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Veröffentlicht am 04.01.2024

Süße Liebesgeschichte mit dem Tod als Hauptprotagonisten

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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Belladonna erzählt die Geschichte von Signa, die bereits als Säugling vom Tod verschont wird. Von da an begegnet sie diesem immer wieder - unfreiwilliger Weise - denn er nimmt ihr eine Person nach der ...

Belladonna erzählt die Geschichte von Signa, die bereits als Säugling vom Tod verschont wird. Von da an begegnet sie diesem immer wieder - unfreiwilliger Weise - denn er nimmt ihr eine Person nach der anderen. Mit der Zeit bemerkt Signa, dass auch sie dem Tod ähnlicher scheint, als gedacht. Und nachdem in ihrer neusten Familie, die sie aufgenommen hat, scheinbar ein Mörder sein Unwesen treibt, liegt es an ihr und ihren Kräften, den Übeltäter zu finden.

Belladonna ist eine wirklich originelle und liebevolle Geschichte. Der Schreibstil ist einfach, aber liest sich flüssig und ist an einen Regency-Roman angelehnt. Dadurch reden auch die Personen so, wie es zu dieser Zeit üblich war und die gesellschaftlichen Konventionen zeigen klar, dass die Frau eine niedrigere Stellung als der Mann hat. Inmitten dessen ist Signa eine außergewöhnliche Protagonistin, die vor allem durch das verstorbene Vermächtnis ihrer Mutter alles gibt, um in diese Gesellschaft zu passen, es aber einfach nicht so recht will, was zum einen an ihrem ungewöhnlichen Heranwachsen liegt, zum anderen an ihrem Charakter. Signa wirkte auf mich lebensfroh und quirlig, sie war ein positiver Charakter, der aber manchmal (ungewollt) über das Ziel hinausschoss. Nicht all ihre Taten waren moralisch gut, sondern manche auch ziemlich grau. Ihr gegenüber steht der Tod, der ruhig und besonnen ist, in seinen Absichten ihr gegenüber aber auch immer sehr klar. Trotz seines mächtigen Alters wirkte er auf mich mitunter noch sehr jung. Auch die Nebencharakter wie Blythe oder Marjorie schließt man in sein Herz.

Handlungstechnisch geht es vor allem um die Aufklärung des Mordes von Lillian, der Hausherrin von Thorn Grove, wohin es Signa verschlägt. Hier habe ich auch leichte "Enola Holmes" Vibes durch das Miträtseln und herausfinden von Puzzlestücken verspürt. Allerdings sind so einige Plot-Twists schon recht früh zu erahnen, wodurch sich das Buch immer noch angenehm lesen lässt, ich mir die ein oder andere Auflösung aber doch eher gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 28.12.2023

Guter Fantasyroman

Fallen Princess
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Mein erstes Buch von Mona Kasten und ich hatte recht hohe Erwartungen, da viele von ihr als Autorin schwärmen. Außerdem klang die Geschichte sehr spannend.

Hier geht es um Zoey, in der nicht etwa heilende ...

Mein erstes Buch von Mona Kasten und ich hatte recht hohe Erwartungen, da viele von ihr als Autorin schwärmen. Außerdem klang die Geschichte sehr spannend.

Hier geht es um Zoey, in der nicht etwa heilende Kräfte erwachen (wie von allen erwartet wurde), sondern die zu einer Banshee auserkoren wurde und der daher Todesmagie innewohnt. Zoey muss in ihrer fortgeschrittenen Schullaufbahn den Zweig, und damit auch das Wohnheim und all ihre Fächer wechseln und fängt plötzlich wieder bei null an. Dylan soll ihr dabei helfen, mit den neuen Kräften klar zu kommen. Und nebenbei ermittelt Zoey auf eigene Faust mit neu gewonnen Freunden in einem Mordfall an der Schule.

Mona Kasten hat einen tollen Schreibstil, wodurch man das Buch innerhalb kürzester Zeit durchlesen kann. Sie führt einen oftmals in die Gedankenwelt der Personen, wodurch mitunter der Geschichte ein wenig die Fahrt genommen wird. Andere beschrieben dies in ihren Rezensionen als "Cozy-Fantasy". Gelangweilt habe ich mich auch nie, aber der Fokus schien in diesem Band eher auf Zoeys Entwicklung und die zwischenmenschlichen Beziehungen, als die auf den fantastischen Elementen. Die Ermittlungen im Mordfall sind ein netter Nebenzweig, aber auch hier wollte nicht zu hundert Prozent Spannung bei mir aufkamen.

Zoey ist als Protagonistin vor allem zu Beginn ein eher grauer Charakter. Da ihre Mutter ein Mitglied des Rates war, schien es, als wäre sie mit "einem goldenen Löffel" im Mund geboren worden und benahm sich zumindest in ihrer Vergangenheit auch so. Sie will immer den Schein wahren und es ist spannend, sie in ihrer Entwicklung zu beobachten, zu der sie ihre neue Magie zwingt. Ihren angeblichen Freunden hätte ich schon deutlich früher die Meinung gegeigt, hier bleibt Zoey oftmals ruhig, wodurch wenig starke Emotionen bei mir als Leserin vermittelt wurden. Dylan wirkt als Gegenpart gefasst, aber auch faszinierend in seiner ruhigen, beobachtenden Art. Auch die Nebencharaktere sind sympathisch, allen voran Murphy mit seinen frechen Sprüchen. Kennas Hintergrund wird nur angekratzt und ich hatte noch so einige Fragen zu ihrem fantastischen Wesen, die nicht weiter erläutert wurden.

Das Ende ließ mich ein wenig enttäuscht zurück, da der Werdegang der Geschichte bereits vermuten ließ, dass Zoey nun bald dem Bösewicht gegenübersteht und so kam es dann auch. Hier gab es für mich keine große Überraschung, es wirkte wie ein typisches Ende eines Fantasyromans. Trotzdem möchte ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Was, wenn die eigene Liebesgeschichte einfach nicht sein soll?

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Ich hatte keine besonderen Erwartungen an dieses Buch und wurde absolut umgehauen. Schon auf den ersten Seiten ahnte ich, dass dieses Buch für mich etwas besonderes sein würde. Emily Henry ist soeben in ...

Ich hatte keine besonderen Erwartungen an dieses Buch und wurde absolut umgehauen. Schon auf den ersten Seiten ahnte ich, dass dieses Buch für mich etwas besonderes sein würde. Emily Henry ist soeben in meinen AutorInnen-Olymp aufgestiegen und ich brauche Lesenachschub!

Nora Stephens arbeitet als Literaturagentin und ist so gut wie gefürchtet in ihrem Beruf. Von anderen als gefühlskalt verschrieben, scheitern viele ihrer Beziehungen daran, dass ihre Freunde den typischen Kleinstadtromanzen-Trope leben und mit ihr als böser Großstadt-Ex Schluss machen. Für ihr Verhalten hat sie klare Gründe, die im Laufe des Buches nach und nach offenbart werden. Eines Tages sucht sie nach einem Lektorat für eine ihrer Kundinnen und trifft dabei auf den äußerst mürrischen Charlie Lastra, der ihr an Gefühlskälte scheinbar das Wasser reichen kann. Die beiden haben einen kurzen Austausch und glauben, dass sich daraufhin ihre Wege nicht mehr sobald kreuzen. Doch eine Reise, die Nora mit ihrer Schwester Libby nach Sunshine Falls antritt, führt die beiden wieder zueinander ...

Nora war eine großartige, erfrischende Protagonistin. Sie ist kein Mauerblümchen, sie ist tough, erwachsen und sorgt sich um ihre Mitmenschen (auch wenn sie das nicht immer nach außen zeigen kann) und sie hat vor allem eine große Menge an Humor. Sie war als Protagonistin einfach erfrischend anders (nicht die typische Protagonistin - ich bin so unscheinbar, aber eigentlich doch nicht so unscheinbar). Charlie stand ihr in nichts nach ich musste mich einfach mit verlieben. Die beiden hatten vom ersten Moment an Chemie und diese Chemie blieb das ganze Buch über. Charlie fand wirklich immer die richtigen Worte - Zitat Nora

Hinzu kam ein großartiger Schreibstil, der einen die Orte fühlen lässt, und eine großartige Storyline, die vor allem durch die Hintergrundgeschichten von Nora und Charlie lebte. Man lernt die beiden nach und nach kennen, während sie einander ihre Vergangenheiten offen legen. Toll wird auch die Schwesternbeziehung zu Nora und Libby thematisiert. Man bekommt viele Szenen von Nora und Charlie geboten und ich liebte ihren Schlagabtausch. Selten können mich andere Nebenhandlungsstränge neben der Liebesgeschichte fesseln, aber Noras und Libbys Beziehung war einfach so emotional und toll, dass ich auch hier abtauchen konnte. Gerade zum Ende hin standen mir dann auch noch ein paar Tränchen in den Augen, so sehr habe ich mitgefühlt. Am liebsten würde ich dieses Buch noch einmal zum ersten Mal lesen.

Fazit: Mein persönliches Jahreshighlight, Noras und Charlies Liebesgeschichte ist für mich eine von den ganz großen.

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Veröffentlicht am 21.12.2023

Die Schule der Abtrünnigen

Sandover Prep - Der Außenseiter
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In der Sandover Prep landen die hoffnungslosen Fälle: Jungs, die eine zweite Chance bekommen, nachdem sie an ihrer letzten Schulegehörig Mist gebaut haben. Einer von ihnen ist RJ, der eigentlich aus einer ...

In der Sandover Prep landen die hoffnungslosen Fälle: Jungs, die eine zweite Chance bekommen, nachdem sie an ihrer letzten Schulegehörig Mist gebaut haben. Einer von ihnen ist RJ, der eigentlich aus einer mittellosen Familie stammt und notgedrungen an die Sandover versetzt wird, nachdem seine Mum neu heiratet. Neben einem neuen Stiefvater bekommt er mit Fenn auch einen Stiefbruder - und lernt außerdem Sloane kennen, die Tochter des Direktors.

Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus der Sicht von RJ und Sloane, aber auch immer wieder aus der Sicht weiterer Charaktere, unter anderem von Fenn und Lawson, deren Geschichten in der Reihe noch folgen werden. Ich mochte die Perspektivwechsel hier tatsächlich sehr gerne, weil sie einiges an Spannung mit hinein gebracht haben. Während Sloane bissig und nach außen hin tough wirkt, ist RJ sehr selbstbewusst, aber auch eigenbrötlerisch. Fenn ist der Sonnenschein, Lawson der abgestumpfte Partyboy, der das Leben scheinbar nur noch im Extremen angenehm findet. Und dann ist da noch Silas, der seine eigene Agenda zu fahren scheint.

RJ will an der Sandover wie auch in der Vergangenheit sein eigenes Ding schieben, schafft es aber nicht so ganz, denn sowohl Fenn, als auch Sloane schieben sich in sein Herz. Die Interaktionen der drei mochte ich super gerne und auch, zu erleben, wie RJ ankommt und langsam auftaut. Die Chemie zwischen Sloane und RJ ist unbestreitbar und auch hier konnte ich super nachvollziehen, was sie aneinander finden. Im Gegensatz zu manch anderen New-Adult Büchern haben die Protas hier schon einiges erlebt, auch beziehungstechnisch, was ich erfrischend fand. Sloane ist kein Mauerblümchen, dass von RJ hin- und weg ist, sondern beide sind keine unbeschriebenen Blätter. Hinzu kommt einiges an Spice.

Schließlich hat mich der Schreibstil nur so durch die Seiten fliegen lassen. Im Hintergrund schwebt die ganze Zeit die Frage rundum des Unfalls von Sloanes kleiner Schwester und wie es dazu kommen konnte. Dies wird sich wahrscheinlich durch alle drei Bände ziehen und dieses Ende war wirklich fies - ich will wissen, wie es weitergeht! Riesige Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Drachen, Hexen und mittendrin La Catrina

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch mit ganz anderen Erwartungen gestartet bin. Gefreut hatte ich mich auf Einblicke in die mexikanische Kultur samt dem Tag der Toten und La Catrina. Ich war gespannt, ...

Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch mit ganz anderen Erwartungen gestartet bin. Gefreut hatte ich mich auf Einblicke in die mexikanische Kultur samt dem Tag der Toten und La Catrina. Ich war gespannt, welche Kräfte Valentina wohl innewohnen würden, welche die Gaben der La Catrina von ihrer Mutter und auch Großmutter vererbt bekommen hatte. Die Reise führte mich allerdings ganz woanders hin ...

Zunächst einmal verschlägt es Valentina und ihren Bruder Emilio nach Irland, genauer gesagt nach Dublin, nachdem deren Mutter verstorben ist und ihr Vater es in der Heimat nicht mehr aushält, ohne seine Frau zu sein. In Irland studieren wohl Valentina, als auch Emilio und versuchen zunächst, sich im studentischen Leben zurecht zu finden. Ein schicksalhaftes Ereignis - das plötzliche Auftauchen von Drachen in einem Stadion während eines Fußballspieles - führt jedoch dazu, dass Valentina und Emilio in einige magische Vorfälle verstrickt werden. Insbesondere Emilio hetzt gegen die Drachen. Und dann wäre da noch die Hexe Lily, die in Bezug auf Valentina ihre ganz eigenen Ziele verfolgt ...

Es fällt mir schon schwer, allein die Inhalte des Buches einigermaßen chronologisch wiederzugeben - da einfach viel zu viel passiert. Vor allem die Drachen nehmen einen großen Stellenwert im Buch ein, wobei davon in der Inhaltsangabe keinerlei Rede ist. Es scheint so, als würden hier die Bände Flame und Arrow sowie die Clans of London weitererzählt werden. Während Hexe Lily zumindest Absichten in Bezug auf Valentinas Kräfte hegt, wirkt die Geschichte rundum die Drachen zunehmend wie ein zweiter, großer Erzählstrang, den (ich zumindest) nicht erwartet hatte. Und wäre das nicht genug, folgt die schnelle Einführung vielfacher Charaktere, die alle irgendwie eine Vergangenheit miteinander haben, die plötzlich auftauchen und ihre Kräfte kurz nutzen, die man aber kaum kennenlernt, geschweige denn eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Für Fans der Vorgängerreihen ist es bestimmt toll, altbekannte Lieblinge wieder zutreffen, ich fühlte mich einfach nur erschlagen von der Fülle an Charakteren und auch nicht abgeholt.

Die Kräfte von Valentina spielen eine untergeordnete Rolle und werden höchstens am Rande zwei bei drei Mal kurz erwähnt. Was nun ihre wirkliche Aufgabe ist, wurde mir bis zum Schluss nicht deutlich. Zwar lernt man insbesondere Valentina, Emilio und auch Lily durch deren drei Erzählperspektiven besser kennen, jedoch drehen sich auch ihre Gedanken vor allem um die Drachen und im Falle von Lily die Hexen und ihre Vergangenheit. Generell mochte ich die Charaktere aber gerne, insbesondere Emilio nimmt eine interessante und auch nachvollziehbare Wandlung hin.

Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse noch einmal und manches kam mir nicht ganz durchdacht vor. Insbesondere Lilys Entwicklung würde mich im Folgeband interessieren.

Fazit: Das Buch scheint vor allem für Fans der vorigen Reihen eine tolle Ergänzung. Ich, die neu in diese Reihe eingestiegen bin, wurde durch die unerwartete Richtung des Buches und der Masse an neuen Charakteren eher erschlagen.

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