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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2020

Ein schwieriges Thema gut aufbereitet

Wirtschaftspolitik zwischen der Gier der Gewinner und der Wut der Verlierer
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Der österreichische Manager und Jurist Manfred Drennig beleuchtet in diesem Buch die Geschichte der Wirtschaftspolitik und die Auswirkungen bis heute (und in die Zukunft).

Dazu finden wir in acht Kapiteln ...

Der österreichische Manager und Jurist Manfred Drennig beleuchtet in diesem Buch die Geschichte der Wirtschaftspolitik und die Auswirkungen bis heute (und in die Zukunft).

Dazu finden wir in acht Kapiteln interessante Statements:

Die beste aller Welten und ihre Erschaffung durch den Markt
Verhaltensökonomie als Suche nach dem Heiligen Gral
Einkommen als Ergebnis sozialer Leistung oder Beuteverhalten
Wirtschaftswachstum: notwendig, schädlich oder beides?
Internationale Arbeitsteilung: Der Traum von der heilen Welt
Die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Geldpolitik
Politik: Vom öffentlichen Diskurs zur Manipulation
Es gibt viel zu tun

Mir hat besonders gut das Kapitel „Die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Geldpolitik“ gefallen. Hier wird u.a. erläutert wie es zum Börsencrash 1929 gekommen ist, dessen Folgen Millionen Menschen in den Abgrund gerissen hat. Oder, wie sich die gut gemeinte Idee der billigen Wohnraumkredite in einen Albtraum für Kreditnehmer, Banken und Staaten entwickelt hat. Aber, es ist ja bekannt, dass „gut gemeint“, das Gegenteil von gut ist.

Die enge Verzahnung der Weltwirtschaft untereinander wird uns auch in der Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Hoffen wir, dass uns die aktuelle Überregulierung, die aller Orten das Hervorbringen neuer Ideen hemmt, nnicht noch mehr überhand nimmt.

„Wer Initiative zeigt, wer vor allem neue Wege gehen will, droht unter einem Wust von wohlmeinenden Vorschriften zu ersticken.“ sagte Roman Herzog, ehemaliger Bundespräsident Deutschlands, in seiner „Berliner Rede“ 1997. Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.

Veröffentlicht am 05.01.2020

Hat mich gut unterhalten

Herbstleich
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Die Prügelei während der Halloween-Party endet mit einem Toten. Dorfpolizist Friedrich Fesch, der diesem neumodischen Fest so gar nichts abgewinnen kann, darf wieder mit Michaela Mörderisch, der toughen ...

Die Prügelei während der Halloween-Party endet mit einem Toten. Dorfpolizist Friedrich Fesch, der diesem neumodischen Fest so gar nichts abgewinnen kann, darf wieder mit Michaela Mörderisch, der toughen Kriminalbeamtin ermitteln.

Ist der Streit um eine Dorfgrazie wirklich der Auslöser für den Mord? Bei näherem Hinsehen, scheint nichts wie es ist, zu sein. Akribisch sortieren Mörderisch & Fesch die einzelnen Mosaiksteinchen und stellen fest, dass die dörfliche Idylle trügt.

Meine Meinung:

Lisa Gallauner ist eine gute Fortsetzung ihres ersten Krimis („Mörderisch & Fesch“) gelungen. Das höchst ungleiche Ermittlerpaar ergänzt sich prächtig.

Die Geschichte spielt in dem kleinen, fiktiven Ort St. Lindenbaum, der überall sein könnte. Die Dorfbewohner kennen sich von klein auf, man weiß um das eine oder andere Familiengeheimnis. Wenig bleibt verborgen, doch alles, was nicht eindeutig belegt wird, wird durch die eigene (oft bösartige) Fantasie ausgeschmückt. Mit dabei sind einige Charaktere, die wir schon kennen. So darf Jenny dem einen oder anderen Dorfcasanova wieder der Kopf verdrehen oder die Tupfinger-Martha, deren Tratsch-Sucht die „Bild-Zeitung“ gehörig in den Schatten stellt.

Lisa Gallauner hat einen leicht lesbaren und lockern Schreibstil, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt.

Fazit:

Ein, bis auf die Leiche mit Bauchstich, unblutiger Krimi, der durch Wortwitz und eine flüssige Erzählweise besticht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.01.2020

Hat mich nicht vollends überzeugt

Tote Hunde bellen nicht
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Tierärztin Dr. Katja Maus versucht einer Gruppe Schüler das Wachstum der Bäume im Ratinger Forst zu erklären, als sie buchstäblich über eine Leiche stolpern. Es scheint, als wäre Christian Witte, ein Schriftsteller, ...

Tierärztin Dr. Katja Maus versucht einer Gruppe Schüler das Wachstum der Bäume im Ratinger Forst zu erklären, als sie buchstäblich über eine Leiche stolpern. Es scheint, als wäre Christian Witte, ein Schriftsteller, bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen. Doch als Pitter, der Hund des ermittelnden Polizisten Constantin Blum und Freund von Katja, wenig später einen blutverschmierten Ast apportiert, ist klar, dass es sich hier um ein Gewaltverbrechen handelt.

Anders als im ersten Fall („Ein Hund, der eine Grube gräbt“) kommt Katja Maus nicht dazu, sich mit dem Polizisten Constantin Blum über den Fall auszutauschen, denn Jenna, ihre Praktikantin sorgt für Troubles in der Praxis und in Katjas Seelenleben, das durch wohl gesetzte Spitzen ihres Ex-Mannes Harro ohnehin angeknackst ist.

Dennoch schafft es Katja, die eine aufmerksame Zuhörerin ist, einige wichtige Details aus dem Leben des Schriftstellers zu erfahren. Allerdings gibt sie die Informationen nicht an Constantin sondern an dessen Vorgesetzten weiter.

Meine Meinung:

Die Krimihandlung hat mir gut gefallen und auch die Arbeit als Tierärztin ist gut beschrieben. Die Idee, Auszüge aus dem buch des ermordeten Schriftstellers einzuflechten, ist eine nette Idee.

Katja Maus wirkt diesmal überfordert und depressiv. Daher benimmt sie sich manchmal wie ein Teenager, dabei ist sie 42 und hat ein Studium abgeschlossen! Eigentlich kein Grund, sich minderwertig zu fühlen. OK, es kommen mehrere Dinge zusammen: die Praxis läuft nicht so gut, ein zusätzlicher Tierarzt macht das Leben auch nicht leichter, Tochter Lenas Schulerfolg lässt zu wünschen übrig, diese intrigante Praktikantin Jenna und der ewig nörgelnde und besserwisserische Ex-Mann. Ja, das ist schon viel Ungemach, das Katja Maus trifft. All das scheint ihr über den Kopf zu wachsen.

Dass sich letzten Endes einige der Probleme (fast) von selbst lösen, lässt auf eine Verbesserung der Situation hoffen.

Fazit:

Mit der Krimi-Handlung bin ich zufrieden, mit dem privaten Chaos nicht. Das war für mich ein wenig zu dominant. Daher gibt es diesmal nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 05.01.2020

EIne gelungene Anleitung zur Selbsthilfe

Knie & Meniskus Schmerzen selbst behandeln
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Mit dem Ratgeber „Knieschmerzen selbst behandeln“ hat das Autoren-Duo Liebscher & Bracht eine Anleitung zur Selbsthilfe gegen Knieschmerzen geschaffen.

Das Buch ist bei Gräfe & Unzer erschienen und beinhaltet ...

Mit dem Ratgeber „Knieschmerzen selbst behandeln“ hat das Autoren-Duo Liebscher & Bracht eine Anleitung zur Selbsthilfe gegen Knieschmerzen geschaffen.

Das Buch ist bei Gräfe & Unzer erschienen und beinhaltet neben einer theoretischen Abhandlung, wie Schmerz entsteht, insbesondere im Knie, und warum herkömmliche Versuche diesem Herr zu werden, nichts fruchten, Anleitungen und zahlreiche Fotos, wo z.B. die Druckpunkte zu finden und wie sie zu benützen sind.

Das Duo Liebscher & Bracht schwört auf Faszientraining, was ich nach zwei Knieoperatioen an einem Knie, Knorpelglatzen in beiden und zahlreichen orthopädischen Konsulatationen mit mäßigen Erfolg, durchaus nachvollziehen kann, da selbst ausprobiert. Ich habe allerdings eine deutliche Verbesserung in meinen Knien durch eine Hyaluron-Spritzen-Kur erlebt, die die Autoren als „Placebo“ bzw. als nicht wirksam bezeichnen.

Dass mehr (sanfte) Bewegung Muskeln und Gelenken hilft, ihre Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu behalten, ist jetzt nicht ganz neu.

Das (vielleicht) Neue an diesem Buch ist die kompakte Aufbereitung und das anschauliche Bildmaterial. Zusätzlich kann man sich per Newsletter weitere Informationen schicken lassen oder auf youtube Übungen ansehen. Ergänzt wird das Buch durch eine Liste von Therapeuten, die nach der L&B-Methode arbeiten. Die Arbeitsmittel, die verwendet werden kann man im Online-Shop erwerben. Allerdings können ebenso im Haushalt vorhanden Küchenutensilien verwendet werden.

Das einzige Manko: Üben muss jeder selbst, das kann einem nicht abgenommen werden.

Fazit:

Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Die Übungen sind durch die Fotos anschaulich dargestellt und scheinen machbar. Gerne gebe ich für diese Anleitung 5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.01.2020

EIne gelungene Anleitung zur Selbsthilfe

Ischias & ISG-Schmerzen selbst behandeln
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Mit dem Ratgeber „Ischias & ISG Schmerzen selbst behandeln“ hat das Autorenteam Liebscher/Bracht eine weitere hilfreiche Anleitung zur Selbstbehandlung von diesbezüglichen Schmerzen publiziert.

Wie schon ...

Mit dem Ratgeber „Ischias & ISG Schmerzen selbst behandeln“ hat das Autorenteam Liebscher/Bracht eine weitere hilfreiche Anleitung zur Selbstbehandlung von diesbezüglichen Schmerzen publiziert.

Wie schon im Ratgeber „Knieschmerzen selbst behandeln“ liegt das Geheimnis der Behandlung im Faszientraining und der Stimulation der Triggerpunkte. Dass einiges manchmal, vor allem zu Beginn der Übungen schmerzhaft ist, verschweigen die Autoren nicht.
Dieses Buch befasst sich in einem ausführlichen Theorieteil mit den Ursachen der Schmerzen und den häufigen Fehlinterpretationen der Schulmedizin.

Dass mehr (sanfte) Bewegung Muskeln und Gelenken hilft, ihre Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu behalten, ist jetzt nicht ganz neu.

Das (vielleicht) Neue an diesem Buch ist die kompakte Aufbereitung und das anschauliche Bildmaterial. Zusätzlich kann man sich per Newsletter weitere Informationen schicken lassen oder auf youtube Übungen ansehen. Ergänzt wird das Buch durch eine Liste von Therapeuten, die nach der L&B-Methode arbeiten. Die Arbeitsmittel, die verwendet werden kann man im Online-Shop erwerben. Allerdings können ebenso im Haushalt vorhanden Küchenutensilien verwendet werden.

Fazit:

Das Buch richtet sich an jene, die unter Schmerzen im Gesäß- und Hüftbereich leiden und eine Alternative zu Schmerzmitteln suchen.
Gerne gebe ich hier 5 Sterne.