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Veröffentlicht am 20.10.2021

große Geschichten des niederländischen Wiederstandes

Wenn die Schatten einmal weichen
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In Deutschland fängt der zweite Weltkrieg an und wir befinden uns mitten in den – noch friedlichen Niederlanden.
Lena und Pieter de Vries leben mit ihren 3 Kindern auf einem Bauernhof. Ihre älteste Tochter ...

In Deutschland fängt der zweite Weltkrieg an und wir befinden uns mitten in den – noch friedlichen Niederlanden.
Lena und Pieter de Vries leben mit ihren 3 Kindern auf einem Bauernhof. Ihre älteste Tochter Ans ist das ländliche Leben satt. Und so beschließt sie in die nächst größerer Stadt zu ziehen. Im niederländischen Leiden arbeitet sie für die Familie Huizenga. Sie soll sich um die depressive Frau des Professors, Eloise, kümmern. Sie betreuen und beschäftigen.

Derweilen breitet sich der schreckliche Krieg in Deutschland immer mehr aus. Den jüdischen Familien wird das Leben von Tag zu Tag schwerer gemacht. Also beschließen Miriam und ihre Familie das Land zu verlassen. Leider funktioniert nicht alles wie geplant und so kann nur sie mit ihrem Vater Abba fliehen. Beide verschlägt es ebenfalls zu Familie Huizenga. In den noch friedlichen Niederlanden können beide Luft holen. Wenn der Frust zu groß wird holt Mariam ihre Geige raus und spielt – die Geige ist ihr einzig wahrer Freund und sie ist mehr als nur talentiert beim Spiel auf ihr.
Während die Nazis immer größere Kreise ziehen wächst der Kummer auf allen Seiten.
Mittlerweile hat Miriam ihre eigene kleine Familie und muss schwere Entscheidungen treffen um ihre Familie zu beschützen. Zeitgleich bringen sich Eloise und vor allem Ans immer wieder in große Gefahr. Aber auch Lena und Pieter können nicht einfach tatenlos zusehen und versuchen ihren Beitrag zum Wiederstand zu leisten.

Nachdem ich einige Probleme hatte die Namen zuzuordnen konnte mich das Buch nach und nach fesseln. Es war erschreckend zu lesen was die Nazis alles getan haben – und das nicht nur in Deutschland. Gleichzeitig ist es erstaunlich zusehen zu was Menschen in der Lage sind um andere zu beschützen. Wie weit kann man gehen um andere Menschen das Leben zu retten? Was setzt man alles aufs Spiel?

Der Schreibstil ist total klasse. Jedes Kapitel hat einen gefangen und man war innerhalb kürzester Zeit mitten im Geschehen – ich habe mit Ans, Miriam und den Rest mitgefiebert, mit ihnen gehofft und gelitten.
Eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.10.2021

zwei Schwestern gehen ihren Weg

Kinderklinik Weißensee – Jahre der Hoffnung (Die Kinderärztin 2)
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Marlene und Emma sind glücklich. Beide sind auf ihre Art und Weise in der Kinderklinik Weißensee angekommen.
Nach ihren Schicksalsschlägen in ihrer Kindheit sind Emma als Rotkreuzschwester und Marlene ...

Marlene und Emma sind glücklich. Beide sind auf ihre Art und Weise in der Kinderklinik Weißensee angekommen.
Nach ihren Schicksalsschlägen in ihrer Kindheit sind Emma als Rotkreuzschwester und Marlene als angehende Ärztin weiterhin in der Kinderklinik tätig.
Aber natürlich ist nicht alles perfekt. Emma ist allein erziehende Mutter und Marlenes Verlobter Max wird in den Krieg eingezogen. Zudem tauchen immer mehr Fälle einer neuartigen Grippe auf – die Spanische Grippe grassiert ohne Rücksicht.
Als der kleine Sohn von Emma – Theo – erkrankt, scheint eine Welt unterzugehen. Wird er es schaffen? Wird Emma ihren Job als alleinerziehende Mutter und Schwester meistern? Wird Marlene als Ärztin akzeptiert? Wird sie weiterhin so glücklich mit Max sein?

Eine schöne Fortsetzung der Kinderklinik-Reihe. Es ist schön Marlene und Emma weithin auf ihren Weg zu begleiten und zu sehen, wie beide und wie die Kinderklinik mit all ihren Angestellten sich entwickeln. Auch in Krisenzeiten scheint die Klinik wie eine kleine Familie.

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Veröffentlicht am 22.09.2021

die Aufmerksamtkeit eines Rechtsmediziners

Abgetrennt
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Kaum kehrt Dr. Paul Herzfeld in seinem Beruf als Rechtmediziner zurück, erwartet ihn schon ein mysteriöser Fall.

Er soll Präparate begutachten, die man in einem ominösen medizinischen Institut vorgefunden ...

Kaum kehrt Dr. Paul Herzfeld in seinem Beruf als Rechtmediziner zurück, erwartet ihn schon ein mysteriöser Fall.

Er soll Präparate begutachten, die man in einem ominösen medizinischen Institut vorgefunden hat. Das Institut wirbt damit, angehende Medizinstudentin auf das Studium vorzubereiten.

Bei der Begutachtung fällt Herzfeld jedoch ein markantes Detail ins Auge und ihm wird klar, dass er die Leiche bereits obduziert hat. Doch wie landet sie dann wieder auf seinen Tisch? Wie kann das sein, wo doch die Leichen zur Beerdigung frei gegeben werden?

Nach und nach versucht er das Rätsel zu lösen und gerät so selbst in größte Gefahr.

Wäre das nicht spannend genug, meldet sich ein alter Bekannter bei Herzfeld. Beide sind seinerzeit nicht im Positiven auseinandergegangen – umso erstaunter ist Herzfeld, als er plötzlich wieder von ihm hört.

Der Schreibstil ist Klasse – ein typischer Tsokos. Er spart nicht an Details und alles passt plausibel zusammen. Die Seiten verfliegen in Windeseile. Jedoch sollte man nicht allzu viel Handlung erwarten. „Abgetrennt“ beschreibt kurz und knackig einen mysteriösen Fall, bei dessen Auflösung Dr. Herzfelds Eifer unterstrichen wird.

Für mich eine Leseempfehlung, wenn man auf gut recherchierte Bücher Lust hat, aber keine allzu großen Wendungen erwartet. Man muss auch keinen der vorherigen Teile gelesen zu haben, um sich in die Geschichte einzufinden.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

ein brisanter Fall an der Lübecker Bucht

Weißer Sand
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Nach einem einjährigen Sabbatjahr ist Kriminalkommissar Birger Andresen endlich wieder im Dienst und schon kommt der erste brisante Fall.
Er und seine Kollegen werden zu einem kuriosen Fall an den Strand ...

Nach einem einjährigen Sabbatjahr ist Kriminalkommissar Birger Andresen endlich wieder im Dienst und schon kommt der erste brisante Fall.
Er und seine Kollegen werden zu einem kuriosen Fall an den Strand von Scharbeutz gerufen – eine Frau ist während des Spazierganges mit ihren Mann spurlos verschwunden. Zudem kann sich der Mann angeblich an kaum Einzelheiten erinnern. Als dann wenige Tage später eine Leiche in der Ostsee treibt – und es nicht um die vermisste Frau handelt - wird Andresen klar, dass sein erster Fall nach seiner Rückkehr keine ruhige und einfache Sache wird.
Zusammen mit seinem Team deckt er alte Verbindungen und Gewohnheiten auf und kommt so nach und nach zur vermeintlichen Lösung des Falls.
Wäre das nicht schon alles brisant genug, dreht sich der Strudel auch in Andresen beruflichen und privaten Leben weiter und hat einige unschöne Überraschungen parat.

Für mich war es der erste Fall von Birger Andresen, daher hatte ich am Anfang einige Startschwierigkeiten, die sich aber von Seite zu Seite gelöst hatten. Allmählich konnte ich die Personen zuordnen und dann hat für mich auch das Buch an Fahrt aufgenommen.
Der Autor Jobst Schlennstedt hat mich in dem Krimi gefangen genommen, sodass ich das Buch zeitweise nur schwer aus der Hand legen konnte. Viele Wendungen kamen absolut überraschend. Nichtsdestotrotz war mir das ein oder andere etwas zu „verrückt“ beziehungsweise zu abstrakt.
Es ist ein toller Ostseekrimi, der sich super schnell liest, wenn man erst mal in der Geschichte angekommen ist.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

super schöne und harmonische Geschichte

Bis ans Ende aller Fragen
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Jetzt, mit 44 Jahren muss Maxi sich eingestehen, dass ihr Leben nicht wirklich so verlaufen ist, wie sie es sich im Teenageralter ausgemalt hat:
Es wurde nichts mit Rafi, sie hat keinen Doktortitel, keinen ...

Jetzt, mit 44 Jahren muss Maxi sich eingestehen, dass ihr Leben nicht wirklich so verlaufen ist, wie sie es sich im Teenageralter ausgemalt hat:
Es wurde nichts mit Rafi, sie hat keinen Doktortitel, keinen Mann und keine Kinder.
Trotzdem kann sie stolz sein. Ihr Café „Coffee and Cream“ läuft super und eigentlich ist sie auch so total zufrieden…oder?
Doch nur ein Auftritt ihres Exfreundes samt Frau und Kind haut sie um. Er hat jetzt alles das, was er mit Maxi nicht wollte. Und er scheint dabei auch noch glücklich zu sein.
Ist ihr Leben vielleicht doch nicht ganz so harmonisch und perfekt wie sie es sich selbst ständig einredet?
Kurzerhand schleppt Maxis Nichte Summer sie in eine Trauergruppe. Witwer sind – laut Summer - die besten „Opfer“.
Und schon geht der Schlamassel los… eine Lüge kommt selten allein und schon ist das Chaos perfekt.

Nicht nur das Cover, auch das Buch ist so schön und humorvoll geschrieben und man kann sich so gut mit den Protagonisten identifizieren. Man fühlt und leidet mit Maxi. Neben der sympathischen Summer lädt auch Maxis Café zur Gemütlichkeit ein. Da hat man Lust wirklich einzukehren.

Dem Autorenduo ist ein sehr schöner Roman geglückt, der einen in eine eigene Welt entführt. Der Schreibstil ist super und die Seiten verfliegen nur so. Eine Leseempfehlung für die langsam grauer werdende Jahreszeit.

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