Profilbild von Stephie2309

Stephie2309

Lesejury Star
offline

Stephie2309 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stephie2309 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2018

die perfekte Lektüre für alle Fans von paranormalen Liebesgeschichten

Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
0

Mit Obsidian – Schattendunkel hat Jennifer L. Armentrout einen überaus gelungenen Auftakt, der inhaltlich genauso zu überzeugen vermag wie optisch, zu einer Serie geschrieben, die man mit Sicherheit weiter ...

Mit Obsidian – Schattendunkel hat Jennifer L. Armentrout einen überaus gelungenen Auftakt, der inhaltlich genauso zu überzeugen vermag wie optisch, zu einer Serie geschrieben, die man mit Sicherheit weiter verfolgen wird. Sie erfindet das Rad zwar nicht neu, schafft es aber dennoch mühelos den Leser mit ihren liebenswerten Figuren und interessanten Ideen vollkommen in ihren Bann zu ziehen.
Katy ist schon von Beginn an eine unheimlich sympathische Protagonistin und das nicht nur, weil sie eine Buch-Bloggerin ist und man daher die Leidenschaft für Bücher mit ihr teilt. Sie strotzt vielleicht nicht vor Selbstbewusstsein und steht nicht gern im Mittelpunkt, doch sie lässt sich auch nicht einschüchtern und weiß sich zu behaupten. Sie ist weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen und lässt sich keineswegs alles bieten. Stattdessen setzt sich angemessen zur Wehr, wenn es erforderlich scheint, wofür man sie einfach lieben muss.
Ihre letzten Endes ziemlich gelassene Reaktion auf das Wissen um das wahre Wesen der Geschwister ist ebenfalls bewundernswert und im Ergebnis ist es ihr völlig egal, was sie sind. Dee ist und bleibt ihre beste Freundin, unabhängig davon, wo sie ursprünglich herkommt.

Daemon ist, keine Frage, ausgesprochen attraktiv, weswegen sich selbst Katy rein körperlich durchaus zu ihm hingezogen fühlt. Das lässt sie sein Verhalten jedoch nicht einfach vergessen, sodass sie ihm trotzdem die Stirn bietet und sich nicht von seinem Aussehen blenden lässt, denn für Katy zählen nicht nur die Optik, sondern ebenso der Charakter sowie das Benehmen. Das führt regelmäßig zu einem amüsanten Schlagabtausch zwischen den Beiden, der einen jedes Mal aufs Neue zum Schmunzeln bringt. Schon allein dafür lohnt es sich das Buch zu lesen.

Anfangs verhält sich Daemon wirklich oft wie ein totaler Arsch, der manchmal allerdings verwirrend nette Momente hat, wodurch man ihn nur schwer durchschauen kann. Mit der Zeit lernt man ihn aber etwas besser kennen und wenn man erst einmal weiß, was seine Motive dafür sind, kann man allmählich nachvollziehen, warum er sich Katy gegenüber so benimmt. Dee ist die wichtigste Person in seinem Leben und er würde absolut alles tun um sie zu beschützen, was man ihm nicht verübeln kann. Nachdem er eine andere geliebte Person bereits wegen eines Menschen verloren hat, will er also unbedingt verhindern, dass das ein weiteres Mal geschieht.

Doch im Endeffekt ist das alles nur eine äußerst raue Schale, unter der er seinen weichen Kern zu verbergen versucht. In Wirklichkeit hasst er Katy gar nicht und irgendwann kann sogar er nicht mehr verbergen, dass er Gefühle für sie hat, auch wenn er sich noch so sehr dagegen sträubt. Es dauert dementsprechend aber ausgesprochen lange bis sich aus den andauernden Auseinandersetzungen sowie der fühlbaren Spannung zwischen ihnen die erhoffte Liebesgeschichte entwickelt, was interessant zu beobachten war. Dadurch ist in dieser Hinsicht zudem noch viel Potenzial für die Fortsetzungen vorhanden und man freut sich schon darauf zu erfahren, wie es mit ihrer Beziehung weiter geht.

Von den Nebencharakteren ist die quirlige Dee mit Abstand die liebenswürdigste. Sie strahlt eine enorme Lebensfreude aus, ist lebendig, aufgeschlossen und im Grunde kann man gar nicht anders als sie umgehend zu mögen. Sie schließt Katy sofort ins Herz und will selbst gegen den Willen ihres Bruders mit ihr befreundet sein, weshalb sie inständig hofft, dass Daemon sie nicht wieder vergrault. Bei Katy ist sie da ja zum Glück an der richtigen Adresse, denn dieser ist es ebenfalls vollkommen egal, was Daemon von dieser Freundschaft hält und lässt sich von ihm weder entmutigen noch herum kommandieren.

Spannung wird von Jennifer L. Armentrout nach und nach aufgebaut und dann kontinuierlich gesteigert. Erst durch die Enthüllung dessen, was Daemon und Dee wirklich sind, nachdem Katy immer mehr mysteriöse Absonderlichkeiten auffallen und ihren Verdacht, dass sie nicht ganz menschlich sind, zunehmend bestätigen. Danach durch den anschwellenden Kampf zwischen den Lux und den Arum – zwischen Licht und Schatten.

Die Lux sind als Wesen insgesamt sehr faszinierend, insbesondere wegen ihrer zahlreichen, beeindruckenden Fähigkeiten, und stellen eine willkommene Abwechslung dar. Aliens sind bisher relativ unverbraucht und tauchen noch nicht annähernd so oft in solchen Büchern auf wie beispielsweise Vampire. Darüber hinaus sind sie nicht nur außergewöhnlicher, sondern zudem wesentlich realistischer als Werwölfe, Dämonen und andere Kreaturen. Schließlich ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass es im unendlichen Universum neben den Menschen noch andere intelligente Lebensformen gibt, auch wenn diese in der Realität womöglich nicht so ansehnlich wie Daemon sein werden.
Allzu viel weiß man über die Lux und die Arum selbst am Ende allerdings nicht und es bleiben viele Fragen offen, sodass es in den Folgebänden sicher noch einiges zu entdecken gibt und man darin hoffentlich mehr über sie erfährt, vor allem über ihre Geschichte, die bisher nicht besonders stark beleuchtet wurde. Die anderen Lux, wie z.B. die zickige Ash, hat man ebenfalls erst einmal nur sehr oberflächlich kennen gelernt, was sich dann möglicherweise in der Fortsetzung ändert.

Das Ende ist schließlich noch einmal besonders reich an Action und mündet in einen spannenden Showdown, der etliche neue Fragen aufwirft, deren Antworten man so schnell wie möglich erhalten möchte. Die allerletzte Szene ist mindestens ebenso vielversprechend, kommt aber zum Glück ohne Cliffhanger aus. Die Fortsetzung kann trotzdem gar nicht früh genug erscheinen und man freut sich schon jetzt unbändig auf das Wiedersehen mit Daemon und Katy.


FAZIT

Obsidian – Schattendunkel ist eine perfekte Lektüre für alle Fans von paranormalen Liebesgeschichten! Sympathische Figuren, interessante Wesen, viel Spannung und dazu ein wenig Romantik machen dieses Buch zu einem von Anfang bis Ende fesselnden Auftakt, dessen Fortsetzung man gar nicht mehr erwarten kann.

Veröffentlicht am 25.01.2018

ein ganz guter Erotikroman für Zwischendurch, der zwar keine besonders spannende oder tiefgründe Handlung, dafür aber viele interessante Figuren zu bieten hat

Crossfire. Versuchung
0

Crossfire – Versuchung ist im Vergleich zu anderen Bücher des Genres ein ganz guter Erotikroman, der natürlich nicht besonders tiefgründig, dafür jedoch recht unterhaltsam ist und sich daher ziemlich schnell ...

Crossfire – Versuchung ist im Vergleich zu anderen Bücher des Genres ein ganz guter Erotikroman, der natürlich nicht besonders tiefgründig, dafür jedoch recht unterhaltsam ist und sich daher ziemlich schnell lesen lässt.
Positiv hervorzuheben sind vor allem die Charaktere, einschließlich der Protagonisten Eva und Gideon, die zwar nicht vollkommen ohne Klischees auskommen, aber trotzdem sehr sympathisch sind und ihre individuellen Eigenheiten besitzen.

Eva Tramell mag in ihrem bisherigen Leben noch nicht allzu viel ausprobiert haben, ist in sexueller Hinsicht allerdings auch nicht total unerfahren und weiß durchaus, wie sie ihre Reize einzusetzen hat oder wie sie einen Mann verführen kann. Sie weiß außerdem, wie sie von einem Mann behandelt werden will und scheut sich nicht davor das einzufordern. Sex ohne eine feste Beziehung ist für sie in Ordnung, dennoch möchte sie von dem Mann respektiert und nicht nur als Objekt betrachtet werden, was sie auch erfrischend offen zum Ausdruck bringen kann.
Obwohl sie in den meisten Situationen sehr fröhlich und selbstbewusst erscheint, hat Eva auf Grund eines sehr dunklen Kapitels in ihrer Vergangenheit mit vielen Problemen zu kämpfen, die ihr das Leben nicht immer leicht machen. Das Erlebte wird sie vermutlich für immer begleiten, doch sie ist stark, hat sich Hilfe geholt und so gelernt damit umzugehen, weil sie zumindest über ihre Zukunft selbst entscheiden will. Aus diesem Grund ist sie auch fest entschlossen sich wenigstens selbst hochzuarbeiten anstatt sich die Beziehungen ihres wohlhabenden Stiefvaters zu Nutze zu machen, wenn er unter anderem schon für ihre Wohnung aufkommt.

Gideon Cross hat Ähnliches durchlitten, ist aber völlig anders damit umgegangen und hat eher versucht seine Vergangenheit zu verdrängen als sie zu verarbeiten. Es fällt ihm sehr schwer sich zu öffnen oder anderen anzuvertrauen, weshalb er sich häufig eher verschließt und kaum zu durchschauen ist.
Sex und Gefühle hat er bisher strikt voneinander getrennt. Deshalb gibt es in seinem Leben Frauen, mit denen er ausschließlich rein platonisch ausgeht und solche, mit denen er intim wurde ohne sie näher kennen zu lernen. Eva ist offenbar die erste Frau, die sich nicht darauf eingelassen hat und mehr erwartet, wodurch sie ihn gezwungen hat sein Verhalten zu überdenken und andere Maßnahmen zu ergreifen, denn aufgeben kam für einen Gideon Cross selbstverständlich nicht in Frage.
Sein Bedürfnis nach Kontrolle führt dazu, dass er seine Partnerin beim Sex dominieren will. Er hat jedoch kein Interesse daran sie zu demütigen oder ihr gar körperliche Schmerzen zuzufügen.

Eigentlich sind Gideon und Eva ein tolles Paar und vervollständigen einander. Dass beide eine schwierige Vorgeschichte haben, macht ihre Beziehung allerdings ziemlich kompliziert. Er schafft es immer wieder Eva vor den Kopf zu stoßen und sie tendiert dazu einfach davon zu laufen, wenn es schwierig wird. Doch sie beschließen sich gemeinsam ihren Problemen zu stellen. Im Gegensatz zu Eva bleibt Gideon lange Zeit sehr verschlossen, aber man merkt, dass er für sie wirklich versucht an sich zu arbeiten und das ändern will.
Zwischen ihnen kommt es oft zu Missverständnissen und heftigen Streitereien. Eva lässt sich nämlich nicht alles von Gideon gefallen und geigt ihm durchaus auch mal ordentlich die Meinung. Meistens versöhnen sie sich recht schnell wieder, doch viel zu oft hat man leider das Gefühl, dass es bei ihnen immer heißt alles oder nichts und bei jedem Problem gleich die gesamte Beziehung auf dem Spiel steht, obwohl sich keiner von ihnen tatsächlich vom anderen trennen will.

Da die Handlung sich hauptsächlich auf die Ereignisse innerhalb der Beziehung der Beiden beschränkt, ist das Buch nicht unbedingt spannend und wird allein von den Charakteren getragen. Eva und Gideon sind allerdings nicht die einzigen nennenswerten Figuren in Crossfire – Versuchung, sodass diese Aufgabe nicht ihnen allein zukommt. Es gibt noch einige andere interessante sowie einzigartige Nebenfiguren und Sylvia Day ist es gelungen fast jedem von ihnen ebenfalls Leben einzuhauchen. Lediglich Gideons Verwandte und die Dynamik innerhalb seiner Familie bleiben noch sehr mysteriös, wecken aber die Neugier des Lesers.

Evas Mutter ist geradezu krankhaft um ihre Tochter besorgt. Sie kann das Vergangene einfach nicht hinter sich lassen kann und wird von ihrem reichen Ehemann noch darin unterstützt, denn dieser kann seiner Frau einfach nichts abschlagen.
Zu ihrem leiblichen Vater, der jedoch nichts über das dunkle Kapitel weiß, hat Eva hingegen ein sehr gutes Verhältnis, weshalb sie ihn durch ihren Umzug sehr vermisst.
Evas bester Freund und Mitbewohner Cary, den Eva vor Jahren bei der gemeinsamen Therapie kennen lernte, ist einem auf Anhieb sympathisch, schon allein weil er sich so rührend um Eva kümmert und immer für sie da ist. Unglücklicherweise steht er sich oft selbst im Weg und sabotiert seine eigenen Beziehungen bevor es zu ernst wird, wodurch er andere mitunter sehr verletzt.
Evas Chef und dessen Freund sind ebenfalls sehr liebenswert und neben dem bisexuellen Cary ein gutes Beispiel dafür, wie selbstverständlich Sylvia Day mit den verschiedenen sexuellen Orientierungen umgeht, indem man zwar durch verschiedene Begebenheiten davon erfährt, dem Thema ansonsten aber keine große Beachtung beigemessen wird.

Weniger schön und sehr gewöhnungsbedürftig ist hingegen der Schreibstil der Autorin. Die Sprache ist oftmals ziemlich vulgär – nicht nur in den Sexszenen – und bestimmte Wörter werden ständig wiederholt. Viele Dialoge wirken in der konkreten Situation einfach vollkommen unpassend und unrealistisch, so führen Eva und Gideon zum Beispiel ein ganzes Gespräch während er sie das erste Mal zum Orgasmus bringt.
Sylvia Day nennt die Dinge beim Wort, was an sich nicht verkehrt ist, doch auf ein paar bestimmte Beschreibungen hätte sie lieber verzichten sollen, da diese nicht mehr anregend, sondern schlicht Ekel erregend sind.

Das Ende des Romans kommt zudem ziemlich abrupt, im Grunde hört das Buch einfach mittendrin auf. Etliche Fragen, auf die man noch eine Antwort erhalten will, bleiben somit unbeantwortet. Die Fortsetzung wird man daher insbesondere in der Hoffnung lesen mehr über Gideon und seine Familie zu erfahren.


FAZIT

Crossfire – Versuchung ist ein ganz guter Erotikroman für Zwischendurch, der zwar keine besonders spannende oder tiefgründe Handlung, dafür aber viele interessante Figuren zu bieten hat, die man gerne näher kennen lernt.

Veröffentlicht am 25.01.2018

nach diesem zweiten Band kann man das Finale kaum noch erwarten

Soul Beach (Band 2) – Schwarzer Sand
0

Soul Beach – Schwarzer Sand ist eine von Anfang bis Ende durchgängig spannende Fortsetzung, die mühelos mit ihrem Vorgänger mithalten kann und auf ein packendes Finale zusteuert, das man nach dem Ende ...

Soul Beach – Schwarzer Sand ist eine von Anfang bis Ende durchgängig spannende Fortsetzung, die mühelos mit ihrem Vorgänger mithalten kann und auf ein packendes Finale zusteuert, das man nach dem Ende des Buches auch ganz ohne Cliffhanger freudig herbei sehnt. Der gekonnte Genre-Mix von Kate Harrison weiß erneut zu überzeugen und zieht den Leser unter anderem mit Hilfe der kurzen Kapitel sofort wieder in seinen Bann.
Die fesselnde Jagd nach Meggies Mörder geht weiter und die Autorin schockiert den Leser gleich zu Beginn damit, dass Alice‘ Schwester nicht dessen einziges Opfer bleibt. Im Gegensatz zur Polizei weiß man als Leser nicht zuletzt wegen der ab und an auftauchenden kurzen Abschnitte aus der Perspektive des Mörders, der Alice offenbar ziemlich gut kennt und eindeutig psychische Probleme hat, was ihn umso gefährlicher macht, dass der wahre Täter noch auf freiem Fuß ist und weiterhin sein Unwesen treibt. Zusammen mit Alice stellt man eine Liste auf und im Verlauf der Handlung lässt sich der Kreis der Verdächtigen immer weiter eingrenzen, bis am Ende eigentlich nur noch zwei Personen übrig bleiben, von denen eine aber viel zu offensichtlich erscheint, während es einem bei der anderen das Herz brechen würde, weil man die Figur sehr mag.

Als Leser bekommt man regelrecht Gänsehaut, wenn Alice spürt, dass sie gerade vom Mörder beobachtet wird. Man weiß selbst am Ende noch nicht, wer das ist, was es schwer macht irgendjemandem zu vertrauen, weil alle bisherigen Vermutungen leider nur Spekulationen bleiben und eine Bestätigung oder das Gegenteil wird man wohl schließlich erst im dritten Band finden. Natürlich könnte der Täter eine noch völlig unbekannte Person sein, das nähme dem Ganzen jedoch den Reiz und würde sämtliche Mutmaßungen sinnlos machen. Außerdem muss es aus verschiedenen Gründen jemand sein, der Alice nahe steht.
Eine überaus gelungene und ausgesprochen überraschende Wendung wäre es allerdings, wenn der Mörder am Ende jemand ist, der weder von Alice noch vom Leser verdächtigt wurde, wofür eigentlich höchstens Cara in Frage käme und die hat insbesondere für den ersten Mord kein Motiv. Oder doch?

Daneben steht ebenso der mysteriöse Soul Beach im Mittelpunkt, an dem sich so einiges verändert hat seit Alice Triti beim Verlassen des Strandes geholfen hat und nicht mehr so vorhersehbar ist wie zuvor. Am Strand steht Alice nun permanent unter Beobachtung, vor allem nach dem ein weiteres Mädchen verschwindet, obwohl Alice mit der Aufklärung ihres Todes überhaupt nichts zu tun hatte. Viele andere Gäste wollen den Strand genauso verzweifelt verlassen wie Triti, auch wenn niemand weiß, was danach kommt, und Alice ist ihre einzige Chance das zu erreichen, weshalb sie anfangen sie in Briefen um ihre Hilfe zu bitten. Damit ist Alice jedoch überfordert, denn sie ist letztlich nur eine einfache Schülerin mit begrenzten Mitteln und weiß schon gar nicht, wie sie entscheiden soll, wer ihre Hilfe am meisten verdient oder wem sie zuerst helfen soll.

Ihre Schwester hat für sie oberste Priorität, aber als sie die Chance bekommt nach Barcelona zu fliegen, bietet sie Javier an ihm zu helfen, sofern ihr das möglich ist, falls er den Strand verlassen möchte. Im Gegensatz zu vielen anderen Gästen am Strand kennt Javier die Umstände seines Todes, einschließlich des Verantwortlichen, allerdings sehr genau, sodass Alice‘ Aufgabe damit er Frieden findet statt einer Aufklärung vielmehr darin besteht herauszufinden, wie es den geliebten Menschen geht, die er zurücklassen musste, was alles andere als leicht ist.

Ihre Entschlossenheit sowie ihre Hilfsbereitschaft machen Alice nach wie vor zu einer sehr sympathischen Heldin, um deren Leben man ständig bangt, weil ihre Suche nach der Wahrheit sie ins Visier des Mörders rücken lässt. Man kann sehr gut nachvollziehen, dass sie hin und her gerissen ist zwischen der Realität und dem Soul Beach oder sich manchmal fragt, ob sie sich das alles nur einbildet, weil sie den Verlust ihrer Schwester sonst nicht verkraften kann.
Sie würde ihre Schwester nie vergessen oder im Stich lassen, doch das echte Leben funkt ihr immer öfter dazwischen, weshalb sie den Strand zwischenzeitlich nur noch selten aufsuchen kann. Erst dadurch fällt ihr auf, dass sie ihre lebenden Freunde wie Cara sowie die Schule lange Zeit sträflich vernachlässigt hat und sich insbesondere für ihre Eltern mehr Mühe geben muss wieder halbwegs zur Normalität zurückzukehren, immerhin war der Verlust einer Tochter schon schwer genug für sie.

Da sie inzwischen wesentlich weniger Zeit am Soul Beach verbringt als früher, macht sich Danny wiederum langsam Sorgen um seine Beziehung zu Alice, auch wenn er durchaus Verständnis dafür hat, dass ihre Realität wichtiger ist als ihr toter Freund. Dass er sie kaum noch sieht, liegt aber nicht daran, dass ihre Gefühle für ihn abgenommen hätten, denn sie will definitiv mit ihm zusammen sein, solange das möglich ist. Obwohl man eigentlich ganz genau weiß, dass ihre Beziehung niemals ein gutes Ende nehmen kann, weil Danny nun einmal leider bereits tot ist und Alice hoffentlich nicht von einer Besucherin zum Gast wird, wünscht man sich dennoch das unmögliche Happy End für die beiden.
Insgesamt spielt sich ihre zarte Liebesgeschichte allerdings eher im Hintergrund ab. Es wird zwar nicht gänzlich auf ein wenig Romantik verzichtet, Kate Harrison geht jedoch so sparsam damit um, dass sich die Geschichte trotzdem noch bestens für diejenigen eignet, die gut komplett darauf verzichten könnten.

Ihre Gefühle für Danny sowie ihre Schwester, mit der sie nur am Strand wieder zusammen sein kann, nachdem sie sie bereits endgültig verloren glaubte, stellen Alice darüber hinaus vor einen Gewissenskonflikt: Soll sie Meggies Mord wirklich aufklären, wenn das bedeutet, dass sie sowohl Meggie als auch Danny dann wahrscheinlich für immer verliert?


FAZIT

Wie gut, dass man dieses Mal kein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten muss, sondern sie schon im Herbst in den Händen halten kann. Nach diesem zweiten Band kann man das Finale nämlich kaum noch erwarten, da man endlich wissen will, wer Meggie tatsächlich auf dem Gewissen hat und ob die schlimmsten Befürchtungen wahr werden oder man stattdessen noch einmal vollkommen überrascht wird!

Veröffentlicht am 25.01.2018

Beautiful Wedding ist keine schlechte Novelle, man sollte jedoch lieber nicht zu viel erwarten.

Beautiful Wedding
0

Nachdem man sowohl in Beautiful Disaster als auch in Walking Disaster nur erfahren hat, dass Abby und Travis in Las Vegas geheiratet haben, Jamie McGuire ihre Leser jedoch aus keiner Perspektive direkt ...

Nachdem man sowohl in Beautiful Disaster als auch in Walking Disaster nur erfahren hat, dass Abby und Travis in Las Vegas geheiratet haben, Jamie McGuire ihre Leser jedoch aus keiner Perspektive direkt daran teilhaben ließ, kann man in Beautiful Wedding nun endlich hautnah erleben, wie die Trauung der Beiden genau ausgesehen hat. Die offenen Fragen in Bezug auf die Hochzeit werden somit alle beantwortet, unglücklicherweise fehlt es der Geschichte die meiste Zeit über aber an dem Gefühl, das Beautiful Disaster so fesselnd und einzigartig gemacht hat.
Dass Abby Travis aufrichtig liebt steht außer Frage, trotzdem lässt es die Heirat in einem völlig neuen, unschönen Licht erscheinen, dass Abby zunächst einen anderen Grund dafür hat jetzt schon diesen Schritt zu wagen als nur ihre Gefühle für ihn. An manchen Stellen erweckt sie den Eindruck Travis ausschließlich ein Alibi verschaffen und die Hochzeit selbst nicht wirklich zu wollen, was sich sogar negativ auf die guten Erinnerungen an den ersten Band der Dilogie auswirkt, denn es ruiniert einfach die gesamte Stimmung, auch wenn sie so handelt um ihn zu schützen. Dass sie es letztlich dann doch aus Liebe tut, ist leider nur ein geringer Trost.

Zudem ist Abbys Plan ziemlich unlogisch und wäre in der Realität niemals von Erfolg gekrönt. Wenn Polizei oder Staatsanwaltschaft wegen des Brandes ernsthaft gegen Travis ermittelten, würden sie sein Alibi ja wohl gründlich überprüfen und sich nicht nur auf die einfache Aussage eines Angehörigen verlassen. Dabei würden sie sofort feststellen, wann die Beiden tatsächlich nach Las Vegas geflogen sind, die Tickets gebucht haben, etc. und ob sie dementsprechend am Unglücksort hätten anwesend sein können oder nicht.

Darüber hinaus scheint Beautiful Wedding entweder nicht von Anfang an geplant gewesen zu sein oder die Autorin hat es nicht gut genug auf die Bücher der Reihe abgestimmt, denn während Abby und Travis in der eigentlich Dilogie erst am nächsten Tag gegen Mittag nach Las Vegas aufbrechen, fliegen sie in der Novelle schon mitten in der Nacht um Travis zu einem Alibi zu verhelfen.

Positiv zu erwähnen ist hingegen, dass die Geschehnisse in der Novelle dieses Mal gleich abwechselnd sowohl aus der Perspektive von Abby als auch aus der von Travis geschildert werden, sodass man einen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Hauptfiguren erhält. Man merkt dadurch nicht nur wie sehr sie sich lieben, sondern auch wie gut sie einander inzwischen kennen, da ihnen mittlerweile selbst Kleinigkeiten im Verhalten des anderen auffallen. Travis gelingt es schließlich sogar Abbys perfektes Pokerface zu durchschauen, was außer ihm wohl niemand schaffen würde.

Besonders schön ist außerdem der Brief von Travis‘ Mutter an seine zukünftige Frau, den er Abby vor der Zeremonie übergibt und der nicht nur sie zu Tränen rührt. Am besten ist Jamie McGuire allerdings wieder der Epilog gelungen, der von Abbys und Travis‘ erstem Hochzeitstag handelt, an dem sie für ihre Familie und Freunde, insbesondere America, ihr Eheversprechen erneuern. So kommt es zumindest zu einem kurzen Wiedersehen mit America, Shepley, Travis‘ Brüdern und anderen lieb gewonnenen Nebenfiguren, von denen man gern noch etwas mehr gelesen hätte.


FAZIT

Beautiful Wedding ist keine schlechte Novelle, man sollte jedoch lieber nicht zu viel erwarten. Es ist zwar schön auf diese Weise noch einmal zu Abby und Travis zurückzukehren, Emotionen kommen dabei aber leider erst zum Schluss wirklich auf.
Mit Beautiful Disaster kann die Geschichte jedenfalls nicht mithalten und ist daher nur denjenigen zu empfehlen, die unbedingt wissen wollen wie die Trauung von Abby und Travis im Detail ausgesehen hat.

Veröffentlicht am 25.01.2018

eine vollkommene Fortsetzung der außergewöhnlichen und einzigartigen Beziehung von Will und Layken

Weil ich Will liebe
0

Weil ich Will liebe ist eine grandiose Fortsetzung, die auf jedem Fall mit ihrem fantastischen Vorgänger mithalten kann und mindestens genauso zu begeistern vermag. Sie ist unglaublich romantisch, oftmals ...

Weil ich Will liebe ist eine grandiose Fortsetzung, die auf jedem Fall mit ihrem fantastischen Vorgänger mithalten kann und mindestens genauso zu begeistern vermag. Sie ist unglaublich romantisch, oftmals humorvoll, rührt aber auch zu Tränen, was mitunter der erneut enthaltenen vielseitigen Slam-Poetry zu verdanken ist.
Mit diesem zweiten Teil hat Colleen Hoover eine Liebesgeschichte geschrieben, die zur Abwechslung einmal nicht davon handelt, wie zwei Menschen sich ineinander verlieben, sondern etwa ein Jahr nach diesem Punkt anknüpft und zeigt, wie schwierig es sein kann eine Beziehung zu erhalten. Es ist harte Arbeit, doch wenn man sich wirklich liebt, lohnt es sich ohne jeden Zweifel immer wieder um den anderen zu kämpfen.

Da die Geschichte dieses Mal aus Wills Perspektive geschildert wird, erhält man nun einen umfassenden Einblick in seine Gedanken und Gefühle. Dadurch erfährt man zum Beispiel, dass Will damals genauso darunter gelitten nicht mit ihr zusammen sein zu können wie Layken. Man spürt beinahe auf jeder Seite, wie sehr er sie liebt und wie viel ihm Kel mittlerweile bedeutet. Sofern das überhaupt möglich ist, schließt man Will als Leser jetzt sogar noch mehr ins Herz als ohnehin schon. Man liebt ihn vor allem wegen der Dinge, die er an Lake so liebt, denn er findet nicht etwa ihr Aussehen oder ähnliches besonders anziehend, sondern die Eigenheiten, die sie so einzigartig machen. Er würde Lake nie bedrängen und hält sich aus Respekt selbst nach deren Tod an das Versprechen, das er ihrer Mutter gab, egal wie schwer es den Beiden fallen mag. Dass auch er manchmal Fehler begeht, macht ihn daher kein bisschen weniger sympathisch, es ist schlicht menschlich.

Layken ist nach wie vor ziemlich temperamentvoll und extrem stur, das macht sie eben aus. Sie lässt sich von niemandem etwas bieten, was ihr nicht gefällt, kann auf der anderen Seite aber sehr warmherzig und liebevoll sein. Wenn ihm etwas wichtig ist, kann Will sich ebenfalls schnell aufregen. Äußerlich bleibt er jedoch meistens ruhiger und stellt somit einen guten Gegenpol zu Lake dar. Sie ergänzen sich gegenseitig und verstehen einander besser als jeder andere, da sie in der gleichen Situation sind. Jeder von ihnen muss erst noch eine gewisse Balance zwischen der Geschwister- und der Elternrolle finden und sie unterstützen sich dabei. Entgegen Laykens Befürchtungen ist das allerdings nicht der Grund dafür, dass sie zusammen sind, was Will ihr erst begreiflich machen muss.
Es ist schön zu beobachten, dass Will und Lake immer irgendwie die Nähe des anderen suchen und einander ständig berühren wollen, auch wenn Kel und Caulder auf die öffentlichen Zärtlichkeiten der beiden gut verzichten könnten.

Die kleinen Brüder selbst liebt man fast genauso wie die Protagonisten, insbesondere weil sie einen des Öfteren zum Schmunzeln bringen. Sie bekommen zwar ziemlich häufig Ärger in der Schule, haben aber ein gutes Herz. Sie meinen es nie böse und setzen sich für andere ein, sodass es Will und Layken vor lauter Stolz gelegentlich schwer fällt sie zu bestrafen.

Durch eine wirklich wundervolle Idee der Autorin ist Laykens Mutter Julia ebenfalls immer noch äußerst präsent, da sie ihrer Tochter und Will liebevoll gebastelte Sterne mit kleinen Botschaften hinterlassen hat, die jedes Mal aufs Neue beweisen, wie gut sie die Beiden kannte, um ihnen in der Not selbst nach ihrem Tod noch mit Rat und Trost zur Seite stehen zu können.

Unterstützung bekommt das Paar außerdem von den besonderen Menschen in ihrem Umfeld. Eddie und Gavin kennt man bereits und freut sich sie wiederzusehen. Sie haben in ihrer eigenen Beziehung ebenfalls mit ernsten Problemen zu kämpfen, würden Will und Layken jedoch trotzdem nie im Stich lassen. Die Vier verbindet eine so enge und loyale Freundschaft, wie man sie sicher nur selten findet. Deshalb helfen sie Will auch dabei Lake von seiner Liebe zu überzeugen. Sie wissen, dass die Beiden zusammen gehören.

Darüber hinaus gibt es zwei neue sympathische Figuren, die schon bald einen festen Platz in ihrem Leben haben: Kiersten und deren Mutter Sherry, die gerade in die Nachbarschaft gezogen sind.
Kiersten ist ein ganz besonderes Mädchen und freundet sich schnell mit Kel sowie Caulder an. Sie ist frühreif, aufgeweckt, intelligent und vor allem sehr liebenswürdig. Trotz ihres jungen Alters gibt sie den Älteren ausgesprochen gute Ratschläge und trägt maßgeblich dazu bei Will und Layken wieder zu vereinen.
Ihre Mutter Sherry ist mindestens genauso liebenswert. Sie kümmert sich um Will und Lake, wenn diese mal Hilfe brauchen und sorgt sich stets um sie. Diese mütterliche Fürsorge tut den Vollwaisen, die in so jungen Jahren schon so viel Verantwortung tragen, gut und sie sind dafür sehr dankbar.

Wills Großeltern sind ebenfalls eine große Stütze. Sie lieben ihre Enkel sehr, einschließlich Kel, und passen auf die Junges auf damit Will und Lake ab und zu Zeit für sich haben. Wills Großmutter ist zudem eine aufmerksame Beobachterin und geschätzte Ratgeberin. Sie bemerkt die Spannungen zwischen ihrem Enkel sowie Lake nämlich sofort und sagt ihm daraufhin, dass es manchmal nicht reicht seine Gefühle nur auszusprechen, er muss sie ihr auch zeigen.

Neben diesen ganz bezaubernden Charakteren lernt man im zweiten Teil ferner Wills Ex-Freundin Vaughn sowie seinen ehemals besten Freund Reece kennen, die sich gegenseitig echt verdient haben und zum Glück Beide keinen Platz mehr in Wills Leben haben. Sie ist manipulativ, dreist und berechnend, weshalb man absolut nicht nachvollziehen kann, warum Will sie früher geliebt hat. Er ist unsagbar selbstsüchtig und hat Will schon hintergangen als er ihn damals am meisten gebrauch hat.

Obwohl die Handlung einzig und allein von den Figuren lebt, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, sodass man viel zu schnell ans Ende gelangt. Trotzdem ist man froh es schließlich erreicht zu haben, denn als man sich schon über das Happy End für die Beiden freuen will schockiert Colleen Hoover den Leser mit einer Wendung, die man keineswegs kommen sah, woraufhin man sich fassungslos an die Hoffnung klammert, dass alles wieder gut wird.

Dafür wird man dann mit einem Herz erwärmenden Abschluss entschädigt, der ihre Geschichte abrundet und einfach perfekt zu Will und Layken passt.


FAZIT

Weil ich Will liebe ist eine vollkommene Fortsetzung der außergewöhnlichen und einzigartigen Beziehung von Will und Layken, die keine Wünsche offen lässt. Wehmut lässt lediglich der Gedanke aufkommen, dass ihre romantische Geschichte damit schon abgeschlossen ist, auch wenn sie sich das Happy End mehr als verdient haben. Doch man kann sich ja immerhin noch auf ein Wiedersehen mit ihnen und den anderen lieb gewonnenen Figuren in dem dritten Buch über die beiden freuen, das die Geschehnisse des ersten Bandes noch einmal aus Wills Perspektive schildert.
Hoffentlich werden die weiteren Werke von Colleen Hoover nun nach und nach alle bald ins Deutsche übersetzt, denn nach dieser großartigen Reihe ist man natürlich schon gespannt auf die restlichen Romane dieser talentierten Autorin!