Fatale Flora. Von giftigen Pflanzen und gemeinen Menschen
Wahre Verbrechen | True Crime | Tödliche Pflanzen | Giftmorde | Alraune bis Zyanid | Medizingeschichte | Mit Spannung durch den HOCHSOMMER!
Willkommen im gefährlichsten Garten der Welt!
Auf den ersten Blick wirkt der Schlossgarten von Alnwick ganz harmlos: gepflegte Hecken, blühende Beete, saftiges Grün. Doch hinter seinen Toren verbirgt sich der tödlichste Garten der Welt:
Poison Garden
. Gegründet von Jane Percy, Herzogin von Northumberland.
Hier beginnt Noemis Reise in die Welt der Gifte. Fasziniert folgt sie John Knox, der den Besuchern von Alraune bis Rizinusbaum die Pflanzen und ihre verheerenden Wirkungen erklärt. Und Noemi versteht: Wo Gift wächst, sind auch Mörder.
Eisenhut im Currygericht, Atropin im Gin Tonic, Rizin in einer Tasse Tee. Nicht selten trifft Gift auf kulinarischen Einfallsreichtum. Spannend erzählt Noemi von den schönsten, skurrilsten und legendärsten Giftmorden der Geschichte, ihren Protagonisten und bis heute unterschätzten Mörderinnen.
Über das tödliche Potenzial in unseren Gärten und menschliche Abgründe – das sind mörderisch gute Geschichten!
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Ich fand das Buch sehr spannend und interessant. Im Mittelpunkt stehen Morde, die durch Gift durchgeführt worden sind. Dabei lernt man auch die Wirkungen der verschiedensten Kräuter und Pflanzen kennen. ...
Ich fand das Buch sehr spannend und interessant. Im Mittelpunkt stehen Morde, die durch Gift durchgeführt worden sind. Dabei lernt man auch die Wirkungen der verschiedensten Kräuter und Pflanzen kennen. Auch das fand ich sehr aufregend. Das Buch ist zudem sehr schön gestaltet und hat auch eine gute Gliederung. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Ich hatte viel Lesespaß und empfehle das Buch sehr gerne weiter.
Der Garten von Alnwick Castle in Northumberland im Norden Englands ist ein ganz besonderer Ort. Dort existiert seit 2005 der „Poison Garden“, der über 100 Gift- und narkotische Pflanzen beherbergt und ...
Der Garten von Alnwick Castle in Northumberland im Norden Englands ist ein ganz besonderer Ort. Dort existiert seit 2005 der „Poison Garden“, der über 100 Gift- und narkotische Pflanzen beherbergt und nur im Rahmen einer Führung besucht werden darf. Das tat auch die Journalistin Noemi Harnickell und verfasste daraufhin ihr zweites Sachbuch „Fatale Flora“. In diesem widmet sie sich 12 verschiedenen Giftpflanzen, beschreibt sie und ihre Wirkung, berichtet aus der Forschung und erzählt von historischen Fällen. Darüber hinaus webt sie auch immer wieder Szenen aus der Führung durch Alnwick Garden ein.
Der Schweizer Arzt und Philosoph Paracelsus prägte im 16. Jahrhundert die Feststellung, dass es die Dosis sei, die ein Gift ausmache. Pflanzen ernähren uns, liefern uns Kleidung und heilen uns, sie können uns aber auch schaden. So wird beispielsweise der giftige Fingerhut zur Herstellung von Digitalis, einem Herzmedikament verwendet. Auch die Droge Heroin aus der Gruppe der Opiate diente zunächst als Schmerz- und Hustenmittel. Diese Zusammenhänge stellt die Autorin sehr übersichtlich und gut verständlich dar.
Obwohl „Fatale Flora“ eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre ist, spricht das Buch auch sehr ernste Themen an, worauf die Autorin auch in ihrem Vorwort hinweist. Gifte dienten historisch immer wieder als furchtbare Waffen, sei es Zyanid in den Händen der Nationalsozialisten oder des Sektenführers Jim Jones, Nowitschok, das in den Anschlägen auf Alexei Nawalny sowie Sergei und Yulia Skripal verwendet wurde oder Rizin, das in der Spitze eines Regenschirms Georgi Markow das Leben kostete. Auch bekannte Serienmörder, wie der Lambeth Poisoner Thomas Neill Cream oder der berüchtigte Dr. Crippen werden erwähnt. In einem separaten Kapitel widmet sich die Autorin auch der Frage, warum weibliche Serienmörderinnen, wie bspw. Mary Ann Cotton (tötete mehr Menschen als Jack the Ripper), lieber übersehen werden.
Die meisten Gifte in Noemi Harnickells Buch sind solche, die man erwarten würde: Tollkirsche, Stechapfel, Brechnuss, Engelstrompete – eines überrascht jedoch und eigentlich auch wieder nicht, der Tabak. Allein in Deutschland sterben jährlich 143.000 Menschen an den Folgen des Konsums. Alkohol, wie die Autorin im Nachwort erwähnt, ist ein noch stärker akzeptiertes Gift. Ein spannendes, unterhaltsames Sachbuch, das auch zum Nachdenken anregt.
Anhand eines Spazierganges durch den Poison Garden von Alnwick und anderer Gärten wird eine Auswahl giftiger Pflanzen präsentiert und verschiedene Geschichten und Mordfälle, die es jeweils dazu zu erzählen ...
Anhand eines Spazierganges durch den Poison Garden von Alnwick und anderer Gärten wird eine Auswahl giftiger Pflanzen präsentiert und verschiedene Geschichten und Mordfälle, die es jeweils dazu zu erzählen gibt. Die Pflanzen und ihre Gifte geben die Struktur des Buches vor und werden umfassend behandelt, so z. B. die Geschichte und Herkunft der Pflanzen, die Extraktion, Wirkungsweise, Gegengifte und Analyse- und Nachweismöglichkeiten. Ich fand nicht alle Details in gleichem Maße interessant, aber das liegt an meinen persönlichen Präferenzen. Die Autorin hat alles gründlich recherchiert und ihre umfassende Behandlung einer Pflanze hat durchaus ihren Charme. Es hat mir sehr gut gefallen, dass es sich bei einem Teil der Mordfälle um bekannte Fälle handelt, es gab aber auch einiges, was vollkommen neu für mich war. Der Schreibstil ist sehr angenehm, oft schwingt ein humoriger Unterton mit, aber die Autorin betont auch den Ernst gefährlicher Stoffe. Alles in allem ein sehr unterhaltsames, interessantes und informatives Buch mit einem ausführlichen Anhang.
„Alle Pflanzen hinter diesen Toren haben die Fähigkeit, euch zu töten. Ihr dürft sie nicht berühren, an ihnen riechen oder ihnen zu nahekommen.“
Mit diesen Worten begrüßt John Knox die Besucher des Poison ...
„Alle Pflanzen hinter diesen Toren haben die Fähigkeit, euch zu töten. Ihr dürft sie nicht berühren, an ihnen riechen oder ihnen zu nahekommen.“
Mit diesen Worten begrüßt John Knox die Besucher des Poison Garden, jenem Garten in dem wohl die giftigsten Pflanzen der Welt wachsen. Gegründet wurde der Garten 2005 von Jane Percy, Herzogin von Northumberland. Ein Schelm, wer Böses über die Herzogin denkt. Poison Garden ist Teil der Schlossgartenanlage von Alnwick Castle. Um sich von den zahlreichen (Schloss)Gärten in UK abzuheben, setzt Jane Percy auf diese makabre Idee.
Gemeinsam mit Autorin Noemi Harnickell können wir nun in diesem Garten lustwandeln und alles über die Tod bringenden Gewächse lernen. Nicht zur Nachahmung empfohlen!
In vierzehn Kapitel können wir über alles Giftpflanzen, spektakuläre Morde und TäterInnen nachlesen. Aber Achtung! Also, wer nun glaubt, sich eines missliebigen Verwandten, Partners oder Chefs unauffällig entledigen kann, sei gewarnt. Den perfekten Mord gibt es nicht. Manchmal dauert es ein wenig länger, bis die Vergiftung nachgewiesen werden kann.
Noemi Harnickell erzählt spannund und dabei ein wenig launig von den skurrilsten und legendärsten Giftmorden der Geschichte, ihren Protagonisten und bis heute unterschätzten Mörderinnen. Ja, statistisch gesehen, morden Frauen häufiger mit Gift als Männer.
Im Anhang findet sich ein Glossar über die wichtigsten Giftpflanzen und ihre Tod bringenden Inhaltsstoffe. Dabei spannt sie den Bogen von Aconitin bis Tropanalkaloide.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Streifzug durch das tödliche Potenzial in unseren Gärten und die menschliche Abgründe 5 Sterne.
Noemi Harnickel nimmt uns mit - auf eine Reise zu den giftigsten Pflanzen. Bezugnehmend auf Harry Potter und der Queen of Crime, Agatha Christie (die ebenfalls gern mit Gift morden ließ), erfährt der Lesende ...
Noemi Harnickel nimmt uns mit - auf eine Reise zu den giftigsten Pflanzen. Bezugnehmend auf Harry Potter und der Queen of Crime, Agatha Christie (die ebenfalls gern mit Gift morden ließ), erfährt der Lesende anhand der Vorstellung giftiger Pflanzen und berühmter damit in Zusammenhang stehender Morde mehr über die lauernde Gefahr in unseren Gärten. Das liest sich ungemein kurzweilig und bestätigt Paracelsus' alte Weisheit: "Alle Dinge sind Gift, und nichts ohne Gift, allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist. " Hat mir sehr gut gefallen.