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Veröffentlicht am 15.07.2025

Liebe auf Umwegen

The One I Stood Beside
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Seit Kindertagen sind Jude und Sadie die besten Freunde und mindestens genauso lange ist Sadie unsterblich in ihn verliebt. Doch dann stirbt plötzlich ihr Vater und Sadie erfährt, dass die Familienfarm ...

Seit Kindertagen sind Jude und Sadie die besten Freunde und mindestens genauso lange ist Sadie unsterblich in ihn verliebt. Doch dann stirbt plötzlich ihr Vater und Sadie erfährt, dass die Familienfarm kurz vor der Zwangsversteigerung steht. Alleine bekommt sie jedoch keinen Kredit und eine Scheinehe mit Jude scheint die einzige Lösung zu sein, um die Farm zu retten.

Schon im ersten Teil konnte mich der leichte und flüssige Schreibstil überzeugen. Auch dieses Buch bildet dabei keine Ausnahme. Jude und Sadie waren mir auf ihre eigene Art direkt sympathisch, besonders durch die langjährige, tiefe Freundschaft, die sie verbindet. Umso unverständlicher war es für mich, wie sehr sie bei den wirklich wichtigen Dingen aneinander vorbeigeredet haben. Besonders Jude geht wiederholt davon aus, dass er besser weiß was Sadie will und sorgt damit für unnötiges Drama. Als sich beide schließlich ihre Gefühle eingestehen, hätte die Geschichte ein rundes Ende finden können. Doch dann muss natürlich noch ein Pregnancy Trope in die Geschichte eingebaut werden. Warum? Generell bin ich kein großer Fan des Tropes, aber hier hat er für mich auch einfach nicht in die Handlung gepasst. Statt sich als Paar erst einmal wirklich zu finden, stehen Sadie und Jude direkt vor der nächsten großen Herausforderung. Das nimmt der Liebesgeschichte viel von ihrer Leichtigkeit. Ansonsten habe ich mich aber sehr gefreut auch die anderen Bewohner wiederzusehen und bin schon gespannt was uns in Ethans Geschichte erwarten wird.

Eine charmante Kleinstadt-Romance mit viel Herz und sympathischen Figuren, die aber durch unnötiges Drama und einen unpassenden Trope ein paar Punkte einbüßen muss. Wer sich daran nicht stört, wird aber viel Spaß mit der Geschichte haben. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Wie die Vergangenheit die Zukunft beeinflusst

Variation – Für immer oder nie
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Für Allie ist das Ballett ihr ganzes Leben, doch ein erneuter Riss ihrer Achillessehne zwingt sie zurück nach Cape Cod in das Ferienhaus ihrer Familie. Dort begegnet sie überraschend ihrer großen Jugendliebe ...

Für Allie ist das Ballett ihr ganzes Leben, doch ein erneuter Riss ihrer Achillessehne zwingt sie zurück nach Cape Cod in das Ferienhaus ihrer Familie. Dort begegnet sie überraschend ihrer großen Jugendliebe Hudson, der sich mittlerweile seinen Traum erfüllt hat, als Rettungsschwimmer für die US Coast-Guards zu arbeiten. Doch warum ähnelt seine Nichte Juniper Allie so sehr? Und was geschah wirklich in jener Nacht, in der Allies Schwester ums Leben kam?

Der Autorin gelingt es mit ihrem angenehmen und flüssigen Schreibstil, den Leser mühelos in die Geschichte hineinzuziehen „Variation“ ist eine typische Second Chance Romance gepaart mit einer ordentlichen Portion Familiendrama und spannenden Einblicken in die Welt des Eliteballetts. Besonders stark finde ich die Darstellung von Allies innerem Kampf nach dem Trauma ihrer Verletzung. Sie muss sich nicht nur körperlich von ihrer Verletzung erholen, sondern auch emotional mit den Schatten ihrer Vergangenheit zurechtkommen. Hudson ist der ideale Gegenpol dazu. Er hat zwar auch seine Fehler, aber im großen und ganzen ist er ein guter Kerl, der sich für die Menschen einsetzt, die ihm wichtig sind. Mit Juniper bekommt die Geschichte ihre erste Portion Familiendrama, aber auch einiges an Tiefe. Juniper war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn sie für ihr Alter schon recht erwachsen wirkt. Sie spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung zwischen Allie und Hudson und ist emotional ein echter Ankerpunkt. Besonders berührt hat mich, wie sie trotz schwerer Wahrheiten an ihren Träumen festhält. Was die Liebesgeschichte betrifft, hätten die beiden sich da etwas von Junipers Direktheit abschauen können. Obwohl die Spannung zwischen ihr und Hudson von Anfang an spürbar ist, braucht sie viel zu lange um sich ihre Gefühle einzustehen und wahrscheinlich noch länger um zu realisieren, dass sie damit nicht alleine ist. Hier wäre etwas mehr Kommunikation hilfreich gewesen und hätte eine Menge Drama erspart. Dennoch lebt die Geschichte gerade von dieser Spannung und der langsamen Annäherung zweier verletzter Menschen. Auch die Nebenfiguren fügen sich gut ins Gesamtbild ein und tragen zur emotionalen Tiefe bei. Trotz kleiner Schwächen bleibt die Geschichte berührend und unterhaltsam.

Eine gefühlvolle, vielschichtige Liebesgeschichte, die sich mit zweiten Chancen, Verlust und Familiengeheimnissen beschäftigt. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Empfehlung für alle Fans von Romanen mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Zwischen Mystik und Realität

Schatten Brüder
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Bridget O’Brian ist noch nicht bereit, ihre Familienforschung aufzugeben und freut sich daher umso mehr als die Italienische Religionswissenschaftlerin Dr. Mauritia Albioni auf neue Spuren zu ihrem Vorahnen ...

Bridget O’Brian ist noch nicht bereit, ihre Familienforschung aufzugeben und freut sich daher umso mehr als die Italienische Religionswissenschaftlerin Dr. Mauritia Albioni auf neue Spuren zu ihrem Vorahnen Devon O’Brian stößt. Gemeinsam tauchen sie in die Geschehnisse rund um den mysteriösen Orden der„Schatten Brüder“ und deren Gründer Bodhi Bai ein. Schon bald merkt Bridget, dass es überraschende Verbindungen zwischen den irischen, indigenen und indischen Wurzeln ihrer Familie gibt. Doch die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich weitaus gefährlicher als Bridget jemals hätte erahnen können. Unterstützung erhält sie dabei vom indigenen Aktivisten Dakota, mit dem sie sich langsam dem Kern der Geschichte nähert.

Ich muss zugeben, dass dieses Buch mich mit recht gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Ich bin ein großer Fan des Autorenpaars, da es ihnen gelingt spannende, fiktive Geschichten in einen interessanten historischen Kontext zu verpacken. Allerdings war mir die ganze Handlung rund um Bodhi Bai zu esoterisch und mystisch. Keine Sekunde habe ich an seine Unsterblichkeit geglaubt und der Sinn und Zweck hinter seinem Orden blieb für mich unklar. Vieles wirkte eher wie ein Versuch, durch den Einfluss berühmter Persönlichkeiten Bedeutung zu erlangen, statt durch echte Substanz. Vielleicht fehlt mir als Atheistin persönlich der Zugang zur Idee einer Vereinigung der großen Weltreligionen, aber für mich erscheint das weder besonders greifbar noch realistisch. Erst als der indigene Aktivist Dakota die Bildfläche betrifft, nimmt die Geschichte für mich wieder an Spannung und Relevanz zu. Besonders das Thema der Zwangsadoption von Kindern indigener Herkunft hat mich bewegt. Auch wenn mir das Thema grundsätzlich bekannt war, hat es mich in dieser Konstellation dazu gebracht, mich damit auseinanderzusetzen. Außerdem habe ich mich sehr über die zarten Entwicklungen zwischen Amy und Dakota gefreut, da mich Rian und Bridget schon im letzten Teil nicht wirklich für sich gewinnen konnten. Besonders gelungen fand ich das Ende des Romans. Es bringt nicht nur die dringend benötigte Auflösung, sondern rückt auch das Wirken von Bodhi Bai in den richtigen Kontext. Das macht mich hoffnungsvoll und natürlich auch neugierig auf den nächsten Teil der Reihe.

Während mich der Beginn der Geschichte und das Leben des Bodhi Bai nicht wirklich überzeugen konnten, hat vor allem die indigene Perspektive der Geschichte mehr Tiefe verliehen und das stimmige Ende konnte mich dann doch wieder für sich gewinnen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Gute Charakterentwicklung, aber ausbaufähiges Worldbuilding

Die letzte Seelenwandlerin - Dark Kingdom
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Der zweite Teil der Reihe knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an und beginnt direkt spannend. Leider flacht die Handlung im Mittelteil spürbar ab, und man fragt sich, wann die Geschichte endlich wieder ...

Der zweite Teil der Reihe knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an und beginnt direkt spannend. Leider flacht die Handlung im Mittelteil spürbar ab, und man fragt sich, wann die Geschichte endlich wieder an Fahrt gewinnt. Zwar wird es gegen Ende wieder dynamischer, doch viele Entwicklungen bleiben vorhersehbar.

Was mir besonders gefehlt hat, war eine vertiefte Erklärung der Welt und ihrer Regeln. Die Hintergründe zur ersten Klinge oder den Siegeln werden nur oberflächlich angerissen. Stattdessen liegt der Fokus klar auf der Beziehung zwischen Lucifer und Eby. Ihre langsame Annäherung und die Enthüllung seiner wahren Natur fand ich sehr gelungen. Die Chemie zwischen den beiden bringt emotionale Tiefe in die Handlung, auch wenn sie zulasten der Weltentwicklung geht.

Eine interessante Fortsetzung, die aber etwas mehr Balance zwischen Spannung, Lovestory und Hintergrundwissen gebrauchen könnte.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Leider konnte mich hier nur Flora wirklich überzeugen

Die Schattenschwester
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Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. ...

Nach dem plötzlichen Tod von Pa Salt treffen sich seine sechs Adoptivtöchter in ihrem Zuhause am Genfer See. Während sie um ihren Vater trauen, erfahren sie gleichzeitig mehr über ihre eigentliche Herkunft. Jedes der Mädchen erhält einen entscheidenden Hinweis auf ihre Vergangenheit. Zunächst kehren Star und Cece zurück nach London ohne sich weiter damit zu befassen. Doch dann beschließt Star dem ganzen auf den Grund zu gehen und ihr Hinweis bringt sie zu einer Buchhandlung ganz in ihrer Nähe. Dabei lernt sie nicht nur Stück für Stück mehr über ihre Vergangenheit, sondern fängt auch an ihr Herz für diese neue Familie zu öffnen.

Da mich die ersten beiden Teile mit eher gemischten Gefühlen zurückgelassen haben, war ich neugierig wie es im dritten Teil weitergehen wird. Zwar schreibt Lucinda Riley wie gewohnt sehr angenehm und flüssig, doch die Handlung hat sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Es passiert lange Zeit wenig Relevantes, und vieles wirkt gestreckt, ohne echten Mehrwert für die Geschichte. Besonders schwer tat ich mich mir mit der Romanze von Star. Sie wirkte auf mich wenig glaubwürdig und emotional nicht greifbar. Die Verbindung der Figuren blieb oberflächlich, sodass ich weder mitfiebern noch mitfühlen konnte. Gerade in einem Roman, der so stark auf persönliche Beziehungen setzt, ist das für mich enttäuschend. Außerdem fand ich Stars Verhalten gegenüber Cele ziemlich unmöglich. Ich finde es gut, dass sie versucht herauszufinden wer sie ohne ihre Schwester ist, aber das hätte sie ihr ruhig mitteilen können statt ihr einfach die kalte Schulter zu zeigen. Zum Glück konnte mich Flora da etwas drüber hinwegtrösten, denn sie war für mich mit Abstand der sympathischste Charakter der Geschichte. Eine beeindruckende Frau mit einer tragischen Lebensgeschichte, die sich davon aber nicht unterkriegen lassen hat. Auch wenn das Setting und die Atmosphäre wieder gut eingefangen sind, konnte mich die Geschichte insgesamt nicht wirklich packen.

Für Fans der Reihe vielleicht ein Muss, für mich leider eher zäh als mitreißend. Die 2,5 Sterne gibt es von mir nur, weil mir Flora so sympathisch war.

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