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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2025

Gefühlvoller und gleichzeitig spannender Dilogie-Abschluss

Seaside Hideaway – Unseen
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Ich mag wie Leonie Lastella schreibt. Man fliegt geradezu durch die Seiten, die wiederum nur so sprühen vor Gefühl. An "Unseen" haben mir vor allem die interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere ...

Ich mag wie Leonie Lastella schreibt. Man fliegt geradezu durch die Seiten, die wiederum nur so sprühen vor Gefühl. An "Unseen" haben mir vor allem die interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere gefallen, angefangen bei Miller und seinem ständigen inneren Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit, über die überaus fleißige, lebensbejahende und dennoch tief verletzte Blake bis hin zu Hippie-Mama Rose und sogar dem gescheiterten Dad Hank.

Miller und Blake haben für mich eine richtig gute Beziehung, die beim Lesen Schmetterlinge fliegen hat lassen. Die beiden haben mir als Paar richtig gut gefallen.

Nach wie vor schwebt auch in Teil 2 über allem die latente, aber dennoch ständig präsente Gefahr vor der Rückkehr von Sam Vaughler. Die Stimmung, die Leonie Lastella durch all diese kleinen unscheinbaren Vorfälle erzeugt hat, war inmitten der heilen, blumenbesteckten Farmwelt düster und bedrückend - das war richtig gut geschrieben. Dennoch muss ich kritisieren, dass Sams Verhalten für mich überhaupt nicht schlüssig war. Er hat einfach zu viele gute Gelegenheiten verstreichen lassen und war gleichzeitig viel zu unvorsichtig, als dass ich sein Verhalten als nachvollziehbar empfinden hätte können.

Mein Fazit: Ein gelungener Abschluss der Seaside-Hideaway-Reihe mit ganz viel Gefühl und leichten Schwächen bei den Krimi-Elementen. Leonie Lastella ist und bleibt einfach eine meiner Lieblings-Autorinnen - lest unbedingt ihre Bücher! Für "Unseen" gibts 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.02.2025

Gelungener Abschluss mit deutlichen Mängeln im Fantasy-Bereich

Knights – Eine erbarmungslose Macht
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Wie auch schon bei den anderen beiden Bänden der Reihe, fand ich die Grundidee des Buchs super kreativ - die Artus-Sage als Kernstück gibt definitiv einiges her und sie wurde auch sinnvoll in eine Gegenwarts-Geschichte ...

Wie auch schon bei den anderen beiden Bänden der Reihe, fand ich die Grundidee des Buchs super kreativ - die Artus-Sage als Kernstück gibt definitiv einiges her und sie wurde auch sinnvoll in eine Gegenwarts-Geschichte mit eingebunden.

Diesmal kämpft Team Stanham gegen Morganas Kraft, die sich in Noel festgesetzt hat - und zu allem Übel wurde auch noch Lady Guinevere aus der Anderswelt befreit und plant nun ihren ganz persönlichen Rachefeldzug. Mit ihr und auch mit der Fee Nimue und der Insel Avalon gibt es zwei weitere Elemente aus der Artus-Sage, die gelungen in Charlottes Geschichte integriert wurden.

Die Charaktere sind für mich ein weiteres großes Plus der Roman-Reihe. Nicht nur Charlotte und Noel haben es mir angetan, sondern das komplette Team Stanham und die Divines verdienen großes Lob. Ich habe das Geplänkel innerhalb des Teams und die witzigen Dialoge sehr geliebt, aber auch in heiklen Szenen sehr mit den Knights mitgefiebert.

Wie auch schon in den ersten beiden Bänden war ich nicht ganz so angetan von den Fantasy-Elementen. Mir war vieles zu oberflächlich und nach anfänglichem Drama am Ende zu einfach. Manchmal hatte man sogar den Eindruck, dass Lena Kiefer selbst nicht mehr wusste, wie sie ein eine Situation auflösen sollte, da plötzlich die Szene zu Ende und das Problem auf magische Weise, aber ohne vernünftige Erklärung gelöst war. Auch hatte ich das Gefühl, dass es am Schluss noch lose Enden gab.

Mein Fazit: Für mich der schwächste Teil der Reihe, aber immer noch ein sehr unterhaltsames und fantasievolles Leseabenteuer. Ich hätte mir bei den Fantasy-Elementen mehr Detailverliebtheit gewünscht, war ansonsten aber recht zufrieden mit dem Abschluss der Reihe. 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.02.2025

Was wäre, wenn...

Undoubtable Love
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Mit „Undoubtable love“ hat Kylie Scott es mir leider nicht so leicht gemacht wie ich es von ihr gewohnt bin. Die Grundidee der Geschichte ist schnell erklärt: Stellt euch vor, zwei Menschen treffen sich ...

Mit „Undoubtable love“ hat Kylie Scott es mir leider nicht so leicht gemacht wie ich es von ihr gewohnt bin. Die Grundidee der Geschichte ist schnell erklärt: Stellt euch vor, zwei Menschen treffen sich – und man drückt ihnen ihre Scheidungsurkunde in die Hand, die auf einen Tag in 10 Jahren datiert ist: Was macht das mit den beiden? Werden sie es dennoch wagen eine Beziehung einzugehen, wenn sie sich attraktiv finden? Und wenn ja, wie gehen sie mit dem Wissen um, dass ihre Beziehung scheitern wird? Susie und Lars passiert genau das. Und – ohne zu viel verraten zu wollen – wir begleiten die beiden bei ihrem Kennenlernen, bei all ihren ersten Malen und bei der Entscheidung: Wollen wir das Risiko eingehen oder nicht?

Der Kern der Geschichte ist relativ vorhersehbar, die Rahmenhandlung dagegen recht innovativ und unterhaltsam. Die Charaktere fand ich ganz zauberhaft, angefangen bei den Protagonisten Susie (Miss Sunshine mit dem Herzen auf der Zunge) und Lars (Mr. Grumpy mit dem Herzen aus Gold) über die beste Freundin Cleo und seinen Bruder Tore bis hin zu Miss Lilliane. Selbstverständlich gibt es auch den typischen Antagonisten, der mich zwar szenenweise echt wütend gemacht, der aber gerechterweise am Ende auch sein Fett weggekriegt hat.

Schwierig wurde es für mich beim Schreibstil. Zum einen kamen ständig Wörter vor, die überhaupt nicht zu den Charakteren passten. Zum anderen war mir der Satzbau oft zu einfach und deskriptiv, es fehlte an Tiefe. Eventuell wäre das im englischen Original anders, wer weiß. Und: Es wurde alles zu Tode analysiert. Gedankengänge, die beim ersten Mal noch Sinn machen, sind beim achten Mal einfach nur noch langweilig.

Außerdem bin ich mir nicht sicher, was die Message des Romans angeht. Das Schicksal bestimmt unser Handeln? Kopf über Herz? Ich weiß nicht, das klingt alles nicht nach etwas, was ich unterschreiben würde…

Mein Fazit: Zwischen diesen wunderschön gestalteten Buchdeckeln verbirgt sich eine kreative Grundidee, die mit äußerst liebenswerten Charakteren und einer unterhaltsamen Rahmenhandlung umgesetzt wurde. Zum perfekten Leseerlebnis hätte mir eine besser herausgearbeitete Message sowie ein angenehmerer Schreibstil gefehlt Dennoch war es eine nette Unterhaltung für Zwischendrin, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.01.2025

Gelungene Fortsetzung mit schwachem Ende

KNIGHTS - Ein gnadenloses Schicksal
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Auch der zweite Teil der Buchreihe rund um Charlotte und die Knights Of the Round Table ist wieder mitreißend und unterhaltsam. Ihr Kampf gegen Morgana und die Darks führt sie diesmal auf der Suche nach ...

Auch der zweite Teil der Buchreihe rund um Charlotte und die Knights Of the Round Table ist wieder mitreißend und unterhaltsam. Ihr Kampf gegen Morgana und die Darks führt sie diesmal auf der Suche nach dem sagenumwobenen Heiligen Gral quer durch Europa. Eine Schnitzeljagd, die so manche Überraschung zu Tage gefördert und mir viel Spaß gemacht hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Charlotte und Noel entwickelt sich in Band 2 zu einem Liebesdreieck, da die Divines durch ihre Vision plötzlich auch Oscar ins Spiel bringen. Eigentlich bin ich kein Fan von Love Triangles und vor allem auch nicht von einem wechselnden Love Interest. In diesem Fall wurde das aber gut umgesetzt und Charlotte ist sich selbst und ihren Gefühlen treu geblieben.

Mein Kritikpunkt an der Geschichte ist vor allem das Ende. Bestimmte Rituale wurden als sehr groß und mächtig beschrieben - und am Ende verpuffte dann alles ganz unspektakulär in einer kleinen Kampfszene auf einem Boot. Das war mir zu viel Drama und Aufregung um nichts. Ich hätte mir mehr Feuerwerk und Spannung erwartet.

Interessant fand ich wiederum den Cliffhanger am Ende - wohin geht die Reise mit Noel wohl in Band 3? Ich bin sehr gespannt...

Mein Fazit: Gut zu lesen, mitreißend und humorvoll, wenn auch in manchen Passagen etwas schwermütig. Trotz des schwachen Endes gibts von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.01.2025

Fulminanter Reihenauftakt

Knights – Ein gefährliches Vermächtnis
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Die Legende von König Arthur und seinen Rittern der Tafelrunde ist ja an sich schon der Stoff aus dem die Träume sind. Wackere Ritter, liebliche Jungfern, packende Abenteuer und dunkle Magie machen den ...

Die Legende von König Arthur und seinen Rittern der Tafelrunde ist ja an sich schon der Stoff aus dem die Träume sind. Wackere Ritter, liebliche Jungfern, packende Abenteuer und dunkle Magie machen den Reiz der Geschichten rund um den Hof von Camelot aus. Lena Kiefer hat es bestens geschafft, die Legenden mitzunehmen ins Heute und sie zu einer modernen Romantic Fantasy-Story zu verweben, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Charlotte, die plötzlich aus ihrem Normalo-Leben an der Seite ihres Halbbruders Dex gerissen und mitten in den Krieg zwischen den Knights Of the Round Table und ihren Widersachern, den Darks, abtrünnigen Knights, geworfen wird. Doch Charlotte ist nicht nur aus Zufall von Interesse für KORT, denn auch sie hat eine Gnade, die sie von ihrem Vorfahren Merlin vererbt bekommen hat. Mutig und unerschrocken nimmt sie ihre neue Aufgabe an und verliebt sich dabei in den Lancelot-Erben Noel, an dessen Seite sie gegen die Darks und die böse Hexe Morgana kämpft. Doch ihre Liebe steht unter einem Fluch und so müssen die beiden und ihr Team schon bald eine schwere Entscheidung treffen...

Lena Kiefer hat eine Geschichte erschaffen, die packender kaum sein könnte. Dennoch macht das Buch auch Spaß zu lesen - vor allem die Dialoge innerhalb des Teams Stanham oder mit den Divines sind zum Niederknien komisch. Mein Lieblings-Nebencharakter ist ganz klar Zephania, ein riesiger Knuddelbär, der mir mit seinen flapsigen Sprüchen ein ums andere Mal ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Noel und Charlotte ging mir ganz schön schnell, wobei man sich das mit den ihnen verliehenen Gnaden gut erklären kann. Die beiden sind zusammen auf jeden Fall sehr süß und das Gefühl schwappt geradezu aus den Seiten in mein kleines Leserherz.

Mein Fazit: Ein fulminanter Reihen-Auftakt, der Lust auf mehr macht. Aufs Ende zu hätte ich mir etwas mehr Klarheit in den mythischen Themen gewünscht - es war manchmal etwas verworren und ich musste manche Passagen mehrmals lesen, um zu verstehen, was gerade passiert. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch geliebt und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung. 4 von 5 Sternen!