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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Leichter durch den Winter kommen

Wintern
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Die Autorin und Psychologin Karin Leibowitz ist für eine Forschungsstelle für ein Jahr in den Norden Norwegens gezogen und hat sich dort viel mit dem Winter und der Dunkelheit auseinander gesetzt. ...

Die Autorin und Psychologin Karin Leibowitz ist für eine Forschungsstelle für ein Jahr in den Norden Norwegens gezogen und hat sich dort viel mit dem Winter und der Dunkelheit auseinander gesetzt. Mithilfe von psychologischen Studien und persönlichen Anekdoten versucht sie dem Leser verschiedene Strategien näher zu bringen, die die kalte und dunkle Jahreszeit erträglicher oder sogar schön machen sollen. Dafür besucht sie viele unterschiedliche Orte auf der Welt im Norden und schaut sich die Wintertraditionen und Bräuche in den verschiedensten Kulturen an.

Das Buch hat sich für mich durch die vielen persönlichen Anekdoten sehr leicht gelesen, obwohl es ein Sachbuch ist und viele Studien, die genannt wurden, fand ich auch ganz interessant. Für Leute, die sich schon ein bisschen mit dem Thema, wie man den Winter schöner gestalten kann, beschäftigt haben, ist aber leider nicht viel neues dabei. Für mich waren eigentlich keine Ratschläge neue Erkenntnisse und es wurde auch viel wiederholt oder durch unnötig viele Beispiele unterlegt. Also das Buch hätte meiner Meinung nach deutlich gekürzt werden können.

Ich würde es allen empfehlen, die sich für Wintertraditionen in unterschiedlichen Ländern und für psychologische Studien zu dem Thema interessieren. Außerdem für Leute, die den Winter hassen und sich noch nicht viel mit dem Thema beschäftigt haben.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Originelle Idee, aber leider enttäuschend

Plant Lady
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In Plant Lady geht es um Yu-hee, die mit großer Leidenschaft einen Pflanzenladen betreibt und dort einen Zufluchtsort für Frauen, die Probleme (insbesondere mit übergriffigen Männern) haben, aufbaut.

Das ...

In Plant Lady geht es um Yu-hee, die mit großer Leidenschaft einen Pflanzenladen betreibt und dort einen Zufluchtsort für Frauen, die Probleme (insbesondere mit übergriffigen Männern) haben, aufbaut.

Das Cover des Buches ist absolut toll gestaltet und fängt auch die besondere Stimmung sehr gut ein. Da mir die Leseprobe sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf das Buch und hatte auch einige Erwartungen daran. Die originelle Idee, das besondere Setting, eine mystische Atmosphäre und ein feministisches Thema - alles genau mein Geschmack.

Leider war die Umsetzung letzenendes enttäuschend und ist dem Potenzial der Geschichte meiner Meinung nach nicht gerecht geworden.
Die verschiedenen Charaktere hatten kaum Tiefe und die Sprache ist komplett emotionslos. Der Aufbau war teilweiße verwirrend und es kam nie wirklich Spannung auf, da jedes Kapitel in sich abgeschlossen war. Dies könnte aber auch eventuell an der Übersetzung liegen.
Ich denke als Kurzgeschichte, wie es wohl am Anfang gedacht war, hätte es deutlich besser funktioniert oder man hätte noch mehr ausarbeiten müssen.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Emotional und bewegend

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Der Roman handelt von der 32 jährigen Pip, die seit sie mit 16 Mutter wurde mit ihrem Kind bei ihren Eltern lebt und sich immer noch von ihnen kontrollieren lässt. Ihre vielen unterdrückten Gefühle kann ...

Der Roman handelt von der 32 jährigen Pip, die seit sie mit 16 Mutter wurde mit ihrem Kind bei ihren Eltern lebt und sich immer noch von ihnen kontrollieren lässt. Ihre vielen unterdrückten Gefühle kann sie nur durch Origami und Gedichte schreiben verarbeiten. Durch eine neue Begegnung macht sie schließlich im Laufe des Buches eine Entwicklung durch und schafft sich ihren eigenen Weg.

Wie typisch für die Bücher von Cecilia Ahern ist auch dieses mit einem schönen einfühlsamen Schreibstil geschrieben, der einen mitfühlen und mitträumen lässt. Wie immer schafft sie es die Magie und Schönheit in den kleinen Dingen des Lebens hervorzubringen und macht deutlich, was das Leben lebenswert macht, ohne dabei klischeehaft oder kitschig zu sein.
Es geht um Selbstfindung, Hoffnung, Verlust und Mut dafür, sein Leben zu verändern.

Sehr schönes Buch und absolut zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Leicht, süß und cozy

Falling Like Leaves
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Die Hauptfigur Ellis muss durch eine temporäre Trennung ihrer Eltern ihre geliebte Heimat New York verlassen und mit ihrer Mutter zu ihrer Tante und Cousine in den kleinen Ort Bramble Falls ziehen. Es ...

Die Hauptfigur Ellis muss durch eine temporäre Trennung ihrer Eltern ihre geliebte Heimat New York verlassen und mit ihrer Mutter zu ihrer Tante und Cousine in den kleinen Ort Bramble Falls ziehen. Es geht um viele Themen des Erwachsenwerdens wie Zukunftsplanung, Verantwortung, Selbstfindung und natürlich die erste große Liebe.

Der Roman hat wirklich eine ganz tolle Atmosphäre geschaffen mit dem Setting in Bramble Falls und bringt so eine wunderschöne gemütliche Herbststimmung, ähnlich wie bei Gilmore Girls, was wohl auch eine Inspiration war. Das ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen.
Leider hat mich die Hauptfigur Ellis ein bisschen genervt, da sie sehr unempathisch bzw. egoistisch rüberkommt und ich so nicht so viel Mitgefühl für sie aufbringen konnte. Die Konflikte im Roman waren auch eher vorhersehbar und klischeehaft, außerdem sehr konstruiert teilweise.
Trotzdem war es ein süße, leichte Geschichte, die mich ein paar Stunden gut unterhalten hat.

Ich würde es allen empfehlen, die Lust auf einen leichten süßen Herbstroman und keine Probleme mit Klischees haben. Es ist wohl aber eher etwas für Teenager und sehr junge Erwachsene.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Kampf um Frauenrechte im Sport

Aufgeben können die anderen
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In "Aufgeben können die anderen" begleiten wir die leidenschaftliche Sportlerin Alice in ihrem Kampf Sport allgemein für Frauen zugänglicher zu machen und vor allem die Olympischen Spiele in allen Disziplinen ...

In "Aufgeben können die anderen" begleiten wir die leidenschaftliche Sportlerin Alice in ihrem Kampf Sport allgemein für Frauen zugänglicher zu machen und vor allem die Olympischen Spiele in allen Disziplinen auch für Frauen zu öffnen.

Obwohl ich mich eigentlich nicht wirklich für Leistungssport generell oder die olympischen Spiele interessiere, hat mir dieser historische Roman trotzdem gut gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm und schnell zu lesen.
Trotz meines Interesses für feministische Themen und die Geschichte der Frauenbewegung, war mir nicht klar wie weit Frauen wirklich eingeschränkt waren in ihren Möglichkeiten sich in der Freizeit zu bewegen und der Roman hat mir einen guten Blick in diese Realität damals gegeben. Generell ist diese Zeit um die Jahrhundertwende sehr spannend, da sich so viel für die Frauen verbessert hat, es aber immense Unterschiede zwischen den Ländern gab, was auch super im Roman dargestellt wird. Ich finde Romane wie diesen immer noch sehr wichtig, damit auch besonders jungen Frauen wie mir gezeigt wird, dass so ziemlich alle Rechte, die wir haben, sehr bitter erkämpft wurden von damals als "radikal" gesehenen Feministinnen. Selbst so einfache Dinge wie Hosen tragen, Mitglied eines Sportvereins zu sein oder durch den Park joggen zu dürfen. All dies ist nicht selbstverständlich, weshalb es auch heute extrem wichtig ist sich weiter für Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen und die schon erkämpften Rechte zu schützen.
Mir hat nur teilweise ein bisschen emotionale Tiefe gefehlt und Alice war als Charakter ein bisschen unrealistisch, weil sie kaum Fehler und Schwächen hat.

Alles in allem kann ich das Buch aber allen empfehlen, die Lust auf einen leichten, historischen Roman über den Kampf für die Gleichberechtigung im Sport haben.

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