina und Dante. Beide waren für mich komplett unsympathisch, Dante absolut undurchsichtig und voller Stimmungsschwankungen, Saphina ständig zickig und komplett unreif - es war phasenweise echt anstrengend, den beiden bei ihrem Abenteuer zu folgen. Möglicherweise findet die Zielgruppe des Romans - die Jugendlichen - eher einen Zugang zu diesen beiden - ich würde es mir wünschen.

Mein Fazit: Leider konnte das Buch überhaupt nicht halten, was der Klappentext versprochen hat. Ich kann deshalb nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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