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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Langsam und poetisch

Tage des Lichts
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Der Roman erzählt sechs prägende Tage aus dem Leben von Ivy in ihren verschiedenen Lebensphasen. Es geht um Liebe, Familie, Verlust, Identität, Spiritualität und Erwachsenwerden.

Nachdem ich die ersten ...

Der Roman erzählt sechs prägende Tage aus dem Leben von Ivy in ihren verschiedenen Lebensphasen. Es geht um Liebe, Familie, Verlust, Identität, Spiritualität und Erwachsenwerden.

Nachdem ich die ersten 100 Seiten ein bisschen mit dem Buch zu kämpfen hatte, da ich irgendwie nicht richtig zu den Charakteren fand, hat es mir dann doch gut gefallen, sobald Ivy erwachsen war. Die Familiendynamiken sind wirklich interessant beschrieben und auch die Beziehung zwischen Frances und Ivy hat mich berührt.
Der Schreibstil ist wirklich sehr schön, total poetisch und atmosphärisch mit vielen bildlichen Beschreibungen und Metaphern, aber dadurch ist der Roman vom Tempo her relativ langsam, denn es geht wirklich viel um Ivys Gefühle und Gedanken. Leider war der Roman für mich dadurch doch an einigen Stellen etwas langatmig. Außerdem wurde ich ein bisschen von der Spiritualität und der christlichen Symbolik überrascht und wurde damit nicht so ganz abgeholt.


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Veröffentlicht am 01.03.2026

Zeitlos, existenziell und philosophisch

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Der Roman handelt von einem Mädchen, das zusammen mit 39 Frauen aus unerkannten Gründen gefangen gehalten wird - ohne Kontakt zur Außenwelt.

Das Buch geht vor allem den existenziellen Fragen auf den ...

Der Roman handelt von einem Mädchen, das zusammen mit 39 Frauen aus unerkannten Gründen gefangen gehalten wird - ohne Kontakt zur Außenwelt.

Das Buch geht vor allem den existenziellen Fragen auf den Grund: Was bedeutet es ein Mensch zu sein? Was ist der Sinn unserer Existenz? Was ist Freiheit? Was macht Gesellschaft mit uns und was Isolation?
Für mich ist der Roman deswegen tatsächlich absolut zeitlos und ich denke, man kann ihn in vielerlei Hinsicht interpretieren und wahrscheinlich immer wieder lesen. Er hat mich auf jeden Fall während des Lesens gefesselt und danach sehr zum Nachdenken angeregt. Allerdings würde ich das Buch nicht jedem empfehlen, da es mit vielen Konventionen, besonders des Sci-Fi Genres, bricht und ich es eher als existenziell philosophischen Roman beschreiben würde, was nicht jedem gefällt.

Mir persönlich erschließt sich allerdings nicht wirklich, warum der Roman im Moment als sehr feministisch beworben und mit Werken wie "Der Report der Magd" verglichen wird. Ich sehe es nicht als besonders feministisch, sondern es geht wirklich mehr darum, was es bedeutet ein Mensch zu sein.

Insgesamt für mich ein Buch, das mich sehr bewegt hat und noch lange begleiten wird!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Langsam aber mitreißend

Alle glücklich
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Dieses Buch war mein erstes von Kira Mohn und hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und ausdrucksstark. Die Geschichte ist besonders am Anfang eher ruhig und es ...

Dieses Buch war mein erstes von Kira Mohn und hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und ausdrucksstark. Die Geschichte ist besonders am Anfang eher ruhig und es geschieht nicht viel, aber durch die (oft unausgesprochenen) Emotionen und die unterliegende Spannung ist der Roman trotzdem mitreißend und irgendwie fesselnd.

Die Charaktere der vier Familienmitglieder sind sehr gut ausgearbeitet und wirken realistisch und authentisch. Obwohl ich mich mit keinem der Protagonisten identifizieren konnte, waren die verschiedenen Perspektiven doch so gut geschrieben, dass ich mit allen mitfühlen konnte. Selbst der Vater, der am Anfang sehr distanziert wirkt und ein furchtbarer Charaktere für mich war, hat viel emotionale Tiefe.
Besonders gut hat mir die implizierte Gesellschaftskritik gefallen. Das komplexe und fragile Konstrukt der vermeintlich glücklichen Familie fällt komplett auseinander, sobald die Mutter nicht mehr die nur aufopfernde Rolle einnehmen will.
Nur das Ende fand ich ein bisschen überzogen und hätte nicht so dramatisch sein müssen, aber mir hat gefallen, dass es ein offenes Ende ist.

Insgesamt auf jeden Fall zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Witzig, absurd und unkonventionell

Schleifen
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Dieser Roman ist schwer zu bewerten, da er sehr unkonventionell in der Erzählstruktur ist und teilweise nur wie eine chaotische Mischung von philosophischen Gedankenexperimenten und absurden Kurzgeschichten ...

Dieser Roman ist schwer zu bewerten, da er sehr unkonventionell in der Erzählstruktur ist und teilweise nur wie eine chaotische Mischung von philosophischen Gedankenexperimenten und absurden Kurzgeschichten scheint, aber am Ende doch irgendwie eine zusammenhängende Geschichte ergibt. Insofern ist der Titel "Schleifen" perfekt gewählt.

Obwohl es teilweise eine eher anstrengende Lektüre war, hat es mir insgesamt doch gut gefallen, hauptsächlich wegen der Absurdität und des Humors, der mich oft zum Lachen gebracht hat. Ich musste mich erst an die Mischung von echten historischen Figuren und Ereignissen mit Erfundenen gewöhnen, aber sobald man sich auf die Absurdität und Unglaubwürdigkeit einlässt, ist das Buch sehr interessant und lustig. Besonders der sprachwissenschaftliche Aspekt hat mich begeistert.

Ich denke, dass dieses Buch nicht jeden Geschmack treffen wird, denn es ist auf jeden Fall sehr speziell und ungewöhnlich, aber ich würde es trotzdem auf jeden Fall weiter empfehlen, besonders für Leute die Interesse an Sprachwissenschaft und/ oder Philosophie haben.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Spannender historischer Roman

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Jacob und Anna durch die Zeit des Ausbruchs des 30-jährigen Krieges.

Ein historischer Roman mit sehr viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail. Insgesamt ...

In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Jacob und Anna durch die Zeit des Ausbruchs des 30-jährigen Krieges.

Ein historischer Roman mit sehr viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail. Insgesamt hat es mir gut gefallen und ich habe einiges zu der Zeit beim Lesen lernen können. Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen und man kann richtig in die Zeit eintauchen. Die Erzählstruktur und Perspektivenwechsel sind gut gelungen und die Charaktere wirken authentisch.
Besonders mochte ich den Erzählstrang zu Anna.
Insgesamt wird hier Geschichte und Krieg auf jeden Fall nicht romantisiert, denn es wird alles so brutal und grausam dargestellt wie es war. Dadurch waren einige Passagen für mich auch ein bisschen schwer zu lesen, aber das lässt sich bei einem Roman über Krieg wohl nicht vermeiden, denn es soll ja realistisch sein.
Ich hätte mir nur noch ein bisschen mehr Emotionen gewünscht, da es teilweise doch mehr um sachliche Beschreibungen ging.
Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch für Fans von historischen Romanen!

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