Profilbild von Steinbock29

Steinbock29

Lesejury Star
offline

Steinbock29 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steinbock29 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2026

Sommerliche Wohlfühllektüre mit kleinen Schwächen

Mein Herz will Meer
0

Schon der Titel und das wunderschöne Cover machen Lust auf Urlaub. Das Meer, ein Schaf mit Strohhut und der Strand versprühen jede Menge Sommer- und Urlaubsfeeling.

Die Geschichte liest sich leicht und ...

Schon der Titel und das wunderschöne Cover machen Lust auf Urlaub. Das Meer, ein Schaf mit Strohhut und der Strand versprühen jede Menge Sommer- und Urlaubsfeeling.

Die Geschichte liest sich leicht und angenehm und eignet sich hervorragend als entspannte Urlaubslektüre oder einfach für ein paar gemütliche Lesestunden zwischendurch. Sie stimmt wunderbar auf Sommer, Meer und eine kleine Auszeit ein.

Die Hauptprotagonistin Viola brennt für ihren Beruf als Chorsängerin an der Semperoper in Dresden und widmet sich mit voller Leidenschaft ihrer Karriere. Nach einem Seitensprung ihres Freundes verliert sie jedoch die Beherrschung und stiehlt und beschädigt aus Wut dessen Auto. Dank ihrer Mitbewohnerin Konni, einer Jurastudentin, kommt sie glimpflich davon und kann Sozialstunden in Sulzhagen leisten, wo ihre ehemalige Schulfreundin + beste Freundin Nicki und deren Mann lebt. Dort soll sie einen Chor aufbauen und trifft dabei auch auf den Bruder ihrer Freundin. Zwischen Viola und Frederik entwickeln sich nach und nach Gefühle.

An einigen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Ausarbeitung gewünscht. Manche Handlungsstränge enden für mein Empfinden zu abrupt. So konnte ich beispielsweise nicht ganz nachvollziehen, warum ihr Ex-Freund anschließend gar nicht mehr mit ihr sprach. Auch nachdem Frederik in Dresden auftaucht, bleibt für mich einiges offen. Ein Epilog, der die Geschichte vielleicht ein Jahr später noch einmal aufgreift, hätte mir gut gefallen.

Die romantische Entwicklung ging mir stellenweise etwas zu schnell. Nach nur sechs gemeinsamen Wochen bereits einen Heiratsantrag zu machen, fand ich trotz ihrer gemeinsamen Vergangenheit als Kinder doch recht gewagt. Manchmal fehlte mir zudem etwas Spannung. Auch Violas Umgang mit dem Chor wirkte auf mich stellenweise recht streng und befehlend – schließlich handelt es sich für die Chormitglieder um ein Hobby und nicht um eine professionelle Gesangsausbildung.

Fazit: Eine schöne, leichte Wohlfühlgeschichte für zwischendurch, die sich flüssig lesen lässt und echtes Urlaubsfeeling vermittelt. Die Handlung wirkt jedoch an einigen Stellen etwas holprig und hätte für meinen Geschmack mehr Tiefe und einen runderen Abschluss vertragen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2026

Leichte Wohlfühlgeschichte mit kleinen Schwächen

Fischbrötchen und Salzkaramell
0

Das war mein erstes Buch von Jane Hell und es hat  mir gut gefallen.

Das Cover gefällt mir. Es zeigt einen Strand, das Meer, einen gepackten Rucksack, etwas Salzkaramell und eine Flagge, die offensichtlich ...

Das war mein erstes Buch von Jane Hell und es hat  mir gut gefallen.

Das Cover gefällt mir. Es zeigt einen Strand, das Meer, einen gepackten Rucksack, etwas Salzkaramell und eine Flagge, die offensichtlich Eckernförde darstellen soll. Da das Stadtwappen darauf jedoch nicht zu erkennen ist, wirkt sie auf den ersten Blick eher wie die ukrainische Flagge – das hat mich zunächst etwas irritiert.

Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe „Fördeliebe“. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und lässt sich problemlos ohne Vorkenntnisse des ersten Teils lesen.

Die Hauptprotagonistin Katharina ist organisiert, perfektionistisch und lebt für ihren Job. Karriere steht für sie an erster Stelle. Dass ihr Körper irgendwann streikt, überrascht daher kaum: Nach einem Schwächeanfall wird sie von ihrem Arbeitgeber in einen Zwangsurlaub geschickt. Hinzu kommt der Frust darüber, dass ihr immer wieder eine Beförderung in Aussicht gestellt wird, sie Tag und Nacht arbeitet und dennoch nicht befördert wird. Ihr fehle Biss und die nötige Durchsetzungskraft.

Um den Urlaub sinnvoll zu nutzen, meldet sie sich für ein Survivaltraining an. Doch selbst dort kann sie die Arbeit nicht ganz loslassen – ständig wird sie kontaktiert und gebraucht. Ihr Trainer Hannes ist ihr komplettes Gegenteil: Er lebt im Hier und Jetzt, lässt sich nicht von Zahlen und Karriere bestimmen und genießt das Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich nach und nach eine schöne Liebesgeschichte. Besonders gefallen haben mir ihre Spitznamen füreinander: Er nennt sie „Workaholicwoman“, sie ihn „Freizeitjoker“. Das passt perfekt zu ihren unterschiedlichen Charakteren.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Atmosphäre und Ortsbeschreibungen von Eckernförde gewünscht. Die Handlung spielt zwar dort, doch der Ort bleibt für mich etwas blass. Der Ausflug nach Dänemark hingegen war so schön beschrieben, dass ich am liebsten sofort selbst dorthin reisen wollte.

An einigen Stellen wirkte die Handlung etwas sprunghaft. So ist beispielsweise noch von einem Protokoll die Rede, das Katharina dringend schreiben muss und plötzlich geht sie mit ihrer Freundin Miri joggen – was aus dem Protokoll geworden ist, bleibt offen. Solche kleinen Übergänge haben mich etwas gestört.

Außerdem bin ich ein großer Fan von Epilogen, die noch einmal einen Blick in die Zukunft werfen. So etwas hätte ich mir auch hier gewünscht. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell, zu knapp erzählt und ließ noch einige Fragen offen.

Die Themen Leichtigkeit, Aufopferung und Miteinander werden dagegen sehr schön aufgegriffen und vermittelt.

Fazit: Insgesamt ist Fischbrötchen und Salzkaramell eine unterhaltsame Wohlfühlgeschichte mit sympathischen Figuren und einer schönen Botschaft. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2026

Ein Wohlfühlroman mit Herz, Küstenflair und einem zauberhaften Dackel

Pfötchen, Strand und Liebesglück
0

Nachdem mir bereits "Pfotenglück und Sommerwellen" so gut gefallen hat, war die Rückkehr nach Lichterhaven für mich wie ein kleines Nachhausekommen. Petra Schier hat erneut eine warmherzige Geschichte ...

Nachdem mir bereits "Pfotenglück und Sommerwellen" so gut gefallen hat, war die Rückkehr nach Lichterhaven für mich wie ein kleines Nachhausekommen. Petra Schier hat erneut eine warmherzige Geschichte geschaffen, die mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat.

Besonders gefallen haben mir die sympathischen Hauptfiguren Chloe und Tristan. Ihre Annäherung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und wirkt dabei glaubwürdig und authentisch. Dazu kommt die liebevoll gezeichnete Dorfgemeinschaft, die Lichterhaven wieder zu einem echten Wohlfühlort macht.

Mein heimlicher Star war allerdings Dackel Cooper. Die kleinen kursiven Abschnitte aus seiner Sicht haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Mit seiner liebenswerten und manchmal auch etwas frechen Art trägt er nicht unerheblich dazu bei, dass sich Chloe und Tristan näherkommen.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die Mischung aus Romantik, Humor und emotionalen Momenten hat für mich perfekt gepasst. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und habe mich beim Lesen rundum wohlgefühlt.

Fazit: Ein gefühlvoller Liebesroman mit liebenswerten Figuren, einer traumhaften Küstenkulisse und einem vierbeinigen Helden, der mein Herz im Sturm erobert hat. Von mir gibt es verdiente 5 von 5 Sternen – und ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen in Lichterhaven.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2026

Nachdenkliche Kurzgeschichten, die im Kopf bleiben

Alles Liebe
0

Es war mein erstes Buch von Ronja von Rönne – und sicherlich nicht mein letztes. Schon das Cover hat mir gut gefallen: schlicht, aber dennoch auffällig und passend zum Inhalt. Das Pistaziengrün dominiert, ...

Es war mein erstes Buch von Ronja von Rönne – und sicherlich nicht mein letztes. Schon das Cover hat mir gut gefallen: schlicht, aber dennoch auffällig und passend zum Inhalt. Das Pistaziengrün dominiert, dazu ein Herz mit dem Titel, das von Bändern zusammengequetscht wird – ein Bild, das neugierig macht.
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Er ist locker, flüssig und angenehm zu lesen, gleichzeitig schafft er es, die Spannung aufrechtzuerhalten und immer wieder neugierig auf die nächste Geschichte zu machen.
Besonders fand ich die Erzählstruktur: Fünf verschiedene Kurzgeschichten aus der Perspektive von fünf unterschiedlichen Menschen, die jeweils ihre ganz eigene Leidensgeschichte erzählen. Die Geschichten haben mich oft berührt, manchmal erschreckt und insgesamt sehr nachdenklich zurückgelassen. Bei einigen Figuren habe ich mich sogar gefragt, ob sie sinnbildlich für Menschen in meinem eigenen Umfeld stehen. Vielleicht sollte man manchmal genauer hinschauen, wenn einem Parallelen auffallen.
Über manche Protagonisten war ich einfach nur erschrocken oder wütend, bei anderen überwog die Sorge. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie leicht Menschen sich in ihrem eigenen Netz aus Gedanken, Lügen und Geschichten verfangen können.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich: Manche Geschichten enden recht offen und lassen Fragen unbeantwortet. Die letzte Geschichte trägt zwar dazu bei, einige Unklarheiten aufzulösen, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Abschluss gewünscht.
Insgesamt ist Alles Liebe ein besonderes, nachdenkliches Buch, das noch eine Weile im Kopf bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2026

Schöne Lektüre für zwischendurch

(K)ein Date mit dir
0

Das Cover finde ich sehr gelungen. Mit seinen einzelnen Kacheln erinnert es ein wenig an ein Postkartenmotiv und ist farblich schön abgestimmt. Die Autorin Yvonne Struck kannte ich bisher noch nicht, daher ...

Das Cover finde ich sehr gelungen. Mit seinen einzelnen Kacheln erinnert es ein wenig an ein Postkartenmotiv und ist farblich schön abgestimmt. Die Autorin Yvonne Struck kannte ich bisher noch nicht, daher war dies mein erstes Buch von ihr. Der Titel hat bei mir zunächst andere Erwartungen geweckt. Der Klappentext macht aber schnell deutlich, worum es geht: Janne träumt von einer erfolgreichen Karriere in den sozialen Medien und beginnt dafür ein unbezahltes Praktikum bei „Nordstyle“. Dort entwickelt sie die Idee einer Dating-Show und wird schließlich selbst zur Kandidatin. Gemeinsam mit ihrer Freundin und Kollegin Nele setzt sie dabei auf Inszenierung und Klickzahlen. Parallel lernt man Ben kennen, Jannes neuen Nachbarn. Beide tragen Geheimnisse mit sich herum.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Kapitel abwechselnd aus Jannes und Bens Sicht erzählt werden. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Das Buch bietet seichte, unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Zwischendurch fehlte mir allerdings etwas Spannung und Pep, sodass sich einige Passagen etwas gezogen haben. Dafür überrascht die Geschichte später noch mit einer unerwarteten Wendung.
Thematisch geht es um Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit und die Manipulation durch soziale Medien. Schön fand ich auch die Botschaft, dass Menschen auf den zweiten Blick oft ganz anders sind, als sie zunächst wirken. Besonders positiv hervorheben möchte ich die Darstellung einer chronischen Erkrankung. Das Thema Diabetes wird sensibel eingebunden, ohne die betroffene Person darauf zu reduzieren, und schafft gleichzeitig Aufmerksamkeit für die Krankheit.
Das Ostsee-Setting hat mir ebenfalls gut gefallen und macht direkt Lust auf Urlaub. Am Ende fand ich es mutig, dass Janne auf ihr Bauchgefühl hört. Dennoch hätte ich mir noch einen kurzen Blick in die Zukunft gewünscht – etwa ein Kapitel nach dem Motto „ein Jahr später“. So bleiben für mich einige Fragen offen, beispielsweise wie es mit Nordstyle und Neles Plänen weitergeht.
Insgesamt eine schöne, leichte Geschichte mit sympathischen Figuren und wichtigen Themen, auch wenn mir stellenweise etwas mehr Spannung gewünscht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere