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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2023

Eine Geschichte die sehr erschütternd und bewegend ist, wenn man hinter die Mauer schaut.

Girl A
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Der Klappentext zu „Girl A“ von Abigail Dean klang richtig gut und vor allem sehr vielversprechend. So dass ich nicht lange überlegen musste, sondern mich blind hineinfallen ließ.

Der Schreibstil der ...

Der Klappentext zu „Girl A“ von Abigail Dean klang richtig gut und vor allem sehr vielversprechend. So dass ich nicht lange überlegen musste, sondern mich blind hineinfallen ließ.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend. Die Atmosphäre sehr drückend und beklemmend.
Lex steht hierbei im Fokus, dabei erfahren wir ihre Perspektive, was ihr sehr viel Raum gibt.
Ich empfand alle Charaktere als überaus schwierig. Lex erzählt uns diese Geschichte und man hat das Gefühl, sie hat eine mentale Mauer um sich herum aufgebaut.
Sie lässt nichts, aber auch gar nichts durchdringen. Nicht mal den Leser.
Das ist durchaus verständlich und nachvollziehbar,in Anbetracht der Tatsache, was sie alles erleben musste. Und trotzdem hätte ich mir einfach für mich mehr Lebendigkeit und Emotionen gewünscht.
Bei Lex hat man das Gefühl, sie existiert, aber lebt nicht richtig.
Eine Hülle ohne Form und Substanz.
Aber nicht nur Lex ist entkommen.
Auch Gabriel und Delilah sind darunter.
Und jeder scheint es auf seine eigene Art und Weise zu kompensieren. Was nicht immer Sympathiepunkte einbringt.

Schwierig empfand ich die Länge der Kapitel. Denn diese sind sehr lang. Es sind 7 Kapitel und sie befassen sich jeweils mit den Opfern.
Dabei wird immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, was sehr interessant, aber auch erschreckend zu beobachten war.
Besonders die Vergangenheit verlangt menschlich gesehen einiges ab und ist sehr heftig, was sich da herauskristallisiert.
In der Gegenwart wiederum sieht man, wie die Charaktere sich entwickelt haben.
Dabei wird auch das nahe Umfeld mit einbezogen.
Ich hab mir so sehr mehr Emotionen und Intensität gewünscht, damit ich einfach etwas fühlen würde. Die Charaktere jedoch blieben mir seltsam fremd. Sie waren zu unnahbar, zu zerbrochen, um sie in irgendeiner Art und Weise greifen zu können.
Abigail Dean hat hier eine sehr zerbrechliche und zerstörerische Geschichte ausgearbeitet, die auch wichtige Themen beinhaltet.
Leider hat die Umsetzung nicht ganz meinen Geschmack getroffen.
Hier wäre mehr möglich gewesen.
Kann man lesen, muss man aber nicht.

Fazit:
"Girl A“ ist eine sehr heftige Geschichte, die ernste Themen behandelt und dabei auch das Umfeld mit einbezieht.
Trauerbewältigung, Traumas und Missbrauch in unterschiedlicher Form.
Leider konnte mich die Umsetzung nicht so zufrieden stellen wie erhofft.
Zu wenig Emotionen, zu wenig Intensität.
Eine Geschichte die sehr erschütternd und bewegend ist, wenn man hinter die Mauer schaut.
Kann man lesen, muss man aber nicht.

Veröffentlicht am 03.03.2023

Ein Grauen, das kein Ende findet und so viel Leid und Qual offenbart

Verschwunden
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Seit Jahren hab ich keinen Thriller mehr von Sabine Thiesler gelesen. Ihr neuester klang so gut,dass ich ihn unbedingt lesen musste.
Überrascht war ich allerdings, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt, ...

Seit Jahren hab ich keinen Thriller mehr von Sabine Thiesler gelesen. Ihr neuester klang so gut,dass ich ihn unbedingt lesen musste.
Überrascht war ich allerdings, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt, was mir gar nicht bewusst war. Dabei handelt es sich um die Reihe rund um Commissario Donato Neri. Völlig unwissentlich hab ich damals sogar den ersten Band gelesen und war wirklich begeistert.
„Verschwunden “ ist der dreizehnte Band.
Die jeweiligen Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, da sie in sich abgeschlossen sind. Jedoch gibt es bei den Ermittlern doch eine gewisse Entwicklung.

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich fesselnd, bildhaft und mit einem immens großen Sog behaftet.
Commissario Donato Neri ist ein wahnsinnig toller Charakter und ich mochte ihn wirklich sehr.
Die zentralen Charaktere sind jedoch noch intensiver und tiefgründiger ausgearbeitet.
Dabei kann ich gar nicht sagen, wer es mir am meisten angetan hat. Es ist im Endeffekt wohl die Vielfalt an Charakteren, wie sie sich entwickeln, man sie immer mehr ins Herz schließt. Selbst Charaktere, die nur kurz auftauchen, haben eine ungeheuer große Präsenz und man fühlt unglaublich mit Ihnen mit. Zudem ist hier eine wahnsinnig große Dynamik vorhanden, der man sich nicht verschließen kann. Darüber hinaus sind die Protagonisten sehr authentisch und mit Leben gefüllt.

Hervorheben muss ich unbedingt das Setting. Die Toskana und das italienische Flair. Sabine Thiesler gelingt es sehr gekonnt, dies mit malerischen Details und einer sehnsuchtsvollen Atmosphäre zu untermauern. Aber natürlich schläft auch in der Toskana das Verbrechen nicht.
Mich hat die Story sofort gepackt und emotional auseinandergenommen.
Ein kleiner Junge verschwindet und man ist so verzweifelt und emotional involviert. Zudem lernt man nicht nur die Opfer sehr gut kennen. Man erfährt das Martyrium am eigenen Leib und weiß gar nicht wohin mit seiner Verzweiflung.
So viel Schmerz, Tragik und Leid.
Die Autorin arbeitet mit sehr viel Feingefühl und Brisanz. Dabei spricht sie ungeschönt ernste Themen an. Zwingt dich aber gleichzeitig dazu, es nicht von vornherein zu verurteilen. Sondern es wirklich zu analysieren.
Denn jede Medaille hat zwei Seiten, was sie auch ganz klar aufzeigt.

Dadurch, dass wir immer unterschiedliche Perspektiven erfahren, wird es enorm abwechslungsreich.
Dabei macht sie auch kein Geheimnis um den Täter.
Was mir enorm das Herz gebrochen hat, waren die Hintergründe. Die enorm heftig sind, so viel Wut,Trauer, Tränen und Verzweiflung hervorbringen.
Man sieht, wie etwas zerstört wird, was noch so unschuldig, so rein ist. Und man ist einfach erschüttert ob der Perfidität dahinter.
Und dann zeigt sie uns arrogante und egoistische Menschen, die hier einen Reifeprozess durchlaufen, der es wirklich in sich hat.
Die Handlung ist enorm nervenaufreibend und emotional. Mir ging es wirklich extrem an die Nieren und gleichzeitig hat man irgendwie noch Hoffnung.
Das letzte Drittel hat mir menschlich gesehen alles abverlangt. Ein sehr eigenwilliger Showdown, aber unglaublich gut gemacht.
Man bekommt es hier mit Gier, Wahnsinn und Kalkül in seiner perfidesten Form zu tun.
Ich weiß gar nicht wohin mit meinen Gedanken, weil es mich so beschäftigt und innerlich zweigeteilt hat.
Man hinterfragt einfach alles und das tut auch die Autorin sehr gezielt. Es gibt kein Schwarz oder Weiß. Es gibt feine Nuancen, die das Ganze noch beklemmender, noch verstörender und vielschichtiger machen.
Sie zwingt den Leser zum nachdenken und erreicht damit eine ganze Menge.
Definitiv ein Highlight. Was die Autorin hier ausgearbeitet hat, ist der pure Adrenalinschub. Inklusive gezielter Twists, die dein Leben aus den Angeln hebt und zudem die Story so viel größer, gewaltiger und bedrohlicher macht.
Unbedingt lesen.

Fazit:
Endlich wieder ein Thriller von Sabine Thiesler.
„Verschwunden “ ist der dreizehnte Band rund um Commissario Donato Neri und ich bin einfach nur sprachlos und tief beeindruckt.
Eine traurige, erschütternde und nervenaufreibende Story, die mir extrem an die Nieren ging und emotional einiges abverlangt hat.
Ein Grauen, das kein Ende findet und so viel Leid und Qual offenbart. Zudem sind die Hintergründe echt heftig .
Unbedingt lesen. Für mich ein absolutes Highlight.

Veröffentlicht am 01.03.2023

sehr düster, aufregend und sinnlich

DARK gleam CASTLE
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Als ich das neue Buch von DC Odesza gesehen habe, war ich direkt schockverliebt.
Es wirkt auf den ersten Blick sehr elegant und stilvoll. Was mir sehr gefallen hat.
Umso gespannter, war ich auf die Geschichte ...

Als ich das neue Buch von DC Odesza gesehen habe, war ich direkt schockverliebt.
Es wirkt auf den ersten Blick sehr elegant und stilvoll. Was mir sehr gefallen hat.
Umso gespannter, war ich auf die Geschichte dahinter. Vorsicht: Diesmal ist es sehr düster.
Was vielleicht nicht für jeden geeignet ist.
In meinen Augen hat sie sich hier mal wieder selbst übertroffen.
Ihr Schreibstil hat mich direkt wieder begeistert. Ich ließ mich einfach hineinfallen und wurde empfangen von einer sehr düsteren, aber auch beklemmenden Atmosphäre.
Im Fokus stehen hierbei Madison und Joaquim. Man erfährt immer abwechselnd ihre Perspektiven. Aber auch andere Charaktere kommen dabei zu Wort.
Maddi ist eine großartige Protagonistin.
Stark, mutig, impulsiv und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Sie widersetzt sich, gibt Kontra. Aber sie ist auch sanft und verletzlich.
Joaquim ist düster, brutal und gefährlich.
Man weiß nie, was man eigentlich von ihm halten soll. Gerade die männlichen Charaktere sind sehr vielschichtig und faszinierend ausgearbeitet.
Nur Böse oder nur gut, gibt es einfach nicht.
Mal sind sie arrogant und selbstverliebt, nur um im nächsten Moment wieder aus ihrer Rolle auszubrechen und damit so unendlich zu berühren.
Aber mein ganz persönlicher Liebling ist Plutăo. Ein großartiger Charakter, der die Seele berührt und dabei so viel mehr freisetzt, womit man nicht rechnet.
Der Einstieg war mehr als spannend.
Denn die Autorin hält sich nicht mit Belanglosigkeiten auf und kommt direkt auf den Punkt.
Gerade der Einstieg war aufregend und nervenaufreibend zugleich. Definitiv keine leichte Situation, die man dabei erlebt.
Entweder du wirst zerbrochen und das auf jeder nur erdenklichen Ebene oder du wächst über dich hinaus.
Etwas dazwischen gibt es einfach nicht.
Man wird hier mit vielen expliziten Szenen konfrontiert, die keineswegs immer der Norm entsprechen. Auch mal subtil und etwas derb sein können.
Die Story selbst verkörpert dabei umso mehr Gefühl, Leidenschaft und Hingabe.
Die Facetten dessen sind riesig und quasi unausschöpflich.
Dabei betritt man eine tiefe Dunkelheit, die nur selten Licht hindurchlässt.
Maddi begibt sich in die Höhle des Löwen und zerbricht nicht an den Konflikten und Herausforderungen. Ganz im Gegenteil, man hat das Gefühl, sie wächst noch mehr daran.
Was dem Ganzen zugrunde liegt ist so unfassbar traurig und sensibel.
Dadurch entsteht eine gewisse Tragik, die immer präsent ist.
Darüber hinaus gibt es auch nervenaufreibende und intensive Momente, die gerade menschlich gesehen, kaum zu ertragen sind.
Es ist erschütternd und gleichzeitig auch so bewegend. Weil so viel Melancholie aber auch Schmerz darin verborgen ist.
Und trotzdem fühlt sich Maddi wie zerrissen.
Was ich wahnsinnig gut nachvollziehen kann.
Mir hat dieser erste Band unglaublich gut gefallen. Was auch mit am Setting liegt. Das einerseits sehr traumhaft, aber andererseits auch sehr gefährlich ist.
Ich liebe die Dynamik zwischen den Charakteren.
Impulsiv, halsbrecherisch und brutal.
Auch wenn die Handlung äußerst provokant und brutal ist. So offenbart gerade das unausgesprochene so viel Schmerz und Einsamkeit.
Natürlich gibt es auch den ein oder anderen Twist.
Der Cliffhanger ist tatsächlich diesmal gar nicht so schlimm.
Für mich ein kleines Highlight, weil es unglaublich ans Herz geht.

Fazit:
Der Auftakt der neuen Reihe von DC Odesza ist sehr düster, aufregend und sinnlich.
Hier ist eine unglaublich große Dynamik vorhanden. Ich habe es vom ersten Moment an geliebt. Weil es sehr rauh und provokant ist, aber auf der anderen Seite auch sehr empfindsam und sensibel.
Unbedingt lesen. Für mich definitiv ein Highlight.

Veröffentlicht am 01.03.2023

ein atemberaubendes Finale, das an Dramatik, Tragik und Romantik kaum zu übertreffen ist

Master Class, Band 2 - Mut kommt vor dem Fall
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Nach dem Auftakt von Master Class von Stefanie Hasse war ich so unglaublich gespannt, wie es weitergeht.
Daher war es kaum überraschend, dass ich direkt weiterlesen musste.
Und ich liebe es einfach so ...

Nach dem Auftakt von Master Class von Stefanie Hasse war ich so unglaublich gespannt, wie es weitergeht.
Daher war es kaum überraschend, dass ich direkt weiterlesen musste.
Und ich liebe es einfach so sehr.
Es ist herzzerreißend, romantisch, feinfühlig, dramatisch und einfach wunderschön.

Die Autorin hat mich mit ihrem fesselnden und bildhaften Schreibstil sofort wieder in die Handlung hineingezogen und ich habe es einfach nur jede Sekunde abgöttisch geliebt.
Gelacht, war erschüttert und den Tränen nah.
Erst mit dem zweiten Band wird klar, was für eine wahre Odyssee an Tränen, Zweifeln, Wut und Ängsten sich immer mehr offenbart.
Riley hat mein Herz zum pulsieren gebracht.
Ich hab mit ihr gelitten und wusste nicht, ob es real ist oder ich einer Paranoia unterliege.
So viel Wahnsinn und Kalkül. So viele Abgründe, die man kaum ermessen kann.
Die dich immer weiter in eine Abwärtsspirale führen.
Und wird dir überhaupt jemand glauben, wenn du selbst an allem und jedem zweifelst?
Woran kannst du selbst noch glauben, wenn alles in Schutt und Asche liegt?
Auch wenn immer wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer auftaucht, so bist du doch gefangen in deinen Ängsten und Zweifeln.

Rileys Geschichte ist etwas ganz Besonderes.
Sie zeigt, dass Schreiben kein einsames und egoistisches Brot ist. Sie zeigt, dass deine Sehnsüchte dich prägen, dich öffnen für die weite Welt und dass es immer Neider und Hürden gibt.
Und dass du immer etwas daraus für dich selbst mitnehmen kannst.
Das du dich veränderst, aber trotzdem immer noch du selbst bist.
Stefanie Hasse agiert mit so viel Leidenschaft,Feingefühl und Sensibilität.
Ich bin ergriffen, sprachlos und beeindruckt.
Nicht nur von den Themen, die sie geschickt eingewoben hat.
Sondern auch davor, dass dieses Leben niemals einfach ist. Du aber die großartigsten und atemberaubendsten Dinge und Orte kennenlernen kannst.
Es ist Magie, es ist Leidenschaft.
Es ist Offenbarung, Segen und Fluch zugleich.

Dieses Finale hat mich alles gekostet.
Es ist nervenaufreibend, dramatisch ,gezeichnet von Tragik, Trauer und Wut.
Und dann kommt dieser Moment, der dich alles vergessen lässt.
Der so herzzerreißend und bewegend ist, dass dir die Tränen in die Augen schießen.
Ich liebe diese Dilogie so sehr, weil sie von Hoffnungen, Träumen und Sehnsüchten erzählt, dir aber gleichzeitig sagt, dass es niemals einfach ist und du auch niemals allein sein wirst.

Fazit:
Stefanie Hasse offenbart hier ein atemberaubendes Finale, das an Dramatik, Tragik und Romantik kaum zu übertreffen ist.
Eine Geschichte, die nicht nur ernste Themen anspricht, sondern auch zeigt, dass man immer für seine Träume und Sehnsüchte kämpfen muss.
Ich liebe es einfach abgöttisch.

Veröffentlicht am 01.03.2023

romantisch, verwegen, manipulativ und bittersüß

Master Class, Band 1 - Blut ist dicker als Tinte
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"Masterclass“ von Stefanie Hasse ist in meinen Augen etwas ganz Besonderes.
Eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort, an Autoren und die Menschen hinter den Kulissen.
Jeder Leser wird dieses Buch ...

"Masterclass“ von Stefanie Hasse ist in meinen Augen etwas ganz Besonderes.
Eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort, an Autoren und die Menschen hinter den Kulissen.
Jeder Leser wird dieses Buch lieben. Denn wann, hat man schon einmal die Gelegenheit, eine Geschichte über das Schreiben zu lesen.
Sie ist romantisch, verwegen, manipulativ und bittersüß.

Die Autorin hat in meinen Augen einen unfassbar tollen Schreibstil. Einnehmend, bildhaft und wahnsinnig fesselnd.
Die Atmosphäre ist dabei geheimnisvoll, ein Hauch düster, aber auch leicht melancholisch.
Riley spielt hierbei mehr oder weniger die Hauptrolle, da wir ihre Perspektive erfahren.
Was ihr unglaublich viel Tiefe und Raum zur Entfaltung schenkt.
Daneben erfahren wir noch eine weitere Sichtweise, diese bleibt jedoch geheimnisvoll und sorgt für ordentlich Nervenkitzel.
Riley mochte ich unglaublich gern.
Ihre Leidenschaft, ihr aufbrausendes Wesen, wenn sie mal wieder viel schneller handelt, als sie denken kann.
Was sie mitunter in etwas prekäre Situationen katapultiert.
Aber gerade das hat mir wahnsinnig gut an ihr gefallen.
Daneben mochte ich April, Bree und ganz besonders Kilian wahnsinnig gern.
Sie alle verstehen, auf ihre eigene Art zu verzaubern und für sich einzunehmen. Dabei hat man niemals das Gefühl, es mit Nebencharakteren zutun zu haben. Weil jeder für sich aus der Masse heraussticht.
Zudem sind sie authentisch, greifbar und so mit Leben gefüllt.

Der Einstieg fiel mir unglaublich leicht.
Allein das Setting ist wahnsinnig faszinierend, atemberaubend und prachtvoll.
Master Castle entstammt förmlich wie aus einem wunderschönen Traum. Fast zu schön,um wahr zu sein.
Man ist gefangen von diesem prachtvollen und eleganten Ambiente und möchte dieses Anwesen am liebsten nie mehr verlassen.
Die Story selbst hat mich von Anfang an verzaubert.
Ich mochte die Dynamik innerhalb der Gruppe unglaublich gern. Die Konflikte, die Zweifel und kleinen Zickereien,die sich fast von selbst einfügten.
Interessant wurde es, als Riley förmlich unter Beschuss geriet und die Autorin eine sehr beängstigende und ernste Thematik einwebt, die unglaublich gut zur Story passt und innerhalb der Handlung immer wieder für nervenaufreibende Momente sorgt.
Dabei schafft sie es konstant, die Spannung oben zu halten.
Bis zum Schluss zweifelt man immer wieder an den Charakteren und weiß niemals wirklich, wer hier ein falsches Spiel spielt.
Daneben schafft sie es auch, die zwischenmenschlichen Aspekte perfekt auszuarbeiten.
Herzklopfen, Gänsehaut und Hitze durchströmten mich und sorgten für eine gewisse Stabilität und Romantik.
Doch am interessantesten empfand ich den Schreibprozess, in dem man einen sehr guten und intensiven Einblick erhält. Was sehr vielfältig und faszinierend ist.
Bei den kulinarischen Genüssen muss ich allerdings passen, da geht es mir wie Riley.
Letztendlich steckt hier so viel Liebe zum Detail drin. Besonders im psychologischen Bereich wird mit sehr viel Feingefühl und Direktheit gearbeitet, wodurch man auch gleichzeitig die Charaktere sehr gut kennenlernt.
Ein großartiger Auftakt, der mich absolut begeistern konnte mit seiner Wärme, seiner Sanftheit und den geheimnisvollen Momenten.
Unbedingt lesen.

Fazit:
Mit dem Auftakt der Masterclass Dilogie konnte mich Stefanie Hasse absolut begeistern, überraschen und wahnsinnig faszinieren.
Eine Geschichte, die Romantik, Brisanz und Thrill gekonnt miteinander vereint.
Beklemmend, romantisch und bittersüß.
Unbedingt lesen.