Geschichten rund um den Tower in Gegenwart und Vergangenheit
Falling Hard for the Royal Guard. Eine königliche LiebeskomödieMaggie Moore lebt mit Mitte zwanzig nach ihrer Trennung von ihrem Freund wieder bei ihrem Vater, einem Beefeater im Tower von London. Außer der romantischen Kulisse ist ihr Leben eher trostlos, ein Job ...
Maggie Moore lebt mit Mitte zwanzig nach ihrer Trennung von ihrem Freund wieder bei ihrem Vater, einem Beefeater im Tower von London. Außer der romantischen Kulisse ist ihr Leben eher trostlos, ein Job im Ticketshop mit nervigen Kolleginnen und einem unmöglichen Chef, einem Ex-Freund, der immer wieder in ihr Leben tritt und dem Gefühl, vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens zu stehen. Ein bisschen Licht in diese düstere Welt scheint der Royal Guard Freddie zu bringen, über den Maggie im wahrsten Sinne des Wortes stolpert. Doch kann er dauerhaft Licht in ihre Welt bringen?
Zu Beginn der Geschichte möchte ich Maggie nicht so, ich fand ihre Missgeschicke einfach überzeichnet und auch ihr Verhalten hin und wieder naiv. Damit war für mich der Start in die Geschichte natürlich auch ziemlich holprig. Die eigentlich lustigen Missgeschicke führten meist nur zu einem müden Lächeln bei mir. Aber meine Geduld zu Beginn der Geschichte wurde belohnt. Im weiteren Verlauf des Buches habe ich eine starke junge Frau kennengelernt, die aus einer toxischen Beziehung kam und daher keine Freunde mehr hatte und sich langsam ihren Weg in ein neues Leben gesucht hat. Natürlich passierte ihr auch weiterhin, das ein oder andere Missgeschick, aber darüber konnte ich schmunzeln. Sie begegnete immer wieder mal dem Royal Guard Freddie und damit auch den anderen Gardisten, die sie auf ihrem Weg unterstützen, ob durch Unterstützung bei der Anlage eines Tinder-Accounts oder bei ihren Tinder-Dates. Mit diesen wurde so ziemlich jedes erdenkliche Klischee bedient, allerdings auf sehr humorvolle Weise. Die Liebesgeschichte zwischen Freddie und Maggie steht nicht so im Vordergrund, sondern ist eher Teil der Entwicklung von Maggies Persönlichkeit, wenn auch ein sehr schöner Teil. Daher sind die Informationen rund um Freddie doch eher dünn und daher bleibt die Figur auch blass, wobei es auch sicher viel über ihn zu erzählen gibt. Vielleicht gibt es ja noch einen weiteren Teil über Freddie. Dies könnte ich mir gut vorstellen.
Ein besonderes Highlight für mich waren aber die gesamten Fakten über das Leben im Tower und auch die vielen Geschichten über Persönlichkeiten der britischen Historie, die Maggie erzählt hat. Damit hat die Autorin ihr detailliertes Wissen darüber eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Das Buch ist durchgängig auf der Perspektive von Maggie in der Ich-Form geschrieben, was aber toll zur Geschichte passt. Zu Beginn des Buches gab es einige Längen, aber der zweite Teil konnte mich vollends überzeugen durch die Spannung, den Humor und die Emotionen.
Das Buch ist eine Leseempfehlung für alle, die neben einer Wohlfühlgeschichte mit ein bisschen Liebe auch noch Interesse an ausführlichen Informationen über Land und Leute haben.