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Veröffentlicht am 08.06.2025

berührend ehrlicher Roman

Verheiratete Frauen
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Die Hauptpropagandistin Gabriela ist eine freie Journalistin mit einer wöchentlichen Kolumne mit dem Thema „verheiratete Frauen“. Sie hat der schnellen Heirat zugestimmt, damit sie keine Fernbeziehung ...

Die Hauptpropagandistin Gabriela ist eine freie Journalistin mit einer wöchentlichen Kolumne mit dem Thema „verheiratete Frauen“. Sie hat der schnellen Heirat zugestimmt, damit sie keine Fernbeziehung führen mussten. Sie liebt ihren Mann, doch begehrt sie den attraktiven und erfolgreichen Schriftsteller Pablo, der ebenfalls verheiratet ist. Sie möchte mehr als nur Sex mit ihm, doch ist sie bereit ihren Mann und ihren fünfjährigen Sohn zu verlassen.
Ihre Freundin Silvia arbeitet als Fotografin, ist mit einem ihr intellektuell unterlegenen Mann verheiratet. Sie fühlt sich in der Aufgabe als Mutter mit zwei Kinder allein gelassen. Und sie stellt fest, dass sie eigentlich Frauen liebt.
Cosima wuchs in einem reichen, adligen Elternhaus auf mit allen Konventionen, die von ihr erwartet wurden und die sie nicht erfüllen konnte, ist zu einer arrangierten Heirat mit einem Muttersöhnchen, der sie nicht im mindesten begehrt. Erfolg findet sie als Designerin, insbesondere mit senegalesischer Baumwolle.
Sehr einfühlsam werden die drei unterschiedlichen Frauenschicksale beschrieben, ihre Sorgen, Ängste, Hoffnungen, wie sie mehr vom Leben erhoffen, sehr offen wird über Sex erzählt, über Menstruationsprobleme und vergeblicher Kinderwunsch. Jede Frau hat etwas von dem erlebt was diese Drei erfahren haben. Auch über die Männer erfährt man wie sie zu dem wurden was sie sind und wie sie nicht aus ihrer Haut können. Wie Konventionen und Erwartungshalten, wie die Mütter das Leben der Kinder prägen.
Ein sehr berührender und ehrlicher Roman.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

äußerst gelungenes Nachschlagewerk

Schauplätze der Weltliteratur
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Quer durch die ganze Welt werden wir in diesem Werk über die Schauplätze der Weltliteratur mitgenommen. Der Herausgeber hat das Buch chronologisch aufgebaut, wir beginnen im Jahr 1817 mit Jane Austins ...

Quer durch die ganze Welt werden wir in diesem Werk über die Schauplätze der Weltliteratur mitgenommen. Der Herausgeber hat das Buch chronologisch aufgebaut, wir beginnen im Jahr 1817 mit Jane Austins Anne Elliot im englischen Ort Bath und enden in der Jetztzeit im Jahr 2019 in den katalanischen Pyrenäen mit dem Werk singe ich, tanzen die Berge von Irene Sola. Insgesamt werden 70 Romane vorgestellt, wobei ich nicht alle zur Weltliteratur zählen würde und mir manche unbekannt waren. In erster Linie geht es um die Orte, in denen die Romane spielen, reale oder fiktive, aber immer welche, die den Autoren wichtig waren.
Neben der Ortsbeschreibung wurde der Inhalt kurz erzählt, es gibt Hintergrundinformationen zu dem Werk, zum Autor und manchmal auch im Kontext der Zeit und politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten.
Die Aufmachung des Nachschlagwerkes ist äußerst gelungen, zu jedem der 70 Romane gibt es Bildmaterial in Form von abgedruckten Gemälden, Stadtplänen, Landschaftsaufnahmen, Cover der Erstausgaben und vieles mehr. Einzig ein Lesebändchen hat mir gefehlt. Es ist ein Nachschlagewerk das ich bestimmt noch häufiger in die Hand nehmen werde.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

das kurze, intensive Leben der Anita Berber

Der ewige Tanz
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Im Jahr 1928 liegt Anita Berber in einem Berliner Krankenhaus, Schwindsucht nannte man damals die Krankheit Tuberkulose, die für viele tödlich endete. Auch die 29-jährige Anita weiß, das es zu Ende geht. ...

Im Jahr 1928 liegt Anita Berber in einem Berliner Krankenhaus, Schwindsucht nannte man damals die Krankheit Tuberkulose, die für viele tödlich endete. Auch die 29-jährige Anita weiß, das es zu Ende geht. Sie hatte ein aufregendes, außergewöhnliches Leben. Sie wuchs bei ihrer Oma Lu auf, ihre Mutter hatte als Sängerin weder Zeit noch Interesse an ihr, ihr Vater, ein berühmter Violinist, verließ die Familie und ignorierte auch Anita. Ihr größter Wunsch war Tänzerin zu werden, und sie wurde es. Sie fiel auf durch fast nackte Tänze und einen sehr maskulinen Kleidungsstil. Auch im Stummfilm hatte sie Rollen, sie traf internationale und nationale Größen aus Film und Kunst. Sie war bisexuell und suchte ihr Leben lang nach Liebe und Anerkennung. Sie traf die falschen Männer und verfiel dem Alkohol, Heroin und Morphium und da immer Geld fehlte gab es auch immer wieder Skandale um die herum.
In dieser Biografie wird nicht nur das kurze, intensive Leben der Anita Berber erzählt, auch die Zeit der 20er Jahre in Berlin und Wien mit ihren Künstlern und politischen Veränderungen werden wie ein Sittengemälde thematisiert.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Rache einer Witwe

Wut und Liebe
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Noah und Camilla lieben sich, sie leben zusammen bis aus heiterem Himmel Camilla die Beziehung verlassen will. Sie liebt ihn immer noch, doch sie erhofft sich mehr vom Leben als in ihrem ungeliebten Job ...

Noah und Camilla lieben sich, sie leben zusammen bis aus heiterem Himmel Camilla die Beziehung verlassen will. Sie liebt ihn immer noch, doch sie erhofft sich mehr vom Leben als in ihrem ungeliebten Job den erfolglosen Kunstmaler Noah durchzufüttern. Noah ist am Boden zerstört und sucht in der Kneipe bei einem Mojito Trost. Ebenfalls vor einem Mojito sitzt Betty, seit drei Jahren Witwe. Die Schuld am Tod ihres Mannes gibt sie seinem Geschäftspartner, der ihren Mann bis zur Erschöpfung und mehreren Herzinfarkten hat arbeiten lassen. Dafür soll er büßen. Geld hat sie genug und Noah, der dringend Geld benötigt um Camilla wieder zurück zu bekommen, geht auf ihr unmoralisches Angebot ein.
Wir erleben ein junges liebendes Paar, das an den Alltagssorgen zerbricht, die Sorgen eines Künstlers, nicht gut genug zu sein, um Machenschaften im Kunstbetrieb um fragwürdige Geschäftsmethoden und Racheakte einer alten Frau.
Der Roman ist spannend mit immer wieder neuen Wendungen hervorragend geschrieben, lebhafte Dialoge mit gelegentlichen schweizerischen Ausdrücken und ein überraschendes, unerwartetes Ende stehen für ein rundum gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Antwerpen im Spätmittelalter

Die Gerüche der Kathedrale
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Erst vor kurzem war ich selbst in der Liebfrauenkirche in Antwerpen und kann mir jetzt beim Lesen dieses Buches die damalige Zeit besonders gut vorstellen. Die Autorin beschreibt die Zeit des Spätmittelalters ...

Erst vor kurzem war ich selbst in der Liebfrauenkirche in Antwerpen und kann mir jetzt beim Lesen dieses Buches die damalige Zeit besonders gut vorstellen. Die Autorin beschreibt die Zeit des Spätmittelalters Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Jahr 1566. Sehr anschaulich erleben wir den Aufbau, die Erweiterung der Kathedrale, das Ziel reicher Bürger, Bruderschaften oder Handwerksverbände, einen eigenen Altar in dem Gotteshaus zu besitzen. Die Kirche war nicht nur ein Ort des Gebetes, es war ein Treffpunkt, dort wurden Geschäfte abgewickelt. Einen besonderen Aspekt nehmen die Gerüche ein, wenn tausende von ungewaschenen Menschen sich in der Kirche versammelten, es nach Tieren und auch nach Verwesung roch, wenn zeitgleich zur Messe dort die Verstorbenen aufgebahrt wurden. Gerüche, vor die wir uns heute ekeln waren damals alltäglich und für die Menschen kaum wahrnehmbar.
Diese mittelalterliche Zeit in der aufstrebenden Stadt Antwerpen ist in ein sehr gut lesbaren Sachbuch erfasst, spannend und informativ. Sehr schön sind die farbenreichen, hochwertig gedruckte Gemälde, Zeichnungen, Kirchenpläne der damaligen Zeit ergänzt um aktuelle Fotos. Ein rundum gelungenes Buch.

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