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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2025

Fernbeziehung

Say You’ll Remember Me
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Eigentlich passt diese Geschichte ganz und gar nicht in mein Lese-Beuteschema. Aber der Klappentext und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht und ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen.
Samantha ...


Eigentlich passt diese Geschichte ganz und gar nicht in mein Lese-Beuteschema. Aber der Klappentext und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht und ich habe es auf einen Versuch ankommen lassen.
Samantha und Xavier lernen sich in seiner Tierarztpraxis kennen. Diese erste Begegnung verläuft nicht besonders glücklich und trotzdem ist das gegenseitige Interesse geweckt. Bei ihrem späteren ersten Date verlieben sie sich sofort ineinander. Allerdings befindet sich Samantha bereits im Aufbruch zu ihrer Familie, um ihre Schwester bei der Betreuung ihrer an Demenz erkrankten Mutter behilflich zu sein. Eine Rückkehr aus dem 3000 km entfernten Kalifornien ist nicht geplant. Und so versuchen Samantha und Xavier über diese Entfernung hinweg ihre Beziehung aufrecht zu erhalten. Kann das gelingen?
Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. Aber hier geht für mich doch alles viel zu glatt. Und auch die schwierige Pflege einer dementen Person ist im wahren Leben nicht so einfach zu bewerkstelligen.
Fazit:
Eine nette Story mit vielen sympathischen Personen. Trotzdem habe ich festgestellt, dass dieses Genre nach wie vor nichts für mich ist. Aber mit Sicherheit gibt es ein Publikum, das an an Wohlfühlgeschichten dieser Art interessiert ist.
Drei Sterne von mir für die Idee.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Spannende Spurensuche

Die Farbe des Schattens
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Ein verschwundenes Kind, das nach ein paar Tagen tot aufgefunden wird. Kommissar Arno Groth stellt Parallelen zu einem Vermissten-/Todesfall fest, der bereits sechs Jahre zurückliegt. Nicht ...


Ein verschwundenes Kind, das nach ein paar Tagen tot aufgefunden wird. Kommissar Arno Groth stellt Parallelen zu einem Vermissten-/Todesfall fest, der bereits sechs Jahre zurückliegt. Nicht alle Kollegen sind von seiner Theorie überzeugt. Es stellt sich vor allem die Frage, wenn es wirklich derselbe Täter war, warum liegen die beiden Taten sechs Jahre auseinander? Eine akribische Spurensuche beginnt.
Susanne Tägder lässt uns in ihrem Nachwort wissen, dass ihr Krimi auf wahren Begebenheiten in den 80er und 90er Jahren beruht, die aber in dem Roman nur Spuren hinterlassen haben.
Ein spannender Krimi mit einem sympathischen Kommissar, der durch einen Unglücksfall seine Tochter verloren hat.
Dies war mein erster Roman von Susanne Tägder und wird nicht mein letzter sein. Krimifans, denen eine solide Aufklärungsarbeit wichtiger ist als viele Leichen, kann ich die Romane von Susanne Tägder uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Das Geheimnis der roten Jacke

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Inhalt:
Gwen, eine Journalistin, erfährt durch Zufall von der Arbeit der SOE-Frauen und erhält den Auftrag, ein Buch darüber zu schreiben.
In zwei Zeitebenen erfahren die Leser/innen was sich 1942 zugetragen ...

Inhalt:
Gwen, eine Journalistin, erfährt durch Zufall von der Arbeit der SOE-Frauen und erhält den Auftrag, ein Buch darüber zu schreiben.
In zwei Zeitebenen erfahren die Leser/innen was sich 1942 zugetragen hat und welche Ungereimtheiten sich fünfzig Jahre später aufklären.
Mein Eindruck:
Bisher hatte ich noch nie von den mutigen Frauen gehört, die in Frankreich als Agentinnen und Kontaktpersonen im Widerstand arbeiteten und einen wichtigen Beitrag gegen die deutschen Besatzer in Frankreich leisteten. Ihre lebensgefährlichen Einsätze wurden in den Jahren nach dem Krieg so gut wie gar nicht gewürdigt, die Ehrungen erhielten in der Regel Männer.
Elisabeth Sandmann versucht mit diesem Buch diesen Frauen eine Stimme zu geben und ein Denkmal zu setzen. Die damaligen Aufgaben der SOE-Agentinnen sind gut recherchiert und geben eindrucksvoll wieder, was diese Frauen geleistet haben.
Leider ist der Buchanfang sehr langatmig und man braucht etwas Geduld bis ein gewisser Spannungsbogen aufkommt.
Elisabeth Sandmann hat dieses Thema sehr gut recherchiert. Aber für einen Roman ist die Erzählung etwas zu nüchtern geraten, was leider zu Lasten der Spannung geht. Schade. Empfehlen kann ich das Buch vor allem denjenigen, die sich für möglichst realistisch geschilderte Agententätigkeiten interessieren und vielleicht bereit sind, das Buch ein zweites Mal zu lesen, um die vielen verschiedenen Personen richtig einordnen zu können.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Tagebuch einer Liebe

Spät am Tag
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Johanne lernt Mikael kennen, als sie in sein Haus als Mieterin einzieht. Sie verlieben sich ineinander und auch seine Tochter Maren akzeptiert Johanne. Alles wäre gut, wenn nicht Mikaels Ex-Frau immer ...

Johanne lernt Mikael kennen, als sie in sein Haus als Mieterin einzieht. Sie verlieben sich ineinander und auch seine Tochter Maren akzeptiert Johanne. Alles wäre gut, wenn nicht Mikaels Ex-Frau immer noch im Haus ein und ausgehen würde. Ihre "Besuche" sind immer wieder Anlass zu Streitgesprächen zwischen Johanne und Mikael und belasten ihre Beziehung.
Spät am Tag ist als Rückblick aus der Sicht von Johanne geschrieben. Mit 141 Seiten ein kurzer Roman, der nach dem Lesen viele Fragen offen lässt. Es hätte noch vieles geklärt und geschrieben werden können. Die mitwirkenden Figuren bleiben oberflächlich und manchmal hat man das Gefühl, den Faden verloren oder etwas überlesen zu haben. Eine ruhige Erzählung ohne besondere Höhen und Tiefen mit anschaulichen Beschreibungen über die Natur. Ein ganz und gar unaufgeregter Roman, der sich trotzdem als Entspannungsliteratur eignet.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Kann man Glück erkaufen?

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Was bringt eine junge Frau dazu, Geld in einer schwindelerregenden Höhe zu unterschlagen? Eine wahre Geschichte, die Vea Kaiser dazu veranlasst hat, darüber einen Roman zu schreiben.
Angelika Moser wächst ...


Was bringt eine junge Frau dazu, Geld in einer schwindelerregenden Höhe zu unterschlagen? Eine wahre Geschichte, die Vea Kaiser dazu veranlasst hat, darüber einen Roman zu schreiben.
Angelika Moser wächst unter schwierigen familiären Verhältnissen auf. Als junge Frau liebt sie das ausschweifende Wiener Nachtleben. Sie verliebt sich in Freddy, ein Lebenskünstler, der jede Möglichkeit, sich seiner Verantwortung zu entziehen, nutzt. Angelika arbeitet im Grandhotel Frohner als Buchhalterin, erlangt schnell das Vertrauen des Hoteldirektors und macht sich bald für ihn unentbehrlich. Er überredet sie dazu, die Bücher zu Gunsten des Hotels zu "frisieren". Und vielleicht war dies der Anlass für Angelika, sich eines Tages ihrer Geldsorgen zu entledigen, indem sie Gelder für sich abzweigte. Und irgendwann wurden diese "Sonderüberweisungen" zur Gewohnheit und in ihren Augen die einzige Möglichkeit, ihre Finanzlage aufzubessern.
Ich kam als norddeutsche Leserin erstaunlich gut mit den wienerischen Ausdrücken zurecht. Vea Kaiser beschreibt ihre Figuren sehr lebendig und man kann sich einer gewissen Sympathie für Angelika nicht erwehren, obwohl man doch so manches Mal wenig Verständnis für ihre Aktivitäten hat.
Besonders interessant fand ich, dass sich die Autorin mehrfach mit der echten Betrügerin im Gefängnis getroffen hat und sich den Hergang aus ihrer Sicht erzählen ließ. Der Roman wird mit mehreren kurzen Berichten über diese Gefängnisbesuche unterbrochen.
Fazit: Das Buch ist ein interessanter Einblick in das Leben von Angelika Moser und es ist unbedingt lesenswert wie sie immer wieder versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Besonders der Erzählstil von Vea Kaiser hat mir sehr gut gefallen. Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung.

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