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Venice

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Veröffentlicht am 27.05.2017

Ein Pfarrer ermittelt

Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)
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Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz gerufen. Der Polizist Walter Keunert droht sich von einer Rheinbrücke zu stürzen. Bauer kann ihn abhalten in dem er selbst springt, Keunert hinterher ...

Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz gerufen. Der Polizist Walter Keunert droht sich von einer Rheinbrücke zu stürzen. Bauer kann ihn abhalten in dem er selbst springt, Keunert hinterher um ihn zu retten.
Am nächsten Morgen ist Keunert trotzdem tot. Er ist von einem Parkhausdach gesprungen. Doch Bauer glaubt nicht so recht an Selbstmord und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unterstützung erhält er von Hauptlkommissarin Verena Dohr die sich dadurch den Zorn ihres Vorgesetzten erregt.
Die Ermittlungen führen ins Rotlichtviertel wo in einem Bordell vor einigen Wochen ein junges Mädchen vom Balkon gestürzt ist.

Die Hartnäckigkeit des ungleichen Ermittler Paares zahlt sich am Ende aus auch wenn es offen bleibt ob Keunert vom Dach gesprungen ist oder gestoßen wurde.

Dazwischen gibt es etliche Nebenschauplätze, die Tochter des evangelischen Pfarrers ist mit anderen Aktivisten bei einer Großdemo in Frankreich und droht dort selbst in Gefahr zu geraten. Der 17 jährige Sohn von Keunert läuft mit einer Waffe in der Tasche und voller Wut im Bauch durch die Stadt.
Bauer ist in einer schwierigen Situation, soll er sich um seine Tochter kümmern oder um den verschwundenen Tilo.

Sein Glaube kann ihm da nicht helfen. Am Ende gerät er selbst in Lebensgefahr.

Der Schreibstil ist eher kurz und knapp, keine langen Ausschweifungen. Durch die vielen Nebenschauplätzen verliert sich allerdings etwas die Spannung. Die Person von Bauer wird recht gut beschrieben. Einerseits holt er seine Kraft aus dem Glauben, passende Bibelverse finden sich im Buch, auf der anderen Seite eckt er überall an.

Ich bin gespannt wie die Reihe weitergeht. Eine kurze Leseprobe aus dem nächsten Teil ist am Ende und macht neugierig

Veröffentlicht am 27.05.2017

Familienbande

Wünsche, die uns tragen
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Der kleine Sohn von Beth und Michael ist schwer krank und benötigt eine Spenderniere. Keiner der Eltern kommt als Spender in Frage. Leider weiß Beth nichts über ihre Familie, ihre Mutter hat dieses Wissen ...

Der kleine Sohn von Beth und Michael ist schwer krank und benötigt eine Spenderniere. Keiner der Eltern kommt als Spender in Frage. Leider weiß Beth nichts über ihre Familie, ihre Mutter hat dieses Wissen mit ins Grab genommen. Als Beth die Wohnung ausräumt findet sie einen Brief und einen Zeitungsartikel. Vor 40 Jahren ist in Blackpool ein Kleinbus verunglückt, 3 Tote und mehrere Schwerverletzte.

In Rückblicken wird die Geschichte von damals erzählt von den Personen die in diesem Bus saßen. Erst am Ende erfährt man wie alles zusammenpasst und erlebt ein rührendes Happy End.

Der Rückblick in die Vergangenheit nimmt einen großen Platz ein und erschien mit teilweise langatmig da man noch nicht ahnt wie die Personen später zusammengehören.

Der Schreibstil ist eher ruhig, die verschiedenen Persönlichkeiten werden gut ausgearbeitet. Ich bin etwas zwiegespalten mit diesem Buch. Das Ende wirkt dann etwas schnell und knapp geschrieben.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Psycho aber kein Thrill

Wenn das Eis bricht
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Kurz vor Weihnachten wird der Polizist Peter zu einem Tatort gerufen der recht schaurig ist. Eine kopflose Leiche wird in dem Haus des umstrittenen Warenhausbesitzers Jesper Orre gefunden. Der Kopf der ...

Kurz vor Weihnachten wird der Polizist Peter zu einem Tatort gerufen der recht schaurig ist. Eine kopflose Leiche wird in dem Haus des umstrittenen Warenhausbesitzers Jesper Orre gefunden. Der Kopf der Frau ist drapiert wie eine Warnung. Die Polizei ist ratlos und wird es auch das ganze Buch hindurch sein. Jesper Orre ist und bleibt bis fast zum Schluss verschwunden.

Emma Boman eine junge Verkäuferin im Warenhaus von Jesper Orre hat sich unsterblich in ihren obersten Chef verliebt und steht kurz vor der Verlobung.
Die Polizei zieht Hanne zu Rate die in einem 10 Jahre zurückliegenden Fall als psychologische Beraterin mitgewirkt hat. Doch Hanne hat heute eigene Probleme, sie ist an Demenz erkrankt und droht ins eigene Vergessen abzurutschen.

Das Buch ist aus Sicht dieser 3 Personen geschrieben. Der Schreibstil ist teilweise sehr ausführlich bis langatmig. Die Persönlichkeiten und Handicaps der einzelnen Personen werden psychologisch sehr gut dargestellt, den Thrill habe ich in dem Buch leider vergeblich gesucht auch wenn es zum Ende hin etwas spannender wird.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Die toten vier und die verschwundene Tessa

Die Grausamen
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Gescheiterte Polizisten die in der Abteilung für Cold Cases ihr Gnadenbrot verdienen können ist nichts neues. Das ganze verpackt in einen neuen Thriller von John Katzenbach ist auf jeden Fall gelungen.
Ich ...

Gescheiterte Polizisten die in der Abteilung für Cold Cases ihr Gnadenbrot verdienen können ist nichts neues. Das ganze verpackt in einen neuen Thriller von John Katzenbach ist auf jeden Fall gelungen.
Ich habe schon lange kein Buch mehr von Katzenbach gelesen, da sie irgendwie ziemlich einheitlich wirkten. Dieser Roman ist dagegen eine gelungene Lektüre.

Vor 20 Jahren verschwand die 13 jährige Tessa aus dem noblen Vorort ihrer Stadt. Es wurde nie eine Spur von ihr gefunden. Die Eltern sind verzweifelt, die Polizei hat den Fall abgeschlossen. Durch einen privaten Unfall wurde Gabe zum Alkoholiker und hat keine Chance mehr auf seinen alten Posten bei der Polizei zurückkehren zu können. Auch Martha, die im Drogendezernat gearbeitet hat und aus Versehen ihren Partner erschossen hat, kann dorthin nicht zurück. Also wird eine neue Abteilung gegründet und die beiden sollen sich fortan darum kümmern ob es bei den Cold Cases neue Erkenntnisse gibt.

Eher lustlos beginnen sie die unbefriedigte Arbeit. Durch Zufall stößt Martha auf 4 Todesfälle die von den seinerzeit besten Polizisten bearbeitet wurden und trotz Empfehlung auf weitergehende Ermittlungen bei den Cold Cases landet. Auf den ersten Blick haben die 4 Todesfälle nichts miteinander zu tun und noch weniger mit dem Verschwinden von Tessa.

Daraus ergibt sich eine spannende Jagd bei dem Gabe und Martha in Lebensgefahr geraten. Offensichtlich gibt es auch nach 20 Jahren Menschen die eine Aufklärung verhindern wollen. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und mich betroffen zurückgelassen. So ein Ende hätte ich nicht erwartet.

Der Schreibstil ist lebendig, der Spannungsbogen selbst auf über 500 Seiten hoch gehalten. Die Personen werden gut beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Mord in der Provence

Gefährlicher Lavendel (Ein-Leon-Ritter-Krimi 3)
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Leon Ritter, Gerichtsmediziner aus Deutschland fühlt sich wohl in der Provence und in dem kleinen Örtchen Le Lavandou. Die Ruhe findet jedoch bald ein Ende als ein bekannter Richter erst vermisst und wenig ...

Leon Ritter, Gerichtsmediziner aus Deutschland fühlt sich wohl in der Provence und in dem kleinen Örtchen Le Lavandou. Die Ruhe findet jedoch bald ein Ende als ein bekannter Richter erst vermisst und wenig später grausam gefoltert auf seinem Seziertisch landet. Bald darauf verschwindet ein weiterer stadtbekannter Mann und wird kurz darauf mit grausamen Folterspuren aufgefunden. Was verbindet die Männer miteinander und wer wendet solche Foltermethoden an ?

Die Polizei hat einen Verdächtigen gefunden der kurz darauf spurlos verschwindet. Die Polizei ist sich sicher das der gesuchte Mörder auf der Flucht ist. Nur Leon Ritter ist sich da nicht so sicher, hört auf sein Bauchgefühl und stellt eigene Ermittlungen an. Am Ende ist er es der den wahren Sachverhalt aufklärt und es kommt zu einem großen Showdown bei dem er selbst in Lebensgefahr gerät.

Ich habe mich sehr darauf gefreut den dritten Teil mit Leon Ritter zu lesen und wurde nicht enttäuscht. Die Spannung ist hoch und bleibt, mit einigen Längen, die ganze Zeit erhalten. Der Schreibstil ist lebendig, die einzelnen Personen werden realistisch dargestellt. Auch die Mischung aus Privatleben und Ermittlungsarbeit ist genau richtig. Das ganze angesiedelt in einem beschaulichen Ort in der Provence lässt Urlaubsträume aufkommen.

Ein wenig merkwürdig erscheint mir nur die Rolle von Leon Ritter bei den Ermittlungen. Die Polizei kommt nicht so gut dabei weg. Kompetenzgerangel mit höheren Stellen in Paris verhindern das. Nur der unabhängige Leon Ritter kann ungestört ermitteln zum Zorn der örtlichen Polizei.

Ich freue mich auf jeden Fall auf einen neuen Fall in dieser Reihe den ich gerne wieder lesen möchte