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Veröffentlicht am 30.12.2021

Wurde eine Überleitung für Band 5 benötigt?

Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht
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Eigentlich ein netter, wenn auch aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendiger Zwischenband, bevor es mit der Geschichte um Nessa und Cassian weiter geht.
Die Geschehnisse um Feyre und Rys hätten aus meiner ...

Eigentlich ein netter, wenn auch aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendiger Zwischenband, bevor es mit der Geschichte um Nessa und Cassian weiter geht.
Die Geschehnisse um Feyre und Rys hätten aus meiner Sicht nicht unbedingt erzählt werden müssen, waren aber recht schön.

Nessa und Cassian wurden in diesem für die Autorin doch ungewöhnlich schmalen Roman jetzt viel ausführlicher charakterisiert, wenn auch zumeist eher indirekt (vor allem Nessa).
Und hier liegt für mich zumindest der eigentliche Sinn dieses ganzen Romans.
Nessa wird bereits in den ersten Bänden als sehr unzugänglich und in ihrem Verhältnis zu Feyre sehr kompliziert dargestellt. Dass sie sich mit den Ereignissen um ihre Wandlung zur Fey nicht so einfach abfindet und sehr ablehnend reagiert, auch dass wurde bereits deutlich. Am Ende des dritten Romans ist das Verhältnis von Nessa zu ihrer Umwelt nicht unbedingt gut, aber definitiv nicht so selbstzerstörerisch, wie sie nunmehr in diesem Roman beschrieben wird.
Diese Nessa hier wirkte schon wie eine andere Persönlichkeit. Ich kann es mir nur so erklären, dass eine andere Charakterisierung notwendig war, um überhaupt genug Stoff für die ab Band 5 folgende Charakterentwicklung zu haben.

Das hat mir jetzt nicht wirklich gefallen.

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Veröffentlicht am 30.12.2021

Lesenwerter Auftakt, der nicht nur für Mädchen beworben werden sollte

Das Bücherschloss (Band 1) - Das Geheimnis der magischen Bibliothek
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Ein Mädchen, dass seit dem Tod der Mutter nicht mehr lesen mag zieht mit seinem Vater in ein Schloss, in dem magische Wesen darauf warten, dass gerade so ein Mädchen wie Becky die Bücher in der geheimen ...

Ein Mädchen, dass seit dem Tod der Mutter nicht mehr lesen mag zieht mit seinem Vater in ein Schloss, in dem magische Wesen darauf warten, dass gerade so ein Mädchen wie Becky die Bücher in der geheimen Bibliothek vor dem Verfall rettet, indem es sie liest.
Gemeinsam mit ihrem neuen Freud Hugo beginnt sie Schritt für Schritt sich auf dieses Abenteuer einzulassen …

Mit dieser Geschichte findet eine neue Buchreihe für Kinder ab 8 Jahren ihren Auftakt. Mehr als im Wesentlichen eine Einführung in die Charaktere und die Gesamtsituation findet eigentlich nicht statt. Aber es macht wirklich Spaß die Geschichte mit den sehr illustren magischen Charakteren zu lesen und Kinder möchten sicher wissen, wie es denn weiter geht.

Schreibstil, Aufteilung der Kapitel und Illustrationen, alles ist passend auf die Zielgruppe abgestimmt.

Für die Geschichte selbst gibt es eine klare Leseempfehlung für Kinder im Grundschulalter zum Selberlesen. Und als Vorlesebuch sind bestimmt auch bereits Sechsjährige für die Geschichte einzunehmen.

Was ich persönlich langsam nicht mehr so gut finde ist der allgemeine Trend, dem auch der Loewe Verlag gefolgt ist und das Buch als Abenteuerreihe für Mädchen beworben hat. Gleiches gilt aus meiner Sicht auch für Reihen, die explizit für Jungen beworben werden.

Die Geschichte ist für Kinder generell geeignet.

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Schöner Wikingerroman mit überraschender Location

Wikingerblut – Die Rache des Kriegers
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Der Roman hat einfach alles, was man von einem Wikingerroman erwarten sollte; ein frühmittelalterliches Setting; Verstoßene, die entweder auf Rache aus sind oder zurück in die Gesellschaft wollen; harte ...

Der Roman hat einfach alles, was man von einem Wikingerroman erwarten sollte; ein frühmittelalterliches Setting; Verstoßene, die entweder auf Rache aus sind oder zurück in die Gesellschaft wollen; harte Charaktere, die sich in unterschiedlichen Schicksalswendungen zurechtfinden müssen; Intrigen und Verrat; aber auch die gemeinhin bekannte Eingeschworenheit und Brüderlichkeit einer Gemeinschaft.

Es fiel mir nicht schwer mit den Charakteren des Romans mit zu fühlen – sowohl den Protagonisten, als auch Antagonisten. Das zeugt vom guten schriftstellerischen Vermögen des Autors.
Was mich jedoch am meisten an diesem Roman überzeugt hat, ist das Einfühlungsvermögen in die historische Zeitstimmung des 9. Jahrhunderts. Die Charaktere wirken in diesem Rahmen sehr glaubwürdig. Die Wikinger überzeugen eben so sehr wie die Schotten und eben auch die noch vorhanden Reste der Pikten.
Gerade das Auftauchen Letzterer fand ich überraschend gelungen, gibt es doch recht wenig Überliefertes aus der abschließenden Phase der piktischen Besiedlung.
Aber alles scheint passend und stimmig, so dass das Lesen des Romans mir persönlich richtig Spaß bereitet hat und das Buch nicht umsonst mein Monatshighlight im Oktober war.

Ich kann den Roman allen Liebhabern historischer Romane aus der Wikingerzeit wirklich empfehlen. Auf den zweiten Band „Wikingerblut – Schlacht der Nordmänner“ bin ich sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 27.10.2021

Irgendwie wünschte ich mir, es würde noch weiter gehen

Das Schwarze Lied
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Für Anthony Ryan gilt ja eigentlich ein wenig der Grundsatz „Episch, epischer und bis wohin kann man die Handlung noch steigern?“. Dies gilt grundlegend auch für den Abschluss der Rabenklinge-Dilogie, ...

Für Anthony Ryan gilt ja eigentlich ein wenig der Grundsatz „Episch, epischer und bis wohin kann man die Handlung noch steigern?“. Dies gilt grundlegend auch für den Abschluss der Rabenklinge-Dilogie, jedoch nicht so sehr im Hinblick auf die Weltbeschreibung wir im ersten Band.
In diesem Buch liegt die Steigerung eigentlich in der inneren Reise Vaelins und seiner eigenen Weiterentwicklung. Jetzt hat er endlich wieder das Lied in sich und doch ist es gänzlich anders als erwartet und so stellt sich sowohl für Vaelin, als auch für den Leser die Frage: Wer beherrscht wen? Das Lied Vaelin oder Vaelin das Lied? Die Auseinandersetzung damit zieht sich bis zum Abschluss durch das Buch. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen.

Doch leider kam vielleicht deshalb der Konflikt mit Kehlbrand für mich am Ende irgendwie zu kurz. Es gab zwar durchgängig auch wieder Andeutungen, warum Kehlbrand zu dem geworden ist, der er jetzt nun einmal ist. Doch in der Quintessenz war mir die finale Auseinandersetzung der beiden Hauptprotagonisten ein wenig zu flach im Rahmen einer Endschlacht geregelt.
Aber auch das ist nur Klagen auf hohem Niveau meinerseits, denn als Gesamtpaket war der Roman stimmig und ein tolles Leseerlebnis.
Auch wenn die Handlung abgeschlossen ist, wünsche ich mir doch sehr, dass es in Zukunft doch noch etwas mehr aus dem Leben von Vaelin geben wird.

"Das Schwarze Lied" ist für mich derzeit auf dem besten Weg das Lesehighlight 2021 für mich zu werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in diesem jahr noch einen anderen Highfantasyroman geben wird, der mich mehr begeistern könnte.

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Veröffentlicht am 27.10.2021

Lesenswert, aber keine Weiterentwicklung

Henry Smart 2. Götteragent im Einsatz
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Henry ist aus den Ferien zurück und freut sich schon regelrecht auf seinen eintönigen, langweiligen Schulalltag. Doch da steht plötzlich eine neue Mitschülerin in seiner Klasse, auf die Henry gerne verzichtet ...

Henry ist aus den Ferien zurück und freut sich schon regelrecht auf seinen eintönigen, langweiligen Schulalltag. Doch da steht plötzlich eine neue Mitschülerin in seiner Klasse, auf die Henry gerne verzichtet hätte – Hilda. Und die hält auch nicht mit dem Grund ihres Erscheinens hinter dem Berg.
Henry soll gleich wieder im Auftrag von Wotan in den nächsten Einsatz nach Frankreich, denn wie es aussieht will Alberich diesmal Nibelungengold aus dem Louvre stehlen. Und in Paris steht ihnen niemand anderes als der berühmte D’Artagnan zur Seite!

Die Geschichte selbst ist auch in diesem Band ganz schön gestaltet, denn als Hintergrund für die Handlung die berühmte Geschichte von Alexandre Dumas mit Fokus auf D’Artagnan und Constance zu nutzen, ist schon unterhaltsam.
Doch bis auf diesen Hintergrund ist alles adäquat zum ersten Band – Zeitreisegeschichte, grundlegend die gleiche Gruppe mit den gleichen Schwächen und Sprüchen – das wird etwas ermüdend und teilweise sogar zu bemüht.
Mir fehlte das das „gewisse Etwas“, so dass ich streckenweise die Lust am Buch verlor.

Insgesamt ist es ein nettes Abenteuer und wie der erste Band als Einzelgeschichte durchaus schön zu lesen, doch als Reihe hat es für mich kein Potential. Vielleicht hatte der Oetinger Verlag das ähnlich gesehen, denn bis heute gab es keine Fortsetzung. Aber man weiß ja nie.
Ich habe dieses Buch nun auch in unsere Schulbibliothek gegeben, denn der erste Band hat sich dort bereits einiger Beliebtheit erfreut.

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