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Veröffentlicht am 31.03.2025

Die verflixte Liebe

Heartsick
1

Die Liebe ist etwas wunderbares.
Sie kann die besten Seiten eines Menschen offenbaren, aber leider ist das nicht immer der Fall.
Ana, Patrick und Claire haben im ersten Moment nichts gemeinsam.
Sie sind ...

Die Liebe ist etwas wunderbares.
Sie kann die besten Seiten eines Menschen offenbaren, aber leider ist das nicht immer der Fall.
Ana, Patrick und Claire haben im ersten Moment nichts gemeinsam.
Sie sind weder im selben Alter, noch verlaufen ihre Leben ähnlich.
Eine Gemeinsamkeit haben sie aber doch, sie sind alle drei verliebt, bis über beide Ohren.
Was aber passiert, wenn nicht jede Liebe dazu bestimmt ist, für immer zu halten?

Für mich war "Heartsick" ein sehr besonderes Buch und bisher habe ich auch noch kein anderes Buch gelesen, dass damit vergleichbar wäre.
In diesem Buch können wir Ana, Patrick und Claire begleiten.
Sie sind reale Menschen, nur ihre Namen wurden geändert, und ihre Geschichten sind genau so passiert, wie es geschrieben wurde.
Obwohl es ein Sachbuch ist, ähnelt der Aufbau des Buches eher dem eines Romans.
Dadurch sind die einzelnen Erlebnisse auch viel greifbarer und der Ton des Buches ist weniger förmlich.

Ana, Patrick und Claire sind drei sehr verschiedene Menschen und auch wenn es nicht immer leicht war, fand ich es schön, sie etwas begleiten zu können.
Sie alle haben mich auf ihre Art berührt und zum Ende hin musste ich ganz schön schlucken.
Das Leben spielt nicht immer so, wie man es sich vorstellt, das tut es auch bei ihnen nicht.
Während man bei einem normalen Roman mit den Protagonisten mitfühlt, weiß man jedoch auch, dass sie nicht real sind, ihre Geschichten sind erfunden.
Der Unterschied hier ist jedoch, dass man beim Lesen weiß, dass das alles wirklich passiert ist.
Egal ob einer von ihnen gerade Freude, Angst, Trauer oder Wut spürt, sie haben es tatsächlich gespürt.
Wenn es Momente gab, in denen ich wirklich einen Kloß im Hals hatte, wurde er noch größer wenn mir wieder eingefallen ist, dass sie das alles wirklich erlebt und durchlebt haben.
Manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht verstehen, aber sie sind eben auch nur Menschen und nicht perfekt.

Müsste ich das Buch in einem Wort beschreiben, würde ich daher sagen, dass es echt ist.
Es gibt hier keine Chance sich zu verstecken, alle drei zeigen sich von ihrer verletzlichsten Seite und das macht es echt und authentisch.
Das Vor- und Nachwort der Autorin fand ich wirklich schön.
Sie hatte ein Ziel vor Augen, sie wollte etwas erschaffen, dass sie selber früher gebraucht hätte und ich würde sagen, ihr ist das ziemlich gut gelungen.
Auch hat sie sich nicht davor gescheut, sich ebenfalls verletzlich zu zeigen und einen Teil ihrer persönlichen Erfahrungen zu teilen.
Ich hoffe man wird mit der Zeit noch mehr von ihr lesen können.

Fazit: Ein Buch über die echte Liebe, die einem manchmal den letzten Nerv rauben kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Wann ist Feierabend?

Geht so
0

Marisa hasst ihren Job.
Es gibt keine schönere Art das zu beschreiben.
Ihren Alltag bewältigt sie mit einer großen Portion Sarkasmus, Angstlösern und einer gewaltigen Menge an YouTube Videos.
Jeden Tag ...

Marisa hasst ihren Job.
Es gibt keine schönere Art das zu beschreiben.
Ihren Alltag bewältigt sie mit einer großen Portion Sarkasmus, Angstlösern und einer gewaltigen Menge an YouTube Videos.
Jeden Tag sehnt sie sich ihren Feierabend herbei und bis dahin spielt sie das Leben im Büro mit, als wäre es ein Theaterstück, das sich gut spielen lässt, wenn man weiß wie und Marisa tut das oder zumindest dachte sie das.
Als ein Teambuilding Ausflug für das gesamte Büro angekündigt wird ist sie völlig überfordert, denn für dieses Theaterstück kennt sie den Text nicht und sie weiß nicht, wie sie es ohne überstehen soll.

Der Klappentext gibt einen gewissen Vorgeschmack auf die Geschichte und trotzdem verrät er nicht so viel, als das man sich schon vor dem Lesen ein genaues Bild machen könnte, in welche Richtung sich das Buch entwickelt.
Die Leseerfahrung war eine spannende Reise und viel tiefgründiger, als ich es zu Beginn eingeschätzt hätte.

Marisa ist eine interessante Protagonistin.
Obwohl sie ihre Arbeit und dadurch ihren Alltag nicht wirklich mag, hat sie einen Weg gefunden sich durchzukämpfen.
Im ersten Moment wirken viele von Marisas Aussagen lustig und humorvoll, was sie an sich auch sind.
Sie durchschaut das gesellschaftliche Konstrukt des "perfekten und erfüllten Lebens", sowohl privat, als auch am Arbeitsplatz und entlarvt die Schattenseiten, die sich sonst niemand traut zu erwähnen.
Doch das alles wirkt in ihren Worten witziger, als es wirklich der Fall ist.
Beim Lesen musste ich oft schmunzeln, aber wenn man sich Marisas Situation länger durch den Kopf gehen lässt, erkennt man, wie vielen Leuten es tatsächlich tagtäglich so ergeht und das es ihnen schwerfällt, ihrem alltäglichem Leben etwas positives abzugewinnen.
Sie befinden sich in ihrem persönlichem Hamsterrad, so wie Marisa es im Buch ebenfalls ergeht, das man nicht so leicht verlassen kann.
Mit so viel Tiefgründigkeit habe ich nicht gerechnet, aber es hat mir sehr gefallen.

Wenn man die Geschichte ausschließlich mit Humor betrachten würde und die Ernsthaftigkeit kurz vergisst, ist es fast schon ironisch, wie gut die Autorin den Alltag im Büro, mit den ganzen Kollegen, Problemen und den Gedanken dazu, beschrieben hat.
Es stimmt mit vielem überein, was ich über die Büroarbeit weiß oder wie ich sie mir sonst vorstelle.

Das angekündigte Teamevent ist sehr viel kleiner und kürzer ausgefallen als erwartet, was ich etwas schade fand und an manchen Stellen waren die Geschehnisse dort etwas übertrieben.
Mit dem Ende habe ich so ebenfalls nicht gerechnet und ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich es finden soll.

Dennoch hat mich das Buch insgesamt sehr unterhalten und überzeugt und ich würde definitiv wieder ein Buch der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Wiederholt sich die Geschichte?

Die Tochter des Serienkillers
1

Jenny hat alles dafür getan, um ihrem alten Leben zu entfliehen.
Ihren Namen hat sie von Jane in Jenny geändert und sie lebt nun in einem kleinen Dorf, zusammen mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen ...

Jenny hat alles dafür getan, um ihrem alten Leben zu entfliehen.
Ihren Namen hat sie von Jane in Jenny geändert und sie lebt nun in einem kleinen Dorf, zusammen mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern.
Ihre Kindheit war sehr traumatisch, denn ihr Vater ist ein Serienmörder und ihre Mutter eine sehr manipulative Frau, die übermäßig fixiert auf ihre Tochter ist.
Das alles hat sie hinter sich gelassen, zumindest hat sie das geglaubt, bis eines Tages die Geliebte ihres Mannes entführt wird und zeitgleich vor Jennys Tür Müllsäcke mit toten Tieren auftauchen, geschmückt mit einem Schmetterling, der Signatur ihres Vaters.
Zudem hat sie immer wieder Black Outs, was macht sie in dieser Zeit?
Spielt jemand ein Spielchen mit ihr oder wiederholt sich die Geschichte und Jenny nimmt dabei den Platz ihres Vaters ein?

Bereits Band eins der Reihe hat mir gefallen, aber ich war noch gespannter auf dieses Buch.
Der Vater ein Serienmörder, eine absolute Horrorvorstellung, aber was wenn es wahr wird?
Wie verändert sich das eigene Leben? Welche Ängste entstehen? Und gibt es tatsächlich ein Mördergen, das unweigerlich ausbrechen wird?
Ich war neugierig was Jenny für ein Mensch ist und welche Auswirkungen ihre Vergangenheit auf sie hat.

Jenny kann nur schlecht vertrauen und ihre Kindheit hält sie unter Verschluss, selbst vor ihrem Ehemann.
Abgesehen davon führt sie aber ein normales Familienleben und ist Besitzerin einer Tierarztpraxis.
Sie ist ein lieber Mensch, versucht allen Personen eine Chance zu geben, weil sie es unbedingt besser machen möchte als ihre Mutter.
Als viele merkwürdige Dinge passieren und Jenny eine plausible Verdächtige ist, fragt man sich, ob sie trotz ihrer positiven Art dazu fähig wäre, einem anderen Menschen etwas anzutun.
Ihr eigenes fehlendes Vertrauen in sich, verstärkt diese Skepsis zunehmend.

Doch nicht nur Jenny ist verdächtig.
Ihr Mann Mark ist nur schwer zu durchschauen und hätte ein Motiv.
Zudem ist er ein scheinbar egoistischer Mensch und denkt in erster Linie an sich.
Vielleicht seine Geliebte sein Ego verletzte und sie musste dafür büßen.
Oder hat ihre Mutter sie gefunden, die ebenfalls über die Taten des Vaters bestens Bescheid weiß?
Möchte sie ihre Tochter daran erinnern, dass sie ihrem vergangenem Leben nicht entkommen kann?
Es gibt zu jeder Zeit verschiedene Theorien und diese halten das Buch spannend und man weiß nie, wem man trauen kann.

Die Spannung ist das ganze Buch über da, allerdings hat sie im letzten Drittel etwas nachgelassen.
In den ersten beiden Dritteln gab es viele Handlungsstränge und viele Geheimnisse wurden angeteasert, doch am Ende wurden leider zu viele Dinge nicht zu Ende geführt und manche Charaktere spielten kaum noch eine Rolle, sodass man davon ausgehen konnte, das sie für die endgültige Auflösung keine große Rolle mehr spielen.
Das war schade, denn dadurch ist etwas von der Spannung verloren gegangen, da manche Theorien vorzeitig zerschlagen wurden und nur noch wenige übrig blieben, aber noch viele Seiten zu lesen waren.

Zum Schluss hätte ich mir noch ein oder zwei Kapitel mehr gewünscht, da dann doch alles ganz schnell ging, aber man wenig über die Konsequenzen lesen konnte.
Dennoch hatte das Ende auch noch ein paar Überraschungen in petto, die das für mich am Ende relativ rund gemacht haben.
Insgesamt war es sehr interessant Jenny zu begleiten und herauszufinden wie es für das Kind eines Serienmörders weitergehen kann und welche Herausforderungen das Leben mit sich bringt.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Wie spielt das Leben?

No Hard Feelings
0

Penny ist 26 Jahre alt und ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben.
Im Gegensatz zu Freunden und Bekannten, ist sie nicht verlobt, sondern steckt in einer ungesunden Situationship fest, sie brennt nicht für ...

Penny ist 26 Jahre alt und ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben.
Im Gegensatz zu Freunden und Bekannten, ist sie nicht verlobt, sondern steckt in einer ungesunden Situationship fest, sie brennt nicht für ihren Job, sie hasst ihn regelrecht und das Leben locker nehmen, das schafft sie auch nicht.
Dabei möchte sie es den Menschen in ihrem Leben so gerne beweisen, doch immer wenn sie es versucht, geht es nach hinten los und die nächste Panikattacke ist nicht fern.
Wie kann sie diesen Kreislauf durchbrechen und will sie das wirklich oder hat sie sogar noch mehr Angst vor den positiven Veränderungen, die daraufhin eintreten könnten?

Wenn ich könnte, würde ich dieses Buch jeder Frau, die in ihren Zwanzigern ist, in die Hand drücken.
Pennys Leben, ihre Gefühle und Gedanken, gingen mir auf eine Weise nahe, wie ich es selten in Büchern erlebe.
Entweder konnte ich ihre Ängste nachvollziehen, weil ich sie vielleicht selber schon mal durchlebt habe, dann hätte ich sie gerne in den Arm genommen oder sie hat mich mit ihrer Art fast schon kirre gemacht, wenn sie keine Hilfe annehmen wollte oder sich vor Wahrheiten verschlossen hat.
Aber sie hat mich gerade deswegen kirre gemacht, weil ich wusste, ich würde vermutlich genauso reagieren, aber wenn man jemand anderem dabei zusieht, ist das fast noch schlimmer oder es fühlt sich zumindest so an.

Während Pennys Geschichte habe ich viele Emotionen durchlebt, aber am Ende bin ich durch jede einzelne davon gerne gegangen.
Penny hat ihre ganze eigene Vorstellung, wie das Leben zu funktionieren hat und auch wenn dieser Weg gar nicht zu ihr passt, hat sie trotzdem das Gefühl sich dem beugen zu müssen, auch wenn es sie unglücklich macht.
Doch nach und nach legt sie dieses Gedankenmuster ab und ihre Entwicklung wird zu einer der schönsten Dinge, die ich seit langem gelesen habe.
Es war fast schon heilend sie dabei begleiten zu können.

Für mich ist dieses Buch eine ganz klare Empfehlung und auch wenn meine Gefühle dazu ziemlich individuell sind, glaube ich doch, dass es vielen anderen jungen Frauen ebenfalls so gehen könnte.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Kannst du ihr trauen?

Don't Let Her Stay
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Joanne hat das perfekte Leben.
Sie lebt in einem großen Haus auf dem Land, hat einen liebevollen Ehemann und ist seit ein paar Monaten Mutter einer kleinen Tochter namens Evie.
Ihr Leben könnte nicht besser ...

Joanne hat das perfekte Leben.
Sie lebt in einem großen Haus auf dem Land, hat einen liebevollen Ehemann und ist seit ein paar Monaten Mutter einer kleinen Tochter namens Evie.
Ihr Leben könnte nicht besser sein, bis Chloe auftaucht, die zwanzigjährige Tochter ihres Mannes Richard.
Wo zuerst die Vorfreude war sie kennenzulernen, entsteht schnell Misstrauen.
Chloe ist unfreundlich zu Joanne, behandelt sie schlecht, spielt für ihren Vater aber die Rolle der perfekten Tochter.
Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu, bis sich Joanne in ihrem eigenem Haus nicht mehr sicher fühlt.

Mir fällt die Bewertung zu diesem Buch nicht so leicht.
Die ersten zwei Drittel mochte ich tatsächlich nicht sehr gerne, das letzte Drittel konnte mich dann wiederum positiv überraschen.

Ich habe zu Beginn nicht richtig in das Buch gefunden.
Die Charaktere waren mir teilweise zu anstrengend oder sie waren durchweg unsympathisch.
Mir sind die Personen, und deren Entwicklungen, in Büchern immer sehr wichtig und daher hatte ich bei diesem Punkt echt meine Schwierigkeiten.

Die Protagonistin Joanne ist ein sehr unsicherer Mensch, was an sich natürlich nicht schlimm ist, aber ihre starke Naivität und das sie einfach nie dazugelernt hat, haben meine Nerven irgendwann stark strapaziert.
Sie macht während des Buches eine Menge durch und sie ist auf sich allein gestellt, vielleicht darf man da nicht zu kritisch mit ihr sein, aber ich hätte mir etwas mehr persönliche Entwicklung gewünscht.

Ihren Mann Richard fand ich furchtbar und das war mit Sicherheit auch so gewollt, aber wenn es nicht eine Person in einem Buch, die man mag oder zu der man einen Bezug findet, dann ist das auf Dauer schwierig.
Richard ist total fixiert auf seine Tochter Chloe und obwohl diese Joanne das Leben zur Hölle macht, steht er ohne Ausnahme auf ihrer Seite.
Das Verhalten seiner Frau gegenüber ist inakzeptabel, aber Joanne verhält sich leider fast schon unterwürfig, was ich sehr schade fand.

Der Schreibstil des Buches ist sehr gut, weswegen ich, trotz mangelnder Überzeugung, das Buch schnell lesen konnte.
Zwar fand ich die Kapitelenden manchmal schlecht gewählt, da sie gefühlt mitten in einer Szene endeten, aber ansonsten mochte ich ihn sehr.

Das letzte Drittel konnte mich dann mehr überzeugen.
Es baute sich endlich Spannung auf und es gab mehr als nur einen Plottwist und die haben mich überraschen können.
Wenn das ganze Buch so gewesen wäre, hätte es ein Highlight werden können.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich das Buch nicht schlecht fand, zum Ende hin sogar wirklich gut, aber das die Charaktere für mich ziemlich schwierig waren und es mir beim Lesen nicht leicht gemacht haben.
Das ist jedoch eine ganz persönliche Meinung und Einschätzung und wer den Fokus auf andere Dinge legt, der kann in diesem Buch einen guten Psychothriller finden.

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