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Veröffentlicht am 20.09.2021

das Geheimnis des Epitres et Evangiles, zwischen Liebe und Historik

Das Buch der verschollenen Namen
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Der Roman beginnt im Jahr 2005, in einer Bibliothek, in der Eva einen Zeitungsbericht der New York Times ins Auge sticht. Viel mehr ist es das Foto das den Artikel begleitet. Otto Kühn, ein Bibliothekar ...

Der Roman beginnt im Jahr 2005, in einer Bibliothek, in der Eva einen Zeitungsbericht der New York Times ins Auge sticht. Viel mehr ist es das Foto das den Artikel begleitet. Otto Kühn, ein Bibliothekar aus Berlin, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die im 2. Weltkrieg von den Nazis gestohlene Bücher ihren wahren Besitzern zurückzugeben. Dieser Otto Kühn hält ein Buch in der Hand welches Eva seit 60 Jahren nicht mehr gesehen hat. Ihr Buch, das ein großes Geheimnis verbirgt.

Anschließen wird die Geschichte beginnend von 1942 bis 1945 erzählt. Immer wieder mit kurzen Abstechern in das Jahr 2005.
Wie ist Eva zu diesem Buch gekommen, was ist das Geheimnis dieses und welche Opfer musste Eva dafür bringen.

Eine packende, emotionale und manchmal auch unfassbare Geschichte in der ich von der ersten Seite an gefangen war.


Der Schreibstil von Kristin Harmel ist flüssig, locker und leicht und von der ersten Seite an fesselnd.
Auch wenn einem als Leser klar ist, das die Eva im Jahr 2005, auch die Eva des Krieges ist, hofft man immer wieder, das sie von den Nazis nicht erwischt wird, bei dem was sie tut und ihrer jüdischen Herkunft wegen. Ab und an ist das Buch auch wie ein Krimi, denn der Widerstand wurde verraten, aber von wem? Mir waren viele Leute aus Aurignon verdächtig, dabei waren alle nur auf der Hut.

Die Geschichte im Heute erzählt Eva direkt, in der Ich-Form. Die aus der Vergangenheit wird als Geschichte erzählt.

Kirstin Harmels erzählt eine besondere Liebesgeschichte hinter einem historischen Hintergrund. Über eine bemerkenswerte Jüdin, die durch passiven Widerstand so viele Leben gerettet hat und dabei nicht nur gegen die Nazis kämpfen muss muss, sondern auch gegen ihre Mutter, die ihr immer wieder zum Vorwurf macht, mit der Wahl ihres "neuen Lebens" ihre Wurzeln und ihren Glauben zu verraten.

Für mich war "Das Buch der verschollenen Namen" ein überaus spannender und interessanter Roman über die unbekannten Helden unserer Geschichte.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

liebenswerter Chaot auf Zeitreise

Freddy Sidebottoms absolut peinliche Welt
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Freddy hat es nicht leicht. Gerade 10 Jahre alt versucht er immer wieder durch coole Aktionen die Aufmerksamkeit und Anerkennung seiner Klassenkameraden zu erlangen.
Leider gelingt ihm die wenigsten davon, ...

Freddy hat es nicht leicht. Gerade 10 Jahre alt versucht er immer wieder durch coole Aktionen die Aufmerksamkeit und Anerkennung seiner Klassenkameraden zu erlangen.
Leider gelingt ihm die wenigsten davon, sodass er immer wieder in peinliche Situationen kommt, die ihm zum Gespött der Klasse werden lassen.
Zum Glück hat sein Opa eine Zeitmaschine erfunden, auch wenn diese i Freddys altem Babywürfel steckt, kann er mit ihr die Peinlichkeiten der Vergangenheit korrigieren.

Durch einen Wasserunfall versagt die "Anti-Peinlichkeitserfindung" aber ihren zuverlässigen Dienst und Freddy weist nun quer durch die Zeit und irgendwie wird es dabei nur noch unangenehmer für ihn, als besser.

Und das schlimmst ist, das die Zeit immer weiter voranschreitet und bald die Hochzeit von Freddys Vater ist, auf der er eine Rede halten soll.

"Freddy Sidebottoms absolut peinliche Welt" ist eine lustige und unterhaltsame Geschichte über einen liebenswerten Chaoten der einfach nur seinen Platz in der Welt such und dabei von einem Missgeschick ins nächste stolpert.

Die Autorin Rebecca Patterson schreibt die Geschichte leicht verständlich und mit viel Humor.
Die Schrift ist dabei etwas größer, ebenso die Absätze.
Vereinzelte schwarz-weiß Illustrationen lockern die Geschichte immer wieder auf.

Fazit:
Ein wenig "Zurück in die Zukunft" ein wenig "Steve Urkel". Freddy Sidebottom ist ein witziges, leichtes und kurzweiliges Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

der Horse Club ermittelt

schleich® Horse Club™ – Der Filmstar
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Aufregung auf Lakeside. Eine Folge der Lieblingsserien von Hannah, Lisa, Sarah und Sofia: "Ivy und Victor ermitteln" soll auf dem Lakeside Pferdehof gedreht werden.
Die Mädchen sind ganz außer sich und ...

Aufregung auf Lakeside. Eine Folge der Lieblingsserien von Hannah, Lisa, Sarah und Sofia: "Ivy und Victor ermitteln" soll auf dem Lakeside Pferdehof gedreht werden.
Die Mädchen sind ganz außer sich und das beste daran ist, die Rolle der Blanca Darstellerin ist noch nicht besetzt, die Chance für Hannah, die sich Dank ihrer Freundinnen und Pferde sehr gut auf das Vorsprechen vorbereiten konnte.
Leider klappt es nicht, aber alle 4 erhalten eine spannende Aufgabe am Set.

Doch als Tori, die die Rolle der Blanca bekommen hat, einen Drohbrief erhält und dann auch noch ihr Pferd verschwindet, muss der Horse Club selber zum ermitteln anfangen, ganz in Ivy Manier.

"Der Filmstar" ist das erste Buch dieser Reihe das ich zusammen mit meinen Kindern gelesen habe. Daher war es anfangs für mich und meine Zuhörer verwirrend die ganzen Namen und Pferde richtig zuzuordnen. Hier würden wir uns, wie bei den Büchern für Leseanfänger auch, eine kleine Vorstellung der Akteure im Bucheinband wünschen.

Nach ein paar Seiten sind wir dennoch im Buch angekommen und konnten uns auf die spannende Detektivarbeit der Mädchen einlassen.

Meine Kinder haben dieser spannenden Geschichte gebannt gelauscht. Meine Große (Anfang 3. Klasse) hat das Buch in wenigen Stunden selber gelesen.

Die Schrift ist etwas größer, ebenso die Absätze. Die Kapitel sind etwas umfangreicher, werden aber immer wieder durch "Szenenwechsel" und großen schwarz-weiß Illustrationen aufgelockert. Die Sprache ist klar, einfach und verständlich, auch wenn für meine Große die vielen englischen Namen schwer zum lesen und verstehen waren.

Für Pferdefans und Fans des Horse Clubs ein aufregendes Abenteuer, das auch zum nachspielen einlädt.

Meine Kinder wollen nun weitere Bücher dieser Reihe lesen bzw. vorgelesen bekommen.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

mitreisende, leichte Unterhaltung über das harte und ungerechte Leben von Frauen

Die Frauen von New York – Glanz der Freiheit
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Lily lebt im New York der 40er Jahre. Sie stammt aus reichem Hause, dennoch möchte sie sich nicht in das für sie vorbestimmte Leben pressen lassen.
Sie ist Selbstbewusst und Klug und möchte ihr Leben selber ...

Lily lebt im New York der 40er Jahre. Sie stammt aus reichem Hause, dennoch möchte sie sich nicht in das für sie vorbestimmte Leben pressen lassen.
Sie ist Selbstbewusst und Klug und möchte ihr Leben selber in die Hand nehmen und ihren Weg gehen.

Eine Chance erhält sie im Valentino`s, dem angesagtesten Restaurant in New York. Angefangen von ganz unten arbeitet sie sich durch ihren Einfallreichtum und der Leidenschaft zum Kochen nach oben.
Undenkbar dennoch, das sie je die Leitung der Küche übernehmen kann.

Aber dann kommt der 2. Weltkrieg. Immer mehr Männer müssen oder wollen an die Front. Für die Geschäfte und Unternehmen bedeutet dies : "Wir stehen vor einem massiven Umbruch. Noch massiver, als wir es im letzten Krieg erlebt haben. Meine Lieben, mir bleibt keine andere Wahl, als eine Frau für die Rolle (eines Chef de Cuisine) in Erwägung zu ziehen"
So undenkbar es für diese Zeit auch war, in der Frauen noch darum Bitten mussten Arbeiten zu gehen, den Führerschein nur machen durften, wenn es die Eltern oder der Ehemann erlaubte, Frauen mussten Führungsrollen übernehmen, so auch Lily.

Nicht nur, das Lily sich gegen ihre Mitstreiterin Martina durchsetzten musste, sie musste sich auch gegen Vorurteile verbleibender Männer wehren und dann auch noch schmackhafte Gerichte zaubern, in Zeiten der Rationalisierung. Und dann gab es da auch noch Tom - ihre große Liebe.
Und zu allem Überdruss musste Lily sich auch noch gegen ihre Mutter behaupten, der es überhaupt nicht gefiel, das ihre Tochter lieber Karriere machen wollte, als zu Partys der oberen Schicht zu gehen.


Ich habe: "Die Frauen von New York - Glanz der Freiheit" verschlungen.
Ella Carey schreibt leicht und locker. Sie lässt immer wieder geschichtliche Aspekte einfließen, schafft es ihre Figuren lebendig und liebenswert, bzw. auch boshaft und intrigant erscheinen.

In diesem Roman ist von allem eine Prise dabei: ein wenig Geschichte, ein wenig Liebesroman, ein wenig Seifenoper, eine großen Portion Hoffnung und Widerstand. Gewürzt wird das ganze mit einer tollen Story hinter einer atemberaubenden, sehr inspirierend beschriebenen Kulisse.

Das Ende ist mir ein wenig zu seicht und schnell erzählt.

Dennoch ein großartiger Roman, über die Ungerechtigkeiten des Lebens, der mich begeistert aber auch kopfschüttelnd zurückgelassen hat.

Ich freue mich auf den 2 Band dieser Trilogie.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

rasantes und witziges Ferienabenteuer

Tschakka! – Huhn voraus
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Eigentlich freut sich Tabea auf die Ferien, denn sie will (wie jedes Jahr) mit ihren Eltern und Geschwistern zusammen zum alten Ferienhaus.
Leider klappt dies in diesem Jahr nicht, denn das alte Ferienhaus ...

Eigentlich freut sich Tabea auf die Ferien, denn sie will (wie jedes Jahr) mit ihren Eltern und Geschwistern zusammen zum alten Ferienhaus.
Leider klappt dies in diesem Jahr nicht, denn das alte Ferienhaus soll abgerissen werden. Da helfen auch Tabeas gute Argumente bezüglich Umweltschutz, aus Alt mach neu und Recycling recht wenig. Papa hat gesprochen, sie bleiben zu Hause und basta und Tabea kann das liebgewonnen Ferienhaus nicht retten.
Aber vielleicht kann sie etwas anderes retten, das Huhn der Nachbarn, das auf der Terrasse gehalten wurde, nun aber weg soll, da die Nachbarn ein Baby erwarten.
Auch hier versteht Tabea die Welt nicht, denn was hat das Huhn mit dem Baby zu tun. Nur weil es jetzt nicht mehr neu ist, soll es weichen. Inständig hofft Tabea, dass die Nachbarn nicht eines Tages ein 2. Baby bekommen, nicht dass das Erste dann auch weichen muss, weil es ja dann nicht mehr neu ist.

Bei ihrer Huhn-Rettungsmission erhält Tabea Unterstützung von ihrem Freund Jonas (Einstein) und zusammen bilden die beiden die Superhelden: Stoneman und Tschakka.


Das Buch von Mara Andeck hat uns von der ersten Seite an begeistert. Es ist urkomisch, vor allem Tabeas bestechende Logik, unterhaltsam, dennoch immer wieder mit einem ernsten Kern (Umweltschutz).

Wir haben beim lesen und vorlesen viel geschmunzelt, gerade wenn Tabea die Welt wieder hinterfragt. Es ist auch wirklich nicht Logisch, warum ein Huhn weichen muss, wenn ein Baby kommt. Oder warum darf ihr großer Bruder am Computer sein Gehirn trainieren, ihrem Schade dies aber und sie darf nicht an den Rechner - weil sie noch zu klein ist.
Solche und andere Gedankengänge haben es schon in sich.

Der Schreibstil ist leicht und locker, im ganzen Buch finden sich immer wieder Comicelemente. Die Schrift ist recht groß, ebenso die Absätze.

Auf jeder Seite gibt es eben z.T. großflächigen schwarz-weiß Illustrationen, Smilies, Sprechblasen, Herzchen und vieles mehr.

„Tschakka – Huhn voraus!“ ist der 1. Band dieser neuen Reihe und wir sind schon sehr gespannt auf ein weiteres Abenteuer von und mit Tabea und Jonas.

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