Sommerliche Wohlfühllektüre mit kleinen Schwächen
Mein Herz will Meer Schon der Titel und das wunderschöne Cover machen Lust auf Urlaub. Das Meer, ein Schaf mit Strohhut und der Strand versprühen jede Menge Sommer- und Urlaubsfeeling.
Die Geschichte liest sich leicht und ...
Schon der Titel und das wunderschöne Cover machen Lust auf Urlaub. Das Meer, ein Schaf mit Strohhut und der Strand versprühen jede Menge Sommer- und Urlaubsfeeling.
Die Geschichte liest sich leicht und angenehm und eignet sich hervorragend als entspannte Urlaubslektüre oder einfach für ein paar gemütliche Lesestunden zwischendurch. Sie stimmt wunderbar auf Sommer, Meer und eine kleine Auszeit ein.
Die Hauptprotagonistin Viola brennt für ihren Beruf als Chorsängerin an der Semperoper in Dresden und widmet sich mit voller Leidenschaft ihrer Karriere. Nach einem Seitensprung ihres Freundes verliert sie jedoch die Beherrschung und stiehlt und beschädigt aus Wut dessen Auto. Dank ihrer Mitbewohnerin Konni, einer Jurastudentin, kommt sie glimpflich davon und kann Sozialstunden in Sulzhagen leisten, wo ihre ehemalige Schulfreundin + beste Freundin Nicki und deren Mann lebt. Dort soll sie einen Chor aufbauen und trifft dabei auch auf den Bruder ihrer Freundin. Zwischen Viola und Frederik entwickeln sich nach und nach Gefühle.
An einigen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Ausarbeitung gewünscht. Manche Handlungsstränge enden für mein Empfinden zu abrupt. So konnte ich beispielsweise nicht ganz nachvollziehen, warum ihr Ex-Freund anschließend gar nicht mehr mit ihr sprach. Auch nachdem Frederik in Dresden auftaucht, bleibt für mich einiges offen. Ein Epilog, der die Geschichte vielleicht ein Jahr später noch einmal aufgreift, hätte mir gut gefallen.
Die romantische Entwicklung ging mir stellenweise etwas zu schnell. Nach nur sechs gemeinsamen Wochen bereits einen Heiratsantrag zu machen, fand ich trotz ihrer gemeinsamen Vergangenheit als Kinder doch recht gewagt. Manchmal fehlte mir zudem etwas Spannung. Auch Violas Umgang mit dem Chor wirkte auf mich stellenweise recht streng und befehlend – schließlich handelt es sich für die Chormitglieder um ein Hobby und nicht um eine professionelle Gesangsausbildung.
Fazit: Eine schöne, leichte Wohlfühlgeschichte für zwischendurch, die sich flüssig lesen lässt und echtes Urlaubsfeeling vermittelt. Die Handlung wirkt jedoch an einigen Stellen etwas holprig und hätte für meinen Geschmack mehr Tiefe und einen runderen Abschluss vertragen.