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Veröffentlicht am 11.09.2023

super-natural

Die Allmächtige
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Der Roman "Die Allmächtige" von Jona Sheffield ist ein Tech-Thriller, der sich mit den Möglichkeiten und Gefahren von Super-KI-Technologie beschäftigt. In dem Buch wird GAIA als Super-KI eingesetzt, um ...

Der Roman "Die Allmächtige" von Jona Sheffield ist ein Tech-Thriller, der sich mit den Möglichkeiten und Gefahren von Super-KI-Technologie beschäftigt. In dem Buch wird GAIA als Super-KI eingesetzt, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Diese KI vernetzt sich mit allen Rechenzentren der Welt und agiert mit allen digitalen Komponenten. Als selbstlernende Super-KI hat sie ein Manifest zur Rettung der Erde und zum Schutz der Menschen implementiert. Darum ist der Erfinder Mark auch lange von ihren guten Absichten überzeugt. Doch dann kommt es zu Sanktionen von Ländern und schweren Eingriffen in das Wohlbefinden der Menschheit. Damit wächst der Druck und die KI fängt an ihr wahres Gesicht zu zeigen.

Das Buch ist spannend geschrieben. Zwischendurch werden immer wieder Sequenzen aus verschiedenen Ländern aufgezeigt, die unter den Klimaschäden leiden oder wo der Eingriff von GAIA erste Folgen hat.

Die Hauptcharaktere diskutieren miteinander oder in verschiedenen Lagern über den Einsatz und Nutzen einer eigenständig agierenden Super-KI. Auch erhalten die LeserInnen Einblick in klimapolitische Themen, was Widerstand gegen und Auswirkungen von der Klimakatastrophe beinhaltet.

Die Protagonisten sind liebevoll eingeführt. Die Charaktere können Stück für Stück in ihrer Entwicklung beobachtet werden.

Der Erzählfaden ist gut gewählt. Empathie für die Lager der Befürworter und Gegner von KI wird gleichermaßen aufgebaut, do dass ein innerer Dialog zu dem Thema startet.

Das Ende fand ich ziemlich plötzlich, unauthentisch und enttäuschend. Das hätte ich bei dem vorherigen Aufbau des Buches anders erwartet.

Trotzdem hat das Buch Interesse an den Themen und den anderen Büchern der Autotin geweckt.

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Veröffentlicht am 20.08.2023

bkumig erzählter Roman

ANGST
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Der Thriller "Angst" von Ivar Leon Menger ist ein spannend und detailreich erzählter Roman über Stalking. Die junge Schauspielerin Mia hat ein Candlelight-Dinner mit einem erfolgreichen Mann. Doch obwohl ...

Der Thriller "Angst" von Ivar Leon Menger ist ein spannend und detailreich erzählter Roman über Stalking. Die junge Schauspielerin Mia hat ein Candlelight-Dinner mit einem erfolgreichen Mann. Doch obwohl es bei ihr nicht knistert, rückt ihr dieser immer mehr auf die Pelle.

Ab wann ist Stalking gefährlich und woran erkennt man Stalking überhaupt. Das diskutiert Mia in ihrer WG mit Philipp und Yvonne. Die Meinungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Als dann noch ein wirklich interessantes Date in Mias Leben tritt wird es richtig rasant. Gefühle und Ereignisse laufen Achterbahn. Und bald ist auch die Polizei auf der Suche nach Verbrechern, Motiv und Alibis.

Die abwechslungsreiche Sprache, die Beschreibung des berliner Kiez und die vielschichtigen Charaktere machen das Buch zu einer tollen Erzählung. Der Spannungsbogen ist immer vorhanden, mal latent, mal im Vordergrund. Die Parallelhandlung aus dem Lebenslauf des Stalkers wirft zunächst mehr Fragen als Antworten auf - gut gemacht! Sehr zu empfehlen und nichts für schwache Nerven!

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Veröffentlicht am 16.08.2023

Katz- und Maus-Spiel

Das Ikarus-Projekt
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Kai Herzog ist ein engagierter und erfolgreicher Manager in einem Chemiekonzern. Überraschend wird er vin einem Tag auf den anderen Leiter der Forschungsabteilung. Hier soll eine Lösung für das Energieproblem ...

Kai Herzog ist ein engagierter und erfolgreicher Manager in einem Chemiekonzern. Überraschend wird er vin einem Tag auf den anderen Leiter der Forschungsabteilung. Hier soll eine Lösung für das Energieproblem innerhalb der Klimakrise gefunden werden. Im Ikarus-Projekt geht es darum Methan als Ersatzbrennstoff aus Kohlendioxid herzustellen.

Am Tag der Verantwortungsübernahme aber kommt es zu einem Unglück, wobei der leitende Forscher stirbt und die Forschungsakten spurlos verschwinden. Schnell wird klar, dass verschiedene Player diesen auf der Spur sind und dafür auch nicht vor Gewalt und Mord zurück schrecken.

Kai Herzog gerät zwischen die Fronten und muss bald kaltblütig jedes Risiko eingehen, um seinen Ruf zu retten. Immerhin war der Vorstandsposten schon zum Greifen nah.

Industriespionage, Entführungen, Anschläge, Verfolgungsjagden und vieles mehr warten auf Herzog. Kai Herzog, der Spion wider Willen zieht in dem Kampf. Manchmal im Höhenflug, oft am seidenen Faden und meist mit viel Glück windet er sich durch den Pool der giftigen Nattern, die alle sein Projekt an sich reißen wollen.

Mit dem Protagonisten bin ich nicht so richtig warm geworden. Das eine oder andere Szenario habe ich ihm such nicht abgekauft. Aber das Buch ist abwechslungsreich, hat viele Wendungen, kreative Einfälle und eine interessante Grundidee.

Ich kann das Buch allen James Bond - und Jason Bourne - LeserInnen empfehlen, die auch gerne mal die Realität ausklammern, um ein spannendes Buch zu lesen. Dann sind sie gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 08.12.2022

Gehirnwäsche

James Bond: Mit der Absicht zu töten
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007 tötet nach einer Gehirnwäsche M. Damit beginnt ein Bond-Roman mit einer ungewöhnlichen Abfolge. James ist nicht der Herr seiner selbst und ins Russland der 60er verschleppt.

Hin und her gerissen zwischen ...

007 tötet nach einer Gehirnwäsche M. Damit beginnt ein Bond-Roman mit einer ungewöhnlichen Abfolge. James ist nicht der Herr seiner selbst und ins Russland der 60er verschleppt.

Hin und her gerissen zwischen der Aufdeckung eines Komplotts und seiner körperlichen Beeinträchtigung versucht er hinter dem eisenen Vorhang zu überleben. Wird ihm gelingen wozu er hergeschickt wurde?


Jedenfalls ein ungewöhnlicher Bond-Roman. Man lernt die verletzlichen Seiten, seine Unsicherheit und sein taktieren in auswegloser Lage kennen. Vielfach irritiert mich seine eher passive Situation, doch irgendwann kommt die Bond-DNA durch und er agiert als der Mann, den wir kennen. Besonders die zweite Hälfte hat mich überzeugt.

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Veröffentlicht am 25.09.2022

Justizirrtümer und mafiöses Geplänkel

Schatten der Vergangenheit
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Ein Kommissar wird eines Mordes verdächtigt und kann der Verhaftung entgehen. Aus dem Hintergrund und mit einigen Verbündeten gelingt es ihm im Fall zu ermitteln und um Gerechtigkeit zu kämpfen.

Commissario ...

Ein Kommissar wird eines Mordes verdächtigt und kann der Verhaftung entgehen. Aus dem Hintergrund und mit einigen Verbündeten gelingt es ihm im Fall zu ermitteln und um Gerechtigkeit zu kämpfen.

Commissario Casabona ist zunächst überrascht, als seine Untergebenen mitten in der Nacht vor seiner Haustür stehen. Doch schnell gelingt es ihm die Lage zu erfassen, die Gelegenheit zur Flucht zu nutzen und die Hintergründe aufzuklären. Schnell wird deutlich, dass der Mordverdacht auf ihm lastet, seibe Vertrauten ihm das aber nicht zutrauen und ihm darum zur Gerechtigkeit helfen wollen.

Viele ähnlich klingende italienische Namen an Helfern, Gegnern, mafiösen Verwicklungen und Nebenfiguren später klärt sich die Sachlage. Nebenbei wird das Privatleben des Kommissars auf die Probe gestellt und er entdeckt, wem er wirklich trauen kann.

Die Beschreibung von Orten, itaienischem Essen und Lebensstil wird viel Raum eingeräumt. Die eigentliche Handlung ist oft wenig empathisch, zeugt eher von einer organisatorischen Beschreibung oder einem Sachbericht. Im schnellen Tempo durchrast man das Ermittlungsgeschehen und schon werden die Ergebnisse zusammengefasst. Der Wechsel von Nebenschauplätzen, melancholischer Beschreibung der Umgebung und sachdienlichen Hinweisen im Schnelltempo ließ mich nie empathisch mit dem Commissario werden. Schade drum.

Die Mafia und das komplizierte Geflecht von polizeilichen Behörden (im Kampf um Ermittlungserfolge und dem damit verbundenen Aufstieg im System) bilden nur sen Hintergrund.

Dass der Autor aus dem italienischen Geflecht der Justiz kommt ist lesbar, ihm ist alles vertraut und das macht es den LeserInnen nicht leichter.

Ich fand das Buch locker flockig, aber auch unspannend und dahinplätschernd. Es hat mich als Krimi jedenfalls nicht überzeugt, da der Spannungsbogen kaum zu spüren war.

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