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Veröffentlicht am 13.04.2025

Buh

In unserer Schule spukt's – Das Geheimnis der Villa Einsiedel
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Nach einem zerstörerischen Tornado steht die Grundschule von Marode plötzlich ohne Ge-bäude da. Da scheint das Angebot, mit der gesamten Schule in die leerstehende Villa Einsie-del umzuziehen, wie ein ...

Nach einem zerstörerischen Tornado steht die Grundschule von Marode plötzlich ohne Ge-bäude da. Da scheint das Angebot, mit der gesamten Schule in die leerstehende Villa Einsie-del umzuziehen, wie ein Geschenk des Himmels. Bis vor Kurzem lebte dort noch die geheim-nisvolle Edith von Einsiedel – nun steht das alte Anwesen verlassen. Nur zwei Katzen streifen noch durchs Haus – und die sind nicht das Einzige, was seltsam erscheint.
Kaum eingezogen, stellen die Kinder schnell fest, dass irgendetwas in der Villa nicht mit rechten Dingen zugeht. Türen knarren von allein, Schatten huschen durch die Flure, Gegen-stände verschwinden – es scheint, als würde ein Geist sein Unwesen treiben. Johanna, Ravi, Lukas und Sylvie sind fest entschlossen, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Was steckt wirklich hinter den unheimlichen Ereignissen? Spukt es tatsächlich in ihrer neuen Schule?
Die vier Freunde starten ihre eigene Ermittlungen und tauchen dabei immer tiefer in die Ge-schichte der Villa ein. Was sie entdecken, verändert nicht nur ihren Schulalltag, sondern auch ihre Sicht auf das, was sie für möglich gehalten haben. Denn manchmal ist das Unheimliche gar nicht so gruselig, wie es scheint – und hinter jeder Spukgeschichte steckt vielleicht mehr Wahrheit, als man denkt.

Die Geschichte ist unterhaltsam und die Idee mit der Schule in einer alten Villa fand ich richtig spannend. Aber ich hätte mir etwas mehr Tiefgang gewünscht – vor allem beim Geist. Es hat ziemlich lange gedauert, bis man mehr über ihn erfahren hat, obwohl das Buch recht dünn ist. Gerade bei dem Preis hatte ich mit ein paar Seiten mehr oder zumindest mehr Inhalt gerechnet. Trotzdem nett für zwischendurch, besonders für jüngere Leserinnen und Leser.

Veröffentlicht am 13.04.2025

Wuff

Stadt der bösen Tiere, Band 3 - Der Spion
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Der weiße Tiger Raj verfolgt einen hinterhältigen Plan: Um Lizard endlich in seine Gewalt zu bringen, schleust er einen Spion direkt ins Internat der bösen Tiere ein. Ein Tier, dem Lizard vollkommen vertraut ...

Der weiße Tiger Raj verfolgt einen hinterhältigen Plan: Um Lizard endlich in seine Gewalt zu bringen, schleust er einen Spion direkt ins Internat der bösen Tiere ein. Ein Tier, dem Lizard vollkommen vertraut – ohne zu ahnen, in welcher Gefahr sie schwebt.

Als ihr bester Freund Taiyo plötzlich nicht zum gemeinsamen Schwimmtraining bei der Mangroveninsel erscheint, wird Lizard unruhig. Ein ungutes Gefühl beschleicht sie, das sich auch durch den Anruf ihres Begleittiers Ajax, einem Seeadler, nicht vertreiben lässt. Ajax erklärt, Taiyo sei auf einer geheimen Mission – was für Lizard nur bedeuten kann, dass etwas Ernstes geschehen ist. Die Sorge wächst.

Auf dem Rückweg zur Insel, allein im Ruderboot, wird Lizard schließlich Zeugin eines weiteren beunruhigenden Ereignisses: Tausende Termiten krabbeln über den Boden, überall um sie herum. Und es wirkt ganz so, als hätten diese winzigen Wesen einen düsteren Plan. Der nächste Angriff scheint unmittelbar bevorzustehen – und diesmal könnte er aus dem Innersten ihres Vertrauens kommen.



Mich hat besonders getroffen, welches Tier sich am Ende als Spion entpuppt – gerade diesen Charakter mochte ich bisher sehr. Die Wendung hat mich wirklich überrascht und ein bisschen traurig gestimmt. Dafür hat mir gefallen, dass die Reise dieses Mal nicht so lang und ausschweifend erzählt wurde wie in den vorherigen Bänden. Es geht zügiger zur Sache, was der Spannung guttut. Ein weiterer Pluspunkt: Die Geschichte spielt diesmal in Japan, was ich persönlich richtig spannend fand. Mit dem Land verbinde ich einfach mehr als mit den sonstigen Schauplätzen, die oft in amerikanischen Städten angesiedelt sind. Alles in allem wieder ein starkes Abenteuer mit einer düsteren Wendung – aber auch mit viel Atmosphäre und Tempo.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 13.04.2025

Ärzte auf dem Land

Meadow Hights: Small Town Regrets
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Ashton Parish ist in der Klinik als „Doctor Cool“ bekannt – ein Herzchirurg, der selbst in den stressigsten Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Nichts bringt ihn so leicht aus der Ruhe. Doch dann erreicht ...

Ashton Parish ist in der Klinik als „Doctor Cool“ bekannt – ein Herzchirurg, der selbst in den stressigsten Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Nichts bringt ihn so leicht aus der Ruhe. Doch dann erreicht ihn ein Anruf, der alles verändert: Seine Mutter berichtet, dass sein Bruder Steve nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus liegt – in kritischem Zustand. Ohne zu zögern lässt Ashton alles stehen und liegen und kehrt in seine Heimatstadt Meadow Heights zurück, die er seit Jahren gemieden hat.
Dort hilft er nicht nur dem Ärzteteam, um das Leben seines Bruders zu retten, sondern wird auch mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Seine Mutter, die alte Familienfarm – und April. Seine Ex-Frau, der er eigentlich nie wieder begegnen wollte. Doch das Schicksal hat andere Pläne, und zwischen den beiden flammen alte Gefühle wieder auf. Gefühle, die Ashton ei-gentlich längst hinter sich gelassen glaubte.
Als er dann hinter ein Geheimnis kommt, das April all die Jahre mit sich herumgetragen hat, bricht seine Welt endgültig ins Wanken. Was er erfährt, stellt alles in Frage – seine Entscheidungen, seine Gefühle und die Zukunft, von der er glaubte, sie hinter sich gelassen zu haben. Ein einmal entfachtes Feuer lässt sich eben nicht so leicht kontrollieren …

Anfangs fiel es mir etwas schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Es blieb vieles offen, wodurch ich anfangs etwas orientierungslos war. Aber sobald sich die Zusammenhänge klarer zeigten, verging die Zeit beim Lesen wie im Flug. Trotzdem hat mich das große „Geheimnis“, das Ashton erfährt, eher genervt – es stand zu sehr im Mittelpunkt und hat alles andere überlagert. Für mich wäre das ehrlich gesagt ein Grund gewesen, direkt wieder abzureisen. Trotzdem eine solide Geschichte mit emotionalem Tiefgang.

Veröffentlicht am 13.04.2025

Kiefer beim Gähnen fast ausgerenkt

Regents
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Savannah Díaz hat einen Traum: Harvard. Doch als die ersehnte Zusage ausbleibt, stürzt sie in eine tiefe Krise. Unerwartet erreicht sie ein Angebot der exklusiven W&R Academy in Schottland – ein Austauschjahr ...

Savannah Díaz hat einen Traum: Harvard. Doch als die ersehnte Zusage ausbleibt, stürzt sie in eine tiefe Krise. Unerwartet erreicht sie ein Angebot der exklusiven W&R Academy in Schottland – ein Austauschjahr als kulturelle Bereicherung. Im Gegenzug verspricht man ihr Verbindungen, die ihr doch noch den Weg nach Harvard ebnen könnten. Kurz entschlossen nimmt sie an. Doch statt moderner Campus-Atmosphäre landet sie in einer abgelegenen Burg – düster, abgeschieden und voller Geheimnisse.
Im Mittelpunkt der Academy stehen die sogenannten Regents – acht charismatische Schüler, reich, einflussreich, verboten attraktiv … und möglicherweise gefährlich. Schnell merkt Sa-vannah, dass hier andere Regeln gelten. Als mehrere Stipendiaten auf mysteriöse Weise ver-schwinden und mit seltsamen Bisswunden wieder auftauchen, wird klar: Etwas stimmt nicht. Doch ist es wirklich nur ein gefährliches Spiel der Regents? Oder steckt mehr dahinter – etwas, das Savannahs Vorstellungskraft übersteigt?

Ich habe mich wochenlang gezwungen, weiterzulesen – leider vergeblich. Der Schreibstil ist zäh, die Charaktere bleiben flach, und Savannah wirkt auf mich schlicht unglaubwürdig. Sie wird gemobbt, fantasiert aber gleichzeitig ständig über ihre Peiniger – das ergibt für mich keinen Sinn. Spice? Fehlanzeige. Die Fantasien wirken zusammenhangslos und wenig an-sprechend. Die Handlung schleppt sich ewig dahin und fühlt sich an wie eine überlange Ein-leitung, die auf 25 Seiten gepasst hätte. Jetzt, wo endlich Bewegung in die Geschichte kommt, fehlt mir komplett die Motivation, weiterzulesen – zu sehr haben mich die überzogenen Situationen und das permanente "Jeder mit jedem im Verborgenen" genervt. Für mich leider ein Reinfall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2025

Polly will raus

Alles, was du von mir weißt (Alles-Trilogie, Band 2)
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Polly will raus – raus aus der alten Umgebung, rein ins neue Leben. Sie träumt davon, Jura zu studieren, unabhängig zu sein und sich nie wieder anhören zu müssen, welche Kleidung bei ihrer Figur angeblich ...

Polly will raus – raus aus der alten Umgebung, rein ins neue Leben. Sie träumt davon, Jura zu studieren, unabhängig zu sein und sich nie wieder anhören zu müssen, welche Kleidung bei ihrer Figur angeblich „geht“ und welche nicht. Schon im ersten Semester landet sie einen Job in einer angesehenen Kanzlei – ein echter Glücksgriff. Nur mit der Wohnungssuche hat sie sich völlig verschätzt. Kurzerhand vermittelt ihre beste Freundin Anna sie in die WG ihres Bruders Jonas. Was als Notlösung beginnt, wird schnell zu mehr.

Doch der Traumjob entpuppt sich als emotionaler Drahtseilakt: Pollys Figur sorgt bei den Kolleginnen und Kollegen für reichlich Getuschel und spitze Bemerkungen. Polly will sich nicht unterkriegen lassen und beschließt, stark zu bleiben – sie erzählt niemandem von den verletzenden Kommentaren. Nicht einmal Jonas, obwohl sich zwischen ihnen langsam, aber spürbar, mehr entwickelt als nur Freundschaft …

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil hat mich direkt gepackt und tief in die Geschichte gezogen. Die Figuren sind unglaublich sympathisch – besonders Jonas ist ein echtes Highlight. So jemand fehlt im echten Leben: einfühlsam, witzig, einfach echt. Und mal ehrlich: Ich nehm auch einen Jonas – Gerne ohne Sixpack. Hauptsache Herz!