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Veröffentlicht am 07.12.2025

Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht (Die fantastischen Vier)

Und morgen dann erwachsen
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Bei diesem Buch möchte man gleich laut rufen, JA, genau so war das, der Leser darf Mario, Tjark, Stolten, Else (Elijah) Tony und einen Erzähler auf einen Reise durch verschiedene Lebensphasen der sechs ...

Bei diesem Buch möchte man gleich laut rufen, JA, genau so war das, der Leser darf Mario, Tjark, Stolten, Else (Elijah) Tony und einen Erzähler auf einen Reise durch verschiedene Lebensphasen der sechs mittzwanziger begleiten. In einer fast lustigen Schreibweise schafft es Gerrit Lenssen den Leser mitzunehmen in eine Zeit zwischen Abitur, Studium und den vermeidlichen Start ins Leben. Es gibt viele tolle Schmunzelsätze wie ..oder der einen schon an Kinder denkt, während der andere noch nicht einmal spülen kann... Wer kennt sie nicht die WGs wo man reinkam und gedacht hat, wie kann man so nur Leben, aber das gibt es hier nicht. Es geht um Selbstfindung, den eigenen Weg finden und wie es in einem weiteren Satz heißt …nachts mit den Problemen von morgen beschäftigen und am nächsten Tag zu müde, sie zu lösen. Seit wann mach ich mir über jede Kleinigkeit mindestens neun Gedanken… Der alltägliche Wahnsinn, eine Jungs Beziehung, die schon einige Alkoholexesse überstanden hat, die Suche nach Beziehung, obwohl die Mädels in diesem Buch irgendwie nicht gut wegkommen. Man stellt sich die Frage, wann kommt man wieder nach Hause ins heimatliche Dorf, na klar, wenn Weihnachten, Kirmes oder Schützenfest ist und trifft man, wenn man dann aus der Reihe zu Hause ist in der Dorfspilunke nicht doch immer ein bekanntes Gesicht? Ich finde das dieses Buch ein gelungener, authentischer Coming-of-age-Roman geworden ist, wie das Leben eben so spielt. Einen Satz greife ich noch auf - Erwachsen werden kann so schön sein – gesetzt den Fall es klappt auch… Ich hoffe das es nicht das einzige Zusammentreffen der sechs war und wie vielleicht weitere Anekdoten der sechs lesen dürfen, ich wäre gerne wieder dabei, vielleicht doch erst spülen lernen bevor man eine Familie plant. 😊 Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

"Fürchte dich, fürchte dich sehr." – Die Fliege

Safe Space
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Nach „Happy End“ legt die Autorin Sarah Bestgen mit „Safe Space“ noch einen interessanten Thriller nach. Ich finde man hat gleich den Gedanken könntest Du in einer Justizvollzugsanstalt mit Schwerpunkt ...

Nach „Happy End“ legt die Autorin Sarah Bestgen mit „Safe Space“ noch einen interessanten Thriller nach. Ich finde man hat gleich den Gedanken könntest Du in einer Justizvollzugsanstalt mit Schwerpunkt Forensik arbeiten, wie steht man jemandem, der für Mord oder andere schwerwiegendere Dingen verurteilt worden ist und nicht nur eine Haftstrafe, sondern auch noch eine Unterbringung in der Forensik gegenüber. Diese Frage stellt sich sicherlich auch die Psychologin Anna Salomon, sie hat sich bewusst für die Arbeit und für diesen Ort entschieden, ist vorbereitet und dennoch steht im Klappentext sie hofft auf ihre ganz eigene, persönliche Heilung und sie ist bereit alles dafür zu tun? Was ist ihr im Leben geschehen, hat sie selber Rachefantasien, wen oder was sucht sie, was ist ihr dunkles Geheimnis, und wie weit wird sie darfür gehen? Sarah Bestgen gelingt es in einem zügig zu lesenden Schreibweise den Leser immer wieder in neue Verwirrung zu versetzten und bis zum Ende hin bleibt es spannend. Was genau geschieht darauf gehe ich hier natürlich nicht ein, ich will ja nicht spoilern. „Safe Space“ ist ein Thriller der die volle Punktzahl an Sternen verdient und wir dürfen als Leser sicherlich gespannt sein auf weitere Bücher der Autorin. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Habe den Mut, das Alte hinter dir zu lassen, damit das Neue dich finden kann

Eden
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(Entnommen aus Wikipedia) Für was steht das Wort „Eden“? "Eden" hat mehrere Bedeutungen, je nach Kontext: am häufigsten ist der biblische Garten Eden, ein mythischer Ort des Paradieses. Es ist auch ein ...

(Entnommen aus Wikipedia) Für was steht das Wort „Eden“? "Eden" hat mehrere Bedeutungen, je nach Kontext: am häufigsten ist der biblische Garten Eden, ein mythischer Ort des Paradieses. Es ist auch ein hebräischer Name, der „Wonne“ oder „Lust“ bedeutet, und kann ein weiblicher oder männlicher Vor- sowie Familienname sein. Des Weiteren gibt es Orte wie die Stadt Eden in Australien oder die Siedlung Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung in Deutschland, sowie eine bekannte gleichnamige Philosophie für Pflegeheime. (Ende Wikipedia)
Für was steht der Titel Eden in diesem Buch? Die Protagonistin Alba ist Linguistin für aussterbende Sprache. Man hat zunächst den Eindruck die Protagonistin läuft vor etwas davon, sie kauft sich ein Stück Land um Bäume zu pflanzen, man hat als Leser das Gefühl sie möchte etwas ablegen, andererseits etwas bewahren, aber auch neu anfangen. Lange fragt man sich warum macht sie das, und warum gerade jetzt. Sie wird in der kleinen Dorfgemeinschaft gut aufgenommen und man hilft sich gegenseitig, sie überlegt im Chor mitzusingen und gibt Unterricht für Geflüchtete. Eigentlich flüchtet sie ja auch und im Verlauf des Buches trifft sie auf einen jungen Geflüchteten, beide lernen sich kennen, und irgendwie haben beide das Selbes Thema, auf ihre ganz eigene Art. In der Mitte des Buches habe ich gedacht ich gebe auf, es war ein Verlauf der irgendwie wenig greifbar war, sondern schlicht erzählt, ohne wirklich tiefe zu bekommen, das wäre allerdings ein großer Fehler gewesen, letztendlich hat mich das Buch sehr bewegt, warmherzig geschrieben, einfach toll. Und am Ende erklärt sich auch, warum Alba dieses Weg gewählt hat, weshalb genau so und das ein weglaufen auch ein ankommen sein kann. Habe den Mut, das Alte hinter dir zu lassen, damit das Neue dich finden kann. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Habe den Mut, das Alte hinter dir zu lassen, damit das Neue dich finden kann

Der Himmel ist mein Meer
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Ich habe bei dem Cover etwas an "Die Wogen des Lebens" gedacht, in der Philosophie ist es die Auseinandersetzung mit einem guten und sinnvollem Leben und wann ist das Leben schon einmal eine ruhige See. ...

Ich habe bei dem Cover etwas an "Die Wogen des Lebens" gedacht, in der Philosophie ist es die Auseinandersetzung mit einem guten und sinnvollem Leben und wann ist das Leben schon einmal eine ruhige See. Und genau diese Wogen sind es die das Buch wiederspiegeln, durch ein Unglück verliert Johanna ihren Mann, bisher stand sie als Pfarrersfrau in der Öffentlichkeit, nun bleibt sie zunächst alleine zurück. Beim Ausräumen findet sie auf dem Dachboden eine Tür und genau hier beginnt eine Reise, eine Reise die Menschen zusammenführt, die sich sonst nicht getroffen hätten, eine Reise voller Erkenntnisse, Erlebnisse, Erinnerungen und letztendlich auch Abschieden. In einer warmherzigen Schreibweise, die sich durch das ganze Buch zieht geht man als Leser quasi mit auf diese Reise, man merkt am Schreibstil wie die Autorin selber sagt, dass das Buch ihr eine Herzensangelegenheit ist. Was genau die Protagonisten auf ihrer Reise erleben und wohin es sie letztendlich führen wird, wird hier natürlich nicht verraten, lesen Sie es gerne selber, es lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es ist aufgrund der Verarbeitung schwer in der Hand zu halten, die Seiten sind ein wenig störrisch würde man sagen, aber das nur am Rande. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Auch die längste Nacht hat ein Ende, und der Morgen bringt Licht und Hoffnung

In den Scherben das Licht
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In den Scherben das Licht, in den Scherben die Zukunft oder das Leben so gut es eben geht im Nachkriegsdeutschland. Der Hungerwinter 1946/47 wird sich viele Menschen holen, entweder weil sie verhungern, ...

In den Scherben das Licht, in den Scherben die Zukunft oder das Leben so gut es eben geht im Nachkriegsdeutschland. Der Hungerwinter 1946/47 wird sich viele Menschen holen, entweder weil sie verhungern, erfrieren oder an einer Krankheit sterben. Wer den Krieg überlebt hatte musste nun die Kälte überleben, in diesem „weißen Tod“ und „schwarzen Hunger“ bezeichneten Winter starben zirka 100.000 Menschen schätzen Historiker. Die Nachkriegszeit birgt viel Geschichten, sei es ein positiver Blick in die Zukunft oder Narben des Krieges, man möchte vergessen dürfen. Die Stadt Hamburg im Nachkriegsdeutschland scheint viel Geschichten zu haben die erzählt werden möchten, nach der Trilogie „Töchter einer neuen Zeit“ nimmt uns die Autorin wieder mit in Geschichten über Menschen in Hamburg. In einer warmherzigen Schreibweise, wie wir es von der Autorin bereits kennen ist auch diese Geschichte geschrieben, die Geschichten von Carmen Korn beginnen sofort, es gibt keine große Einleitung, sondern man ist gleich im Geschehen. Das Buch birgt ein suchen, ein finden, neue Wege und große Hoffnungen. Auf den genauen Inhalt des Buches möchte ich hier nicht eingehen, das können sie als Leser selbst erleben. Was mir an dem Buch nicht ganz so gut gefallen hat, es wirkt ein wenig langatmig und ein immer wiederkehrender Namenswechsel macht es ab und zu unübersichtlich und hemmt den Lesefluss, dennoch es ist ein unverwechselbares Carmen Korn Buch wie wir die Autorin bisher erlebt haben und sicherlich auch noch weiterhin erleben werden, auch der Titel des Buches und die Farbgestaltung sind gut gewählt und lassen Hoffnung erahnen. Vielen Dank.

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