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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Ein gelungenes Debüt!

Arrivederci Jesolo
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Es ist Hochsommer in Jesolo Pineta, die Urlauber genießen das Meer und im nahen Venedig rüstet man sich für die berühmte Biennale, die reich und schön anlockt. Der bekannte Maler Gustav Görlitz hat eine ...

Es ist Hochsommer in Jesolo Pineta, die Urlauber genießen das Meer und im nahen Venedig rüstet man sich für die berühmte Biennale, die reich und schön anlockt. Der bekannte Maler Gustav Görlitz hat eine Enthüllung angekündigt. Doch daraus wird nichts, denn der Maler hängt erstochen am Clown der Hüpfburg von Jesolo.

Commissario Vialli wird mit den Ermittlungen betraut und unverzüglich klebt Ambra Santoro, die Journalistin von Jesolo24 an seiner Seite. Sie wittert ihre Chance, Hintergründe der Bluttat aufzudecken, um einen Sprung auf der Karriereleiter hinaufzuklettern. Ihre Insiderinformationen zur Kunst- und Klatschszene erweisen sich als aufschlussreich. Gemeinsam durchleuchten Vialli und Santoro das Privatleben des Malers, das zahlreiche Geheimnisse enthält. Geheimnisse, die besser nicht enthüllt werden sollten ...

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist das Debüt der Journalistin und Filmemacherin Nadia Weiss, weshalb der Alltag der Reporterin Ambra Santoro recht anschaulich geschildert ist. So erfährt man einiges darüber, dass sich halbe Wahrheiten sich besser verkaufen als ganze, dass jede Schlagzeile, so abstrus oder reißerisch sie sein mag, Klicks, Quoten und Reichweite bringt.

Wir erhalten Einblick in die Geschäftspraktiken von einigen Galeristen, die manchmal sowohl den Künstler als auch den Kunstliebhaber über den Tisch zu ziehen versuchen.

Die Charaktere haben so ihre Ecken und Kanten, und wirken, bis auf wenige, durchaus sympathisch. Der Krimi liest sich leicht und flott. Man kann direkt das Meer und das Sonnenöl riechen sowie den Sand unter den Fußsohlen knirschen hören.

Fazit:

Dieser Krimi eignet sich gut als Sommerlektüre, egal ob am Strand von Jesolo oder in den Bergen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Veröffentlicht am 08.04.2025

Hier ist wenig, wie es scheint

Lautlose Feinde
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Leander Lost und Soraia haben endlich geheiratet. Doch aus der Hochzeitsreise wird wegen Schlechtwetters zunächst einmal nichts, weshalb sich Leander gemeinsam mit seine Kollegen Graciana Rosado und Carlos ...

Leander Lost und Soraia haben endlich geheiratet. Doch aus der Hochzeitsreise wird wegen Schlechtwetters zunächst einmal nichts, weshalb sich Leander gemeinsam mit seine Kollegen Graciana Rosado und Carlos Esteves dem Mord an André Bento und der Entführung dessen kleinen Enkelin Marie widmen kann.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß, ist die Verwicklung des Mordopfers in einen veritablen Spionagefall, der weite Kreise ziehen und weitere Opfer fordern wird.

Meine Meinung:

Dieser 7. Fall ist durch seine internationale Dimension ein wenig anders als die bisherigen, die sich eher mit dem portugiesischen Verbrechen beschäftigt haben. Wenn sich russische und amerikanische Geheimdienstmitarbeiter in einem dritten Land treffen, ist naturgemäß etwas im Busch, das meist nicht ohne (fast) unschuldige Opfer abläuft. So auch hier. Wer in die sprichwörtliche Schusslinie gerät, überlebt häufig nicht.

Der Krimi spielt innerhalb von vier Tagen in mehreren Handlungssträngen, die jeweils unterschiedliche Perspektiven darstellen.

Eine nach wie vor undurchsichtige Rolle spielt Miguel Duarte, der sich Graciana überlegen fühlt und die Leitung der Polizeidienststelle in Fuseta für an sich reißen will. Dabei agiert er nicht immer mit fairen Mitteln. Wie dieser Konflikt ausgehen wird, wird man bestimmt in einem der nächsten Krimis lesen. Einmal war es ja schon beinahe soweit, dass Duarte keine Rolle mehr spielen hätte können ...

Leanders Umgebung hat sich mit dessen Asperger-Autismus arrangiert, helfen seine unorthodoxen Methoden und Meinungsäußerungen doch regelmäßig, Verbrecher dingfest zu machen. Diesmal kommen seine Fähigkeiten ein wenig zu kurz.

Fazit:

Ein etwas anderer Krimi rund um Leander Lost, dem ich aber trotzdem 5 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat noch viel Luft nach oben

Mordsbraut
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Dieser Krimi von Barbara Edelmann liegt schon ewig auf meinem SuB und ist der erste mit dem ungleichen Ermittler-Duo Sissi Sommer und Klaus Vollmer. Sie ist eine g’standene Allgäuerin, er kommt aus Berlin ...

Dieser Krimi von Barbara Edelmann liegt schon ewig auf meinem SuB und ist der erste mit dem ungleichen Ermittler-Duo Sissi Sommer und Klaus Vollmer. Sie ist eine g’standene Allgäuerin, er kommt aus Berlin und wirkt inmitten der drallen Schweinbraten-Knödel-Lust ein wenig steif und verloren.

Ihre erste Bewährungsprobe erleben sie, als in Legau, einem Dorf in der Nähe von Memmingen die attraktive Marie Kromer just während ihrer Hochzeitsfeier ermordet wird. Klarerweise ist Alexander Kromer, der frisch angetraute Ehemann, der Verdächtige Nummer Eins, zumal das Hochzeitspaar vor allen Gästen gestritten hat. Liebe, Wonne, Waschtrog sieht anders aus.

Allerdings stellt sich bei den Ermittlungen heraus, dass zahlreiche andere Hochzeitsgäste ein Motiv hätten ...

Meine Meinung:

Nun, was soll ich über diesen Krimi sagen?
Dass mir die Idee gefallen hat? Die Umsetzung weniger? Der Humor nicht der meine ist? Die ganze Geschichte ziemlich überzeichnet ist? Einiges auf mich unglaubwürdig wirkt? So kann ich mir nicht gut vorstellen, dass eine Kripo-Beamtin ausgerechnet in ihrem Heimatdorf, in dem sie Gott und die Welt kennt und zudem mit einigen Verdächtigen einst ein Pantscherl hatte, ermitteln darf. Dünne Personaldecke hin oder her.

Zudem gibt es (gefühlt) 100 und eine Nebenhandlung, die zwar, ebenso wie die zahlreichen Wiederholungen, die Seiten füllen, aber mit der Ermittlung nur wenig zu tun haben. Dass Bier aus Gerste gebraut wird, braucht nicht extra erwähnt werden. (S. 10).

Die Auflösung wirkt auf mich auch nicht gerade stringent. Das wird wohl der erste und letzte Fall für mich mit diesem Ermittler-Paar Sissi Sommer und Klaus Vollmer sein.

Fazit:

Leider hat mir dieser Krimi nicht wirklich gefallen, weshalb er nur 2 Sterne erhält.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat mich leider enttäuscht

Sonnwendmord
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Gleich vorweg - das Cover hat mich magisch angezogen!

Doch leider hält der Inhalt des zweiten Wachau-Krimis von Fanny Swoboda nicht das, was das Cover und der Klappentext versprechen. Einiges ist zudem ...

Gleich vorweg - das Cover hat mich magisch angezogen!

Doch leider hält der Inhalt des zweiten Wachau-Krimis von Fanny Swoboda nicht das, was das Cover und der Klappentext versprechen. Einiges ist zudem ziemlich unglaubwürdig. Ein Krimi-Autor und seine esoterische Freundin übernehmen kurzerhand die Rolle der Sprechstundenhilfe beim Dorfarzt, weil die eigentliche Arzthelferin ermordet worden ist? Sehr unwahrscheinlich!

Was ist passiert? Die ob ihrer Bösartigkeit gehasste Arzthelferin Christine Hulatsch steckt tot im Sonnwendfeuer. Wer wollte damit ein Zeichen setzen?

Meine Meinung:

Nun ja, ich kann dem Setting mit viel Esoterik, einem Schamanen und dem Schulmedizin-Bashing leider nichts abgewinnen. Daneben beherrschen Mobbing, Rache und das Leben auf dem Dorf gewürzt mit der schönen Landschaft der Wachau den Krimi.

Fazit:

Leider ist diese Fortsetzung nicht nach meinem Geschmack, daher nur 2 Sterne, von denen einer dem tollen Cover gewidmet ist.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Hat mich leider enttäuscht

Blumenlust
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Schauplatz dieses 5. Krimis mit der Hobbyermittlerin Edelgard ist das Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim, der Luisenpark. Man feiert dessen 50. Geburtstag und Edelgards Buchhandlung „Bücherhimmel“ ...

Schauplatz dieses 5. Krimis mit der Hobbyermittlerin Edelgard ist das Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim, der Luisenpark. Man feiert dessen 50. Geburtstag und Edelgards Buchhandlung „Bücherhimmel“ öffnet wieder ihre Pforte.

Dort lernt sie einen charmanten Mann kennen, der sich wohltuend von ihrem Ehemann und Couchpotatoe Norbert, abhebt, kennen.

Doch bald erschüttert eine Mordserie Mannheim und die umtriebige Edelgard, ermittelt, zum Leidwesen der leitenden Kriminalhauptkommissarin, wieder.

Der „Bücherhimmel“ wird zur Zentrale der Hobbyermittlerin, wo alle Fäden zusammenlaufen.

Und was hat Chloé, die verbotenerweise nächtens Kräuter in der Buga klaut, mit den Toten zu tun?.

Meine Meinung:

Dieser 5. Fall aus der Reihe hat mich nicht wirklich begeistert. Er wirkt zum einem auf das 50-Jahr-Jubiläum des Luisenparks hingeschrieben und zum anderen irritieren mich die unterschwelligen Gedanken, wie sie ihren Ehemann loswerden könnte. Ich meine, wenn sie ihn und seine Behäbigkeit satt hat, könnte sie sich doch einfach scheiden lassen, oder?.

Zudem kommt wenig Spannung auf, die sich dann leider zusätzlich in allerlei Nebensächlichkeiten wie der Beschreibung von Klamotten verliert.

Ich habe ein wenig über die Autorin recherchiert und festgestellt, dass drei der Vorgänger jeweils Kurzkrimis mit dem Ehepaar Edelgard und Norbert sind. Der direkte Vorgänger „Blumenfieber“ spielt während der Bundesgartenschau 2023 auf dem selben Schauplatz.

Die Charaktere wirken recht flach auf mich. Weder konnte ich zu Edelgard noch zu Tamara oder Wiebke einen Draht finden.

Obwohl ich üblicherweise ein Serienjunkie bin, werde ich von dieser Reihe keinen weiteren Band lesen.

Fazit:

Leider hat mir dieser Krimi nicht sonderlich gefallen, daher nur 2 Sterne.