Profilbild von Tanja_70

Tanja_70

Lesejury Star
online

Tanja_70 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tanja_70 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2022

Zwei sehr unterschiedliche Ermittler

Schwarzlicht
0

Eine Frau, die in eine Kiste gesperrt und mit mehreren Schwertern durchbohrt wurde, erinnert an einen Zaubertrick. In diesem Fall wurde die Frau in der Kiste jedoch ermordet. Daher nimmt die ...

Eine Frau, die in eine Kiste gesperrt und mit mehreren Schwertern durchbohrt wurde, erinnert an einen Zaubertrick. In diesem Fall wurde die Frau in der Kiste jedoch ermordet. Daher nimmt die Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri Kontakt zu dem Profiler Vincent Walder auf, der selbst als Mentalist arbeitet. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander: Mina, die eine ausgezeichnete Ermittlerin ist, allerdings krankhafte Angst vor Keimen hat und Vincent, der Mentalist und Experte für die Geheimnisse des menschlichen Geistes ist und an einer Autismus-Spektrum-Störung leidet. Gemeinsam funktionieren beide während der Ermittlungen jedoch genial und sind sich trotz ihrer „Störungen“ auch sehr sympathisch. Leider nimmt die zuweilen sehr detaillierte Beschreibungen der Protagonisten einen großen Raum ein, was manchmal zu langatmig wird. Der Kriminalfall ist jedoch trotz allem sehr interessant und bei dem einen Mord bleibt es auch nicht. Leider rückt der Fall oftmals durch die ausführlichen Beschreibungen der Charaktere in den Hintergrund. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte sehr spannend, obwohl die Beschreibungen der Opfer ziemlich grausam sind, passt dies jedoch sehr gut zu der Handlung und der Szenerie, was zuweilen eine unheimliche Atmosphäre erzeugt. Die Konstruktion und der Aufbau des Kriminalfalls gefielen mir sehr gut und die Auflösung war am Ende sehr überraschend, jedoch durchaus nachvollziehbar. Besonders die Beschreibung der mentalen Zauberei und der Illusionen machen die Geschichte besonders und lockern sie auch auf. Sehr gut haben mir auch die Rückblenden in die Vergangenheit von Mina und Vincent gefallen, wodurch man die beiden besser kennenlernt und sie nahbarer werden. Für mich war dies der spannende Beginn einer Trilogie, bei der ich auf die nächsten Teile sehr gespannt bin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2022

Ein bisschen Magie und viel Atmopshäre

Der vergessene Geschmack von Glück
0

Die Geschichte handelt von Leif Söderberg, der in einem alten Hotel als Koch anheuert und von Anna-Greta Olsson, die sich hundert Jahre zuvor von einer Klippe in den Tod stürzt. Wie diese beiden Geschichten ...

Die Geschichte handelt von Leif Söderberg, der in einem alten Hotel als Koch anheuert und von Anna-Greta Olsson, die sich hundert Jahre zuvor von einer Klippe in den Tod stürzt. Wie diese beiden Geschichten zusammenhängen, erzählt Lars Simon in seiner bildhaften und atmosphärischen Sprache mit einem sehr flüssigen und detailverliebten Schreibstil.
Die beiden Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen. In einem guten Wechsel wird Anna-Greta Olssons Geschichte mit ein wenig Magie, mit der von Lars Simon verwoben. Zudem erhält man hierbei einen Einblick in das Leben auf Fjärranö vor hundert Jahren und erfährt, warum sie sich damals das Leben nahm. Sehr gut haben mir auch die Beschreibungen gefallen, wie Leif mit viel Hingebung und Leidenschaft seine Gerichte zubereitet. Zum Ende hin sieht man die Entwicklung des Protagonisten, der hierbei lernt, was wichtig im Leben ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2022

Friends to Lovers

Only Us - Unerreichbar
0

In dem dritten Band der Only-Us-Reihe von Melanie Harlow geht es dieses Mal um Meg, die eigentlich in Washington lebt und nur zur Hochzeit ihrer Schwester auf die Cloverleigh Farm kommt. Während dieser ...

In dem dritten Band der Only-Us-Reihe von Melanie Harlow geht es dieses Mal um Meg, die eigentlich in Washington lebt und nur zur Hochzeit ihrer Schwester auf die Cloverleigh Farm kommt. Während dieser Zeit trifft sie sich mit ihrem besten Freund Noah und bemerkt, dass mehr aus ihrer Freundschaft geworden ist.

Es war schön die Schwestern, die ich aus den bisherigen Romanen kannte wiederzutreffen. Diese Szenen fand ich immer sehr gelungen. Die Geschichte zwischen Meg und Noah hat mir jedoch nur bedingt gefallen. Die beiden Protagonisten verhielten sich meiner Meinung nach oftmals nicht altersgemäß und ihre Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Auch fehlte mir bei der Beziehung der beiden die Romantik. Zum Ende hin kam es noch zu einer Wendung und es wurde noch einmal sehr interessant, was den Rest der Geschichte wieder aufgewertet hat. Sehr negativ ist mir allerdings die oftmals sehr einfache Sprache aufgefallen, die sich durch den ganzen Roman gezogen hat.
.
Fazit: Ein netter Roman, bei dem mir leider ein wenig die Tiefe und Romantik gefehlt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.05.2022

Ein spannender Krimi aus der viktorianischen Zeit

Mord im Gewächshaus
0

Bei diesem Kinderroman begegnet man einem toughen Mädchen mit großem kriminalistischem Spürsinn und viel Humor. Myrtle Hardcastle beobachtet ihre Umgebung sehr genau. Daher fällt ihr auch sofort ...

Bei diesem Kinderroman begegnet man einem toughen Mädchen mit großem kriminalistischem Spürsinn und viel Humor. Myrtle Hardcastle beobachtet ihre Umgebung sehr genau. Daher fällt ihr auch sofort auf, dass etwas mit ihrer Nachbarin nicht stimmt und nachdem sich herausstellt, dass diese verstorben ist, beginnt sie daher, unterstützt von ihrer Gouvernante, selbst zu ermitteln. Sehr interessant ist hierbei, dass die Geschichte im England des 19. Jahrhunderts spielt, wodurch der Leser gleichzeitig noch eine kleine Zeitreise mit vielen anderen Sitten und Gebräuchen und natürlich auch anderen Ermittlungsmethoden macht. Hierzu werden einige Begriffe, die für die jungen Leser vielleicht schwer zu verstehen sind, mit Fußnoten noch näher erläutert, was mir sehr gut gefallen und meiner Tochter zum besseren Verständnis sehr geholfen hat. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und sowohl die junge Protagonistin als auch alle anderen Figuren sind sehr gut gezeichnet und ich habe alles sehr bildhaft vor mit gesehen und konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Dies kam sicher auch daher, dass der Roman aus Myrtles Perspektive in der Ich-Form erzählt wird und die Leser daher intensiver in die Geschichte und die Ermittlungen eintauchen.

Der Autorin Elizabeth C. Bounce ist ein Krimi gelungen, der sowohl meine Tochter als auch mich begeistert hat und wir freuen uns schon sehr auf die Folgebände.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2022

Ein Sommer in Hamburg

Das Glück riecht nach Sommer
0

Ina ist Ärztin und möchte sich einen früheren Traum erfüllen und in Hamburg in dem Krankenhaus arbeiten, in dem sie bereits während ihres Medizinstudiums ein Praktikum gemacht hat. Daher kündigt sie ihre ...

Ina ist Ärztin und möchte sich einen früheren Traum erfüllen und in Hamburg in dem Krankenhaus arbeiten, in dem sie bereits während ihres Medizinstudiums ein Praktikum gemacht hat. Daher kündigt sie ihre Stelle in dem Husumer Krankenhaus und zieht zu ihrer Freundin Filiz in deren WG. Doch hier beginnen bereits die ersten Hürden ihres neuen Lebens in Hamburg. Da sie in der WG nicht bleiben kann, zieht sie kurzerhand in eine Laube am Alsterfleet. Von nun an ist Ina damit beschäftigt ihr neues Leben zu organisieren, eine Wohnung und einen Job zu finden, was sich als nicht so einfach erweist. Doch sie beginnt auch mit Hilfe ihrer Nachbarn den Kleingarten zu pflegen und neu zu bepflanzen.
Es war sehr schön Ina auf ihrem Weg in ihr neues Leben zu begleiten und einen heißen Sommer in einer Laube in Hamburg zu erleben. Ich konnte den Fluss, die Wildblumenwiese, das Nachtleben Hamburgs am Wasser und in Kneipen und die Hitze des Sommers immer lebhaft vor mir sehen.
Meike Werkmeister hat mit Ina eine sehr sympathische Protagonistin mit vielen Stärken und einigen Schwächen und Problemen geschaffen, was sie aber noch sympathischer und nahbarer macht. Sie sorgt sich um ihre Familie und kümmert sich um ihre Freunde und neuen Nachbarn in der Laube.
Aber auch die Nebenfiguren wurden alle sehr gut dargestellt und es war eine gute Mischung aus verschiedenen Charakteren, was die Geschichte stets abwechslungsreich und unterhaltsam machte.
Der Roman hat von der ersten Seite an Spaß gemacht zu lesen und die Geschichte wurde durch die verschiedenen Schauplätze und Charaktere immer interessanter. Besonders Inas Befreiung aus ihren früheren Zweifeln und Ängsten und ihr Engagement für ihre Freunde machte die Geschichte besonders und hat mir sehr schöne Lesestunden beschert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere