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Veröffentlicht am 29.07.2025

Facetten des Frau-Seins

Zwischen zwei Leben
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Das Cover hat mich sofort angesprochen, es strahlt für mich eine Tiefe aus, die sich auch im Buch wiederspiegelt. Der kurze Klappentext, kündigt nur annähernd an, wieviel in diesem Buch steckt.

In Kürze ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen, es strahlt für mich eine Tiefe aus, die sich auch im Buch wiederspiegelt. Der kurze Klappentext, kündigt nur annähernd an, wieviel in diesem Buch steckt.

In Kürze könnte man das Buch in folgendem Satz beschreiben: Jenny Hill beendet ihr altes Leben mit ihrem untreuen Ehemann, nachdem die Kinder aus dem Haus sind und beginnt sich selbst zu suchen und zu finden.

Dieser Satz drückt aber nicht annähernd aus, was in diesem Buch steckt. Gefühlt findet sich wahrscheinlich jede Frau gedanklich auf die ein oder andere Weise in dem Buch wieder. Jenny Hill flüchtet aus ihrem goldenen Käfig, der sich Ehe, Haus und Verpflichtungen nennt und versucht, anfänglich sehr zaghaft, hat sie doch Jahrzehnte ihre Muster gelebt, die ihr eingtrichtert wurden, sich selbst zu entdecken, was sie will, was sie ausmacht, was tief in ihr verborgen ist.

Die Nebenrednerinnen, wohl allen als weibliche literarische Figuren bekannt, begleiten diesen Weg.

Dieses Buch könnte vom Titel problemlos auch "Zwischen all den Facetten des Frau-Seins" heißen. Das war es zumindest für mich. Eine Beschreibung all der Dinge die wohl in vielen Frauen stecken.

Der Text fließt, trotz der Tiefsinnigkeit, leicht langhin und wechselt zwischen zarten Gedanken, Andeutungen und ungeschönten ehrlichen Reflektionen. Es ließt sich einfach weg und trotzdem sollte man von Zeit zu Zeit inne halten, das Gelesene setzen lassen, erst dann wirkt dieses Buch. Man sollte sich Zeit nehmen.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, aber Achtung, man fängt vielleicht an sein Handeln selbst zu hinterfragen, zu reflektieren und ich denke, das hat die Autorin auch gewollt und es ist ihr wundervoll gelungen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Gedanken wie ein Skalpell

Furye
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Namen und Orte sind egal, es geht einzig um die Geschichte einer Frau die sich selbst Alec nennt und wie der Sommer in dem sie 17 war, ihr Leben bis in die Gegenwart, wahrscheinlich bis in die Zukunft ...

Namen und Orte sind egal, es geht einzig um die Geschichte einer Frau die sich selbst Alec nennt und wie der Sommer in dem sie 17 war, ihr Leben bis in die Gegenwart, wahrscheinlich bis in die Zukunft prägt.
Dieses Buch ist nicht laut, es sind stille Gedanken, präzise wie ein Skalpell, nicht Rücksicht nehmend, einfach wie sie sind. Die Art und Weise wie Rubik das Erwachsen werden in zwei Zeitsträngen darstellt, welche sich trotz des langen Zeitfensters dazwischen alle Teile ineinanderfügen, ist faszinierend. Ich musste das Buch von Zeit zu Zeit ruhen lassen, nicht weil es langweilig war, sondern sich das gelesene erst setzen musste. Es ist definitiv kein Roman der Rubrik "Lesen-ohne-Nachzudenken", es ist auch nicht einmal so, das die Geschichte wunderschön ist, genaugenommen folgt auf das Schöne immer auch etwas Hässliches und zeigt beide Seiten der Medaille des Lebens. Trotzdem finde ich, ist es ein Sommerroman, schon allein wegen der beschriebenen Örtlichkeit und weil sich der Roman eben auch im Sommer abspielt und vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich, weil er als Winterlektüre zu melancholisch ist, man würde Gefahr laufen sich dieser hinzugeben.
Alles in Allem eine sehr lesenswerte Lektüre, die anders daherkommt, wie Vieles was auf dem Markt ist.

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