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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2024

Wenig Neues

Alles klar beim Haar?
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„Alles klar beim Haar?“ ist ein Sachbuch von Hautärztin Dr. med. Alice Martin und Dr. med. Lucia Schmidt. Es ist in vier große Kapitel aufgeteilt.

Anatomie und Vielfalt der Haare
Haarprobleme und deren ...

„Alles klar beim Haar?“ ist ein Sachbuch von Hautärztin Dr. med. Alice Martin und Dr. med. Lucia Schmidt. Es ist in vier große Kapitel aufgeteilt.

Anatomie und Vielfalt der Haare
Haarprobleme und deren Therapie
Haarpflege und Kosmetik
Ernährung für die Haare

Zunächst gibt es einen kleinen Theorieteil, bevor sich die Autorin mit haarigen Problemen beschäftigt. Interessant finde ich das Kapitel Haarpflege und Kosmetik, das im Anhang durch eine Liste mit Zusatzstoffen in Haarpflegemitteln ergänzt wird. In all diesen Kapiteln wird mit einigen Mythen und Legenden aufgeräumt.

Fazit:

Für mich persönlich ist hier wenig Neues zu erfahren gewesen, daher gibt es 3 Sterne.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Eine LIebeserklärung an Salzburg in Bildern

Salzburg
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Mit diesem Buch hat Fotograf Christian Wöckinger eine Liebeserklärung an die Stadt Salzburg in 120 Bildern geschaffen. Die sorgfältig ausgewählten Fotografien zeigen die Stadt abseits der ausgetretenen ...

Mit diesem Buch hat Fotograf Christian Wöckinger eine Liebeserklärung an die Stadt Salzburg in 120 Bildern geschaffen. Die sorgfältig ausgewählten Fotografien zeigen die Stadt abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Ergänzt wird dieser Bildband durch einen kurzen Abriss der Geschichte von Arnold Klaffenböck sowie einem Essay von Eva Krallinger-Gruber.

Selbst für Einheimische gibt es in diesem Bildband noch Unbekanntes zu entdecken wie mir ein Salzburger anerkennend bestätigt hat. Obwohl ich regelmäßig nach Salzburg komme, habe ich das eine oder andere Motive nicht gleich auf den ersten Blick erkannt. Erst der Hinweis auf der Bildunterschrift hat mir das „ach ja, dort ist es aufgenommen worden“ entlockt.

Vielleicht wird die eine oder andere Stimme laut, die meint "Nicht noch ein Buch über Salzburg. Die füllen eh schon ganze Bücherregale". Ich finde, man kann nie genug Bücher über seine Lieblingsstädte haben.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Bildband der Stadt Salzburg, der für Einheimische und Fremde sowie Dagebliebene und Wiederkehrende die eine oder andere Überraschung enthüllt, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Schatten der Vergangenheit

Mord im Böhmischen Prater
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Der neunte Fall für die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihren Lebenspartner den pensionierten Apotheker Anton Böck führt die beiden in den 10. Wiener Bezirk Favoriten, genauer gesagt in ...

Der neunte Fall für die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch und ihren Lebenspartner den pensionierten Apotheker Anton Böck führt die beiden in den 10. Wiener Bezirk Favoriten, genauer gesagt in den Böhmischen Prater.

Bei einem Spaziergang auf dem Gelände des Vergnügungsparks, der eine kleine. bescheidene Kopie des Wiener Praters ist, gräbt Minna, die Hündin von Antons Enkelin Rosa, einen menschlichen Knochen aus. Natürlich wittert Ernestine sofort ein Verbrechen.

Recht schnell macht das Gerücht die Runde, die Knochen könnten von einer hübschen jungen Frau stammen, von der man bislang glaubte, sie wäre mit einem reichen, geheimnisvollen Liebhaber durchgebrannt. Ein Cold Case?

Bei ihren Recherchen und Schnüffeleien stoßen Ernestine und Anton auf einige Geheimnisse, die wohl besser unentdeckt geblieben wären.

Meine Meinung:

Wie schon in den Vorgängern gelingt es Autorin Beate Maly die Stimmung der 1920er-Jahre bestens einzufangen.

Wir erfahren einiges über die frühere Macht der Ziegeleibesitzer und die Ohnmacht der sogenannten „Ziegelbehm“, also jene ungelernten Arbeiterinnen und Arbeiter, die unter schier unvorstellbarem Elend in den Ziegelwerken rund um den Böhmischen Prater schuften mussten.

Die liebevoll gezeichneten Figuren sind immer ein Garant für schöne und amüsante Lesestunden. Ernestine Kirsch und Anton Böck sind einfach ein unverwechselbares Ermittlerpaar. Schmunzeln darf man, wenn Ernestine ihren Anton mit der Aussicht auf eine Mehlspeise zu weiteren Nachforschungen anspornt. Diesmal sind es die böhmischen Mehlspeisen, die es Anton angetan haben, die ihn dazu verleiten, sich selbst in die Küche zu stellen.

Schwiegersohn Erich Felsberg ist wieder mit den Ermittlungen betraut und obwohl er sich die Einmischungen von Ernestine und Anton (erfolglos) verbittet, tauscht man sich innerhalb der Familie über den Kriminalfall aus. Diesmal allerdings kann er über die neugierige Nase von Ernstine ziemlich frph sein. Warum? Das verrate ich nicht.

Gut gefallen hat mir, dass erstens das Fräulein Irmi, die Sekretärin in Erich Felsbergs Dienststelle eine größere Rolle spielen darf und zweitens, dass Werner Wedel, einer seiner Mitarbeiter, sich von den antisemitischen Sprüchen seines Kollegen Julius Pinter distanziert. Ob das so bleiben wird?

„Er ist mein Vorgesetzter“ entgegnete Wedel „und solange er mich ordentlich behandelt, werde ich nicht gegen ihn schießen. Jude hin oder her. Es ist mir hundertmal lieber an einem spannenden Fall zu arbeiten, als immer bloß Akten von einem Zimmer ins andere zu tragen. Dafür bin ich nicht zur Kriminalpolizei gegangen. Irgendwann will ich auch die Karriereleiter hochklettern. Dafür muss ich Erfolge vorweisen können.“

Es ist zu hoffen, dass diese Einstellung Wedels Erich gegenüber länger anhält.

Das Cover ist wieder einmal super gelungen und passt perfekt zu den anderen der Reihe.

Fazit:

Gerne gebe ich hier abermals 5 Sterne und warte gespannt auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Auf den Spuren der Wikinger

Erik der Rote
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Autor Øystein Morten macht sich gemeinsam mit seinem elfjährigen Sohn Sigurd auf, den Spuren des legendären Erik dem Roten zu folgen. Die Basis, also quasi die Naviagtionslinie sind vierzig Zeilen aus ...

Autor Øystein Morten macht sich gemeinsam mit seinem elfjährigen Sohn Sigurd auf, den Spuren des legendären Erik dem Roten zu folgen. Die Basis, also quasi die Naviagtionslinie sind vierzig Zeilen aus dem Heldenepos, das das Leben von Erik erzählt.

Es ist interessant und spannend nachzulesen, wie aus bruchstückhaften Informationen am Ende dann ein doch sehr schlüssiges Bild entstehen kann, auch wenn viel Spekulation dabei mithelfen muss. Das Fehlen von Artefakten und schriftlichen Aufzeichnungen lassen einen breiten Interpretationsspielraum zu.

Øystein Morten zitiert mehrmals aus dem Landnahmebuch und der Grönländersaga. Angaben zu den verwendeten Quellen finden sich im Anhang ebenso wie ein ausführliches Glossar und Landkarten. Zahlreiche Fotos ergänzen diese Reise auf den Spuren von Erik dem Roten.

Obwohl das Buch zahlreiche bislang unbekannte Fakten enthält, hat es eine kleine Schwäche: Stellenweise liest es sich wie ein Tagebuch oder Blog. Manchmal tritt der historische Hintergrund ob der Beschreibung der auf einer Reise mit dem Auto üblichen Verrichtungen wie Tanken oder Übernachtungen, in den Hintergrund. Das finde ich sehr schade.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das einiges aus dem Leben von Erik dem Roten und seinen Nachfahren erzählt, 4 Sterne.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Eine gelungene Biografie

Lucullus
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Wer heute den Namen Lucullus hört, denkt fast immer an einen reichen, Feste feiernden, alten Römer, der auf seinem Landgut sich sinnlichen Genüssen hingegeben hat. Weniger bekannt ist, dass Lucius Licinius ...

Wer heute den Namen Lucullus hört, denkt fast immer an einen reichen, Feste feiernden, alten Römer, der auf seinem Landgut sich sinnlichen Genüssen hingegeben hat. Weniger bekannt ist, dass Lucius Licinius Lucullus (118–56 v. Chr.), wie er mit vollem Namen heißt, ein sehr erfolgreicher Feldherr und geschätzter Politiker war, bevor er einer Intrige zum Opfer gefallen ist. Lucullus wollte mit aller Kraft die rücksichtslose Ausbeutung der Menschen in den Provinzen durch die dortigen Eliten aufräumen, was naturgemäß auf Widerstand gestoßen ist.

Als Lucullus, Verfechter der Res Publica, sich gegen die autokratischen Ambitionen des Triumvirats Ceasar, Pompeius und Crassus stellt, gerät er in den Sog von Intrigen, an denen sein Schwager Publius Clodius Pulcher (man erinnere sich an den Bona-Dea-Skandal) beteiligt ist und die ihn beinahe das Leben kostet.

Darauf hin zieht er sich ins Privatleben zurück und beschäftigt sich mit der Errichtung von prächtigen Villen und Gärten.

Autor Peter Scholz beleuchtet das Leben von Lucullus in fünf großen Abschnitten von seiner politischen Seite und deckt einige, den Lesern vielleicht unbekannte Seiten des Lucullus auf.

Die Republik: Eine kurze Geschichte von Aufstieg und Spaltung
Die Diffamierung der Aristokratie
Der entrissene Sieg im Osten
Zurück in Rom: Politik, Triumph und erlesenes Genüsse
Wie Lucullus überlebte - eine Nachgeschichte

Wie es sich für ein wissenschaftliches Werk gehört, gibt es zunächst einen Einblick, wie es zu den Zuständen, die zu Lucullus Lebzeiten geherrscht haben, kommen konnte. Diese Entwicklung ist ob der vielen Personen komplex, aber gut erklärt. Da ich vor Kurzem „Mordsache Caesar“ gelesen habe, bin ich mit den römischen Familien sowie deren Ämtern recht gut vertraut.

Peter Scholz interpretiert die eine oder andere der zahlreichen Quellen neu und zieht Rückschlüsse auf die tatsächlichen Ereignisse.

Das Buch ist recht anspruchsvoll und nichts für zwischendurch. Man muss sich Zeit nehmen und das eine oder andere auch nachschlagen. Unterstützt wird diese Biografie durch eine große Anzahl an Fußnoten und Quellenangaben sowie Karten und Abbildungen.

Fazit:

Wer sich gerne mit Römischer Geschichte befasst und die unbekannte Seite des Lucius Licinius Lucullus kennenlernen will, ist hier richtig. Gerne gebe ich dieser interessanten Biografie 5 Sterne.