Profilbild von Tine13

Tine13

Lesejury Star
offline

Tine13 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tine13 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2019

Ein netter Roman über die Liebe und in welcher Form sie entstehen kann!

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
0

Tiffy will sich endgültig von ihrem Freund trennen, braucht dafür aber eine bezahlbare Wohnung, in London eine fast aussichtslose Sache! Sie hat die Wahl zwischen schimmliger Bruchbude oder einer kuriosen ...

Tiffy will sich endgültig von ihrem Freund trennen, braucht dafür aber eine bezahlbare Wohnung, in London eine fast aussichtslose Sache! Sie hat die Wahl zwischen schimmliger Bruchbude oder einer kuriosen Wohnungsteilung. Eine WG nach dem Motto einer nutzt die Wohnung am Tag, einer in der Nacht. Die Idee stammt von Leon, der dringend Geld braucht, um seinen Bruder finanziell zu unterstützen. Da Leon als Krankenpfleger nur Nachtschicht arbeitet, tagsüber schläft und am Wochenende bei seiner Freundin Kay ist, scheint eine Zeit-WG eine einträgliche Sache zu sein, um schnell an Geld zu kommen!
Freundin Kay kümmert sich dann auch um Mieterin Tiffy, allein schon um alle Fronten klarzumachen!
Leon hatte natürlich ja keine Ahnung mit welchen Kram Tiffy bei ihm einzieht, doch es gibt ja Post its, eine perfekte Art zu kommunizieren…..

Hinter dem ein wenig schrägen Liebesromandebüt „Share to Love", der jungen englischen Autorin Beth O'Leary, liegt eine kuriose Idee zugrunde.Vielleicht wird es die Revolution auf dem Wohnungsmarkt;) Teile deine Wohnung nach Zeitplan! Bei den teuren und raren Wohnungen in den Großstädten ist das ja gar nicht so abwegig, wer weiß was die Zukunft uns noch bringt.

Wenn dann aber noch die Liebe ins Spiel kommt, wird das Ganze natürlich erst richtig spannend!
In einer Wohnung treffen hier zwei Individuen aufeinander, die völlig konträr in ihrem Lebensstil und Charakter sind. Der sehr introvertierte und scheue Leon und auf der anderen Seite die auffällig schräge, manipulierbare Chaos Queen Tiffy! Allein schon diese beiden liebenswerten Charaktere im Roman kennenzulernen macht unglaublich viel Freude;) Der Schreibstil ist teils ein wenig gewöhnungsbedürftig, ab und an wechselt die Perspektive hin und her wie bei einem Tennismatsch oder eben eine Post’it Unterhaltung.

Mir persönlich hat der Roman wirklich recht gut gefallen! Gerade die rasante Entwicklung zum Ende hin, hat ein Dauer Schmunzeln in mein Gesicht geprägt, sehr amüsant und liebenswert. Ein gelungenes Debüt das für gute Unterhaltung sorgt!

Veröffentlicht am 16.07.2019

Eine köstlich amüsante Familiengeschichte mit Tiefgang

Von wegen Dolce Vita!
0

Die Berliner Journalistin und Unruheständlerin „Angie“ Schirner ist seit jeher eingeschworene Single-Frau. Auch auf ihre alten Tage ist sie immer noch auf der Suche nach interessanten Themen um ein Zubrot ...

Die Berliner Journalistin und Unruheständlerin „Angie“ Schirner ist seit jeher eingeschworene Single-Frau. Auch auf ihre alten Tage ist sie immer noch auf der Suche nach interessanten Themen um ein Zubrot zur Rente zu verdienen und so kommt ihr das Angebot einen Bericht über „Fünfzig Jahre Woodstock“ zu schreiben gerade recht. Auch eine tolle Gelegenheit zu ihrer alten Kommune auf Sardinien zu fahren und dabei ihre beste Freundin Marlis zu besuchen mit der sie sonst nur skypt. Zufällig läuft ihr aber kurz vor Abreise ihre spießige Tochter Janis über den Weg. Nachdem die beiden jahrelang zerstritten sind und keinen Kontakt mehr zueinander hatten, ist Angie nun neugierig weshalb Janis zurück in Berlin ist. Besonders gespannt ist sie aber auf ihre Enkelin Leonie, die mittlerweile ein Teenager sein muss…..

„Von wegen Dolce Vita“, von Tessa Hennig ist eine Art Roadtrip mit dem Ziel Sardinien, gleichzeitig aber auch eine humorvolle und herzerwärmende Familiengeschichte. Es geht um Mutter/Tochter Konflikte, Beziehungen, Lebensphilosophien, Streit und Versöhnung. Das Leben ist eben nicht immer einfach;) Besonders die diese spezielle Frauenriege hat es in sich. Angie, Janis und Leonie sehen eigentlich meistens Rot, wenn sie aufeinandertreffen, dabei wäre die Feststellung, das Reden oft über Probleme hinweghelfen kann in diesem Bezug eigentlich eine gute Sache. Doch bis es soweit ist, müssten sie erst einmal alle drei aufeinandertreffen!
Doch drei Generationen, drei Ansichten, drei Welten;) wie bringt man das dann auf einen Nenner!?
Also es geht hoch her und Tessa Hennig bringt das Ganze humorvoll und dynamisch aufs Papier. Eine Lektüre zum Amüsieren, Schmunzeln, aber immer mit einem Augenzwinkern und einer gelungenen Botschaft.
Ein Zitat hat es den Lesern der Leserunde und auch mir besonders angetan, es ist für den Roman besonders treffend:
"Ein Haus und Besitz kann man nicht mitnehmen. Erlebtes schon, weil es die Seele bereichert."

Gelungene Unterhaltung wie ich sie von Tessa Hennig inzwischen schon öfter genießen durfte:) Ich mag ihre Romane einfach unheimlich gerne, auch „Von wegen Dolce Vita“ ist wieder kurzweilig, witzig und interessant. Dennoch ist es eine Geschichte mit Tiefgang, wirklich sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 14.07.2019

Packender Thriller mit Gänsehautfeeling

Der Kinderflüsterer
0

In Featherbanks verschwindet der kleine sechsjähriger Neil Spencer. Das Kind bleibt trotz intensivster polizeilicher Suche wie vom Erdboden verschluckt.
Der Polizist Pete Willis erinnert sich mit Schrecken ...

In Featherbanks verschwindet der kleine sechsjähriger Neil Spencer. Das Kind bleibt trotz intensivster polizeilicher Suche wie vom Erdboden verschluckt.
Der Polizist Pete Willis erinnert sich mit Schrecken an vergangene Fälle, denn in Featherbanks sind vor 20 Jahren schon einmal Kinder verschwunden, getötet vom „Kinderflüsterer“! Er hatte damals die Ermittlungen geleitet und den Täter Frank Carter hinter Gitter gebracht. Der Mann sitzt immer noch im Gefängnis, doch als Neils Mutter erzählt, das ihr Sohn vor seinem Verschwinden Angst vor einem flüsterndem Monster hatte, wird die Polizei hellhörig……

Das Debüt „Der Kinderflüsterer“ des britischen Autors Alex North ist als Geschichte angelegt, in der ein Autor seinem kleinen Jungen Jake die Handlung des Geschehens niederschreibt. Tom Kennedy und Jake ziehen neu in den Ort Featherbanks und werden unverhofft Teil der Ereignisse.
Dieses Konstrukt aus polizeilicher Ermittlungsarbeit und andererseits der Sichtweise eines alleinerziehenden Vaters ist eine interessante Darstellungsweise. Durch die abwechselnden Szenerien erfährt der Leser häppchenweise immer mehr Details und der Spannungsbogen bleibt auf einem kontinuierlichen Niveau angespannt.
Schon gleich zu Beginn als ein merkwürdiger Fremder, der sich den kleinen Jungen schnappt, startet das Buch mit einer richtig unter die Haut gehenden ersten Episode. Unterschwellig liegt über dem Buch sowieso eine düstere und geheimnisvolle Stimmung, die der Autor Alex North ganz gezielt und gekonnt aufbaut. Das hat bei mir in gewissen Abschnitten immer wieder für etliche Gruselmomente gesorgt.

Dieser Thriller von hat mich von der ersten Seite an gepackt, schon der Titel erzeugte Gänsehaut!
Einmal begonnen hat mich die Geschichte dann auch gleich in ihren Bann gezogen, daher kann diesen Thriller wirklich empfehlen, mich hat er sehr gut unterhalten.

Veröffentlicht am 09.07.2019

Unterhaltsam aufregend anderer Thriller

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
0

Erin und Mark sind ein glückliches Londoner Paar! Mit Mark hat sie ihren Traummann gefunden, die beiden sind beruflich erfolgreich und zelebrieren mit Hingabe ihren Jahrestag, freuen sich auf ihre Zukunft ...

Erin und Mark sind ein glückliches Londoner Paar! Mit Mark hat sie ihren Traummann gefunden, die beiden sind beruflich erfolgreich und zelebrieren mit Hingabe ihren Jahrestag, freuen sich auf ihre Zukunft und wollen heiraten. Doch Mark kämpft schon seit längerem gegen die schwieriger werdenden Zeiten in der Finanzbranche und verliert durch eine dumme Aktion kurz vor der Hochzeit seinen Job. Erin merkt nicht, dass plötzlich ihr Leben mit Mark sich verändert.....



Der Debüt-Thriller "Something in the water" geschrieben von der englischen Autorin und Schauspielerin Catherine Steadman, startet mit einer bedrückenden „Beerdigungs-Szene“ in der Erin, der Hauptcharakter der Handlung ein Grab für ihren frisch angetrauten Mann schaufelt.

Sogleich fragt man sich natürlich “Was mag denn da nur vorgefallen sein!?”

In „ich“ Form erzählt uns Erin dann ihre ganze unglaubliche und wahrhaft erschütternde Geschichte!

Die Autorin versteht es hervorragend den Leser in Erins Gefühlswelt zu entführen. Ihre Handlungen und Reaktionen kamen mir absolut glaubhaft vor, auch wenn sie oft ein wenig abenteuerlich oder vielleicht naiv anmuten. Erins Nerven möchte man gerne haben;)

Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich und die Möglichkeit sich mit der Protagonistin zu identifizieren ist gegeben, meiner Meinung eine absolut gelungene Eigenschaft dieses Thrillers. Erin entwickelt sich zu einer tragischen Heldin, man fühlt und leidet mit ihr!

Ein sehr interessantes und fesselndes Buch, mit einer gelungenen Auflösung und einer eigenen Energie am Ende, die mich gleichzeitig ein wenig amüsiert hat. Der Sog des Verbrechens ist absolut spürbar! Dieses Debüt hat mir gefallen und mich wirklich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 09.07.2019

Nettes modernes Märchen

Der Geist von Cavinello d'Alba
0

Die junge 25-jährige Konditorin Cornelia aus Essen übt ihren Job in Mattek’s Feinbäckerei aus. Ihr Chef ist ein ganz Lieber, von dem man viel Lernen kann. Aber der Sohn des Hauses Martin Mattek, geht ihr ...

Die junge 25-jährige Konditorin Cornelia aus Essen übt ihren Job in Mattek’s Feinbäckerei aus. Ihr Chef ist ein ganz Lieber, von dem man viel Lernen kann. Aber der Sohn des Hauses Martin Mattek, geht ihr dafür gehörig auf die Nerven! Überhaupt hat Cornelia nicht nur Probleme mit dem Junior, sondern auch ihr Freund Frank macht Probleme, hartnäckig versucht er sie zum Heiraten zu drängen. Als Cornelia diese Heiratsabsichten ihren Eltern eröffnet, sehen sich diese gezwungen das Geheimnis von Cornelias Geburt zu lüften, denn diese ist nur ihre Pflegetochter. Cornelias eigentlicher Name lautet nämlich „Donatella di Cavinello d’Alba“.....



Carolina Sesta hat mit ihrem Buch „ Der Geist von Cavinello D’Alba“ ein schönes modernes Märchen geschrieben. In der Hauptrolle die junge Konditorin Cornelia, aufgewachsen bei Pflegeeltern in Deutschland, wird unverhofft zur Erbin eines klangvollen Adelstitels, zu einer von und zu und erbt dazu auch noch ein altes Castello im Piemont. Der Roman ist eine moderne Aschenputtel Geschichte, nur das es am Ende nicht um einen Prinzen geht, sondern um Geldprobleme, Titeljäger und einen charmanten Geist.

Cornelia/Donatella ist eine ungewöhnliche Mischung aus deutscher Kleinbürgerlichkeit, gepaart mit einer ungewollten Unterwürfigkeit, die sie verzweifelt versucht abzusteifen! Sie versucht sich zu emanzipieren, ihr Geburtsrecht und ihre Wurzeln erforschen! Diese Verwandlung gibt der Story eine besondere Note und auch einen Grund sich zu amüsieren. Das Ende finde ich außergewöhnlich, zwar ein wenig fantastisch, aber auch wunderbar romantisch-märchenhaft:)


Eine nette unterhaltsame Geschichte, a la „Prinzessin aus dem Ruhrpott“;) gut zu lesen für zwischendurch. Hat mir gut gefallen hat!