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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2020

Bedrückende Geschichte einer zerrissenen Frau

Grace. Das Mädchen mit den weißen Handschuhen
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Grace Kelly, ist auf dem Weg nach oben, bekannt für ihre Disziplin und Strebsamkeit absolviert sie ihre Ausbildung als Schauspielerin. Doch ihr Traum von einer Karriere am Theater und Ruhm am Broadway ...

Grace Kelly, ist auf dem Weg nach oben, bekannt für ihre Disziplin und Strebsamkeit absolviert sie ihre Ausbildung als Schauspielerin. Doch ihr Traum von einer Karriere am Theater und Ruhm am Broadway erfüllen sich nicht. Über ihre Erfolge als Modell und etliche Fernsehspiele kommt sie zum Film und nach Hollywood. Dabei begegnet ihr einiges an Männern, meist schon etwas älter...



Dieser Roman, "Grace. Das Mädchen mit den weißen Handschuhen" von Autorin Kerri Maher, zeichnet das Leben von Grace Kelly, der berühmten Schauspielerin und späteren Fürstin von Monaco nach. Der Werdegang zum Filmstar wird sehr detailliert geschildert, dabei werden die Träume und Wünsche dieser jungen Frau deutlich, alles im Rahmen des damaligen Denkens und Zeitgeistes. Das gelingt der Autorin wirklich recht gut, allerdings könnte die Geschichte dabei noch ein wenig mehr Herzblut und Feuer vertragen. Auch in der späteren Rolle als Fürstin wirkt Grace, blass, unnahbar und teils gar unsympathisch. Man fragt sich beim Lesen des Öfteren was ist fiktiv und was wirklich wahr. Wechselte sie von der Rolle, als berühmte Schauspielerin endlich die Aufmerksamkeit des Vaters erringen zu können, einfach nur gänzlich in die Rolle der Frau, die einem Fürsten gefallen muss? Es ist sicherlich traurig, die eigenen Wünsche nur hinten anzustellen und diese unglaublichen Ansprüche an sich selbst zu stellen. Ihre Zerrissenheit wird deutlich, doch so ganz überzeugt von ihrer Persönlichkeit war ich am Ende nicht. Die Stärke und Kraft ihrer Jugend wurden plötzlich ersetzt durch eine gelangweilte Frau voller Unterwürfigkeit. Viel Fiktion, dazu fixe Daten der Filmgeschichte und anderer Lebensereignisse im Wechsel bremsen öfters mal den Lesefluss.

Mein Fazit: Grace war sicherlich eine sehr interessante Figur des öffentlichen Lebens, doch habe ich mir ihre Person etwas lebhafter und leidenschaftlicher vorgestellt, die erwähnte Rolle der Eisprinzessin konnte die Autorin für mein Gefühl nicht ausräumen. Der Roman ist ganz unterhaltsam, er enthält etliche Informationen zur Schauspielerin und den Filmen von Grace Kelly, der Part Fürstin ist etwas dürftiger gehalten.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Mit Band fünf ein Ausflug in die aufregende Zeit der Weimarer Republik

Gut Greifenau - Silberstreif
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1923-1928, in Gut Greifenau geben sich Glück und Pech die Hand, besonders im Dienstbotentrakt geht es aufregend zu! Die Wirtschaftskrise beutelt die Welt und während Graf Konstantin und Rebecca verzweifelt ...

1923-1928, in Gut Greifenau geben sich Glück und Pech die Hand, besonders im Dienstbotentrakt geht es aufregend zu! Die Wirtschaftskrise beutelt die Welt und während Graf Konstantin und Rebecca verzweifelt versuchen das Gut in sichereres Fahrwasser zu bekommen, geht es den neureichen Industriellen wie Katharinas Schwiegervater sehr schnell immer besser! Doch Gesundheit kann man sich auch mit allem Geld der Welt nicht erkaufen...!



Im fünften Band „Gut Greifenau – Silberstreif“, von Autorin Hanna Caspian begleiten wir die Geschwister Konstantin, Nikolaus, Katharina, Alexander und deren Halbbruder Albert durch die aufregende Zeit der 20er Jahre. Die Politik der jungen Weimarer Republik, hält für jedes der Familienmitglieder und ihr Umfeld so einige Überraschungen bereit, gute wie schlechte!

Es ist auf alle Fälle wieder sehr aufregend und am Ende ist man schon voller Vorfreude auf Band sechs, denn der Cliffhanger ist einfach enorm emotional!

Der Schreibstil ist wie gewohnt unglaublich intensiv und eindrucksvoll, die Autorin beherrscht es ungemein den Leser zu fesseln und ihre Figuren ins rechte Licht zu setzen, das macht die Faszination dieser Serie aus.

Allerdings ist es ungemein wichtig die Reihe chronologisch anzugehen um die Familiensaga gänzlich genießen zu können!

Mein Fazit: Eine grandiose historische Familiengeschichte die ein ganzes Dorf mitsamt seinem Gutsherren über Jahrzehnte und etliche Generationen hinweg begleitet! Es ist so aufregend und packend, ich freue mich jetzt schon auf den finalen sechsten Band:)

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Veröffentlicht am 05.12.2020

Spannender neuer Fall für das originelle Franken/Allgäu-Duett

Tod in Oberammergau
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Zwei Leichen pflastern diesmal den "Kreuz-Weg" von Philipp Marlein und Emil Bär und schon stecken sie mitten in ihrem vierten gemeinsamen Fall! Eigentlich wollten die zwei ja nur nett Geburtstag feiern! ...

Zwei Leichen pflastern diesmal den "Kreuz-Weg" von Philipp Marlein und Emil Bär und schon stecken sie mitten in ihrem vierten gemeinsamen Fall! Eigentlich wollten die zwei ja nur nett Geburtstag feiern! Dafür überrascht Marlein seinen Freund Emil wieder mit einem spannenden Seminar zum Thema "Glaubensfragen", dieses Mal im fränkischen Gegenstück zu Andechs, dem Kloster Kreuzberg. Dort treffen die Beiden auch gleich auf zwei schnuckelige nette Damen, an denen sie leider nicht lange Freunde haben, denn gleich nach der ersten Tuchfühlung, müssen sie ihre Bekanntschaft zu Kreuze tragen, im wahrsten Sinne des Wortes.....



Im neuen Fall der zwei speziellen Freunde und Schnüffler Marlein und Bär “Tod in Oberammergau”, vom Autorenduo Xaver Maria Gwaltinger und Josef Rauch dreht sich alles um die Passion Christi und die spannende Frage: “War etwa der Tod von Jesus am Kreuz und seine anschließende Auferstehung so etwas, dass wir heutzutage Fake News bezeichnen!?”

Emil und Marlein geraten zwischen die Fronten, werden obendrein sogar als dringend Tatverdächtige von der Polizei verfolgt, wobei noch einige Opfer ihren Weg kreuzen. Die Autoren schicken unsere zwei Freunde auf eine rasante Flucht, dessen Ziel wie im Titel versprochen der Ort Oberammergau ist, das Mekka der Passion Christi und natürlich der perfekte Schauplatz für den Show-Down!

Wie immer wechseln sich die Autoren und dabei auch ihre Protagonisten in der Sicht auf die Dinge in den Kapiteln ab. Dabei sorgen die actionreiche Handlung zusammen mit ihrem unverwechselbaren Schreibstil und dem speziellen Humor für eine aufregende Lektüre.



Mein Fazit:

Wieder ein toller neuer Fall für unser Duo, die Thematik fand ich wirklich spannend, irgendwie auch passend zu diesem Jahr;) Der finale Schlagabtausch war vielleicht nicht ganz so dramatisch ausgereizt wie gewohnt, dafür fand ich den Beginn samt der ungewöhnlichen Flucht von Bär einfach mega!

Habe mich auch diesmal großartig unterhalten gefühlt, der Humor liegt einfach ganz auf meiner Linie:) Empfehlenswerte Kriminalserie, allerdings rate ich dazu die Teile am besten chronologisch zu lesen, dann hat man sicherlich den größten Unterhaltungsfaktor.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Aufregender Auftakt einer neuen Familien-Saga, spielend in den 30er Jahren

Das Unrecht der Väter
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1936 Bernried am Starnberger See – der Gutshof von Paul Friedrich von Falkenstein ist mittlerweile auch Sitz einer erfolgreichen Firmen-Dynastie, die der Gutsherr zusammen mit den Gebrüdern Wilhelm und ...

1936 Bernried am Starnberger See – der Gutshof von Paul Friedrich von Falkenstein ist mittlerweile auch Sitz einer erfolgreichen Firmen-Dynastie, die der Gutsherr zusammen mit den Gebrüdern Wilhelm und Heinrich Lehmann gemeinsam betreibt. Die drei Familienoberhäupter kennen sich seit über 18 Jahren, da sie gemeinsam in einer Einheit im Ersten Weltkrieg dienten. Düstere Erlebnisse haben sie zusammengeschweißt wie Brüder, so dass sie ihre Zukunft nach dem Krieg gemeinsam planten.

Wohlgelaunt wird nun das 15. Firmenjubiläum gefeiert, dabei taucht überraschend die angehende Journalistin Erna Behrend auf und konfrontiert die Herren mit ihrer Vergangenheit.

Auch die nächste Familien-Generation steht schon in den Startlöchern, tut sich aber ebenfalls schwer, mit den drei Familienpatriarchen auszukommen! Währenddessen ziehen dunkle Wolken über Deutschland auf, denn seit drei Jahren ist Hitler nun Reichskanzler und die Naziherrschaft etabliert sich zusehends....



Mit ihrem ersten Band „Das Unrecht der Väter“ beginnt die Falkenbach-Saga von Autorin Petra Mattfeldt, geschrieben unter dem Pseudonym Ellin Carsta. Schon mit ihrer Hansen-Saga hat die Autorin ein Händchen für Familiengeschichte bewiesen.

Das Cover passt gut zu den 30er Jahre des vergangen Jahrhunderts und zur Geschichte selbst.

Im Roman wird die Zeit des aufkommenden Nazi-Reiches heraufbeschworen, aber auch die tragische Vergangenheit mit dem verlorenen Ersten Weltkriegs wird zum Thema. Die Autorin versteht es gekonnt die Konflikte von Alt und Jung zur Sprache zu bringen. Alle ihre Figuren sind höchst interessant gestrickt und charakterisiert. Die dramatische Geschichte dazu und dahinter kommt Stück für Stück ans Licht, keine der Personen ist so wie zu Beginn erwartet. Eine spannende Sache, wirklich aufregend zu Lesen!



Mein Fazit: Ein hervorragend flüssig zu lesender Roman, den ich im Rahmen eines Lesewochenendes genießen durfte. Die Lektüre hat von Beginn an fasziniert und gefesselt:) ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung! Wer allerdings einen in sich abgeschlossen Roman erwartet, wird enttäuscht werden, denn viele lose Enden warten noch auf Auflösung, es bleibt also spannend;)

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Veröffentlicht am 21.11.2020

Sehr speziell, sorgt für einige Verwirrung!

Die Djurkovic und ihr Metzger
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Restaurator Willibald Adrian Metzger freut sich so sehr auf seine bevorstehende Hochzeit, sodass er sogar bereit ist sich einen neuen Anzug zuzulegen. Doch seine Zukünftige entwickelt merkwürdige Allüren, ...

Restaurator Willibald Adrian Metzger freut sich so sehr auf seine bevorstehende Hochzeit, sodass er sogar bereit ist sich einen neuen Anzug zuzulegen. Doch seine Zukünftige entwickelt merkwürdige Allüren, quartiert sie ihn doch kurzerhand in seine Werkstatt um, zwecks geheimer Hochzeitsüberraschung und größerer Vorfreude. Doch das ist noch das harmloseste, was Hochzeit mäßig noch so alles auf ihn zukommt....

Im Laufe des Kriminalromans „Die Djurkovic und ihr Metzger“ kommt das Vorleben der Braut Stückchen für Stückchen ans Licht und sorgt für mächtig viel Aufregung im Leben von Willibald Metzger! Da dies mein erstes Buch aus der Feder von Thomas Raab ist, musste ich mich erstmal an den schon etwas speziellen Schreibstil gewöhnen, der jede Szene in sich kommentiert, oft recht ausschweifend daherkommt, und sarkastisch mächtig auf die Pauke haut. Dazu kommen die unterschiedlichsten Stilmittel, angeregte Konversationen, Code und Geheimagenten-Klatsch, deftiger Dialekt und Vergangenheiten-Rückschau. Es gibt Einiges zu verarbeiten für den Leser, an manchen Stellen beinahe zu viel des Guten, weniger wäre da oft mehr! Die Charaktere sind schräg und überzeichnet, auch die Story kommt reichlich übertrieben daher und oftmals haarsträubend.
Nachdem ich mich an den Stil gewöhnt hatte, fand ich die mafiöse Story aber zum Teil schon amüsant. Das es sich bei den Buch um den achten Teil einer Serie handelt, hat aber beim Verständnis gar nicht gestört!

Mein Fazit: Ziemlich schräge und verwirrende Lektüre, die einiges an Konzentration abverlangt. Die zahlreich enthaltenen Pointen sind witzig, die kriminelle Energie recht übertrieben aber dennoch schlüssig konstruiert. Der spezielle Humor ist sicherlich Geschmacksache, ich fand’s ganz unterhaltsam, aber auch teils anstrengend!

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