Profilbild von anna4

anna4

Lesejury Profi
offline

anna4 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit anna4 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Tolles Cover mit enttäuschendem Inhalt

The Deathless One
0

Als ich das Buch vor einigen Monaten entdeckt habe, war ich mir sofort sicher, dass ich es lieben werde. Das Cover & der Klappentext haben ja quasi nach mir geschrien. Und nun, nach Beendigung des Buches, ...

Als ich das Buch vor einigen Monaten entdeckt habe, war ich mir sofort sicher, dass ich es lieben werde. Das Cover & der Klappentext haben ja quasi nach mir geschrien. Und nun, nach Beendigung des Buches, bin ich genervt und enttäuscht. Das war nichts.

Ich denke, ein großer Punkt, warum das Buch für mich nicht funktioniert hat, ist die generelle Strukturierung.
Die Haupthandlung findet man in den ersten drei Kapitel und in den letzten ca. 20%. Alles dazwischen sind einfach sich wiederholende Monologe von beiden Hauptcharakteren, wiederholende & ausschweifende als auch wortreiche Beschreibungen von Gefühlen und Gedanken.
Vor allem in der ganzen ersten Hälfte. Es waren sehr viele Wörter und nichts dahinter. Da hat sich handlungsmäßig kaum etwas nach vorne bewegt.
Hier ist vor allem klar geworden, dass die Autorin sich darauf verlässt, dass die Vibes und die Stimmung, die zugegebenermaßen gut waren, das Buch alleine tragen, statt der Handlung.

Das erste Mal, dass die Handlung etwas Fahrt aufnimmt, ist zwischen 50% und 70% des Buches. Und was auch immer dort und allgemein bis hierhin passiert ist, hätte wunderbar in den ersten 30% abgearbeitet werden können (ging in diesem Fall leider schlecht, wenn der entsprechende Platz schon von Wiederholungen besetzt ist, aber nun ja..)
Die Autorin hat versucht etwas bildlich und teilweise vom Schreibstil her in die literarische Ecke abtauchen, aber das hat für mich absolut nicht funktioniert.

Für mich etwas überraschend, ist das Buch in Dual POV geschrieben! Es hat auch größtenteils super funktioniert, allerdings habe ich mich ab der Hälfte öfter dabei erwischt, wie die verschiedenen Kapitel ineinander verschwommen sind und ich nicht mehr unterscheiden konnte, aus welcher Perspektive ich gerade lese.
Das ist auch das erste Mal, dass ich das aktiv so mitbekommen habe.

Mit Jessamine als Protagonistin konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Habe sie weder gemocht noch gehasst. Was ich ihr allerdings nicht abgekauft habe, war der Wandel von der Prinzessin zur mehr selbstbewussten und teilweise rachsüchtigen Hexe.
Den Todlosen hingegen habe ich eigentlich gemocht. Mir hat es gefallen, dass er sich nicht immer zuuu ernst genommen hat und auch in den Gesprächen mit Jessamine hat man gemerkt, dass beide denselben Humor teilen und irgendwo auf einer Wellenlänge sind.
Mir ist auch immer mehr aufgefallen, wie ich lieber aus seiner, als aus Jessamines Perspektive gelesen habe.

Die romantische Beziehung bzw. die Anziehung der beiden habe ich ihnen allerdings nicht abkaufen können.
Sie haben kaum Zeit miteinander verbracht und es gab wenig aussagekräftige Unterhaltungen, bei denen man etwas zwischen den beiden gespürt hat.
Das Pacing war so unfassbar wild in dem Buch, und das ist nicht positiv gemeint (angeblich sind zwischen Anfang & Ende des Buches einige Monate vergangen ?!), dass ich einfach vermuten muss, die zwei haben off-page Zeit miteinander verbracht. Macht aus Lesersicht natürlich weniger Sinn, aber was soll man machen.

Sybil, eine Hexe, die zu Anfang des Buches vorgestellt wurde und zu einem ehemaligen Zirkel gehört hat, der den Todlosen angebetet hat, hatte das absolute Potential, ein toller Nebencharakter zu sein! Leider hat die Autorin das Potential null genutzt und somit hätte das Buch wunderbar ohne Sybil funktioniert.
Ich war mir auch nicht sicher, wie die Beziehung von Sybil und Jessamine ist. Viel hat man von den beiden nicht gesehen und ich habe auch nur in einem Nebensatz erfahren, dass Jessamine sie als Freundin sieht und die zwei entsprechend viel Zeit miteinander verbracht haben. Das ist eine ähnliche Situation wie mit dem Todlosen: Als Leser hat man davon einfach nichts mitbekommen.

Alles, was so in den letzten 20% passiert ist und aufgedeckt wurde, war ok. Kann man so machen. Da mich das Buch leider bei der Hälfte verloren hat, kann ich nicht sagen, dass ich von irgendwas sehr überrascht war oder überhaupt mitgefiebert habe.

Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

(Danke an Gallery Books für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2025

Tolle Mediziner Romance!

Love Sick
0

4.25
Mein Grey’s Anatomy Herz ist sehr, sehr glücklich!

Hier werden sooo viele Themen angesprochen: Misogynie, Hierarchiesystem im Krankenhaus, der Umgang & das Navigieren am Arbeitsplatz mit Gerüchten, ...

4.25
Mein Grey’s Anatomy Herz ist sehr, sehr glücklich!

Hier werden sooo viele Themen angesprochen: Misogynie, Hierarchiesystem im Krankenhaus, der Umgang & das Navigieren am Arbeitsplatz mit Gerüchten, Konkurrenzkampf, der anstrengende Alltag eines Arztes in Ausbildung, etc.

Dass die Autorin selber Gynäkologin ist, wird hier sehr deutlich: der medizinische Aspekt ist, verglichen mit anderen Büchern aus dem Genre, sehr präsent und ich fand es wirklich toll.

Die Beziehung von Julian & Grace habe ich sehr gemocht! Angefangen als Konkurrenten, wärmen & nähern sie sich im Laufe ihrer Ausbildung aneinander an.
Ich muss allerdings sagen, an einigen Stellen wirkte das gegenseitige Wollen doch eher erzwungen, was mehr an den Formulierungen lag, als an der Glaubwürdigkeit der Gefühle und des Verlangens.

Das Thema “Gerüchte & Vorurteile am Arbeitsplatz” ist hier der rote Faden im Buch und da Grace im Mittelpunkt des Ganzen steht, merkt man auch durchweg, wie sehr sie das nicht nur hier, sondern auch schon ihr restliches Leben begleitet und mitnimmt.
Am Ende wird aufgelöst, wie es zu den Gerüchten im Krankenhaus kam und ich muss sagen, ich an Graces Stelle, hätte da einen sehr endgültigen Schlussstrich gezogen.

Fun Fact: Das Wort “Möse” kommt hier vor und wer mich kennt weiß, dass ich wahrscheinlich der größte Hater dieses Wortes bin. Aber ganz im Sinne von “Ausnahmen bestätigen die Regel”, in diesem Fall fand ich es passend angewendet.

Ich freue mich auf das nächste, bereits angekündigte Buch der Autorin!

Vielen Dank an Lübbe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2025

Großes Nein.

Morbidly Yours
0

Wow..Ich habe mich echt auf das Buch gefreut, aber hier hat für mich einfach nichts funktioniert.

Wo soll man anfangen…

Callum fand ich anfangs noch sympathisch mit einem angenehmen Humor und seiner ...

Wow..Ich habe mich echt auf das Buch gefreut, aber hier hat für mich einfach nichts funktioniert.

Wo soll man anfangen…

Callum fand ich anfangs noch sympathisch mit einem angenehmen Humor und seiner schüchternen Art. Je mehr man allerdings von ihm als Charakter gelernt hat, desto desinteressierter wurde ich. Ich konnte sein Verhalten, seine Monologe und Gedanken nicht mehr mit dem Callum vom Anfang verbinden.
Callums Beruf des Bestatters war einer der Gründe, die mich zu dem Buch hingezogen haben. Wirklich was aus dieser Tatsache wurde allerdings nicht gemacht.
Mit Lark konnte ich mich leider direkt zu Beginn nicht wirklich anfreunden und das hat sich dann auch durchweg durch diese etwas über 400 Seiten gezogen. Sie war anstrengend und irgendwie unsympathisch. Lustig fand ich sie auch nicht.
Larks Schicksalsschlag, der Grund, warum sie überhaupt aus den USA nach Irland gezogen ist, hängt lange über der Geschichte und wird dem Leser stückchenweise zugeworfen, wobei auch immer wieder deutlich wird, dass Lark selbst damit nie richtig abgeschlossen und verarbeitet hat.

Die Beziehung von Callum & Lark hat für mich absolut keinen Sinn ergeben. Hier war weder die Anziehung der beiden nachvollziehbar, noch habe ich irgendeinen Funken gespürt. Also echt gar nichts. Daher lasen sich auch viele der Sexszenen eher unangenehm. Von den Monologen, in denen sie philosophiert haben, wie gut sie die jeweils andere Person finden, aber sie keine Beziehung führen können, will ich gar nicht anfangen.
Ich kann mir die beiden wunderbar als Freunde vorstellen, aber als Liebespaar funktionieren sie einfach nicht.

Beide Charaktere haben natürlich auch ihre eigene Nebenhandlung. Callums dreht sich um das Bestattungsunternehmen und Larks um ihren Job in der Animationsfirma. Ich würde Larks Nebenhandlung als präsenter und besser ausgearbeitet beschreiben, wobei mir allerdings das Ende schon fast zu ereignislos erschien.
Callums Lösung für sein Problem, vor allem nach dem ganzen Drama, schien mir auch schon eher einfach.

Ich musste mir während des Lesens immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass beide um die 30 sind (Lark ist 29/30, Callum 34), denn am Verhalten konnte man es nicht festmachen.

Und nun zum wohl größten Problem: der Schreibstil bzw. die Übersetzung.
Von “dunklem Humor, tiefen Gefühlen und knisternder Spannung”, wie es im Klappentext heißt, habe ich hier nichts gelesen.
Das Buch war unfassbar anstrengend zu lesen. Es war durchweg sehr holprig. Die Dialoge lasen sich größtenteils wie wirr einander gereihte Sätze. Die Übergänge von Thema zu Thema kamen aus dem Nichts. Ein roter Faden, der den Gesprächsverlauf sinngemäß zusammenführt, war unauffindbar.
Nun, jetzt muss man auch fairerweise sagen, dass hier, zumindest anfangs, einiges an amerikanischen Slang und irischen Redewendungen aufeinander treffen, die vielleicht im Originaltext für entsprechende Verwirrung und Witz der Dialoge und Charaktere sorgen, in der Übersetzung funktioniert das alles leider nicht. Das hätte man verzeihen und ignorieren können, hätte der ganze Rest anständig funktioniert.
Es wurden verhältnismäßig viele Anglizismen verwendet, die mir zwar bekannt sind, ich aber nicht als im deutschen Raum etabliert beschreiben würde. Warum das so war, keine Ahnung.

Zu ähnlicher Verwirrung wie der Schreibstil hat bei mir auch das Pacing geführt. Man springt ein bisschen durch die Monate und im ersten Moment ist es Winter und Weihnachten und dann ist plötzlich März. Analoges kann man zu den nicht immer nachvollziehenden Szenen sagen, die genauso springen wie die Dialoge.

Im zweiten Teil dieser Reihe, “Heart Strings”, dreht sich um Larks Cousine Cielo, die man hier bereits bei “Morbidly Yours” kennengelernt hat. Ich fand sie zwar sehr sympathisch, nach einer allerdings ernüchternden Erfahrung, weiß ich noch nicht, ob ich den zweiten Teil lesen werde und falls ja, ob ich es nochmal auf deutsch versuchen werde oder einfach direkt beim Englischen bleibe.

Unterm Strich war ich alles andere als begeistert und weiterempfehlen kann ich es daher nicht.
Wer trotzdem an dem Buch interessiert ist, dem würde ich an dieser Stelle raten, es evtl. mit dem Originaltext zu versuchen. Da ich den aber nicht kenne und das Buch auch selber nicht nochmal lesen möchte, kann ich auch nicht versprechen, dass das Original besser zu lesen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2025

Fantastisch emotional!

Say You’ll Remember Me
0

EMOTIONAL. DAMAGE.

Habs sehr geliebt. Das letzte Buch, das mich so emotional gemacht hat, war Jessica Joyces “The Ex Vows”, was ich zufälligerweise vor ziemlich genau einem Jahr gelesen habe.

Die ersten ...

EMOTIONAL. DAMAGE.

Habs sehr geliebt. Das letzte Buch, das mich so emotional gemacht hat, war Jessica Joyces “The Ex Vows”, was ich zufälligerweise vor ziemlich genau einem Jahr gelesen habe.

Die ersten ca. 20% sind SOO witzig. Und danach ist es einfach nur traurig und irgendwie melancholisch mit den gelegentlichen witzigen Situationen. Habe alles daran genossen.
Samantha & Xaviers Beziehung war einfach chefs kiss.

So eine Art von Buch mit dieser Art von dargestellter Beziehung kann nur funktionieren, wenn es eine sehr starke Nebenhandlung gibt, die das entsprechend unterstützt, und in diesem Fall war das bei beiden Hauptcharakteren der Fall, obwohl ich Samantha’s Handlungsstrang als den stärkeren einschätzen würde. Ich würde auch behaupten, dass dieser schon fast 50/50 mit der eigentlichen Romance war. Mir persönlich hat es nichts ausgemacht, denn ich fands großartig.

Große Empfehlung von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2025

Ganz tolles Buch!

Red Flags
0

(Das Cover ist eine offensichtliche 10/10! Lieb einfach alles daran!!)

“Red Flags” ist eine absolut süße Liebesgeschichte über das Dating-Leben von zwei 18 jährigen, die nicht nur scharfsinnig, sondern ...

(Das Cover ist eine offensichtliche 10/10! Lieb einfach alles daran!!)

“Red Flags” ist eine absolut süße Liebesgeschichte über das Dating-Leben von zwei 18 jährigen, die nicht nur scharfsinnig, sondern auch witzig und sogar ein wenig emotional.

Poppy weiß genau wie ihr Traummann aussehen und welche Eigenschaften er haben soll und Cam weiß irgendwie, aber eigentlich nicht so richtig wie seine Zukünftige sein soll.
Daher macht es natürlich total Sinn, wenn beide sich gegenseitig Daten.

Hier wird allerdings nicht nur die Beziehung von Poppy & Cam thematisiert, sondern auch viele andere Beziehung, sowohl freundschaftliche, als auch familiäre, die nicht immer alle toll & einfach sind. Genauso findet man Themen wie Feminismus & toxische Beziehungen, die im entsprechenden Rahmen besprochen werden.

Was mir an Poppy sehr gefallen hat war nicht nur, dass sie sehr selbstbewusst und selbstsicher ist, sondern dass sie sowohl für sich als auch für ihre Freunde einsteht und auch zum Ende hin, genauso wie Cam, selbstreflektierend über ihr Verhalten nachdenkt.

Hier gab es auf jeden Fall Potential, einige Nebenhandlungen (der Werdegang nach dem Schulabschluss, Williams & Jordans Beziehung, Stephanies neues Single-Leben) etwas weiter auszubauen, obwohl ich verstehen kann, warum man es nicht gemacht hat.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne eine cute YA Romance lesen möchten!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere