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Veröffentlicht am 05.06.2025

Must-Read

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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"Die Dämmerung" ist nach "Der Morgen" der Zweite Fall für Art Mayer und Nele Tschaikowski. Das grelle grüne Cover springt sofort ins Auge, erst auf den zweiten Blick entdeckt man den Hirsch. Das passt ...

"Die Dämmerung" ist nach "Der Morgen" der Zweite Fall für Art Mayer und Nele Tschaikowski. Das grelle grüne Cover springt sofort ins Auge, erst auf den zweiten Blick entdeckt man den Hirsch. Das passt sehr gut zum Inhalt, denn die Leiche wurde im Wald gefunden, drapiert mit einem Hirschgeweih.

Marc Raabe gelingt es erneut, Spannung aufzubauen, ohne sich in Effekthascherei zu verlieren. Ich würde definitiv empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten. Denn was in Band eins begonnen hat, entwickelt sich hier weiter.

Art Mayer ist kein einfacher Ermittler und genau deshalb mag ich ihn. In diesem Band muss er sich nicht nur mit einer bizarr inszenierten Mordserie herumschlagen, sondern auch mit sich selbst: seinem schwankenden Blutzucker, seiner kleinen Nachbarin Milli und letztendlich wieder mit seiner Vergangenheit. Tonbandaufnahmen führen ihn zurück in längst vergessene Abgründe. Die Flashbacks sind nicht nur atmosphärisch dicht, sie haben auch direkt mit dem Fall zu tun und treiben das Puzzle Stück für Stück voran.

Auch Nele Tschaikowski wird es in dem Band nicht einfach gemacht. Als schwangere Polizistin muss sie sich bei ihren hauptsächlich männlichen Kollegen behaupten. Der Fall wird dann auch für sie sehr persönlich, denn sie gerät ins Visier und in Gefahr.

Marc Raabe hat wieder abgeliefert: Kurze und spannende Kapitel, eine durchdachte Struktur und Wendungen, die man nicht kommen sieht. Am Ende sind viele Fragen beantwortet, aber es sind auch neue dazugekommen. Jetzt will ich natürlich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Wie gut, dass Band 3 „Die Nacht“ bereits erschienen ist.

Fazit:
Die Dämmerung ist ein Must-Read für alle, die intensive Thriller mit Spannung lieben. Für mich ganz klar: 5 Sterne. Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Überraschend ein Highlight!

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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Ich bin ohne große Erwartungen in das Buch gestartet. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich „Quicksilver“ so verzaubern und überraschen würde. Am Ende blieb ich staunend zurück mit einer riesigen Vorfreude ...

Ich bin ohne große Erwartungen in das Buch gestartet. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich „Quicksilver“ so verzaubern und überraschen würde. Am Ende blieb ich staunend zurück mit einer riesigen Vorfreude auf den zweiten Band („Brimstone“).

Die Geschichte beginnt in einer rauen und staubigen Welt. Wasser ist kostbar, und die, die keines haben, zählen kaum. Die Protagonistin Saeris wächst genau dort auf. Sie ist klug, scharfzüngig und zäh. Eine echte Anti-Heldin, die ich von Anfang an mochte.

Als sie es schafft, das Portal zur sagenumwobenen Fae-Welt zu durchqueren, beginnt ein neues Kapitel. Hier trifft sie auf Kingfisher, einen Fae-Krieger, der mit seiner abweisenden und kühlen Art zunächst wenig Sympathie weckt. Zwischen den beiden knistert es jedoch gewaltig. Es ist dieses klassische Enemies-to-Lovers-Duell, das einfach so viel Spaß macht. Mit bissigen Dialogen, Reibung und Momenten, in denen man als Leserin am liebsten beide gleichzeitig schütteln und umarmen würde.

Was dieses Buch aber besonders macht, ist nicht nur die Liebesgeschichte, sondern der Weltenaufbau. Über 800 Seiten lang taucht man ein in ein magisches Universum, das erfrischend anders ist, als andere Fantasy-Welten. Obwohl die Autorin sich Zeit nimmt, wurde es beim Lesen nie langweilig. Selbst die Liebes-Szenen (weil es ja ein Romantasy-Buch ist) und die Kampfszenen fügten sich gut ins Gesamtbild ein.

Je weiter ich kam, desto schwerer fiel es mir, das Buch aus der Hand zu legen. Alles fügte sich zusammen und der Sog wurde stärker und stärker. Und dann kam der Epilog. Uff. Ich dachte, ich wäre bereit. War ich nicht.

Fazit:
Quicksilver hat mich überrascht und komplett geflasht: Highlight! 5*/5 Sternen

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Spannung und Humor

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Dass Volker Klüpfel nicht nur ein Teil des Kluftinger-Duos ist, sondern auch solo unterhalten kann, beweist er mit diesem Reihenauftakt ganz locker – und ziemlich charmant. „Wenn Ende gut, dann alles“ ...

Dass Volker Klüpfel nicht nur ein Teil des Kluftinger-Duos ist, sondern auch solo unterhalten kann, beweist er mit diesem Reihenauftakt ganz locker – und ziemlich charmant. „Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein Cozy Crime, der weiß, was er kann: unterhalten, warmherzig erzählen und dabei nie belanglos werden.

Im Zentrum steht ein Ermittlerduo, wie man es so schnell nicht vergisst: Svetlana, ukrainische Haushälterin mit Hang zu Dostojewski, Direktheit und überraschend detektivischer Intuition – und Tommi, Anfang dreißig, Möchtegern-Bestsellerautor, der gerade eher in seiner alten Hymer lebt als an seinem großen Durchbruch schreibt. Die beiden geraten durch Zufall – oder Schicksal? – in eine kriminalistische Verstrickung, die mit einem kleinen Mädchen am Waldrand beginnt und bald schon viel größere Kreise zieht.

Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, ist sein Ton. Klüpfel gelingt es, mit feinem Gespür für Situationskomik, liebevoll gezeichneten Figuren und einem Augenzwinkern über das Leben (und das Scheitern) zu erzählen. Ohne sich je lustig zu machen. Stattdessen: ein sehr genauer, fast zärtlicher Blick auf menschliche Schwächen, Macken, Vorurteile – und das, was Menschen antreibt.

Tommis Autoren-Dasein wird dabei so ironisch wie ehrlich beleuchtet – eine kleine Hommage an das Schreiben selbst, irgendwo zwischen Selbstzweifel und Größenwahn, Satzbau und Plotkrise. Dass der Fall dazu noch spannend, unvorhersehbar und wohltuend unklamaukig erzählt wird, macht das Buch rund.

„Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein kurzweiliger, wunderbar erzählter Einstieg in eine neue Krimireihe mit Herz und Humor. Für alle, die gern miträtseln, sich an schrägen Figuren freuen und Cozy Crime mögen, der nicht weichgespült, sondern einfach gut gemacht ist. Ich bin gespannt auf Band zwei – und bis dahin vergebe ich 4/5 liebevollen Sternen.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Wenn Regency auf Schatten trifft – und eine Frau keine Angst davor hat, alles zu wollen.

The Shadows Between Us
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Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal auf eine Protagonistin getroffen bin, die so gnadenlos klug, charmant berechnend und dabei überraschend verletzlich war wie Alessandra aus „The Shadows Between Us“.
Man ...

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal auf eine Protagonistin getroffen bin, die so gnadenlos klug, charmant berechnend und dabei überraschend verletzlich war wie Alessandra aus „The Shadows Between Us“.
Man könnte sagen, dieses Buch ist „Bridgerton“ – aber in düster und mit einer Heldin, die sich nicht damit zufriedengibt, dekorativ auf dem Heiratsmarkt zu posieren. Nein, Alessandra will mehr. Viel mehr. Ihr Plan ist ebenso waghalsig wie faszinierend: Den Schattenkönig verführen, ihn heiraten und dann töten, um selbst den Thron zu übernehmen.
Was nach einem simplen Plot klingt, entpuppt sich schnell als clever verwobene Mischung aus Krimi, Hofintrigen und dunkler Romanze. Denn Kallias, der geheimnisvolle Schattenkönig, ist alles andere als eine leichte Beute. Seit der Ermordung seiner Eltern vertraut er niemandem. Sein Hofstaat bleibt auf seinen Wunsch hin am Palast, denn er will den Mörder seiner Familie entlarven.
Die Autorin hat gekonnt ein dunkles Regeney-Setting erschaffen: Die Konventionen der feinen Gesellschaft, pompöse Bälle, Teezeremonien und die wichtige Wahl der richtigen Garderobe spielen eine wichtige Rolle und das Gesellschaftsbild, das gezeichnet wird, ist durchzogen von Macht, Erwartungen und Intrigen.
Die Protagonistin Alessandra ist sexuell emanzipiert, klug und nicht bereit sich kleinzumachen. Somit wird sie schnell zur Zielscheibe und gilt in der Welt der Männer als Flittchen. Ich mochte sehr, welches Frauenbild hier gezeichnet wird: stark, durchsetzungsfähig, selbstbewusst.
Zwischen den Schatten, die Kallias wie eine zweite Haut umgeben, und dem Feuer, das in Alessandra lodert, entspinnt sich eine faszinierende Dynamik.
Was ich allerdings sagen muss: Ich hatte mehr Fantasy erwartet, da das Buch in das Genre Dark-Romantasy eingeordnet wurde.
Außerdem habe ich ungewöhnlich lange an dem Buch gelesen. Es war unterhaltsam und ich wollte unbedingt die Auflösung erfahren, aber ein Pageturner war es für mich nicht.
Fazit:
„The Shadows Between Us“ ist ein düsterer Regency-Krimi mit einer starker Heldin und einer Story, die einen mit jeder Seite mehr in ihre höfische Welt zieht. Wer Intrigen, Ballkleider und selbstbestimmte Frauen liebt, wird dieses Buch mögen. Ich jedenfalls mochte es, auch wenn ich mir ein kleines bisschen mehr Magie gewünscht hätte. 4/5 Sternen

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Ein echtes Highlight!

A Tale of Foxes and Moons
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"Queen of Thieves and Shadows" war ein letztes Jahr ein Highlight für mich und so war klar, dass ich das neueste Buch von der Autorin Rebecca Humpert auch lesen werde. Ich habe es signiert bestellt und ...

"Queen of Thieves and Shadows" war ein letztes Jahr ein Highlight für mich und so war klar, dass ich das neueste Buch von der Autorin Rebecca Humpert auch lesen werde. Ich habe es signiert bestellt und sogar noch eine Bloggerbox erhalten — happy me und herzlichen Dank dafür! Die Erwartungen waren dementsprechend hoch und obwohl "A Tale of Foxes and Moons" anders war als erwartet, wurden sie sogar noch übertroffen.

Aiko und Chiaki sind zwei Jugendliche, die beide eine Reinkarnationen in sich tragen. Die eine trägt das Erbe der Fuchsgöttin Inari in sich, der andere ist niemand Geringerer als die Reinkarnation von Tsukuyomi, dem Mondgott. Ihr Auftrag: verlorene magische Gegenstände von Geistern zurückholen, um die Kodama, das sind Baumgeister, zu retten. Und dabei geraten sie in eine Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint. Weder ihre Aufgabe noch ihre Verbindung zueinander.

Es ist ein Fantasybuch, das sich traut, anders zu sein. Die japanische Mythologie ist nicht bloß Kulisse, sondern durchdringt die Erzählung in Bildern, in der besonderen Atmosphäre und in der Sprache selbst. An diese Sprache musste ich mich gewöhnen. Es war nicht sofort Liebe auf den ersten Blick, aber ich habe mich darauf eingelassen und wurde mehr als belohnt. Hilfreich waren das Glossar und Personenverzeichnis auf den letzten Seiten.

Das Buch ist wunderschön gestaltet und ein echtes Schmuckstück im Regal. Aber unterschätzen sollte man es nicht, denn die Geschichte geht unter die Haut und lässt einen auf wunderbare Weise verloren zurück. Verloren im besten Sinn: weil man das Gefühl hat, etwas Einzigartiges erlebt zu haben.

Fazit: „A Tale of Foxes and Moons“ ist ein Buch, das ich nicht mehr aus dem Herzen bekomme. Poetisch, gruselig, tiefgründig. Rebecca Humpert hat sich damit ein weiteres Mal einen Platz auf meiner Herzensbuch-Liste gesichert und ich kann wieder von einem Highlight sprechen. 5*/5 Sternen.

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