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Veröffentlicht am 02.10.2023

"Es war ein Auf und Ab." - Kieran hatte recht

Selbst in dunkelster Nacht
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Über die Aufmachung des Buches gibt es nicht viel zu sagen, da mir sowohl die Gestaltung des Covers, als auch das weiche Material sehr gefallen. Den eintönigen Farbschnitt hätte ich persönlich nicht gebraucht, ...

Über die Aufmachung des Buches gibt es nicht viel zu sagen, da mir sowohl die Gestaltung des Covers, als auch das weiche Material sehr gefallen. Den eintönigen Farbschnitt hätte ich persönlich nicht gebraucht, aber er hat mich auch nicht gestört.

Der Inhalt des Buches hat mich größtenteils auch begeistert, vor allem, da wichtige Themen sensibel aufgegriffen und somit keineswegs verharmlost werden. Die Zweifel der beiden Protagonisten und die Spuren der Vergangenheit werden nicht heruntergespielt, sondern ziehen sich von Anfang bis Ende durch die Geschichte und machen die Charaktere zwar verletzlich, aber deswegen auch so nahbar und authentisch. Liora und Kieran sind zwei wundervoll ausgearbeitete Protagonisten mit gut durchdachten Tiefen und nachvollziehbarem Verhalten, die man trotz ihrer Unterschiedlichkeit einfach lieben muss. Toll finde ich hierbei vor allem, dass die beiden ein sehr erwachsenes Verhalten aufzeigen, da man ja oft genug schon von jugendlicher Naivität und Stimmungsschwankungen gelesen hat. Somit waren die Zwei sehr erfrischend und auch die Dynamik zwischen ihnen hat mich sehr berührt. Dem kommt natürlich auch das ganze Setting zugute, dass durch die Verortung im Blumengeschäft eine komplett neue Idee ist, die aber nicht nur am Rande hin und wieder erwähnt wird, sondern auch die Bedeutung der Blumen und die Leidenschaft der Beiden gut aufgreift. Positiv fand ich zudem die Erzählung aus beiden Perspektiven, da man besser nachvollziehen konnte, warum sie so mit sich selbst hadern, wobei dennoch Spannung aufgebaut wurde, da immer nur Bruchstücke seiner Vergangenheit präsentiert wurden. Zugegeben war die Auflösung am Ende jedoch keine große Überraschung, da man seine unerklärliche Aufmerksamkeit und Zuneigung für eine gewisse andere Person mit ein wenig Fantasie sofort in das Rätsel integrieren konnte und sich somit denken konnte, wie das alles zusammenhängt. Dennoch kann ich das Ende an sich absolut nicht kritisieren. Obwohl die Auflösung der Vergangenheit keine Überraschung war, so wurde die Spannung am Ende noch einmal enorm in die Höhe getrieben und hat für einen absolut gemeinen Cliffhanger gesorgt. Dabei muss ich auch einfach hervorheben, wie sehr mir der Schreibstil gefallen hat. Er war an den richtigen Stellen ruhig, konnte aber auch am Ende den Puls zum Rasen bringen, weil man so mit Kieran und Liora mitfiebert. Anzumerken ist jedoch, dass das Buch zwar sehr emotional ausgerichtet ist, es aber auch nicht an der ein oder anderen lustigen Stelle gefehlt hat. So fand ich insbesondere das Flirtgespräch mit Luke einfach großartig und sehr abwechslungsreich!

Nun aber zu dem großen Kritikpunkt, der es mir trotz fantastischem Schreibstil schwer gemacht hat, das Buch von Anfang an bis zum Ende durchzusuchten. Mir hat es schlicht und ergreifend an Spannung gefehlt. Klar handelt es sich hier um einen Roman, der sich auf innere Konflikte bezieht, aber da es nur ab und an, insbesondere im Mittelteil, Momente gab, welche für Spannung gesorgt haben, war mir das Ganze einfach zu langatmig, weshalb ich auch sehr lange gebraucht habe, um das Buch zu lesen. Mir persönlich hat es an einem Anreiz gefehlt, das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Vermutlich ist das aber auch nur Geschmackssache und spricht hingegen Lesende an, die einfach eine Lektüre mit emotionalen Tiefen und Auseinandersetzungen genießen wollen. Grundsätzlich kann ich auch keinesfalls von dem Buch abraten, immerhin hat es viele starke Aspekte, welche ich bereits benannt habe, aber wer einen Pageturner mit unvorhersehbaren Momenten erwartet, ist hier an der falschen Adresse.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2023

Gut, aber keine leichte Lektüre

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Das wunderschöne Cover und die hochwertige Aufmachung gefallen mir wirklich sehr, wobei das Titelbild einfach passend zum Inhalt der Geschichte ist. Ein Inhaltsverzeichnis finde ich meist für Sachbücher ...

Das wunderschöne Cover und die hochwertige Aufmachung gefallen mir wirklich sehr, wobei das Titelbild einfach passend zum Inhalt der Geschichte ist. Ein Inhaltsverzeichnis finde ich meist für Sachbücher passend, aber weniger für Romane. Hier kann es aber durchaus wertvoll sein, da die Geschichte gegen Ende hin durchaus komplexer wird und es somit erleichtert wird, an eine Stelle zurückzukehren und nachzulesen.

Der Einstieg in die Geschichte ist spannend und wird dank des lockeren Schreibstils erleichtert. Die mysteriöse Stimmung zu Beginn gelingt gut, wobei die Atmosphäre über das gesamte Buch hinweg positiv hervorzuheben gilt. Die herbstliche und weihnachtliche Stimmung wird erfolgreich erschaffen und durch den Bäckereizauber ausgeschmückt, sodass man sich selbst gerne in das Setting versetzt. Adam ist ein sympathischer, wenn auch wenig zurückhaltender Protagonist, aber das bietet auch für einige Kinder Identifikationspotential. Mit seiner Klugheit und Neugierde macht es Spaß, seinen Abenteuern zu folgen und sich mit ihm in verschiedene Zeiten zu begeben, die ebenfalls ausführlich und toll gestaltet werden, sodass man sich genau hineinversetzen kann. Dabei hat mich jedoch von Beginn an eines durchwegs verwirrt: Warum wird die Ausgangssituation im Jahre 1999 verortet, wenn bereits ständig Zeitsprünge vorliegen? Für mich war es zunächst unbegreiflich, warum nicht einfach die Gegenwart gewählt wurde, aber dafür erfolgt doch noch eine Auflösung auf den letzten Seiten und mit dieser bin ich sehr zufrieden.
Der Schreibstil ist für Kinder passend sowie Wortschatz und Syntax leicht gestaltet. Die Erzählperspektive hingegen finde ich einfach großartig! Die Vorausdeutungen des Erzählers wecken das Interesse und halten die Spannung hoch. Ebendem tragen auch die verschiedenen Gegenstände bei, mit denen die Zeit erkundet werden kann, insbesondere da einer von ihnen mit einer wenig guten Eigenschaft verbunden ist. Diese sorgt dafür, dass das Unausweichliche am Ende eintritt, auch wenn man als Leser mitbangt und hofft, dass es nicht stimmen kann. An Spannung hat es gegen Ende hin definitiv nicht gefehlt, und auch M trägt von Anfang an der Spannung bei, dennoch finde ich persönlich das Ende zu komplex. Der Kreislauf schließt sich zwar und all die Begegnungen sind untereinander miteinander verstrickt, doch für die Altersgruppe ab zehn Jahren ist es doch ein wenig zu anspruchsvoll. Auch die einzelnen Vergleiche, beispielsweise mit der Orangenschale, dürften für jüngere Leser nicht leicht zu verstehen sein. Das einzig beruhigende daran ist, dass auch Adam damit zunächst Schwierigkeiten hat, was ihn noch sympathischer und vor allem authentischer macht.
Schön finde ich dennoch, dass besondere Elemente, beispielsweise die Zeitungsartikel, anders gestaltet und formatiert sind. So wird das Lesen aufgelockert und mit Abwechslung versehen, was insbesondere Kindern zugutekommt.

Trotz der doch gegen Ende hin komplexen Geschichte handelt es sich um eine unterhaltsame Lektüre, die nicht nur eine tolle Moral besitzt, sondern auch interessante Themen wie Freundschaft oder auch Magie anspricht und somit für jüngere Lesende durchaus zum Genuss werden kann und nicht nur die Kleinen fesselt.

Veröffentlicht am 06.09.2023

Gute Unterhaltung, aber wenig Emotionen

Psyche und Eros
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Erst einmal vorweg: das Cover finde ich persönlich eines der schönsten, die mir je untergekommen sind. Es passt wie die Faust aufs Auge zum Inhalt des Buches und deutet zugleich darauf hin, dass wir uns ...

Erst einmal vorweg: das Cover finde ich persönlich eines der schönsten, die mir je untergekommen sind. Es passt wie die Faust aufs Auge zum Inhalt des Buches und deutet zugleich darauf hin, dass wir uns hier im Bereich der griechischen Mythologie bewegen. Absolut gelungen!
Die Geschichte rund um Psyche und Eros ist mir bislang vollkommen fremd gewesen, aber nach diesem Roman hat man nicht nur einen tollen Einblick in das Leben der beiden Protagonisten, sondern auch in das zeitliche Geschehen rundherum bekommen. Wer sich mit der griechischen Mythologie auskennt, wird sich jedoch auf den ersten hundert Seiten vermutlich zu Tode langweilen. Mich hat die lange Einführung aber nicht gestört, da die Geschichten der wichtigsten Götter knapp und übersichtlich aufbereitet werden. Dennoch beginnt die eigentliche Geschichte erst nach Seite 100 und so braucht es doch ein wenig, bis die Spannung steigt.
Psyche und Eros selbst sind zwei absolut toll ausgearbeitete Protagonisten, die ich beide ins Herz geschlossen habe, auch wenn ich mit Psyche zunächst warm werden musste. Dies liegt aber schlicht und ergreifend daran, dass sie nicht die typische Prinzessin ist, sondern andere Interessen zeigt. Die Beiden zusammen sorgen auch für reichlich Humor, womit ich in einem solchen Buch eher weniger gerechnet habe, doch die Abwechslung gefällt mir ausgezeichnet. Nun kommt aber der große Kritikpunkt: auf emotionaler Ebene hat mich die Beziehung der Beiden nicht abgeholt. Mir fehlte es an Beschreibungen der Gefühle. Die Vergleiche waren zwar sehr bildlich, doch bei einem Vergleich wie „selbst der Speichel auf ihrem Kissen schien mir süßer als der köstlichste Honig“ werden bei mir keinen Emotionen angesprochen. Für Eros‘ Perspektive ist dies nicht sonderlich nachteilig, da er zunächst alles auf den Fluch schiebt, doch bei Psyche hätte ich mir dies schon gewünscht. Dennoch fiebert man einem Happy End entgegen, da die Beiden ganz offensichtlich nicht ohne einander können, auch wenn ich vergeblich auf die spannungsgeladenen Seiten am Ende gewartet habe. Man kann nicht behaupten, dass es keine Spannung gab, aber es war nun einmal auch nicht so, als hätte ich mich nicht mehr von dem Roman losreißen können.
Positiv hervorzuheben sind jedoch noch der Schreibstil und die verschiedenen Charaktere. Der Schreibstil ist angenehm und erzählt die Geschichte so flüssig, dass das Lesen ein Genuss wird, auch wenn mir, wie bereits erwähnt, ein wenig Emotionen und Spannung gefehlt haben. Mit den zutiefst unterschiedlichen Göttern und Menschen ist zudem für Abwechslung gesorgt, wobei so manche Überraschungen, aber auch Enttäuschungen den ganzen Roman zu einer tollen Unterhaltung gemacht haben.

Abschließend lässt sich somit festhalten, dass ich das Buch durchaus gerne gelesen habe, Psyches und Eros‘ Geschichte interessant und gut recherchiert aufbereitet fand, auch wenn es zwei Kritikpunkte gibt. Nichtsdestotrotz ist es eine gelungene Reise in die griechische Mythologie, die mich gut unterhalten hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2023

Rundum gelungen

Heldenhörnchen und Drachenfreund
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Das Cover hat mich bereits beim ersten Sehen schwer beeindruckt und gefällt mir nach dem Lesen des Buches fast noch mehr. Es ist nicht nur ansprechend gestaltet und im gleichen Stil wie die Illustrationen ...

Das Cover hat mich bereits beim ersten Sehen schwer beeindruckt und gefällt mir nach dem Lesen des Buches fast noch mehr. Es ist nicht nur ansprechend gestaltet und im gleichen Stil wie die Illustrationen in den Kapiteln gehalten, sondern zeigt vor allem die innige Freundschaft zwischen dem Drachen und Eichhörnchen. Allgemein gilt zu betonen, dass das Buch in seiner gesamten Aufmachung sehr hochwertig aussieht.
Zum Inhalt an sich gibt es auch nur Positives zu sagen. Mit den Themen wie Freundschaft, Mut und dem Umgang mit Vorurteilen deckt das Buch wichtige Aspekte ab und vermittelt den jungen Lesenden schöne Botschaften. Dabei wird die Welt aus der Perspektive eines jungen Eichhörnchens betrachtet, das noch einiges zu lernen hat und sich dabei nicht nur dem ersten Herbst oder Winter, sondern auch der eigenen Angst stellen muss. Die verschiedenen Tiere des Waldes sind dabei mehr oder weniger eine große Hilfe, aber vor allem der Drache entpuppt sich als wertvoller Wegbegleiter und Freund, weshalb das Eichhörnchen es auch schafft, über die Vorurteile hinwegzusehen und ein wunderschönes Happy End vorliegt.
Hinsichtlich des Schreibstils kann nur gesagt werden, dass er sehr angenehm ist und die Wörter geradezu an einem vorbeifliegen. Der Wortschatz ist passend, aber nicht zu komplex, die Sätze schön formuliert und die Beschreibungen anschaulich. Toll finde ich auch, dass einzelne Wörter gänzlich in Großbuchstaben gehalten werden, um die Intonation anzudeuten, welches den Kindern als Hilfe im Leseprozess dient. Die Kapitel an sich haben eine gute Länge, wobei die großen, bunten und zum Text passenden Bilder viele Seiten verzieren und zum Darübersprechen anregen. Dabei gilt anzumerken, dass die Illustrationen einfach fantastisch aussehen und liebevoll gestaltet wurden.
Somit lässt sich schlussendlich festhalten, dass das Buch sowohl wegen der Geschichte an sich, als auch aufgrund der gut durchdachten Gestaltung mit Vergnügen immer wieder in die Hand genommen wurde und einen rundum gelungenen Lesegenuss für Groß und Klein darstellt.

Veröffentlicht am 12.08.2023

Gelungene Atmosphäre - das wird jedoch zum Problem der Zielgruppe

Memora Castle oder Das Rätsel der vertauschten Zeit
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Zunächst muss ich sagen, dass ich das Cover sehr gelungen finde, da sich einige Elemente darauf wiedererkennen lassen, die im Laufe der Geschichte eine bedeutende Rolle spielen, auch wenn es im ersten ...

Zunächst muss ich sagen, dass ich das Cover sehr gelungen finde, da sich einige Elemente darauf wiedererkennen lassen, die im Laufe der Geschichte eine bedeutende Rolle spielen, auch wenn es im ersten Moment ein wenig überladen aussieht. Optisch ansprechend ist es jedoch allemal.
Der Anfang hat mir noch um einiges besser gefallen als das Cover! Die düstere Novemberstimmung und Hollys Einsamkeit sind überzeugend und anschaulich beschrieben, weshalb die Atmosphäre sehr geglückt ist. Auch die Charaktere werden so detailliert beschrieben, dass man sich ein genaues Bild von ihnen machen kann. Insbesondere die Beschreibung des ständig verschnupften Großonkels Quentin ist mir dabei positiv herausgestochen. Allgemein gilt im Hinblick auf die Charaktere anzumerken, dass wir eine geniale Vielfalt vorfinden. Von Holly, der sympathischen Protagonistin, über eine unterhaltsame Ilana zu auch so manchem Charakter, in dem man sich dann doch mehr getäuscht hat als erwartet, hat das Buch wirklich vieles zu bieten. Diese schaffen es dementsprechend, Spannung in den Verlauf zu bringen. Was ebendiese Spannung angeht, wird nicht lange gezögert. Schnell geschehen einige Sachen, die sich nicht gleich erklären lassen, aber doch alle einen größeren Zusammenhang zu haben scheinen. Und Holly steht dabei im Zentrum von allem. Das macht das Abenteuer natürlich noch um einiges spannender, denn Holly birgt mit ihrem Mut, außer bei Spinnen, und ihrer Sympathie viel Identifikationspotential für kleinere Leser. Somit gelingt es der Autorin, Rätsel über Rätsel aneinanderzureihen und geschickt untereinander zu verknüpfen sowie zugleich die Leser an das Geschehen zu fesseln und somit den Lesefluss anzuregen.
Dem trägt der angenehme Schreibstil definitiv bei, auch wenn ich zugegeben von der Wortwahl überrascht, wenn nicht sogar erschlagen bin. Diese wirkt zwar durchaus eloquent, jedoch an manchen Stellen auch ein wenig drüber. Denn das Kinder vielleicht noch den Begriff Patchworkdecke kennen, kann ich mir vorstellen, derweil dies bei Makramee bereits ganz anders aussieht, wobei dies nur Beispiele einer Seite sind. Das trägt zwar der Anschaulichkeit durchaus bei, verfehlt dennoch meiner Meinung nach die Zielgruppe. Des Weiteren muss ich kritisieren, dass die Geschichte der Zeitreisen sehr komplex ist und selbst ich, als erwachsene Leserin, da nicht gleich durchgestiegen bin. Dennoch hat mir das Ende wieder sehr gefallen, da einfach alles abgerundet wirkt, ein Happy End vorliegt und alle offenen Fragen geklärt wurden.
Zur Gestaltung des Buches gilt zudem anzumerken, dass die Idee, den ersten Buchstaben des jeweiligen Kapitels zu verzieren, eigentlich schön ist, doch gerade bei Kapitel 1 für Verwirrungen gesorgt hat, da das I nicht sofort entdeckt wurde. Die Kapitellänge war jedoch umso angenehmer, da es sich meist um etwa zehn Seiten handelte. Auch das Bild zu jedem Kapitel war ganz nett zur Auflockerung zwischendurch, da man auch darüber rätseln kann, was nun folgen mag und somit hier wieder die Neugierde geweckt wurde.

Schlussendlich lässt sich somit festhalten, dass das Buch größtenteils sehr gelungen ist, wobei der große Wortschatz und die Komplexität der Storyline im Hinblick auf die Zeitreisen jedoch zugleich zum Problem der jüngeren Leser werden können. Nichtsdestotrotz überzeugt das Buch mit einer interessanten Idee, abwechslungsreichen Charakteren und fabelhaften Beschreibungen.