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Veröffentlicht am 24.01.2026

Auf Beobachtungsposten

Das Signal
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Ursula Poznanski ist für mich ein Garant für Spannung. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Viola verliert ihren linken Unterschenkel, als der Weinkeller ihres Hauses einstürzt. Sie kann ...


Ursula Poznanski ist für mich ein Garant für Spannung. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Viola verliert ihren linken Unterschenkel, als der Weinkeller ihres Hauses einstürzt. Sie kann sich anschließend nicht erinnern wie es zu dem Einsturz kam. Es hat zunächst den Anschein als würde ihr Mann sich rührend um ihr Wohlbefinden kümmern. Aber bald hat Viola den Verdacht, dass er sie belügt und kommt auf die Idee, ihn mit kleinen Trackern zu überwachen.
Obwohl es in diesem Thriller wenig Tote und Gewalt gibt, ist es als Leser/in spannend zu verfolgen, welche Schlussfolgerungen Viola aus den Trackerspuren zieht, die ihr Mann hinterlässt. Es wird der Leserschaft schnell klar, dass Violas Mann lügt. Aber wie sieht es mit ihrem weiteren Umfeld aus, mit ihren Freundinnen und ihrer Pflegerin? Aber auch Viola hat ihre Geheimnisse. Welche, wird erst spät im Buch verraten.
Für mich war es eines der spannendsten Bücher von Ursula Poznanski und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Von mir eine klare Leseempfehlung mit fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Medea, die Hexe

Medea
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Ich gebe zu, ich hatte mich bisher wenig mit der griechischen Mythologie befasst. Ich habe mich mit Medea erst nach den ersten Seiten dieses Buches genauer befasst. Danach konnte ich die Geschichte in ...

Ich gebe zu, ich hatte mich bisher wenig mit der griechischen Mythologie befasst. Ich habe mich mit Medea erst nach den ersten Seiten dieses Buches genauer befasst. Danach konnte ich die Geschichte in diesem Buch besser nachvollziehen.
Medea, die kolchische Hexe oder Zauberin hatte Circe als Lehrmeisterin. Sie wurde von ihrem Vater unter Verschluss gehalten und von ihrer Mutter ignoriert. Als Jason mit seinen Argonauten erscheint, verliebt sie sich in ihn und hofft mit seiner Hilfe ihrem elterlichen Gefängnis entfliehen zu können. Erst nach Jahren erkennt sie, dass sie nur Jasons Werkzeug war.
Rosie Hewlett haucht mit ihrem Roman Medea neues Leben ein und versucht, ihre Beweggründe für ihr blutiges Tun, mit ihrer Vergangenheit zu erklären. Dies ist die Geschichte einer Frau, die von einer Unterdrückung in die nächste gestolpert ist und Mühe hat, ihren Hass und ihren Zorn zu zügeln.
Wer sich für diese Thematik interessiert, wird mit diesem Buch gut bedient und sieht vieles aus einem anderen Blickwinkel.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Nachkriegszeit in Hamburg

In den Scherben das Licht
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Carmen Korns neuester Roman spielt in der Zeit von 1946 bis 1955. Wir lernen Gisela und Gert kennen, zwei junge Leute, die auf der Suche nach ihren Familien sind. Beide finden in dem zerbombten ...


Carmen Korns neuester Roman spielt in der Zeit von 1946 bis 1955. Wir lernen Gisela und Gert kennen, zwei junge Leute, die auf der Suche nach ihren Familien sind. Beide finden in dem zerbombten Hamburg Unterschlupf in Friedes Keller.
Man spürt, dass es anfangs um das nackte Überleben in den Trümmern geht. Es wird gehamstert, auf dem Schwarzmarkt gefeilscht und versucht, die Kriegserlebnisse zu vergessen.
Und wie im richtigen Leben freuen sich die einen über einen Kanten Brot und die anderen überlegen, wo sie ihre Austern schlürfen können.
Insgesamt eine realistische Schilderung aus dieser Zeit mit Verlierern und Gewinnern.
Allerdings reicht dieser Roman nicht an die bisherigen von Carmen Korn heran. Durch die vielen verschiedenen Personen und die innerhalb eines Kapitels mehrmals wechselnden Protagonisten ist es nicht immer leicht, der Geschichte zu folgen. Ein Personenregister wäre hilfreich gewesen. Zudem wird oftmals erst nach mehreren Sätzen klar, von wem gerade die Rede ist. Auch bleiben die Figuren merkwürdig blass und es fällt schwer, Sympathien für sie zu entwickeln. Deshalb kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Vier Frauen - vier Schicksale

Niemands Töchter
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Marie, Gabriele, Alma und Isabell, vier Frauen, deren Leben irgendwie miteinander verbunden zu sein scheinen. Und man muss schon etwas tiefer in die Geschichte von Judith Hoersch eintauchen, ...


Marie, Gabriele, Alma und Isabell, vier Frauen, deren Leben irgendwie miteinander verbunden zu sein scheinen. Und man muss schon etwas tiefer in die Geschichte von Judith Hoersch eintauchen, um zu verstehen, was diese vier Frauen miteinander verbindet. Aber es lohnt sich das herauszufinden. Mit viel Wärme werden die Lebenswege der Frauen erzählt und ich hatte Mühe, das Buch aus der Hand zu legen.
Im Buchanfang ist viel Dramatik enthalten, aber im Verlauf zeigt sich vieles versöhnlicher als es anfangs schien. Und man erfährt wie unterschiedlich doch die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern sein können und wie sie den Lebensweg beeinflussen können.
Dank Judith Hoerschs Erzählstil konnte ich mich gut in die jeweilige Lebenssituation der vier Frauen hineinversetzen. Die Erzählung auf verschiedenen Zeitebenen war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe mich aber nach ein paar Seiten schnell hineingefunden.
Ich kann dieses Buch ohne Einschränkung empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Was ist Glück?

Jetzt gerade ist alles gut
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Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr so wie es war. So erging es Stephan Schäfer, als er mit seiner Familie in den Urlaub verreisen wollte und sich unvermittelt im Krankenhaus wiederfand. ...


Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr so wie es war. So erging es Stephan Schäfer, als er mit seiner Familie in den Urlaub verreisen wollte und sich unvermittelt im Krankenhaus wiederfand. Eine Sepsis hatte sich rasend schnell in seinem Körper ausgebreitet und ihn an den Rand des Todes gebracht. Einer schnellen Operation folgte ein monatelanger Heilungsprozess. In dieser Zeit stellt er fest, was ihm im Leben wichtig ist und hält diese mehr oder bewegenden Situationen in dem schmalen Büchlein fest. Ich konnte mich der Lektüre kaum entziehen. Obwohl hier wirklich nicht viel passiert, merkt man dem Schriftsteller an, dass er nach dieser Krankheitserfahrung versucht, auch in ganz banalen, täglichen Ereignissen etwas besonderes zu sehen. Und das ist doch die Kunst des Lebens, in dem Alltäglichen das Einzigartige zu sehen.
Ein lesenswertes Buch, um mit sich und seiner Welt zufrieden zu sein.

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