Profilbild von Stillesen

Stillesen

Lesejury Star
offline

Stillesen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stillesen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2022

Lass dich verzaubern

Bridgerton – Penelopes pikantes Geheimnis
0

Das Cover reiht sich perfekt in die anderen der Serie ein und zeigt eine Dame im gelben Kleid. Fans von Bridgerton wissen sofort: Hier muss es um Penelope gehen, denn die Farbe ist sozusagen ihr Markenzeichen.

Aufmerksame ...

Das Cover reiht sich perfekt in die anderen der Serie ein und zeigt eine Dame im gelben Kleid. Fans von Bridgerton wissen sofort: Hier muss es um Penelope gehen, denn die Farbe ist sozusagen ihr Markenzeichen.

Aufmerksame Beobachter kennen bereits das pikante Geheimnis von Penelope Featherington: Sie ist Lady Whistledown! Vordergründig geht es in dem Buch auch um die Hast auf besagte Lady und die Liebesgeschichte steht eher im Hintergrund. Das war wirklich sehr interessant zu lesen!

Trotzdem lernen die Lesenden hier die Hauptprotagonisten Penelope und Colin besser kennen: Colin gilt als der unbeschwerte Sonnyboy der Bridgertons und zeigt sich hier eher von seiner nachdenklich Seite. Penelope wird immer selbstbewusster und beweist, dass hinter ihrer Mauerblümchen-Fassade eine intelligente junge Frau steckt!

Ich bin richtig verzückt von Penelopes und Colins Geschichte, die mit herzerfrischenden Dialogen gespickt ist – es war ein wahrer Lesegenuss.

Julia Quinn hat mich mit ihrem flüssigen und wortwitzigen Schreibstil überzeugen können und durch ihre Sprachwahl habe ich mich total in die Zeit hineinversetzt gefühlt.

Es war einfach toll, wieder in den Bridgerton-Kosmos einzutauchen und neue und altbekannte Charaktere zu treffen.

Julia Quinn denkt sich immer neue Handlungsstränge aus und schafft es, jedem Buch und somit auch Liebespaar seinen eigenen Zauber zu geben. Lasst euch verzaubern! Ich denke, es lohnt sich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2022

Unbedingt lesen!

Der Markisenmann
0

Jan Weiler hat hier eine ungewöhnliche und sogleich großartige Vater-Tochter-Geschichte zu Papier gebracht, die ihresgleichen sucht!

Schon die ganze Buchgestaltung ist speziell und zeigt das 70-er Jahre ...

Jan Weiler hat hier eine ungewöhnliche und sogleich großartige Vater-Tochter-Geschichte zu Papier gebracht, die ihresgleichen sucht!

Schon die ganze Buchgestaltung ist speziell und zeigt das 70-er Jahre Design der Markisen, die der „Markisenmann“ Ronald Papen aus Duisburg unermüdlich an seine Klientel im Ruhrgebiet verkauft.

Kim ist Ronald Papens fünfzehnjährige Tochter und sie erzählt in dem Buch davon, wie sie die Sommerferien bei ihrem leiblichen Vater verbringen muss, den sie gar nicht kennt. Jetzt müssen sie sechs Wochen miteinander auskommen.

Mehr und mehr nähern sich die beiden an und am Ende wird noch das große Geheimnis um ihre Zeugung gelüftet.

Die Kumpel von Ronald „Pappe“ Papen haben das Buch wunderbar aufgelockert und besonders die Szenen am Meiderich-Beach am Rhein-Herne-Kanal, im Fußballstadion und auch beim Skat-Turnier sind mir gut in Erinnerung geblieben.

„Der Markisenmann“ ist eine Geschichte, die gespickt ist mit viel Witz und Lokalkolorit und anrührend von einer Familienzusammenführung der anderen Art erzählt.

Ich habe das Buch sehr genossen und hätte gerne einmal Mäuschen bei einem der kreativen Verkaufsgespräche des Vater-Tochter-Duos gespielt.

„Der Markisenmann“ ist ein Buch mit leisen Tönen und Tiefgang, das mich sehr bewegt hat. Unbedingt lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2022

Erfrischend anders

All Lovers Lost
0

Ich liebe Vampirromane und habe ich sehr auf das Buch gefreut!

Es war mal erfrischend anders und viel düsterer, als ich erwartet habe. Zudem spielt die Geschichte in Hamburg – das hat mich noch neugieriger ...

Ich liebe Vampirromane und habe ich sehr auf das Buch gefreut!

Es war mal erfrischend anders und viel düsterer, als ich erwartet habe. Zudem spielt die Geschichte in Hamburg – das hat mich noch neugieriger gemacht.

Die Kapitel sind angenehm kurz und wechseln immer zwischen vier Perspektiven, das hat mir echt gut gefallen.

Von manchen Charakteren hätte ich gerne noch mehr erfahren. Die Autorin geht nicht gerade zimperlich mit ihnen um und komischerweise wirken sie so alle viel normaler.

Zwischendrin hatte das Buch für mich einige Längen und auch einige Dialoge fand ich leider anstrengend zu lesen.

Interessant finde ich, dass das Buch eine Mischung mehrerer Genres ist: Vampir-, Krankenhaus- und Kriminalroman. Definitiv ist es kein klassisches Romantasy-Buch. Romantik kam bei mir weniger auf, die Liebesgeschichte nahm ich für mich eher nebensächlich wahr.

Ungeschönt wird die dunkle Seite des Vampirdaseins beschrieben – da hat sich mir manchmal fast der Magen umgedreht.

Die negativen Vibes kamen auf jeden Fall bei mir an und die Gefühle wurden gut durch das Geschriebene auf mich transportiert.

Wer mal Lust auf einen Vampirroman der anderen Art hat, der ist mit diesem Buch bestimmt gut bedient! Na, neugierig?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2022

Pageturner

Die Toten von Fleat House
0

Ich schätze die Bücher von Lucinda Riley sehr und ich war traurig und geschockt, als ich von ihrem Tod erfahren habe. Posthum ist jetzt ihr einziger Kriminalroman "Die Toten von Fleat House“ erschienen, ...

Ich schätze die Bücher von Lucinda Riley sehr und ich war traurig und geschockt, als ich von ihrem Tod erfahren habe. Posthum ist jetzt ihr einziger Kriminalroman "Die Toten von Fleat House“ erschienen, den sie bereits im Jahr 2006 verfasst hat.

Eigentlich wollte ich nur kurz in das Buch reinlesen und dann konnte ich es einfach nicht mehr zur Seite legen!

Schon das düstere Cover hat mich neugierig gemacht und passt sehr gut zu der spannenden Geschichte.

Die raffiniert erzählte Handlung hat mich in den Bann gezogen. Sie ist gespickt mit vielen Hinweisen, die zum Mitraten einladen.

Lucinda Riley verstand einfach ihr Handwerk und ihr besonderer Schreibstil lässt sich auch wunderbar auf dieses Genre anwenden.

Die interessanten Figuren im Buch werden alle detailliert beschrieben und sind vielschichtig und authentisch.

Insbesondere die mir sofort sympathische Kommissarin lässt im Laufe der Geschichte immer mehr private Einblicke zu.

Die Todesfälle im Internat scheinen erst gar nicht zusammen zu passen und es scheint keine Verbindung zu geben, mehrmals wurde ich auf eine falsche Fährte gelockt. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und ergeben Sinn.

Schade ist nur, dass das wohl der einzige Fall von Jazz Hunter bleiben wird!

Wie alle Romane von Lucinda Riley ist dieses Buch ein echter Pageturner und von mir gibt es eine klare Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2022

Fantasybuch mit Sogwirkung

Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
0

„Kingdom of the Wicked“ wird zur Zeit richtig gehyped und nachdem ich es jetzt gelesen – nein: verschlungen – habe, behaupte ich: zu Recht!

Hexen- und Dämonengeschichten lese ich wirklich gerne, aber ...

„Kingdom of the Wicked“ wird zur Zeit richtig gehyped und nachdem ich es jetzt gelesen – nein: verschlungen – habe, behaupte ich: zu Recht!

Hexen- und Dämonengeschichten lese ich wirklich gerne, aber so eine wie diese habe ich noch nicht gelesen.

Die Idee mit dem Königreich der Wicked fand ich super! Jede von den sieben Todsünden wird von einem Höllenfürsten bzw. Prinzen verkörpert.

Von der ersten Seite an war ich von der besonderen Atmosphäre der Geschichte gefangen, was an dem besonderen Schreibstil der Autorin liegt: sie hat mich ganz klar verhext!

Ich liebe das italienische Setting. Das Buch spielt in Palermo und man spürt die sizilianischen Einflüsse: Familie und Essen werden in der Story ganz groß geschrieben. Nur so als Tipp: Man sollte das Buch wirklich nicht hungrig lesen, das Kochbuch zu der Geschichte würde ich sofort kaufen! Besonders ist noch, dass im Buch zahlreiche italienische Begriffe verwendet werden und das südländische Flair so noch vollkommener machen.

Das Buch wird aus der Sicht von Emilia erzählt. Sie ist eine tolle Protagonistin, die im Laufe der Geschichte mehr und mehr über sich hinauswächst und mich das eine oder andere Mal überrascht hat. Sie ist eine starke junge Frau, die authentisch rüber kommt und sich von der grauen Maus zu einer starken Ermittlerin entwickelt.

Wrath, der Fürst des Zorns, ist als einer der sieben Höllenfürsten ein echt interessanter Typ, der nicht so leicht zu durchschauen ist. Hinzu kommt, dass Wrath einfach hot, hot und hotter ist und wohl jede Frau mit in die Hölle nehmen könnte…

Die Spannung und das Knistern zwischen Emilia und Wrath war jederzeit spürbar und es ist eine tolle Haters-to-Lovers-Geschichte geworden, die mit amüsanten, teils ironischen und teils sarkastischen Dialogen daherkommt.

Das Ende war ein fieser Cliffhanger, ich dachte nur: Nein, hat sie das wirklich unterschrieben?

Stellenweise war ich in dem Buch etwas verwirrt: Manche Dinge passieren so plötzlich und ohne Erklärung und ich hätte mir etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht, vor allem bei den hexischen Ritualen. Gut, dass der zweite Teil bald rauskommt und ich von allem mehr bekomme!

„Kingdom of the Wicked – der Fürst des Zorns“ ist einfach spannend, magisch, überraschend und besitzt Sogwirkung! Meiner Meinung nach ist es ein Muss für alle Fantasy-Liebhaber!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere