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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Die App

Erebos 2
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Als Nick auf seinem Smartphone ein bekanntes Symbol sieht – ein rotes „E“ –, hält er es zunächst für Zufall. Doch schon bald wird ihm klar, dass Erebos ihn gefunden hat. Das Spiel, das einst harmlos begann, ...

Als Nick auf seinem Smartphone ein bekanntes Symbol sieht – ein rotes „E“ –, hält er es zunächst für Zufall. Doch schon bald wird ihm klar, dass Erebos ihn gefunden hat. Das Spiel, das einst harmlos begann, hat sich weiterentwickelt und wirkt gefährlicher als je zuvor. Jede Entscheidung hat Konsequenzen, jede Nachricht kann zum Rätsel werden – und hinter dem Bildschirm verbirgt sich mehr, als Nick sich vorstellen kann.
Der sechzehnjährige Derek hingegen reagiert zunächst gelassen, als das rote „E“ auf seinem Handy aufleuchtet. Ein kurzer Moment des Misstrauens genügt, doch dann erkennt er, dass er längst selbst Teil des Spiels geworden ist. Er ist nicht nur Spieler, sondern Spielfigur. Die Grenzen zwischen Realität und Spiel verschwimmen, und bald merkt Derek, dass er in einem gefährlichen Netz aus Aufgaben, Intrigen und Geheimnissen gefangen ist. Alles, was er für sicher hielt, ist plötzlich in Frage gestellt.

Das Buch hält die Spannung durchgehend hoch, auch wenn die Szenen innerhalb des Spiels manchmal ermüdend wirken. Hier passiert oft wenig für die eigentliche Handlung, und man sehnt sich nach Momenten in der realen Welt, in denen die Story voranschreitet. Dennoch überzeugt der Plot: Der Twist am Ende ist sogar noch überraschender als im ersten Band.
Besonders schön ist das Wiedersehen mit bekannten Charakteren, die man bereits aus Band 1 kennt. Gleichzeitig werden neue Figuren eingeführt, die sympathisch, vielschichtig und interessant sind. Das Zusammenspiel zwischen Alt und Neu bringt frischen Wind in die Geschichte.
Insgesamt ist der zweite Band spannend und packend, auch wenn einige Passagen innerhalb des Spiels etwas langatmig wirken. Die Mischung aus bekannten Elementen, neuen Wendungen und überraschenden Enthüllungen sorgt dafür, dass Fans der Reihe gut unterhalten werden und neugierig bleiben, wie sich die Geschichte im nächsten Band entwickelt.

Veröffentlicht am 06.01.2026

Mottenmorde

Blackspell
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Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Eden widerwillig zu dessen Familiensitz, Thunder Hall, zurück. In ihrer ersten Nacht entdeckt sie im Wald ein totes Mädchen, übersät von Motten, das kurz darauf verschwindet. ...

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Eden widerwillig zu dessen Familiensitz, Thunder Hall, zurück. In ihrer ersten Nacht entdeckt sie im Wald ein totes Mädchen, übersät von Motten, das kurz darauf verschwindet. War es ein Traum oder etwas Übernatürliches? Am liebsten würde Eden abreisen, doch ihr Erbe ist an eine Bedingung geknüpft: Sie muss ihre letzten beiden Schuljahre an der Wyndhouse Academy absolvieren – einer Schule, die alles andere als gewöhnlich ist.
Bald erkennt Eden, dass das tote Mädchen ebenfalls eine Schülerin der Akademie war. Entschlossen, die Wahrheit zu finden, taucht sie in das Leben auf dem Campus ein. Schnell merkt sie, dass viele Mitschüler über Fähigkeiten verfügen, von denen sie nichts wusste. Während sie versucht, sich auf diese unheimlichen Kräfte einzulassen, begegnet sie dem charismatischen, aber rätselhaften Wolf. Ihr Vater hat sie ausdrücklich vor ihm gewarnt, doch Eden fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Zwischen ihnen entwickelt sich ein vorsichtiges Band – faszinierend und gefährlich zugleich.
Als weitere Schüler spurlos verschwinden, gerät Eden in ein Netz aus Misstrauen und Angst. Sie muss lernen, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, während sie versucht, die Geheimnisse der Wyndhouse aufzudecken und ihre eigene Rolle darin zu verstehen.

Der Klappentext lässt Magie und Hokuspokus vermuten, doch die Geschichte ist weniger überdreht. Die Spannung bleibt konstant, und man kann gut miträtseln. Der Plottwist ist zwar vorhersehbar, doch die Zusammenhänge machen trotzdem Spaß. Die Charaktere sind sympathisch und gut beschrieben, wenn auch nicht besonders tiefgründig.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, auch wenn sich einige Passagen ziehen oder leicht seltsam wirken. Insgesamt ein solider Mystery-Roman für Jugendliche, der mit Magie, Geheimnissen und ersten Liebesgefühlen unterhält, auch wenn manche Wendungen vorhersehbar bleiben.

Veröffentlicht am 06.01.2026

Weihnachtsfeier

Die drei ??? O Geisterbaum
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Ein neuer Fall wartet auf die beliebten Detektive aus Rocky Beach: Justus, Peter und Bob werden zu „Santa’s Weekend“ eingeladen, einem glamourösen Winterwochenende bei dem berühmten Schauspieler Jim Rattle. ...

Ein neuer Fall wartet auf die beliebten Detektive aus Rocky Beach: Justus, Peter und Bob werden zu „Santa’s Weekend“ eingeladen, einem glamourösen Winterwochenende bei dem berühmten Schauspieler Jim Rattle. Schnee, Kaminfeuer und festliche Stimmung – für die jungen Ermittler klingt das nach einem perfekten Ausflug. Doch schon bald häufen sich merkwürdige Vorfälle.
Vor der Villa, in der das Fest stattfinden soll, ragt ein alter Baum in den Himmel: der sagenumwobene Geisterbaum. Rund 500 Jahre alt, umrankt von unzähligen Geschichten, in denen von Geistern die Rede ist, die in seinen Ästen hausen sollen. Die Detektive stehen solchen Legenden skeptisch gegenüber – doch als die Gäste plötzlich von unheimlichen Erscheinungen überrascht werden, beginnen auch sie zu zweifeln. Wer steckt hinter dem Spuk? Und handelt es sich tatsächlich um übernatürliche Kräfte – oder steckt ein cleverer Täter dahinter, der die Gäste in Angst und Schrecken versetzen will?

Leider wollte bei mir keine richtige Spannung aufkommen. Durch die Gestaltung als Adventskalender wurde die Geschichte stark zerteilt, sodass der rote Faden immer wieder aus den Augen verloren ging. Viele Szenen dehnen sich, falsche Hinweise werden ausführlich präsentiert, wodurch die Ermittlungen unnötig lang erscheinen. Bei diesem Autor ist es sonst üblich, dass ein umfangreicher Nebenstrang mit falschen Spuren die Spannung steigert, doch in der Adventskalender-Form wirkte das eher ermüdend.
Dadurch fiel es mir schwer, jeden Tag motiviert weiterzulesen. Die Kapitel und ständigen Unterbrechungen führten dazu, dass ich die Zusammenhänge oft vergaß und teilweise drei bis vier Tage nachlesen musste, um wieder in die Story zu finden. Die Idee, Justus, Peter und Bob in einem winterlichen Setting auftreten zu lassen, ist eigentlich charmant, und die geheimnisvolle Legende um den Geisterbaum hätte Potenzial gehabt. In der Umsetzung als täglicher Adventskalender wird daraus jedoch eine zerrissene Geschichte.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Advent Advent

Sparks of Christmas
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Sofie, eine stets gut gelaunte Lehramtsstudentin, sieht einem Weihnachtsfest entgegen, das alles andere als festlich wirkt. Ihre Familie, durch Krankheit und Missstimmung belastet, lädt sie kurzfristig ...

Sofie, eine stets gut gelaunte Lehramtsstudentin, sieht einem Weihnachtsfest entgegen, das alles andere als festlich wirkt. Ihre Familie, durch Krankheit und Missstimmung belastet, lädt sie kurzfristig nicht ein, und Sofie steht allein da. Da erreicht sie jedoch eine Einladung von ihrem guten Freund Jo: Er schlägt vor, die Feiertage auf dem idyllischen Sonnleitner-Hof in Bayern zu verbringen – fernab vom Trubel der Stadt und umgeben von verschneiten Wiesen, knisterndem Kaminfeuer und der Ruhe eines kleinen Dorfes.
Sofies Herz ist hin- und hergerissen. Ihre Freundschaft zu Jo hat im vergangenen Jahr einige Tiefpunkte erlebt, und die Erinnerungen an Konflikte und Missverständnisse liegen noch frisch in ihr. Hinzu kommt, dass sie heimlich Gefühle für ihn entwickelt hat. Würde ein gemeinsamer Aufenthalt alte Wunden wieder aufreißen – oder könnte er der Beginn von etwas Neuem sein?
Auf der anderen Seite sehnt sie sich nach unbeschwerten, harmonischen Weihnachtstagen, nach Begegnungen, die gut tun, nach dem Zauber von Schnee und festlich geschmückten Ställen, der Wärme des Lichts und der Möglichkeit, die wahre Bedeutung des Festes zu spüren. Doch kann sie sich auf diese Idylle einlassen, ohne sich von der Vergangenheit einholen zu lassen?

Leider konnte die Umsetzung die vielversprechende Ausgangsidee kaum tragen. Die Geschichte ist in Form eines Adventskalenders erzählt, was sich eher wie eine künstliche Verlängerung anfühlt. Obwohl sie als Spin-off zur Buchserie konzipiert ist, wird nichts vorausgesetzt, sodass Einsteiger keinen Nachteil haben – das ist positiv. Dennoch zieht sich die Handlung unnötig in die Länge, ohne dass echte Spannung entsteht. Viele Kapitel wirken als Füllmaterial; manche Tage hätten problemlos entfallen können, da sie kaum zur Entwicklung der Handlung oder der Lovestory beitragen.
Zudem stört die übermäßige religiöse Einbettung. Dass die Erzählung in einem christlichen Verlag erschienen ist, erklärt zwar Gebete und Reflexionen, doch deren ständige Wiederholung wirkt unrealistisch und ermüdend – vergleichbar mit unnötig ausgeschriebenen Songtexten in Rockstar-Romanen. Schade, denn die Grundidee war durchaus charmant, und die Lovestory hätte man in kompakter Form deutlich stärker erzählen können, ohne sie künstlich auszuschlachten.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Fürs Feiern bezahlt

The Blackgate Invitation
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Ruby und Wren hatten gedacht, es sei ein einfacher Auftrag: Für einen Abend sollten sie die Enkeltöchter der exzentrischen Mrs. Blackgate spielen – während eines prunkvollen Dinners im berühmten Hegemony ...

Ruby und Wren hatten gedacht, es sei ein einfacher Auftrag: Für einen Abend sollten sie die Enkeltöchter der exzentrischen Mrs. Blackgate spielen – während eines prunkvollen Dinners im berühmten Hegemony Manor. Was wie ein harmloses Schauspiel begann, entwickelt sich jedoch schnell zu einem Albtraum. Die beiden Schwestern finden sich im Herrenhaus eingeschlossen wieder. Ein geheimnisvoller Geist hat einen Wettkampf ausgerufen, und alle anderen Gäste sind mächtige Hexen.
Um zu überleben, müssen Ruby und Wren innerhalb von nur drei Tagen eine Reihe kniffliger Rätsel lösen. Jeder Fehler könnte fatale Folgen haben, und die Schwestern merken schnell, dass sie niemandem trauen können. Besonders gefährlich erscheint Auden, der Elementarmagier, der Ruby von Anfang an nicht aus den Augen lässt. Seine Absichten bleiben undurchsichtig, und sie darf sich auf keinen Fall von ihm in die Irre führen lassen.

Das Buch ist unglaublich hektisch erzählt, sodass es manchmal schwerfällt, den Überblick über Gespräche und Handlungen zu behalten. Man kann eigene Theorien entwickeln, doch die Geschichte liefert nur wenig Klarheit, wodurch vieles verwirrend bleibt. Auch der Klappentext hatte bei mir andere Erwartungen geweckt; ich hatte eher einen klassischen Minikrimi erwartet, während dieser Teil stark auf magische Wettkämpfe und Rätsel fokussiert ist, die sich für mich eher zweitrangig anfühlen.
Positiv überrascht hat mich das Ende: Es war unerwartet und hat einen frischen Twist eingebaut, der mich wirklich überrascht hat. Auch wenn die Geschichte teilweise chaotisch wirkt, schafft sie es, Spannung aufzubauen – wenn auch auf eine verwirrende Art. Insgesamt konnte mich das Buch nur teilweise überzeugen, da die Handlung oft unübersichtlich bleibt und die Charaktere ihre Motivation nur schwer nachvollziehbar machen.
Trotzdem bietet es einen interessanten Mix aus Magie, Rätseln und überraschenden Wendungen, der Fans von fantastischen Geschichten zumindest zeitweise fesseln kann.