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Veröffentlicht am 08.01.2020

Selbstgewählte Familie

An Nachteule von Sternhai
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Beginnen tut die Geschichte mit einer Email an eine Unbekannte.

„Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem.“

Dies sind die ersten Worte die Bett und Avery miteinander wechseln. Die gleichaltrigen ...

Beginnen tut die Geschichte mit einer Email an eine Unbekannte.

„Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem.“

Dies sind die ersten Worte die Bett und Avery miteinander wechseln. Die gleichaltrigen Mädchen könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist extrovertiert, mutig und chaotisch, die andere eher schüchtern, ängstlich und strukturiert. Und doch sollen sie Schwestern werden, denn ihre Väter haben sich ineinander verliebt und erhoffen sich ein glückliches Familienleben. Diese Rechnung haben sie aber ohne die Mädchen gemacht, die beide überhaupt nichts von dieser Idee halten. Während sie also Pläne schmieden wie sie die drohende Familienzusammenführung verhindern können, lernen sie sich ganz nebenbei immer besser kennen und stellen schnell fest, das es nicht unbedingt Gemeinsamkeiten braucht. um sich zu mögen.
Eine außergewöhnliche Freundschaft nimmt ihren Anfang und zeigt, das Familie nichts mit Verwandschaft zu tun haben muss.

Da ich immer wieder gerne zu Hörbüchern greife, habe ich mir dieses Werk vorlesen lassen. Ein großer Pluspunkt, wie ich euch sagen kann, denn die Sprecher allen voran Birte Schnöink als Avery haben einen super Job gemacht. Sie tragen einen großen Teil zum Charakter der Geschichte bei und gestalten die Nachrichten persönlicher. Denn wenn man Figuren nur in Form von Nachrichten kennenlernt, fehlt manchmal die Nähe und man bekommt nur ein eindimensionales Bild. Dies ist hier nicht der Fall.
Ganz im Gegenteil bekommt man wirklich ein gutes Gefühl für die Mädchen und die restlichen Figuren.

Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt ein Highlight an Fantasie oder Spannung und gehört eher zu der leisen Sorte. Der Art von Buch, in der die Figuren und ihre Gefühle im Fokus stehen und den nötigen Raum bekommen sich zu entfalten. Manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Humor gewünscht, der hätte die Geschichte abgerundet.

Fazit:
Ich mochte das Buch, aber für die volle Punktzahl fehlte noch das gewisse Etwas.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Süß, aber klischeebehaftet

Wolkenschloss
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Als Freund von Kerstin Giers Büchern konnte ich auch an Wolkenschloss nicht vorbeigehen. Der Klappentext und das Äußere sahen für mich nach einem Buch mit einer Menge Flair, schrulligen Charakteren und ...

Als Freund von Kerstin Giers Büchern konnte ich auch an Wolkenschloss nicht vorbeigehen. Der Klappentext und das Äußere sahen für mich nach einem Buch mit einer Menge Flair, schrulligen Charakteren und ein wenig Spannung aus. Einen Teil dieser Dinge habe ich dann auch vorgefunden, an anderen Ecken haperte es leider ein wenig.

Was ich auf jeden Fall bekommen habe ist eine sehr hübsche Kulisse. Ein kleines, aber sehr feines Hotel mit alten Charme, Portier, Concierge und allem was dazugehört. Die Alleinlage in den Alpen erhöht die Spannung zum Ende hin, die ansonsten mäßig gesät ist. Der Flair wäre also gegeben, die Spannung nur bedingt.
Was die schrulligen Charaktere angeht bin ich zwiegespalten. Zum Teil gab es wunderbar gezeichnete Figuren mit ganz viel Charme, zum Teil hätten die Figuren aber auch flacher nicht sein können. Der typische Schönling, die reiche, verzogene Göre usw. Hier wird tatsächlich fast jedes Klischee bedient. Besonders Aschenputtel scheint eine echte Vorlage für die Protagonistin Fanny Funke zu sein (furchtbarer Name überigends

Ansonsten mochte ich das Buch, weil es sich locker und leicht lesen lässt und das richtige für einen gemütlichen Abend ist. Eine Sache gibt es allerdings noch die ich nicht unerwähnt lassen möchte, weil ich sie schwierig finde. Ich bin mir nicht sicher ob es sich tatsächlich um ein Jugendbuch oder nicht eher um ein Kinderbuch handelt. Klar hätte es für ein Kinderbuch viele Seiten und Begriffe wie Oligarchen, mit denen Kinder nichts anfangen können, aber der Stil und auch Fanny als Figuren sind doch recht kindlich (Auch wenn Fanny eigentlich 17 sein sollte).

Fazit:
Der Zauber, der dem Buch innewohnen sollte packt mich nicht komplett, aber für eine gemütliche Unterhaltung reicht es.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Gemischte Gefühle

Thalamus
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„Thalasmus“ ist mittlerweile schon mein 8 Buch von Ursula Poznanski.
Egal ob Thriller oder Jugendbuch, ich greife immer wieder gerne zu einem Werk der Autorin und die meisten ihrer Bücher gefielen mir ...

„Thalasmus“ ist mittlerweile schon mein 8 Buch von Ursula Poznanski.
Egal ob Thriller oder Jugendbuch, ich greife immer wieder gerne zu einem Werk der Autorin und die meisten ihrer Bücher gefielen mir wirklich gut. Allen voran kommt dabei Erebos, dass ich quasi verschlungen habe.

Thalamus war das erste Buch von ihr, das ich gehört statt gelesen habe. Ich weiß nicht, ob es mir gelesen besser gefallen hätte – da ich keinen Vergleich habe – allerdings kam für mich beim Hören nicht genug rüber. Ob das allerdings dem Sprecher oder dem Inhalt geschuldet ist, vermag ich nicht genau zu sagen. An sich macht Jens Wawrczeck auf jeden Fall einen soliden Job. Seine junge Stimmfarbe passt gut zum jugendlichen Protagonisten Timo und er erzählt die Geschichte treffend. Etwas auf der Strecke blieben bei mir allerdings die Gefühle. Ich mochte Timo und die anderen Figuren ganz gern, sie gingen mir aber nicht wirklich ans Herz. Auch die latente Angst, die eigentlich eine große Rolle spielt, kam bei mir nicht an. Schade, denn für mich ist sie ein zentrales Element der Geschichte.

Einer Geschichte die grundsätzlich spannend ist und allein durch die Rahmenbedingungen einen gewissen Nervenkitzel verursacht. Das Setting in der abgeschiedenen Rehabilitationsklinik, Timos fehlende Möglichkeit sich mitzuteilen, die seltsamen Vorgänge mit den Patienten für die Timo keine Erklärung findet. All das sind gelungene Elemente eines guten Jugendthrillers. Trotzdem kam für mich nur zeitweise Spannung auf, da vieles zu sehr in die Länge gezogen wurde. Es brauchte beispielsweise seine Zeit, bis wirklich begonnen wurde, den Vorgängen auf den Grund zu gehen.


Dies soll aber nicht heißen, das die Geschichte schlecht wäre, denn das ist sie wirklich nicht. Sie ist halt einfach nur nicht mehr als durchschnittlich in meinen Augen. Damit kann ich allerdings gut leben, denn selbst bei favorisierten Autoren kann nicht jedes Werk ein Volltreffen sein.

Von mir gibt es 3/5 Sternen, für ein gutes Setting und eine unterhaltsame Geschichte.

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Veröffentlicht am 20.12.2019

Gelingsicher!

1 Teig – 50 Kuchen
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Heute kommt der dritte und letzte Teil der G|U Küchenratgebervorstellung. Dieses Mal geht es um den ultimativen Teig. Den Teig, der immer gelingt (kann ich wirklich bestätigen, er ist narrensicher) und ...

Heute kommt der dritte und letzte Teil der G|U Küchenratgebervorstellung. Dieses Mal geht es um den ultimativen Teig. Den Teig, der immer gelingt (kann ich wirklich bestätigen, er ist narrensicher) und der super vielseitig ist. 50 Rezepte sind hier schon vereint und Tausende weitere Variationen sind möglich.
Die vorhandenen Rezepte sind für Einsteiger genauso geeignet wie für erfahrene Hobbybäcker, denn es gibt alles von der einfachen Schnitte bis hin zur aufwendigen Torte. Das besondere an diesem Buch ist dabei einfach, das alle Naschereien mit demselben Grundteig gefertigt werden. So muss man sich nicht immer wieder umstellen und nur die Mengen je nach Anleitung leicht variieren.

Aufgeteilt ist der Ratgeber in 3 Kapitel:
Einfach schnell
Einfach schnittig
Einfach fein

Die Strukturierung sowie auch die Gestaltung sind auf gewohnt hohem Niveau, wie beim Verlag üblich. Das Buch ist ein Klappenbroschur, bei dem vorne und hinten noch allgemeine Backtipps zu finden sind. Alle Rezepte sind mit einem Foto und natürlich allen notwendigen Angaben zu Kalorien, Fettanteil etc. versehen.

Im Praxistest erwies sich die Umsetzung der Rezepte als relativ einfach. Die Konsistenzen der Kuchen/Torten waren allesamt gut, sodass man keine Angst vor staubtrockenen oder zu nassen Backwerken haben muss. Die trockenen Kuchen und auch die Schnitten gefielen mir von der Auswahl her gut und die von mir probierten Rezepte fand ich lecker. Bei den Torten allerdings muss ich klar einen Punkt abziehen, weil es hier sehr an Vielfalt mangelt. Sahne, Sahne, Sahne soweit das Auge reicht. Bis hin zu 1 Kilo Sahne pro Torte wird verarbeitet und zwar in jedem Rezept. Es gibt kein Einziges ohne diese Zutat. Dabei gibt es doch so viele schmackhafte Alternativen mit Joghurt, Frischkäse, Mascarpone usw.

Als Tipp würde ich hier wirklich sagen, nehmt den wunderbaren Grundteig und probiert euch selbst an Cremefüllungen aus oder greift auf eure bewährten Anleitungen zurück.

Fazit:
Wer bisher noch keinen geling sicheren Teig hat, sollte hier zugreifen. So ein Rezept ist Gold wert. Was die Torten angeht, muss ich einen Stern abziehen, sonst hätte es die volle Bewertung gegeben.

Veröffentlicht am 17.12.2019

Vielseitig und schmackhaft

One Pot Pasta
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Heute gibts Teil 2 zu den Erfahrungen mit den Küchenratgebern aus dem G|U Verlag. Diesemal geht es um das Buch One Pot Pasta von Angelika Ilies.
Ein Buch, bei dem sich alles um die Nudel in ihren verschiedensten ...

Heute gibts Teil 2 zu den Erfahrungen mit den Küchenratgebern aus dem G|U Verlag. Diesemal geht es um das Buch One Pot Pasta von Angelika Ilies.
Ein Buch, bei dem sich alles um die Nudel in ihren verschiedensten Variationen dreht. Und damit sie besonders schnell und leicht zuzubereiten ist, wird einfach alles in einen Topf geworfen. Das spart Zeit, Platz und Geschirr und ist damit für jedermann geeignet.
Besonders praktisch finde ich diese Art der Zubereitung beispielsweise in Pantryküchen mit nur 1 oder 2 Herdplatten, im Wohnmobil etc.
Aber natürlich darf auch in jeder anderen Küche aus diesem Buch gekocht werden.

Eingeteilt ist das Buch in 3 Kapitel:
Vegetarisch
Fleisch & Wurst
Fisch & Meeresfrüchte

Die Strukturierung sowie auch die Gestaltung sind dabei auf gewohnt hohem Niveau, wie beim Verlag üblich. Das Buch ist ein Klappenbroschur, bei dem vorne und hinten noch allgemeine Kochtipps zu finden sind, die bei dieser Zubereitungsvariante wirklich hilfreich sind. Natürlich finden sich auch alle notwendigen Angaben zu Kalorien, Fettanteil etc. bei jedem Rezept.

Im Praxistest konnten die Rezepte mit ihrem Geschmack und ihrer Vielfalt punkten. Ich denke, es ist tatsächlich für alle etwas dabei bspw. für Kinder die Fischstäbchen-Nudeln, für Familien die klassische Carbonara und Gäste beeindruckt man vielleicht mit den Garnelen-Zitronen-Spaghettini.

Bei der Zubereitung sollte man sich wirklich weitestgehend an die vorgegebenen Zutaten halten, denn die One Pot Pasta ist ein wenig knifflig was die Garzeiten angeht. Hier müssen die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sein, damit hinterher alles den richtigen Biss hat. Deshalb habe ich hier nur in kleinen Punkten variiert und bspw. Kräuter und Gewürze hinzugefügt, um den Gerichten noch mehr Pfiff zu verleihen.
Mehr war allerdings auch nicht notwendig, da die Rezepte wirklich lecker sind.

Fazit:
Ich habe diese Zubereitungsart neu für mich entdeckt (auch wenn sie in vielen Ländern klassisch ist) und werde wohl immer wieder etwas aus dem Buch zubereiten. Für jeden PastaFan ist dieser Ratgeber eine Bereicherung im Regal.