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The_Lord_Pepper

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Episoden aus dem seltsamen Leben anderer Menschen

Der Fluss der Zeit
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"Der Fluss der Zeit" von Pascal Mercier ist im Januar 2026 beim Hanser Verlag erschienen. Ich habe das e-book auf einer Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür.

Das kurze Buch ...

"Der Fluss der Zeit" von Pascal Mercier ist im Januar 2026 beim Hanser Verlag erschienen. Ich habe das e-book auf einer Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür.

Das kurze Buch beinhaltet eine Sammlung von 5 Kurzgeschichten aus dem Nachlass von Pascal Mercier. Der Autor war mir bereits ein Begriff, doch ich habe bisher noch nichts von ihm gelesen, so dass ich sehr gespannt darauf war, was mich hier erwartet.

Alle 5 Geschichten haben gewisse Gemeinsamkeiten - sie schildern eine Art Einsamkeit der Menschen im Alltag und in ihrem Leben. Mercier beschreibt gewissermassen als Beobachter, der aber irgendwie dennoch mitten in den Ereignissen dabeizusein scheint. Äusserlich scheinen alle Episoden nahezu ereignislos zu sein, haben jedoch auf ihre jeweiligen Protagonisten eine starke Wirkung - in der Geschichte "Tödlicher Lärm" gar eine äusserst endgültige Wirkung. Die Stärke der Geschichten liegt in der Eindringlichkeit der Beschreibung, und darin, wie sie den Leser in ihre jeweilige Welt ziehen und viele Gedanken auslösen.

Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht recht weiss, was ich von diesem Buch halte. Die Geschichten sind durch ihre Einfachheit sehr stark, und sprachlich sehr ansprechend. Dennoch spring für mich der Funke nicht so richtig über, und ich fühle eine gewisse Ratlosigkeit, die sich nicht nur aus der Wirkung der Geschichten erklären lässt. Die Auseinandersetzung mit Menschen in ihren verschiedenen Krisen, und das auch noch teilweise lediglich angedeutet ist anspruchsvoll, und nicht jedermanns Sache. Auch wenn das Buch kurz ist und sich wunderbar flüssig liest, ist es keine allzu leichte Lektüre. Ich würde das Buch literarisch interessierten Menschen empfehlen, nicht jedoch jemandem, der in erster Linie nach einer leichten, genussvollen Lektüre sucht.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Cozy Vorweihnachts-Crime

Der Tod backt heute Weihnachtsplätzchen
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"Der Tod backt heute Weihnachtsplätzchen" ist ein Roman von Susanne Hanika, der im Dezember 2025 bei beTHRILLED erschienen ist. Ich habe das e-Book über eine Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, ...

"Der Tod backt heute Weihnachtsplätzchen" ist ein Roman von Susanne Hanika, der im Dezember 2025 bei beTHRILLED erschienen ist. Ich habe das e-Book über eine Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mal den ersten Band der Hirschgrund-Serie gelesen, "Der Tod kommt mit dem Wohnmobil". Als ich dann den Title dieses Buches gesehen habe, kam mir das gleich so bekannt vor - doch ich war sehr erstaunt zu sehen, dass dies bereits Band 27 der Hirschgrund-Morde ist. Campen scheint also was gefährliches zu sein... Die Geschichte hier lässt sich auch bestens ohne "Vorwissen" aus früheren Hirschgrund-Büchern lesen, da sie in sich abgeschlossen ist, und die einzelnen Charaktere auch hier ausreichend eingeführt werden.

Die Geschichte rund um die Campingplatzbesitzerin Sofia, die ein Händchen dafür hat, sich in auswegslose Situationen zu manövrieren, ist eigentlich trotz Todesfällen mehr Komödie als Krimi und sehr amüsant zu lesen. Die verschiedenen Protagonisten sind teilweise herrlich überzeichnet - genau so wie man sich ein Dauercamper-Klischee vorstellt. Wir begleiten hier die Hirschgrund-Truppe durch die Vorweihnachtszeit, bei einer grossen, mehrwöchigen Schnitzeljagd für die ganze Dorfgemeinschaft (sogar mit auswärtigen Teilnehmern) mit einem sensationellen Hauptgewinn, der jedoch mehr Geheimnisse birgt als auf den ersten Blick anzunehmen ist. Und dann blitzt da zwischendurch noch gewissermassen eine Hommage an Arsen und Spitzenhäubchen auf...

Das Buch ist sehr angenehm geschrieben, in einer bildhaften aber dennoch nicht gekünstelten Sprache. Der Aufbau erscheint mir genau passend - nicht zu langatmig, aber auch nicht mit zu grossen Sprüngen, so dass man als Leser gemütlich mitkommt.

Ich empfehle das Buch den Leserinnen und Lesern, die Spass haben an Regio-Krimi-Komödien und ein Buch passend zur Vorweihnachtszeit suchen.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Unterhaltsam und kurzweilig

Influencer wider Willen
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"Influencer wider Willen" ist ein Roman von Katja Ollech, der im Juli 2025 erschienen ist. Ich habe das e-Book auf einer Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür.

Im Zentrum ...

"Influencer wider Willen" ist ein Roman von Katja Ollech, der im Juli 2025 erschienen ist. Ich habe das e-Book auf einer Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür.

Im Zentrum der Geschichte steht Anne. So ziemlich alles an Anne und an ihrem Leben ist durchschnittlich bis unbefriedigend, doch Anne hat sich irgendwie in einer Nische eingerichtet und glaubt, eigentlich ziemlich zufrieden damit zu sein. Bis eine Reihe kurz aufeinanderfolgender Ereignisse ihr Leben auf den Kopf stellt, und ehe sie sich's versieht muss Anne sich und der Welt beweisen, dass sie das Zeug dazu hat, in kurzer Zeit Influencerin zu werden. Auf dem Weg zu ihrem Ziel hangelt sich Anne durch verschiedenste grosse und kleine Fettnäpfchen - wird sie am Ende erreichen, was sie anstrebt?

Mir hat dieses Buch ausgezeichnet gefallen. Es ist sehr angenehm und eingängig geschrieben, die Charaktere sind sympathisch und nahbar dargestellt (Bonuspunkte für die coole Oma!), bis auf die Bösewichte, die angemessen unsympathisch daherkommen. Die Plot-Idee ist lustig und nicht ganz gewöhnlich, obwohl in der heutigen Zeit eigentlich naheliegend. Das Buch liest sich sehr leicht, ich habe es in kurzer Zeit in einem Rutsch durchgelesen.

Mein Fazit - wer einen unterhaltsamen, kurzweiligen Roman mit etwas Romanze und Happy End lesen möchte wird hier auf seine oder ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Furchtbarer Schreibstil

Die Assistentin
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"Die Assistentin" ist ein Roman von Caroline Wahl, der 2025 erschienen ist. Ich habe "Die Assistentin" als Hörbuch, herausgegeben vom argon Verlag in einer von der Autorin gelesenen Fassung, auf einer ...

"Die Assistentin" ist ein Roman von Caroline Wahl, der 2025 erschienen ist. Ich habe "Die Assistentin" als Hörbuch, herausgegeben vom argon Verlag in einer von der Autorin gelesenen Fassung, auf einer Bücherplattform als Rezensionsexemplar erhalten, vielen Dank dafür.

Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz unvoreingenommen an dieses Hörbuch herangegangen bin: Caroline Wahl ist in den letzten Jahren recht präsent in den Medien, und die Geister scheiden sich an ihr. Ich habe bisher noch keine Bücher der Autorin gelesen, und war darum gespannt, was ich von der Assistentin halten würde. Nun - mein Urteil ist zwiespältig.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der Hauptdarstellerin Charlotte erzählt, als Rückblende auf ein Jahr als Berufsanfängerin, die von ausserhalb für ihren neuen Job nach München zieht. Schnell wird klar, dass der Job nicht Charlottes grosser Traum ist, sondern eher mal einfach einen "Einstieg" ins Leben darstellt. Vermutlich (meine Interpretation) trägt die Geschichte autobiographische Züge, da auch die Autorin einmal eine Weile bei einem Verlag in Zürich gearbeitet hat.

Als erstes ist der Schreibstil zu erwähnen: den empfinde ich als unglaublich gesucht, möchtegern-literarisch, kurz einfach wirklich sehr schlecht. Es werden diverse Stilmittel bis zum Erbrechen bemüht. In allen Sätzen, Gedanken, der Beschreibung von Handlungen werden Wörter drei-, viermal wiederholt, als ob man damit etwas Nachdruck verleihen wolle. Wenn Personen miteinander sprechen, dann wird zuerst erwähnt, was die Person sagt, und dann sagt die Person das in direkter Rede. So kann man natürlich flockig auch mal die Seitenzahl verdoppeln wenn alles zweimal gesagt wird. Oder auch die Personen im Verlagshaus, die sich immer mit Kürzeln anreden, und dann steht vor jeder direkten Rede dieses Kürzel, ausser bei der Kollegin deren Kürzel vergessen wurde. Ach, es ist einfach wahnsinnig unoriginell. Hin und wieder durchbricht die Autorin die vierte Wand und wendet sich gewissermassen direkt an den Leser. Eigentlich finde ich das ja mal noch eine interessante Variante - aber dann kommen so Sätze wie "Das könnte nun einfach so weitergehen. (...) während sich die Leser allmählich fragen, was die ganzen Wiederholungen sollen und ob dem Ganzen nicht bald die Luft ausgeht." Und - dann geht es einfach so weiter. Nun ja, als Leser kommt man sich hier einfach verhöhnt vor. Was dem ganzen dann noch alle Spannung nimmt - die Autorin greift regelmässig recht weit in der Handlung vor. Und dann wird später tatsächlich alles nochmals genau so erzählt.

Als zweites ist der Inhalt des Buches zu nennen: Das ist der Grund, warum ich hier nicht nur einen Stern vergebe. Die erste Hälfte des Buches ist wirklich verlorene Lebenszeit, aber in der zweiten Hälfte verdichtet sich die Erzählung und regt sehr zum Nachdenken an. Wichtige Themen wie Mobbing, Selbstausbeutung, Narzissmus, ein Umfeld welches nicht willens oder nicht fähig ist die nötige Unterstützung zu bieten - das alles hätte es verdient, einen würdigen Rahmen zu bekommen. Leider geht aber die Handlung neben dem verstörenden Schreibstil total unter.

Als drittes bleibt noch das Hörbuch als solches. Hier hat sich die Autorin leider gar keinen Gefallen getan. Ihre Lesestimme klingt sehr monoton, hölzern und gelangweilt - ich weiss nicht, ob das Absicht ist, um die Grundstimmung des Buches zu unterstreichen. Es wird auch sehr langsam gelesen - ich habe das Hörbuch meist mit 1.5-facher Geschwindigkeit gehört, dann war es einigermassen ok. Leider neigt die Autorin zudem zu Hyperkorrektur (zB "Tich" statt "Tisch"), was ich beim Zuhören als sehr störend empfinde. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Buch wesentlich besser gefunden hätte, wenn es von einem professionellen Sprecher oder Sprecherin eingelesen worden wäre - aber es wäre sicher immerhin angenehmer zu hören gewesen.

Fazit, ich bereue es nicht sehr, dieses Hörbuch gehört zu haben, aber ich würde weder Hörbuch noch Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Spannend, aber heftig

Der Soldat
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“Der Soldat” ist ein Thriller von Roland Hebesberger, der im Juli 2025 im Empire Verlag erschienen ist. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar auf einer Bücherplattform erhalten, vielen Dank dafür.

Der ...

“Der Soldat” ist ein Thriller von Roland Hebesberger, der im Juli 2025 im Empire Verlag erschienen ist. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar auf einer Bücherplattform erhalten, vielen Dank dafür.

Der Leser wird gleich zu Beginn mitten in eine ziemlich explizite Gewaltszene hineingezogen, wir haben es offenbar mit einem Rächer und einem Betrüger zu tun. Anlass der Szene wie auch Hintergrund der Personen bleiben jedoch noch im Dunkeln. Einen Tag später lernen wir einige Vertreter des CID - quasi die Kriminalpolizei der US Army - und des Profiler-Teams des BKA kennen. Ein Soldat der Army ist in Deutschland nicht mehr auffindbar - ist er zum Mörder geworden? Etwas widerstrebend arbeiten CID und BKA zusammen und kommen dem Täter allmählich auf die Spur, doch sie haben mit tödlichen Rückschlägen und Irrtümern zu kämpfen.

”Der Soldat” ist ein vielschichtiger, spannender Thriller mit unerwarteten Wendungen und interessanten Charakteren. Besonders gefallen hat mir Tanja, die als Studentin bereits voll in einem anspruchsvollen Polizeijob arbeitet. Aber auch die anderen Hauptpersonen, Jan und Lisa, sind facettenreich dargestellt, und haben sowohl dunkle als auch sympatische Seiten. der Fokus auf Verhaltensanalyse und die Ergänzung der Geschichte mit einer weiteren psychologischen Rahmenhandlung sind sehr interessant.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch liest sich sehr flüssig, und die Darstellung in eher kurzen Kapiteln ist etwas, das mir zusagt. Weniger gefallen haben mir die teils sehr expliziten Gewaltdarstellungen - hier hätten aus meiner Sicht auch Andeutungen ausgereicht. Leser, die mit gewissen Themen Mühe haben sind gut beraten, die Triggerwarnungen vor der Lektüre zu prüfen.

Offenbar ist “Der Soldat” Teil einer Reihe um die Analysten Jan Theurer und Lisa Seifert - ich habe bisher noch keine Bücher dieser Reihe gelesen, aber ich kann mir gut vorstellen, dies künftig noch zu tun.

Mein Fazit - “Der Soldat” ist ein sehr solider Thriller mit einem Fokus auf psychologische Aspekte und gewissermassen auf den Blick in den Kopf von Opfer und Täter. Aufgrund der teilweise drastischen Darstellungen ist das Buch sicher nicht für Jugendliche geeignet, und auch nicht für in dieser Hinsicht empfindliche Personen.

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