Profilbild von Tanja_70

Tanja_70

Lesejury Star
offline

Tanja_70 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tanja_70 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Sehr spannend

Stummes Trauma
0

Als eine tote junge Frau gefunden wird, stellt sich heraus, dass es sich um eine Patientin von Anna Varga, Psychologin in der ambulanten Psychiatrie, handelt. Dies belastet Anna sehr und sie beginnt neben ...

Als eine tote junge Frau gefunden wird, stellt sich heraus, dass es sich um eine Patientin von Anna Varga, Psychologin in der ambulanten Psychiatrie, handelt. Dies belastet Anna sehr und sie beginnt neben der Polizei und ihrem Chef Miro selbst Fragen zu ihrer Patientin Felicia Frost zu stellen. Hierzu nimmt sie Kontakt zu Freunden und Familie der Toten auf. Gleichzeitig erfährt man jedoch auch etwas über die polizeilichen Ermittlungen. Nachdem eine weitere Frau tot aufgefunden wird, ermittelt auch Miro, Annas Chef, der die Tote kannte.

Diese Perspektivwechsel in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen und haben zur konstanten Spannung beigetragen. Man erfährt sehr viel über das Privatleben von Anna, Miro und der Polizistin Malin. Aber nach und nach erfährt man auch viel über Felicia Frost und ihre Geheimnisse. Hinzu kommt, dass es nicht nur in der Familie der Toten Geheimnisse gab, sondern auch in der Dorfgemeinschaft. Dieses Kleinstadtsetting mit einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der sich Jeder, dessen Vergangenheit und auch das ein oder andere Geheimnis kennt und in der daher auch viel geheimgehalten wird, war es für Anna und Miro umso schwerer etwas herauszufinden.

Der Schreibstil war sehr flüssig und die Autorin hat es geschafft die Atmosphäre des schwedischen Winters mit seiner Kälte und Dunkelheit zu nutzen, um der Geschichte den Spannungsbogen eines Thrillers zu geben.

Bei diesem Thriller hat alles gepasst. Die Protagonisten waren glaubwürdig und sympathisch, die Polizeit hat gut gearbeitet und es gab viele Wendungen in der Geschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Die Geschichte einer starken Frau

Mein Name ist Emilia del Valle
0

Bereits das Cover mit der Frau, die bis zu den Hüften im Meer steht und von Möwen umkreist wird, zeigt, dass sich die Geschichte um eine willensstarke Frau dreht. Und dies ist auch der Fall. ...

Bereits das Cover mit der Frau, die bis zu den Hüften im Meer steht und von Möwen umkreist wird, zeigt, dass sich die Geschichte um eine willensstarke Frau dreht. Und dies ist auch der Fall. Emilia del Valle verfolgt von Beginn an ihre Ziele. Zuerst als Autorin von Groschenromanen und später als Journalistin, die mit ihrem Kollegen nach Chile geht, um dort über den sich anbahnenden Bürgerkrieg zu berichten. Auch in diesem Roman ist es Isabel Allende gelungen historische Fakten zu der Geschichte einer emanzipierten und kämpferischen Frau zu verknüpfen. Aber es ist auch ein Teil der Geschichte ihres Herkunftslandes und ich spüre in den Romanen von Isabel Allende immer wieder autobiographische Aspekte. Besonders gut haben mir auch hier wieder die Landschafts- und Städtebeschreibungen Chiles gefallen. Ein Großteil des Romans nehmen die Kriegsbeschreibungen ein. Diese werden sehr detailliert und durchaus brutal beschrieben. Doch auch hier zeigt sich wieder die Stärke von Emilia del Valle, die diese Grausamkeiten erträgt.

Ein sehr fesselnder Roman in gewohnter Isabel Allende Qualität.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2025

Sehr tiefgehende Recherche

Der Krieger und die Königin
0

Es war der erste Roman, den ich von dem Autorenduo Iny Lorentz gelesen habe und obwohl die auf dem Buchrücken angekündigte Liebesgeschichte ein wenig zu kurz kam, mochte ich den flüssigen und bildhaften ...

Es war der erste Roman, den ich von dem Autorenduo Iny Lorentz gelesen habe und obwohl die auf dem Buchrücken angekündigte Liebesgeschichte ein wenig zu kurz kam, mochte ich den flüssigen und bildhaften Schreibstil. Der Protagonist Garibald war sehr sympathisch und es war interessant in sein Leben mit den kriegerischen Auseinandersetzungen und den politischen Intrigen einzutauchen. Sowohl die Landschaften, die Personen als auch deren Lebensumstände zu dieser Zeit wurden sehr detailliert beschrieben. Jedoch besticht der Roman vor allem durch ein sehr gut recherchiertes Kapitel deutscher Geschichte. Es werden die Kriege mit den dazugehörigen Daten und Fakten sehr ausführlich beschrieben. Leider rückt dabei die Liebesgeschichte sehr in den Hintergrund.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2025

Spannend und wendungsreich

A Good Girl’s Guide to Murder
0

Pippa recherchiert für ein Schulprojekt über einen Mordfall, der vor fünf Jahren passierte und bereits abgeschlossen ist. Hierbei geht es um die Ermordung von Andie Bell durch ihren Freund Sal Singh. Andies ...

Pippa recherchiert für ein Schulprojekt über einen Mordfall, der vor fünf Jahren passierte und bereits abgeschlossen ist. Hierbei geht es um die Ermordung von Andie Bell durch ihren Freund Sal Singh. Andies Leiche wurde jedoch nie gefunden, Sal hat den Mord bestritten und sich dann angeblich im Wald umgebracht. Doch Pippa konnte nie glauben, dass Sal der Mörder war und beginnt zu recherchieren. Hierbei kommt sie einigen Ungereimtheiten auf den Grund und auch die von allen geliebte Andie hatte ihre dunklen Seiten. Pippa nutzt für ihre Recherchearbeit einerseits die klassische Interviewtechnik, aber auch morderne Medien wie Social Media und lernt hierdurch Sals Bruder Ravi kennen, der sie bei ihrer Arbeit unterstützt.

Die Geschichte ist sehr spannend und wendungsreich, da bei Pippas Recherche immer mehr Personen aus Andies Umfeld verdächtig werden. Sehr gut haben mir hierbei die Protagonisten Pippa und Ravi gefallen, die einerseits sehr sympathisch, aber auch sehr mutig waren und sich oftmals auch selbst in Gefahr brachten. Dazu kommt das Setting einer typisch britischen Kleinstadt. Der Schreibstil war leicht und flüssig und die Geschichte so spannend, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen.

Es handelt sich zwar um einen Jugendroman, der aber auch für erwachsene Leser sehr zu empfehlen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.09.2025

Anders als erwartet

Mainblüte
0

Dieser Kriminalroman hat mich sehr erstaunt, da es kein Krimi im klassischen Sinne war. Dennoch fand ich die Geschichte sehr spannend. Es geht um Tyra, die tot am Mainufer gefunden wurde und es sich herausstellt, ...

Dieser Kriminalroman hat mich sehr erstaunt, da es kein Krimi im klassischen Sinne war. Dennoch fand ich die Geschichte sehr spannend. Es geht um Tyra, die tot am Mainufer gefunden wurde und es sich herausstellt, dass sie Suizid begangen hat. Im Laufe der Geschichte lernen wir sie und ihr Leben kennen und auch die Gründe für ihren Suizid werden ersichtlich.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da hier aktuelle Probleme sowohl von Jugendlichen als auch der Gesellschaft sehr eindrücklich beschrieben werden. Dies wurde durch die "Jugendsprache" noch realistischer. Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben und insbesondere durch das Thema der Transsexualität erhielten die einzelnen Personen noch mehr Tiefe.

Ein durchweg spannender Roman, auch wenn es sich um keinen Krimi im klassischen Sinne handelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere