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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2025

Kriegszeiten in einem kleinen Dorf

Ginsterburg
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Wir befinden uns in dem kleinen Ort Ginsterburg in der Zeit zwischen 1935 und 1945 und erfahren anhand die Geschichte einzelener Bewohner, wie sich die aufkommenden Nazi-Parolen und ein beginnender Krieg ...

Wir befinden uns in dem kleinen Ort Ginsterburg in der Zeit zwischen 1935 und 1945 und erfahren anhand die Geschichte einzelener Bewohner, wie sich die aufkommenden Nazi-Parolen und ein beginnender Krieg in einem begrenzten Raum entwickeln.

Fand ich zunächst die Geschichte und die Betrachtungsweise der einzelnen Charaktere noch sehr interessant, ebenso die Stimmung, die über dem Beschriebenen liegt, so flachte die Handlung für mich im Verlauf des Romans doch sehr ab, Sprünge zwischen den einzelnen Figuren und auch Ortswechsel machten ie Lektüre für mich nicht gerade leicht, obwohl mir diese Wechsel ansonsten eigentlich liegen. Meiner Meinung nach wollte man hier einfach zu viel und hat daher kaum eine Figur ganz ausgereift dargestellt, sondern vieles einfach nur angerissen. Aber vielleicht war das ja auch so gewollt? Für mich war die Geschichte insgesamt etwas zu langatmig, obwohl mich der Ansatz schon begeistern konnte.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Chiemseesommer mit gefühlsmäßigen Hindernissen

Sommerglück am Chiemsee
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Die junge Josefine kehrt nach drei Jahren aus Berlin in ihre Heimat an die Chiemsee zurück, um sich ihren Ängsten aus der Vergangenheit zu stellen und endlich wieder Kontakt zu den Eltern aufzunehmen. ...

Die junge Josefine kehrt nach drei Jahren aus Berlin in ihre Heimat an die Chiemsee zurück, um sich ihren Ängsten aus der Vergangenheit zu stellen und endlich wieder Kontakt zu den Eltern aufzunehmen. Als Übergang mietet sie sich zunächst einmal bei dem alten Schreiner Peter ein, dem sie im Haus etwas zur Hand gehen soll. Da platzen nicht nur Peters drei erwachsene Söhne, sondern auch ein im wahrsten Sinne des Wortes umwerfender Riesenschnauzer ganz unerwartet in Josefines Leben...

Was habe ich micht gefreut, mit diesem schönen Roman buchtechnisch an den Chiemsee reisen zu dürfen und wurde dabei auch nicht enttäuscht! Schöne Landschaftsbeschreibungen mit kleinen lauschigen Ecken am See lassen das Urlauberherz während des Lesens gleich wieder höher schlagen. Natürlich kommen Wohlfühlmomente hier nicht zu kurz, aber insgesamt stehen hier auch eine nicht bewältigte Vergangenheit der Protagonistin sowie ihre zunächst nicht erklärbaren Berührungsängste im Vordergrund. Dies hat die Autorin jedoch so feinfühlig in die Handlung eingewoben, dass man an keiner Stelle der Ansicht war, dass es sich um eine reine "Problemgeschichte" handelt, ich konnte sehr gut mit Josefine mitfühlen und ihr Verhalten im Laufe des Romans immer besser verstehen. Die tollen Nebenfiguren sowie Hund "Klitschko" lassen das Lesen zu einem wahren Vergnügen werden, so dass ich mich am Chiemsee wieder gut aufgeoben gefühlt habe und auf eine weitere Buchreise dorthin hoffe!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein Stück deutscher Geschichte

Im Wind der Freiheit
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In diesem Roman erleben wir die Geschehnisse in Deutschland rund um das Jahr 1848, Themen wie Deutscher Bund, Paulskirchenverfassung, Arbeiterrevolution und Frauenrechte stehen hier im Mittelpunkt der ...

In diesem Roman erleben wir die Geschehnisse in Deutschland rund um das Jahr 1848, Themen wie Deutscher Bund, Paulskirchenverfassung, Arbeiterrevolution und Frauenrechte stehen hier im Mittelpunkt der Handlung. Dabei erleben wir im Verlauf der Geschichte die beiden jungen Frauen Louise und Susanne, beide aus unterschiedlichen Schichten stammend und doch auch beide auf ihre Weise an einer Änderung der aktuellen Verhältnisse interessiert, für die sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen.
Geschickt hat hier die Autorin tatsächlich existierende historische Personen und Fakten mit fiktiven Abläufen kombiniert, für den geschichtlich vorgebildeten Leser an dieser Stelle ein Vorteil, aber kein Muss. Dabei hat mich insgesamt der fiktive Charakter der armen und immer ums Überleben kämpfenden Susanne mehr fasziniert, ihr galt während des Lesens meine Sympathie, die Figur der Louise dagegen war mir ein wenig unnahbar, weil mir zum Teil ihre Absichten nicht ganz klar geworden sind.
Für mich ein Roman mit einer interessanten und wichtigen Thematik, den man nicht so einfach herunterlesen kann, sondern man sich wirklich auf die zahlreichen Figuren konzentrieren muss, was mir nicht immer so ganz gelungen ist.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Liebe in Noten

Für Polina
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Die ist mein erstes Buch von Takis Würger, aber ich muss sagen, dass die Vorschusslorbeeren absolut berechtigt waren!

Wir erfahren die Geschichte von Hannes und Polina, zwei, die von Kind an schon fast ...

Die ist mein erstes Buch von Takis Würger, aber ich muss sagen, dass die Vorschusslorbeeren absolut berechtigt waren!

Wir erfahren die Geschichte von Hannes und Polina, zwei, die von Kind an schon fast wie Geschwister aufwachsen, sich immer nahe sind und im Jugendalter merken, dass sie vielleicht auch mehr füreinander sein könnten, wenn der jeweils andere das auch nur wollte. Auf der einen Seite Hannes, der vielleicht musikalisch hochbegabte Junge, eher introvertiert mit leicht autistischen Zügen, dort Polina, die eher nüchtern und vielleicht etwas unnahbar Wirkende. Immer wieder treffen sie im Verlauf der Geschichte aufeinander, leben und reden aber irgendwie aneinander vorbei. Mit zarter und leichter Sprache führt uns der Autor durch das Leben und die Gedankenwelt von Hannes, der hier doch mehr im Mittelpunkt der Erzählung steht, der alles immer ganz oder gar nicht macht, Lieben, Leben, Arbeiten. Dessen Leben sich aber tasächlich auch immer nur um Polina gedreht hat, für die er anfänglich eine eingene Melodie geschrieben hat, die ihn zeitlebens begleitet.

Hier habe ich eine Liebesgeschichte gelesen, die manchmal tragisch, manchmal humorvoll und oft nur wünderschön ist, kein bisschen kitschig sondern eher nachdenklich machend, ein so ganz eigener Stil, wie man ihn in Romanen nicht oft findet.

Dies wird nicht mein letztes Buch des Autoren sein!

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Interessanter Krimi im Pferde-Rennsport-Milieu

Wattrennen in den Tod
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In ihrem neuesten Fall ermittelt die Kommissarin Rike von Menkendorf in Sachen eines verschwundenen Gallopprennpferdes sowie eines toten Jockeys. Nachdem ich sie bisher bereits in einigen Mordfällen als ...

In ihrem neuesten Fall ermittelt die Kommissarin Rike von Menkendorf in Sachen eines verschwundenen Gallopprennpferdes sowie eines toten Jockeys. Nachdem ich sie bisher bereits in einigen Mordfällen als Ermittlerin auf der Insel Helgoland begleiten durfte, gilt es nunmehr, einen Fall auf dem Festland in Cuxhaven aufzuklären. Stecken Tierliebhaber, persönliche Angelegenheiten oder gar die Wettmafia hinter den Verbrechen?

Insgesamt hat mich dieser Krimi wieder gut unterhalten. Vor allem habe ich als Leser so einiges Interessantes über den Pferdesport erfahren sowie über eine tolle Gegend an der Nordseeküste. Auch die private Geschichte Rikes, die ich bisher gespannt verfolgt habe, nimmt hier wieder so richtig Fahrt auf, altbekannte Nebendarsteller wie Harry und Margo treffen wir hier wieder. Spannungsmässig fiel für mich die Geschichte jedoch etwas gegenüber den Vorbänden ab, es halfen mir doch ein paar Zufälle zu viel bei der Aufklärung. In der Hoffnung, in einem neuen Fall wieder an die alten Qualitäten anknüpfen zu können, vergebe ich diesmal gut gemeinte 3 Sterne.

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