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Ullap

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Glück im Spiel

6 aus 49
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Wir lesen die Geschichte von Lina, Baujahr 1911, geboren an einem 13. Diese Zahl hat wohl auch ihre lebenslange Affinität zum Lottospielen geprägt, Lina hat immer an ihr Glück geglaubt, war es ihr in der ...

Wir lesen die Geschichte von Lina, Baujahr 1911, geboren an einem 13. Diese Zahl hat wohl auch ihre lebenslange Affinität zum Lottospielen geprägt, Lina hat immer an ihr Glück geglaubt, war es ihr in der Liebe dagegen weniger beschert. Trotz des Titels steht hier jedoch das Glücksspiel keinesfalls im Vordergrund, sondern eher das beschwerliche Leben von Lina, erzählt aus der Perspektive ihrer Enkelin. Lina, die als junges Mädchen schon als Aushilfe in einem Restaurant ihr Geld verdienen musste und sich stets und ständig weiter hochgearbeitet hat, es am Ende zur stolzen Hotelbetreiberin gebracht hat, Innovationen immer aufgeschlossen, begeleitet von ihrer treuen Freundin Maria, die bis zum Ende an ihrer Seite war.
Die große Leistung dieses Romans ist für mich der kurze, prägnante Schreibstil, einfach und zielgerichtet, genau passend zu Linas Leben. Da hat für mich die Autorin ein sehr gutes Händchen bewiesen. Die einzelnen Episoden aus Linas Leben waren mir allerdings etwas zu sprunghaft, schienen zunächst etwas zusammenhanglos, um später dann doch mal wieder den roten Faden aufzunehmen. Dadurch konnte ich auch zu den Figuren keine große Nähe aufbauen.
Die Geschichte an sich war für mich aber, auch wegen der geringen Seitenzahl, recht flott lesbar, daher gut gemeinte 3 Sterne für ein sprachlich gekonntes Buch!

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Die Kraft der Rosen

Zeit der Pfingstrosen
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Nach ihrer Trennung will Katy zusammen mit ihrer kleinen Tochter Mabel in Aberdeen privat als auch beruflich neu starten. Dort betreut sie mit Hilfe seines Neffen Aidan den fast hundertjährigen demenzkranken ...

Nach ihrer Trennung will Katy zusammen mit ihrer kleinen Tochter Mabel in Aberdeen privat als auch beruflich neu starten. Dort betreut sie mit Hilfe seines Neffen Aidan den fast hundertjährigen demenzkranken Jeff, den eine Traurigkeit zum umgeben scheint. Immer wieder zieht es ihn in den örtlichen Blumenladen. Gerade die Pfingstrosen scheinen es Jeff besonders angetan zu haben.

Die Autorin hat uns hier ein wunderbares tiefgründiges Buch präsentiert. Jeffs Geschichte wird in der Vergangenheit erzählt, in der Gegenwartsebene erleben wir seine Erkrankung, die manchmal zur Traurigkeit verleitet, aber durchaus auch einige humorige Elemente hat. Katy ist eine sympathische Frau, die es bestens versteht, mit dem kranken Jeff und seinen Eigenheiten umzugehen. Sie entfaltet im Verlauf der Handlung eine tolle Entwicklung, auch die kleine Mabel ist mir richtig ans Herz gewachsen. Wird den beiden, die sich anfangs in der fremden Umgebung etwas schwer tun, vielleicht auch wieder ein neues Glück vergönnt sein? Wer das wissen will, sollte auf jeden Fall diese wunderbare und warmherzige Geschichte lesen, die Geschichte einer grossen Liebe, die einen ein Leben lang nicht mehr loslässt.

Gerne wohlverdiente 5 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Mordseefeeling

Mord im Wattenmeer
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Femke Janssen ist Studentin, Reinigungsfachkraft für Ferienwohnungen und selbsternannte Hobbyermittlerin in ihrem Wohnort Dangast an der Nordseeküste. Für eine Ausbildung in ihrem Traumberuf bei der Polizei ...

Femke Janssen ist Studentin, Reinigungsfachkraft für Ferienwohnungen und selbsternannte Hobbyermittlerin in ihrem Wohnort Dangast an der Nordseeküste. Für eine Ausbildung in ihrem Traumberuf bei der Polizei hat es aufgrund gesundheitlicher Probleme leider nicht gereicht. Als Femke eines Tages zu Beginn ihrer Arbeit in einer Ferienwohnung eine weibliche Leiche entdeckt, weckt das sofort ihren Ermittlergeist. Mit Hilfe ihrer pfiffigen Vermieterin Grete und der jungen Rechtsmedizinerin Ebba wollen sie auf eigene Faust die etwas stockenden Ermittlungen der Polizei "unterstützen".

Femkes ersten "Fall" habe ich sehr gerne und mit grosser Spannung gelesen. Dabei war zwar von Beginn an die Zahl der Verdächtigen sehr begrenzt, dennoch kristallisierte sich der wahre Täter erst ziemlich am Ende heraus, nachdem es zwischendurch für das "Ermittlungteam" zum Teil auch recht gefährlich wurde. Dabei fand ich die Charaktere sehr authentisch gezeichnet: Femke mit ihrer tollen Kombinationsgabe, die ältere Grete, die ihren verstorbenen Mann rehabilitieren möchte und Ebba, eine junge Frau, die gleich mit Femke auf einer Wellenlänge liegt. Aber auch etwas schrullige Nebenfiguren wie der alternde Kommissar Pannkok gaben der Geschichte für mich das gewisse Etwas.

Wer Krimis mit Lokalkolorit mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Bei mir wurde auf jeden Fall der große Wunsch geweckt, in dieser tollen Gegend an der Nordsee doch mal einige Tage Urlaub zu verbringen, den angepriesenen Rhabarberkuchen muss ich dabei einfach probieren. Voller Vorfreude auf einen weiteren Band vergebe ich gerne die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Sommer in der Bretagne

Noch fünfzig Sommer mehr
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Eleni lebt nun nach dem plötzlichen Tod ihrer großen Liebe Theo sehr zurückgezogen im ehemalligen Haus ihrer Großeltern in der Bretagne. Eines Tages findet sie vor ihrer Haustür einen Topf mit einer kleinen ...

Eleni lebt nun nach dem plötzlichen Tod ihrer großen Liebe Theo sehr zurückgezogen im ehemalligen Haus ihrer Großeltern in der Bretagne. Eines Tages findet sie vor ihrer Haustür einen Topf mit einer kleinen Gartenpflanze und einer Botschaft. Die Blumengrüße des unbekannten Spenders wiederholen sich fast täglich und Eleni, die den Garten ihrer Großeltern immer sehr geliebt hat, taut allmähllich auf und beginnt, den Garten mit den neuen Blumen wieder anzulegen. Wer ist nur der unbekannte Spender?

Dies ist so ein wunderbar tiefgründiges und berührendes Buch, das ich gerade jetzt im Sommer in kürzester Zeit verschlungen habe. Eleni ist so ein warmherziger Charakter, der einem sofort sympatisch ist. In Rückblenden erfahren wir einiges aus ihrer Zeit mit ihren Großeltern und anderen Dorfbewohnern sowie ihrer Liebe zu Theo, das ist hier sehr gut gelungen! Auch die Beschreibung der wunderschönen, manchmal rauhen Landschaft in der Bretagne sowie des langsam sich entwickelnden Gartens ist so plastisch geschildert, dass ich mich quasi direkt mit vor Ort gefühlt habe.

Gerne die volle Punktzahl für dieses zu Herzen gehende Buch!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Ostseeromantik

Hinter den Dünen - Alles auf Neuanfang
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Nachdem die junge Münchner Restaurantfachkraft Malin von ihrem Freund mit einer Anderen betrogen wurde und ihr auch noch eine Menge Schulden hinterlassen hat, kratzt sie ihr letztes Geld zusammen, um in ...

Nachdem die junge Münchner Restaurantfachkraft Malin von ihrem Freund mit einer Anderen betrogen wurde und ihr auch noch eine Menge Schulden hinterlassen hat, kratzt sie ihr letztes Geld zusammen, um in einigen Urlaubstagen an der Ostseeküste den Kopf wieder frei zu bekommen. Dort wird sie von einem bekannten Sternekoch als Werbegesicht für sein neues Restaurant entdeckt und erhält dort sogar noch einen Job als Servicekraft. Kurzentschlossen beschließt Malin einen Neustart an der Ostsee und findet erst einmal Unterschlupf auf dem sogenannten Künstlerhof der Familie Sommer. Ob ihr vielleicht auch bald ein privates Glück wieder vergönnt sein wird?

Es handelt sich um den sechsten und vermutlich abschließenden Band um die Künstlerfamilie auf dem Darß an der Ostsee. Nicht nur für alle Familienmitglieder gibt es ein Heimkommen auf den Hof, auch als Leser fühlt man sich mittlerweile dort daheim und fiebert um die großen und kleinen Problemchen der Beteiligten, bei denen der familiere Zusammenhalt im Vordergrund steht. In dieser wirklich bezaubernden Gegend kommt natürlich die Romantik auch nicht zu kurz. Sehr gerne habe ich die Familie begleitet, durch die wieder einmal so wunderbaren Landschaftsbeschreibungen verspürt man den großen Wunsch, dort selbst einmal eine Tage Urlaub zu verbringen. Und wer weiß, vielelicht gibt es den Küntlerhof und das Gorumetrestaurant dort ja doch irgendwo?

Verdiente 5 Sterne für einen gelungenen Sommerroman!

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