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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

nicht so toll leider

Illusion – A Lie Worth Believing
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Ich bin mit großer Lust und Begeisterung in dieses Buch gestartet. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht – normalerweise mag ich keine Menschen auf Buchcovern, aber der moderne Comicstil und das ...



Ich bin mit großer Lust und Begeisterung in dieses Buch gestartet. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht – normalerweise mag ich keine Menschen auf Buchcovern, aber der moderne Comicstil und das geheimnisvolle Design passten perfekt zur Grundstimmung der Geschichte.

Die Idee hinter „Illusion – A Lie Worth Believing“ hat mich sofort fasziniert: Magie, Schein und Wahrheit, eingebettet in die glamouröse Welt einer Las-Vegas-Show. Die junge Sängerin Stella erhält die Chance ihres Lebens, Teil der legendären „Show Illusion“ zu werden – doch schnell wird klar, dass hier weit mehr hinter den Kulissen geschieht, als es scheint. Schon früh im Buch klingt der innere Konflikt der Hauptfigur an: „Hier gehörst du hin, wispert eine innere Stimme. Flieh, solange du noch kannst, wispert eine andere.“ (S. 42) – ein Satz, der das Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr treffend einfängt.

Leider hat die Geschichte für mich nach dem ersten Drittel stark an Spannung verloren. Die ausführlichen Beschreibungen der Illusionsräume waren einerseits detailreich, andererseits so technisch, dass ich mir die Szenen kaum bildlich vorstellen konnte. Auch die komplizierten Investoren- und Besitzverhältnisse der Show nahmen viel Raum ein, ohne dass sie die Handlung wirklich voranbrachten. Dadurch zog sich der Mittelteil spürbar in die Länge.

Obwohl die Handlung und das Grundkonzept viel Potenzial hatten, fehlte mir das emotionale Gleichgewicht: Die Misstrauensmomente im Ensemble wirkten oft zu erklärend, und auch die aufkeimende Beziehung zwischen Stella und Levin blieb oberflächlich. Sowohl die Nebenfiguren – Cam, Richie, Eliza und Rae – als auch einige Plottwists am Ende blieben recht blass und vorhersehbar.

Positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil. Janine Ukena hat ein Gespür für besondere Wortbilder und schafft zu Beginn eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre, die wunderbar zur Thematik der Illusion passt. Doch mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung hinter dieser sprachlichen Intensität verliert – fast, als stünde alles unter einem Schleier aus Worten. Das mag zum Konzept des Buches passen, erschwert aber den Lesefluss.

Insgesamt hat mich „Illusion – A Lie Worth Believing“ trotz seiner interessanten Idee und des atmosphärischen Settings nicht ganz überzeugen können. Mir fehlte der Moment, an dem mich die Geschichte wirklich gepackt hat. Deshalb werde ich den zweiten Teil der Dilogie wohl nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Nach „Nach dem Dinner“ ein weiterer Flop, der nicht im Gedächtnis bleibt.

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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„Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?“ von Emily Rudolf verspricht mit seiner Klappentext-Story einen packenden Thriller: Cecilia, eine mittellose Housesitterin nach dem Tod ihrer Mutter, ...

„Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?“ von Emily Rudolf verspricht mit seiner Klappentext-Story einen packenden Thriller: Cecilia, eine mittellose Housesitterin nach dem Tod ihrer Mutter, landet auf einer einsamen Ostseeinsel in der Villa der einflussreichen Familie Waldner – mit verbotener Anziehung zu Johannes und dunklen Geheimnissen der Besucher.

Die Handlung fühlt sich leider abgedroschen an, bewegt sich im Mittelfeld und wird erst im letzten Viertel spannend – davor banal geschrieben, mit kaum Spannung und langweiligen, blassen Figuren, die verkrampft auf cool getrimmt wirken. Die Sexszenen grenzen ans Lächerliche, trotzdem eine solide Auflösung für zwischendurch, die nicht bereut werden muss.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Overhyped

Corrupt – Dunkle Versuchung
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„Corrupt“ von Penelope Douglas verspricht mit seinem Klappentext ein intensives Katz-und-Maus-Spiel zwischen Rika und Michael Crist: Die junge Studentin zieht in die Großstadt, wo der Mann, in den sie ...

„Corrupt“ von Penelope Douglas verspricht mit seinem Klappentext ein intensives Katz-und-Maus-Spiel zwischen Rika und Michael Crist: Die junge Studentin zieht in die Großstadt, wo der Mann, in den sie heimlich verliebt ist, sie mit Racheplänen erwartet.

Leider hält das Buch, was es im ersten Moment andeutet, nicht durch – die Nebenhandlungen ziehen sich endlos in die Länge, während die Hauptereignisse nach nur einem kurzen Kapitel bereits abgehakt sind. Fast nichts passiert wirklich, viele Seiten und Kapitel wurden überblättert, bis das Lesen abgebrochen wurde.

Der Schreibstil wirkt wiederkehrend und wenig flüssig, was die Spannung zusätzlich killt. Oberhyped für meinen Geschmack, die weiteren Bände spare ich mir – Geschmäcker sind eben verschieden.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Perfekt für die kalte Jahreszeit

Eisnebel
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„Eisnebel“ ist ein packender Closed-Setting-Thriller, der in einer schneebedeckten, isolierten Winterkulisse spielt und von dunklen Familiengeheimnissen sowie der Protagonistin Theodora geprägt ist.
Theo ...

„Eisnebel“ ist ein packender Closed-Setting-Thriller, der in einer schneebedeckten, isolierten Winterkulisse spielt und von dunklen Familiengeheimnissen sowie der Protagonistin Theodora geprägt ist.
Theo besucht das luxuriöse Anwesen Idlewood, um die privilegierte Familie ihres Verlobten Connor zu gewinnen, spürt jedoch sofort Ablehnung und drohende Nachrichten. Die Geschichte entfaltet sich durch psychologische Spannung, unerwartete Wendungen und Theos eigene, verdrängte Kindheitserinnerungen, die in einer schockierenden Entdeckung kulminieren. Das Buch fesselt bis zum Schluss und vermittelt ein ständiges ungutes Bauchgefühl, als ob Gefahr lauert.
Theo ist von Anfang an extrem sympathisch und zog mich sofort in ihre Geschichte hinein – man will unbedingt wissen, was sie verbirgt und warum sie auf Idlewood nicht willkommen ist. Die privilegierte Dalton-Familie kontrastiert perfekt mit ihrer Unsicherheit und macht das Motiv der Außenseiterin zum roten Faden.
Marshalls Schreibstil ist gelungen: beklemmend, atmosphärisch dicht mit schneebedeckten Wäldern, hochaufragenden Bergen und einem Gefühl ständiger Bedrohung. Besonders die Winterkulisse verstärkt die Isolation und Spannung.
Das Hörbuch hat mich durch die Sprecherin noch mehr verzaubert – sie hat die Spannung extrem gesteigert und mich völlig abgeholt, sodass ich es kaum weglegen konnte. Eine ideale Lektüre für Fans dunkler Geheimnisse und eiskalter Thriller.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ich bin hin und hergerissen

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Bei Moments So Blue Like Our Love hatte ich sehr gemischte Gefühle. Das Buch startet ruhig, fast schon zäh, und hat mich in der ersten Hälfte leider kaum mitgerissen. Die Handlung plätschert etwas vor ...

Bei Moments So Blue Like Our Love hatte ich sehr gemischte Gefühle. Das Buch startet ruhig, fast schon zäh, und hat mich in der ersten Hälfte leider kaum mitgerissen. Die Handlung plätschert etwas vor sich hin, ohne dass ich eine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Sie wirkten auf mich erstaunlich jugendlich und in ihrem Verhalten oft unreif – fast, als würde man eine Highschool-Geschichte lesen, obwohl ich von Setting und Aufmachung her erwachsenere Charaktere erwartet hatte. Einige ihrer Entscheidungen und Gedankengänge konnte ich nur schwer nachvollziehen, was mich emotional auf Abstand gehalten hat.

Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht vollständig überzeugt. Zwar wird die starke Anziehung zwischen den Protagonisten immer wieder betont, doch mir fehlte die Tiefe, die erklärt, warum sie sich wirklich zueinander hingezogen fühlen. Das ließ ihre Beziehung für mich etwas oberflächlich wirken, ohne die emotionale Fallhöhe, die eine wirklich berührende Romance braucht.

Was Gabriella Santos de Lima allerdings unbestreitbar kann, ist Schreiben. Ihr Stil ist flüssig, lebendig und an den richtigen Stellen gefühlvoll. Besonders in der zweiten Hälfte blüht die Geschichte auf – hier entstehen echte Emotionen, und auch die Figuren bekommen endlich Kontur. Das Ende fand ich gelungen und angenehm unkonventionell, was dem Buch einen versöhnlichen Abschluss gibt.


Ein Roman mit schönen Momenten, Sprachgefühl und emotionalen Spitzen, der jedoch in der Figurenentwicklung und Liebesdarstellung hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Mich hat er leider nicht ganz erreicht, und obwohl ich Gabriella Santos de Limas Schreibstil schätze, verspüre ich nach diesem Band kein starkes Bedürfnis, die Reihe fortzusetzen.

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