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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2020

Stärker als der Vogänger

It was always love
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Die Diologie um die Blakely-Brüder gehört definitiv zu meinen Überraschungen in diesem Jahr. Nach Band eins habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung und damit die Geschichte um Noah gewartet. Bereits im ...

Die Diologie um die Blakely-Brüder gehört definitiv zu meinen Überraschungen in diesem Jahr. Nach Band eins habe ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung und damit die Geschichte um Noah gewartet. Bereits im Vorgänger war Noah ein heimlicher Favorit und nun durften wir ins sein Leben eintauchen.

Noah und Aubree treffen Dank Ivy aufeinander und Aubree ist gezwungenermassen ein wenig abhängig von ihm. Dabei wollte sie nur aus ihrem Leben entfliehen, neu anfangen und die Geschehnisse hinter sich lassen. Und Noah ist alles was sie nicht mehr will; Instagram-Star, impulsiv und anziehend. Doch Noah ist soviel mehr. Er ist mitfühlend, hilfsbreit, verständnisvoll und hat ein riesiges Herz, aber auch viele eigene Dämonen.

Im Vergleich zur Geschichte um Asher und Ivy gab es hier weniger Familiendrama, sondern heftige Themen, welche Aubree zu ihrer Flucht zwängen. Diese wurden gut behandelt, liesen aber Platz für die Gefühle der beiden. Noah konnte ihr helfen, sie konnte stark werden und ihm damit helfen an sich zu arbeiten.

Im Ganzen hat mir der zweite Band noch besser gefallen, als sein Vorgänger, auch wenn es mich gefreut hätte etwas mehr von Asher und Ivy zu lesen.

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Veröffentlicht am 03.11.2020

Ganz gute Geschichte, etwas zu oberflächlich

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
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Eigentlich ist Ember vor zwei Jahren bei einem Autounfall gestorben. Eigentlich ist sie ein normales Mädchen. Doch seit ihre Schwester sie zurückgeholt hat, hat sie besondere Fähigkeiten. Denn so wie die ...

Eigentlich ist Ember vor zwei Jahren bei einem Autounfall gestorben. Eigentlich ist sie ein normales Mädchen. Doch seit ihre Schwester sie zurückgeholt hat, hat sie besondere Fähigkeiten. Denn so wie die Berührung ihrer Schwester heilt oder Tote wiedererweckt, so tötet ihre Berührung alles lebende. Bisher konnte sie mit dieser Fähigkeit leben, doch was passiert wenn sie doch jemanden berühren muss, oder sogar will – was wenn sie sich verliebt und einen Jungen küssen will?
Ember kümmert sich liebevoll um ihre Schwester. Sie musste erwachsen werden und tut ihr Bestes um als Mutterersatz zu funktionieren. Dabei hat sie es selber nicht leicht und muss so manche Anfeindung einstecken. Eines Tages fällt ihr ein Junge auf, der sich als Hayden vorstellt. Kurz darauf werden sie und ihre Schwester von seiner Familie entführt, zumindest in Embers Augen. Denn Hayden hat ebenfalls eine Gabe und sein Stiefvater kümmert sich um Kinder mit Gaben.
Ember ist misstrauisch und zweifelt die Gutmütigkeit der Familie an. Und auch die Familie hat Angst und Abneigung gegenüber Ember. Einzig Hayden scheint fasziniert von ihr zu sein. Er will ihr helfen und versuchen sie und mit dem Umgang der Gabe zu schulen. Doch immer mehr Vorfälle lassen Ember an den Absichten der Familie zweifeln, sie wird bedroht und teilweise sogar verletzt. Ember zeigt sich hier sehr misstrauisch, teilweise aggressiv, was ich für meinen Teil nicht immer verstehen konnte. Andererseits ist sie überfordert und allein, jedem scheint sie loswerden zu wollen.
Hayden war sehr niedlich, wenn auch etwas gruselig. Er hat immer versucht ihr zu helfen und dabei oft verschiedene Gefühle gezeigt. Seine Zerrissenheit wird immer wieder verdeutlicht. Und auch die anderen Charaktere werden beschrieben, leider aber nur sehr oberflächlich. So hätten einige Personen sicher sehr spannend und Lieblinge werden können.
Das Ende der Geschichte ist dann eine kleine Wendung und spannend, wenn auch sehr kurz und schnell. Und genau das ist das eigentliche Problem des Buches. Es werden viele Themen und Ideen eingebracht und abgehandelt und teilweise nur halbherzig beschrieben. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Alles in allem eine schöne Geschichte, welche ein wenig eine Mischung aus X-Men und LUX ist. Es war sehr schön zu lesen und hat Spaß gemacht. Teilweise gab es auch spannendes zum miträtseln. Jedoch fehlte mir etwas mehr Tiefe und ich hätte gerne mehr über verschiedene Fähigkeiten oder Einrichtungen erfahren.

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Veröffentlicht am 03.11.2020

Die etwas andere Liebesgeschichte, mit kleinen Schwächen

What if we Drown
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Laurie will neu beginnen, braucht einen Neuanfang. Nachdem ihr Bruder gestorben ist startet sie ein neues Leben in Vancouver um Medizin zu studieren. Dort lernt sie schnell neue Freunde kennen und beginnt ...

Laurie will neu beginnen, braucht einen Neuanfang. Nachdem ihr Bruder gestorben ist startet sie ein neues Leben in Vancouver um Medizin zu studieren. Dort lernt sie schnell neue Freunde kennen und beginnt sich langsam in Sam zu verlieben. Noch während die beiden beginnen sich näher zu kommen, entdeckt Laurie, dass Sam beim Tod ihres Bruders eine Rolle gespielt hat. Eine Achterbahn der Emotionen und viele Fragen türmen sich auf und Laurie beginnt alles zu hinterfragen.
Das Buch beginnt direkt im Neuanfang, Laurie sitzt noch im Taxi und fährt grad zu ihrer Unterkunft. Es wird schnell deutlich wie sehr der Tod ihres Bruders sie mitgenommen hat und das sie nach Jahren immer noch trauert. Als beste Freundin steht ihr Amber zur Seite und sie ist eine wahre Stütze und immer mit einem guten Rat und viel Verständnis an ihrer Seite. In ihrer Unterkunft lernt sie Hope und Emmett kennen, beide ebenfalls Studenten und die wundervollsten Nebencharaktere die man sich erträumen kann. Emmett ist ein goldenes Stück Zucker, lustig, liebevoll, engagiert und ein Traum! (Ich freue mich jetzt schon auf Band zwei und seine Geschichte).
Durch ihrer Kommilitonen lernt Laurie schnell weitere Studenten des Studiengangs kennen, u.a. auch Sam. Beide merken schnell, dass sie etwas verbindet. Sam ist ein wundervoller Mensch, sehr freundlich, dabei aber total schüchtern. Er ist unsicher und gleichzeitig blüht er in seiner Arbeit auf und strahlt pure Leidenschaft für seinen Beruf aus. Er ist ehrlich, er ist stark, er ist humorvoll und einfach bezaubernd. Jeder würde sich in ihn verlieben!
Nun haben wir zwei besondere Charaktere und viele tollen Nebencharaktere. Es ist spannend zu sehen wie diese miteinander agieren und sich umeinander kümmern. Schön, aber gleichzeitig in meinen Augen auch etwas anstrengend war Lauries Zerrissenheit. Gerne hätte ich davon jedoch auch ein wenig mehr bei Sam gesehen, was aber nur bei Kapiteln aus seiner Sicht möglich gewesen wäre. Da wir nur ihre Sicht kennen fehlen seine Gedanken teilweise. Besonders gefallen hat mir, dass es in dieser Geschichte nicht erst eine schnelle und überverliebte Beziehung entstehen lässt, sondern dass Laurie recht schnell weiß wer Sam ist und sie innerlich mit sich kämpft. Nun bin ich aufgrund Lauries hin und her nicht vollständig mit ihr warm geworden. Vieles konnte ich verstehen, teilweise war sie für mich zu sprunghaft.
Grundsätzlich empfand ich „What if we drown“ als schönen Auftakt, ich liebe das Setting, die Gestaltung des Buches. Außer Laurie konnten mich alle Charaktere überzeugen und ich hatte sehr viel Freude an ihnen.

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Veröffentlicht am 13.10.2020

Herzschmelzend und zauberschön

Love is Bold – Du gibst mir Mut
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Love is bold ist die Fortsetzung des vor kurzem erschienenen Love is loud. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, jedoch würde dies einiges aus dem ersten Band verraten. Und mal ehrlich: ...

Love is bold ist die Fortsetzung des vor kurzem erschienenen Love is loud. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, jedoch würde dies einiges aus dem ersten Band verraten. Und mal ehrlich: Wer will nicht die ganze Geschichte lesen?

In Love is bold lernen wir Bonnie und Jasper besser kennen. Beide spielen gemeinsam in der Band After Hours, sind schon seit vielen Jahren befreundet und durch Blythe (Jaspers verstorbene Frau und Bonnies beste Freundin) für immer verbunden. Doch für Bonnie war es nie bloß Freundschaft, sie ist schon immer in Jasper verliebt. Eine Liebe, die für sie einer Schuld, einem Verrat gleichkommt. Daher kann diese Beziehung nicht sein. Doch als Jasper beginnt mehr in Bonnie zu sehen bröckelt ihre Schutzmauer immer mehr.



„Du wurdest ge-hugo-t“

Ja, das wurde ich wohl. Und nicht es hat mich nicht nur bei Hugo erwischt, nein auch bei Jasper, Weston, Maya, Link… Diese ganze Familie ist ein einziger herzerwärmender Haufen! Gut Hugo und Link kennen die Leser bereits aus dem ersten Band recht gut und wissen wie wundervoll die beiden sind. Und ich bin sehr dankbar, dass beide genügend Raum in dieser Geschichte bekommen haben. Jasper war mir bereits im Vorgänger sympathisch und ich habe mich auf seine Geschichte sehr gefreut, konnte ja nicht ahnen, dass sie einem das Herz bricht. Jasper ist sehr liebevoll, so bedingungslos und so herrlich normal. Trotz komplizierter Vergangenheit kämpft er und gibt alles für seine Familie. Dabei ist er kein BadBoy, kein Schönling oder verbitterter Kerl, der gerettet werden muss. Er ist einfach herzlich und gut. Der Umgang mit seinen Kindern ist hinreißend. Und diese Kinder selber, ich kann nicht beschreiben wie niedlich sie sind. Jedes so besonders auf seine Art und beide einfach zum niederknien. Bonnie ist distanzierter, sie hat Schutzmauern und diese muss auch der Leser erst durchbrechen, aber dann erkennt man eine tapfere und hingebungsvolle Frau, die wirklich verdient hat glücklich zu werden.

Ich muss unbedingt loswerden, wie grandios Kathinka Engels Schreibstil ist. Zuvor war ich abgeschreckt. New Orleans, Jazz, Partymeilen – bitte nicht. Aber sie hat mich bereits in Band eins überzeugt, so sehr, dass ich wünschte es zu sehen, es wirklich verstanden habe. Und genauso beschreibt sie die Handlungen und Denkweisen der Protagonisten.

Ich freue mich so extrem auf den letzten Band! Freue mich auf eine letzte Geschichte der Band und hoffe sehr, dass wieder all ihre Mitglieder genug Raum finden. Danke liebe Kathinka, für diese Reise, und das sie zum Glück noch nicht zu Ende ist.

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Spannende Themen, zu oberflächlich behandelt

Just Like You
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"Just like you" ist ein Buch welches Themen verspricht, die aktueller und spannender nicht sein könnten. Lucy, Anfang 40, weiß, Lehrerin und kulturell lernt den jungen Joseph kennen. Er ist zwanzig Jahre ...

"Just like you" ist ein Buch welches Themen verspricht, die aktueller und spannender nicht sein könnten. Lucy, Anfang 40, weiß, Lehrerin und kulturell lernt den jungen Joseph kennen. Er ist zwanzig Jahre jünger, farbig, interessiert sich für Musik und ist im Leben noch recht unorientiert. Sie beginnen eine Art Beziehung und treffen immer wieder auf Diskussionen zu Rassismus, Liebe, Interessen, Altersunterschiede und den Brexit.

Schon früher war ich ein großer Hornby-Fan, habe aber viele Jahre keine Bücher mehr von ihm gelesen. So musste ich mich wieder an den Schreibstil gewöhnen. Ich weiß nicht ob es an meiner langen Abstinenz lag oder es auch anderen so geht, aber mir viel es schwer. Die Dialoge waren teilweise sehr hölzern, nicht nachvollziehbar, teilweise sogar nicht mal gut erkennbar, wer überhaupt spricht. Die behandelten Themen, alle so spannend und aktuell wurden oft nur kurz angerissen und schnell wieder fallen gelassen. Weniger Themen, dafür mehr Tiefe wäre hier wirklich hilfreich gewesen.

Lucy und Joseph als Hauptprotagonisten haben mir auch nicht wirklich gefallen. Beide wirken sehr emotionslos, teilweise uninteressiert. Zwischenzeitlich habe ich mich immer wieder gefragt wieso diese Beziehung überhaupt besteht. Ihre wirren Dialoge und Gedanken haben den Eindruck nur verstärkt.

Kleine Highlights kamen durch die Nebenrollen der Familien der beiden immer wieder auf. Manche Diskussionen waren spannend, es entstanden neue Eindrücke. Und wenn auch kurz gehalten, war die Thematik Brexit wirklich spannend.

Mein erster Hornby nach vielen Jahren hat mich leider enttäuscht, es mag an mir liegen, aber leider konnten die oberflächliche Abhandlung der Themen und die hölzernen Dialoge keine wirkliche Freude für das Buch in mir wecken.

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