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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

emotionale Achterbahnfahrt

Narbenmädchen
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Die 15-jährige Lara soll 4 Wochen in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Sie weiß warum sie dort ist, schließlich hat sie selbst Rasierklingen in die Klinik geschmuggelt da ...

Die 15-jährige Lara soll 4 Wochen in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Sie weiß warum sie dort ist, schließlich hat sie selbst Rasierklingen in die Klinik geschmuggelt da sie sich selbst schneidet. Allerdings fühlt sie sich dort nicht verstanden und kann kein klares Konzept erkennen. Die Psychologen labern blödes Zeug und die anderen Jugendlichen sind ebenfalls komisch. Zum Glück lernt sie Neo und Finn kennen mit denen sie häufig abhängt, verbotene Zigaretten raucht, viel redet und sich endlich geborgen fühlt.

Das Verhalten der Jugendlichen sowie der Betreuer wird eindrucksvoll geschildert. Die Hilflosigkeit kommt gut zur Sprache und machen das Buch zu keiner leichten Lektüre. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und erlebt die schwere Zeit von Lara die selbst aus einer zerrütteten Familie kommt hautnah mit. Zwischendrin musste ich Pausen einlegen da mir das ganze schon recht nahe ging.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Anders als erwartet

Das White Octopus Hotel
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Als die Kunstgutacherin Eve in ihrem Büro einem alten Mann die Hand schüttelt hat sie gleich ein Deja Vu Gefühl. Doch woher sollte sie den alten Mann kennen? Sie lebt eher zurückgezogen und trägt immer ...

Als die Kunstgutacherin Eve in ihrem Büro einem alten Mann die Hand schüttelt hat sie gleich ein Deja Vu Gefühl. Doch woher sollte sie den alten Mann kennen? Sie lebt eher zurückgezogen und trägt immer schwarze Sachen. Sie trägt ein Octopus Tattoo das lebendig wird und über ihren Körper wandert. Der alte Mann gibt ihr eine kleine Octopus Skulptur und erzählt ihr von einem heute verlassenen Hotel in den Schweizer Bergen, dem White Octopus Hotel. Eve macht sich auf den Weg um das geheimnisvolle Hotel zu suchen.

Mit ihr reist wie fast immer, das Schuldgefühl Schuld am Tod ihrer kleinen Schwester zu haben und der darauffolgenden Ablehnung ihrer Mutter. Sie findet das Hotel und bald beginnt für sie ein rätselhaftes Abenteuer. Sie findet sich plötzlich zu den Glanzzeiten des Hotels Ende der 1930 Jahre und trifft den damals jungen Musiker dessen Musik sie heute noch vergöttert.

Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich und irgendwie so anders als ich es erwartet hätte. Ich habe mir anfangs sehr schwer getan dem Abenteuer Zeitreise zu folgen. Immer wieder geht es um Octopusse und Eves eigenes Schuldgefühl das in Form eines weißen Kaninchens auftritt.

Der Schreibstil ist gut, die Personen werden gut beschrieben, jedoch kann ich mich mit der Protagonistin nicht anfreunden. Sie ist besessen davon ein Rätsel zu lösen um mit dem Gewinn die Vergangenheit umzuschreiben.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Spurensuche in der Vergangenheit

Halber Stein
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Nach dem Tod von Sines Großmutter Agneta in Hermannstadt macht sie sich mit ihrem Vater auf den Weg zur Beerdigung. Sine ist bereits als Kind mit ihren Eltern nach Westdeutschland gekommen fühlt sie sich ...

Nach dem Tod von Sines Großmutter Agneta in Hermannstadt macht sie sich mit ihrem Vater auf den Weg zur Beerdigung. Sine ist bereits als Kind mit ihren Eltern nach Westdeutschland gekommen fühlt sie sich aber immer noch nicht zugehörig. Angekommen in Siebenbürgen nach 20 Jahren sieht sie alles wie zum ersten Mal. Langsam kehren Erinnerungen wieder, sie trifft auf einen alten Freund und spricht mit Bekannten über das Leben ihre Großmutter.

Es ist ein eher ruhiger Roman ohne große Höhen, besticht am meisten durch die detaillierte Beschreibung von Land und Leuten dieses Teils von Rumänien. Auch die Erzählung des Pfarrers über die Geschichte der Siebenbürger Sachsen ist sehr interessant. Nur die Personen blieben für mich nicht richtig greifbar. Trotz des eher melancholischen Themas hat mir das Buch gefallen und mich vom streßigen Alltag abgelenkt.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Heiter bis wechselhaft

Wir Freitagsmänner
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Als Henri bei einem Date gesagt bekommt, er sähe älter aus als sein neueste Foto und der Arzt bei ihm Wechseljahre diagnostiziert, ist es an der Zeit sein Leben umzukrempeln.

Seine Ehe ist gescheitert, ...

Als Henri bei einem Date gesagt bekommt, er sähe älter aus als sein neueste Foto und der Arzt bei ihm Wechseljahre diagnostiziert, ist es an der Zeit sein Leben umzukrempeln.

Seine Ehe ist gescheitert, seine Ex Frau will mit ihrem neuen Freund nach Bali auswandern, die Kinder sind aus dem Haus. Geblieben ist der rumänische Straßenhund den der Sohn mitgebracht hat. Auch mit der Ehe von Felix seinem besten Freund steht es nicht zum besten und er zieht kurzerhand bei Henri ein.

Ein Glück, dass seine Traumfrau Lebenscoach ist und nimmt ihn als vermeintlichen Patienten an. Dabei hat er ganz anderes im Sinn, hat er sie doch mit dem neuen Freund seiner Ex in einem Restaurant erwischt.

Schonungslos offen, heiter und teilweise philosopisch werden hier die besten Jahre eines Mannes beschrieben. Das Cover ist etwas gewöhnungsbedürftig macht aber neugierig auf das Buch.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Zwischen Köln und Nazaré

Die Tote von Nazaré
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Die Kommissarin Maren Berger hat mit Glück einen Kopfschuss überlebt und jetzt nach dem Koma braucht sie Erholung. Dazu reist sie im Januar nach Portugal, Nazaré, der Surferhotspot mit den Riesenwellen. ...

Die Kommissarin Maren Berger hat mit Glück einen Kopfschuss überlebt und jetzt nach dem Koma braucht sie Erholung. Dazu reist sie im Januar nach Portugal, Nazaré, der Surferhotspot mit den Riesenwellen. Doch kaum angekommen stolpert sie am Strand über eine Tote. Als sie wenig später mit der Polizei zurück kehrt, ist die Tote verschwunden und keiner glaubt ihr. Zum Glück ist da Inspetor Ferreira der sowohl deutsch spricht und ihr glaubt.
Wenig später gibt es weitere Tote in dem sonst so beschaulichen Küstenort.

Das Buch ist eine interessante Mischung aus portugiesischem Flair und der Kölner Unterwelt die in einer brisanten Enthüllung endet. Man merkt, dass der Autor ein Pseudonym eines deutschen Autors ist, denn so wird der portugiesische Lebensstil zwar recht gut beschrieben, bleibt mit der Hauptfigur und den Verbrechen in Köln eher ein Urlaubskrimi.

Das Buch lässt sich gut und schnell lesen, die Beschreibungen bleiben jedoch eher farblos. Als Urlaubsbuch gut geeignet jedoch ohne großen Nachhall.

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