Skurril, verwirrend und letztlich enttäuschend
Nimms nicht persönlich„Nimms nicht persönlich“ ist ein ungewöhnliches Buch – schräg, nebulös und schwer einzuordnen. Der Einstieg wirkt rätselhaft, der Prolog steht lange Zeit ohne erkennbaren Zusammenhang zur eigentlichen ...
„Nimms nicht persönlich“ ist ein ungewöhnliches Buch – schräg, nebulös und schwer einzuordnen. Der Einstieg wirkt rätselhaft, der Prolog steht lange Zeit ohne erkennbaren Zusammenhang zur eigentlichen Handlung. Die Figuren bleiben blass und unnahbar, besonders Pascal mit seiner bizarren Vernehmung. Auch die Handlung nimmt nur langsam Fahrt auf und bleibt über weite Strecken vage oder unnötig abschweifend – etwa beim Ausflug nach Salzburg.
Im weiteren Verlauf wird die Geschichte zunehmend wirr und absurd, mit unsterblichen Figuren und surrealen Szenarien. Der Humor, der als „schwarz“ angekündigt wird, traf meinen Geschmack leider gar nicht. Vieles wirkte eher bemüht als pointiert, Meas Liebesprobleme und überzeichnete Dramen bremsten für mich den Lesefluss zusätzlich.
Erst gegen Ende fügen sich manche Elemente zusammen, was ich durchaus interessant fand – etwa die Verbindung zum Anfang. Trotzdem blieb der Gesamteindruck negativ. Einige Szenen empfand ich als unnötig brutal oder unangenehm, darunter sexuelle Übergriffe und Gewaltmomente, die mir das Leseerlebnis verdarben.
Die satirische Darstellung der Arbeitswelt hatte Potenzial, aber vieles blieb für mich zu unklar oder überzeichnet – der Pudel bleibt mir dabei besonders rätselhaft.
Insgesamt war es ein besonderes, aber für mich enttäuschendes Buch, das mich weder inhaltlich noch stilistisch überzeugen konnte.